Beim Jubiläumsspiel FC Bundestag gegen FC Diabetologie wurde Diabetesaufklärung zur schönsten Nebensache des Abends – mit zwei Weltmeistern von 1990, viel Sonne, vielen Autogrammen und einem überraschend besonderen Fußballmoment mitten in Berlin.
Manchmal sind es nicht die großen Stadien, die einen Fußballabend besonders machen. Nicht die lauten Fankurven, nicht die Pyroshows, nicht die gewaltige Inszenierung. Manchmal reicht ein kleiner Platz im Jahn-Sportpark, gutes Wetter, ein sinnvoller Anlass – und plötzlich stehen da zwei Weltmeister von 1990 an der Seitenlinie, als wäre es das Normalste der Welt.
Genau so fühlte sich das 10. Jubiläumsspiel des FC Bundestag gegen den FC Diabetologie am 19. Mai in Berlin an. Ich war vor Ort und muss sagen: Das hatte schon etwas sehr Besonderes. Auf der einen Seite ein frischgebackener Europameister der Parlamentarier-EM, der FC Bundestag. Auf der anderen Seite der FC Diabetologie, trainiert von Pierre Littbarski. Und dann stand da auch noch Rudi Völler am Spielfeldrand – „Tante Käthe“, DFB-Sportdirektor, Fußballlegende, Weltmeister, immer noch mit dieser Mischung aus Gelassenheit, Schalk und echter Nahbarkeit.
Am Ende gewann der FC Diabetologie mit 3:0. Aber ganz ehrlich: Das Ergebnis war an diesem Abend fast nebensächlich.
Kurz zusammengefasst
Beim 10. Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bundestag und dem FC Diabetologie im Berliner Jahn-Sportpark setzte sich der FC Diabetologie mit 3:0 durch. Im Mittelpunkt standen aber nicht nur Tore und Taktik, sondern vor allem die Diabetesaufklärung und die Frage, wie Fußball als Präventionsmotor wirken kann.
Besonders emotional wurde der Abend durch die Anwesenheit von Rudi Völler und Pierre Littbarski, zwei Weltmeistern von 1990. Beide zeigten sich vor Ort ausgesprochen nahbar, gut gelaunt und geduldig: Fotos, Autogramme auf Bällen, Trikots und sogar Fußballschuhen – gerade für junge Spieler, die zufällig dazukamen, wurde der Abend zu einem echten Erlebnis.
⚽ Zwei Weltmeister auf einem kleinen Platz – und plötzlich wird Fußball wieder ganz direkt
Es ist schon ein besonderer Moment, wenn man Pierre Littbarski und Rudi Völler nicht in einer TV-Runde, nicht im Stadion-Oberrang und nicht aus der Ferne sieht, sondern direkt an einem kleinen Berliner Fußballplatz. Keine große Distanz, keine Inszenierung, keine Absperrungen, die alles unnahbar machen. Stattdessen: zwei Fußballlegenden, die sichtbar Spaß hatten.
Pierre Littbarski nahm seine Rolle als Trainer des FC Diabetologie ernst – zum zweiten Mal in Folge. Und als er gefragt wurde, ob es nicht taktisch klüger sei, auch mal die Politiker gewinnen zu lassen, war seine Antwort ziemlich eindeutig: „Also nee, da bin ich durch und durch noch Profi. Man will immer gewinnen.“
Genau das merkte man ihm auch an. Littbarski war nicht nur symbolisch dabei, sondern wirklich mittendrin. Mit Blick, Humor und dieser alten Fußballerhaltung: Spaß ja, aber verlieren muss trotzdem nicht sein.
Rudi Völler wiederum war gekommen, um ein Versprechen gegenüber seinem im August 2024 verstorbenen Freund Christoph Daum einzulösen, der über viele Jahre Trainer des FC Diabetologie war. Allein das gab dem Abend eine besondere emotionale Ebene. Völler unterstützte beide Mannschaften von der Seitenlinie – und tat das nicht als Pflichttermin, sondern sichtbar mit Freude.


Foto (C)Dennis Hahn
😊 Rudi und Pierre: Nahbar, geduldig und mit echter Freude dabei
Was mir besonders in Erinnerung bleibt: Rudi Völler und Pierre Littbarski waren an diesem Abend unglaublich nahbar. Keine Starallüren, keine Hektik, kein schnelles Durchwinken. Beide nahmen sich Zeit für Fotos, Gespräche und Autogramme.
Besonders schön war eine Szene mit einer Gruppe junger Spieler, die eher zufällig dazukamen. Plötzlich standen sie da mit Fußbällen, Trikots und sogar Fußballschuhen – und bekamen ihre Unterschriften. Solche Momente sind vielleicht nicht der offizielle Programmpunkt einer Pressemitteilung, aber sie erzählen viel über die Atmosphäre dieses Abends.
Für die Kinder und Jugendlichen war das vermutlich ein Erlebnis, das sie nicht so schnell vergessen. Zwei Weltmeister von 1990, direkt vor ihnen, freundlich, geduldig, gut gelaunt. Genau darin liegt manchmal die eigentliche Kraft des Fußballs: Er schafft Nähe. Und er schafft Erinnerungen.




Foto (C)Dennis Hahn
🩺 Diabetesaufklärung als eigentlicher Mittelpunkt
So sehr die beiden Weltmeister natürlich die Aufmerksamkeit auf sich zogen: Das zentrale Thema des Abends war Diabetesaufklärung. Und das ging keineswegs unter. Im Gegenteil: Gerade weil so viel Fußballprominenz vor Ort war, bekam das Thema noch mehr Aufmerksamkeit.
Der FC Diabetologie steht seit Jahren dafür, über Sport, Bewegung und Fußball auf Diabetes aufmerksam zu machen. Beim Jubiläumsspiel wurde deutlich: Fußball kann mehr sein als Wettbewerb. Er kann Menschen aktivieren, Gemeinschaft schaffen, Gesundheitsbewusstsein fördern und niedrigschwellig über Prävention sprechen.
Nach dem Spiel folgte die sogenannte 3. Halbzeit – eine politische Podiumsdiskussion zur Frage, ob Fußball als Blaupause für die Prävention des Typ-2-Diabetes dienen kann. Die Antwort des Abends lag eigentlich schon auf dem Platz: Fußball verbindet Generationen, Geschlechter, Leistungsniveaus und Lebenswelten. Und gerade deshalb eignet er sich hervorragend, um über Bewegung, Gesundheit und Prävention zu sprechen.
🏆 FC Diabetologie gewinnt 3:0 – Sandra Starke trifft doppelt
Sportlich setzte sich der FC Diabetologie mit 3:0 gegen den FC Bundestag durch. Der politische Europameister musste sich also ausgerechnet beim Jubiläumsspiel geschlagen geben.
Besonders stark: Sandra Starke, Profi-Fußballerin von RB Leipzig und selbst mit Typ-1-Diabetes vertraut, erzielte zwei Tore. Auch Rudi Völler hob ihre Leistung augenzwinkernd hervor – allerdings nicht ohne den Hinweis, dass er für den Kader von Julian Nagelsmann am nächsten Tag leider kein weiteres Top-Talent für Deutschland entdecken konnte.
Das Ergebnis passte zu Littbarskis Haltung: Wenn schon gespielt wird, dann richtig. Der FC Diabetologie wirkte engagiert, gut organisiert und mit Freude bei der Sache. Der FC Bundestag hielt dagegen, aber an diesem Abend gehörte der sportliche Sieg der Diabetes-Elf.

❤️ Christoph Daum war spürbar mit dabei
Auch wenn er nicht mehr dabei sein konnte, war Christoph Daum an diesem Abend präsent. Über viele Jahre hatte er den FC Diabetologie begleitet, geprägt und unterstützt. Rudi Völlers Besuch war auch ein Versprechen an seinen verstorbenen Freund – und das machte den Abend emotionaler, als es ein gewöhnliches Benefizspiel je sein könnte.
Dr. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Kapitän und Mannschaftsarzt des FC Diabetologie, brachte es in seiner Ansprache auf den Punkt: Rudi Völler und Pierre Littbarski seien etwas Besonderes, und Christoph Daum wäre stolz gewesen, sie so engagiert für die gute Sache zu sehen.
Man merkte: Hier ging es nicht um einen Fototermin. Hier ging es um Kontinuität, Freundschaft, Engagement und um die Frage, wie man mit Sport Aufmerksamkeit für ein wichtiges Gesundheitsthema schafft.
🧓 Fußball als Longevity-Idee: Littbarskis Ü75-Weltmeister
Spannend war auch der Hinweis von Pierre Littbarski auf sein Engagement als Schirmherr der „Opa-Fußballweltmeister Ü75“ aus Deutschland. Für ihn ist Fußball ein Schutz für die Gesundheit – unabhängig vom Alter.
Die Ü75-Elf zeigt, dass Bewegung, Teamgeist und sportliche Ziele auch im hohen Alter möglich sind. Littbarski sprach dabei sinngemäß über Vitalität, Inspiration und darüber, dass Fußball eine Kraft haben kann, die weit über junge Leistungssportler hinausgeht. Das passt perfekt zum größeren Thema des Abends: Prävention, Aktivität und Gesundheit müssen nicht abstrakt bleiben. Sie können spielerisch, gemeinschaftlich und mit Begeisterung gelebt werden.
Ein Stickeralbum mit den Oldies wurde zugunsten von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe aufgelegt.
🎤 Die dritte Halbzeit: Fußball als Prävention gegen Typ-2-Diabetes?
Nach dem Spiel wurde weiterdiskutiert. Bei der politischen Podiumsdiskussion ging es um die Frage, ob sich Fußball als Blaupause für Prävention des Typ-2-Diabetes eignen kann.
Mit dabei waren unter anderem Rudi Völler, Pierre Littbarski, Dr. Jens Kröger, Fritz Güntzler als Kapitän des FC Bundestages, Sandra Starke und Professor Dr. med. Karsten Müssig, Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft und Autor des Fachartikels „Fußball – neue Wege in der Prävention und Behandlung des Typ-2-Diabetes“. Moderiert wurde die Runde von Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.
Die Botschaft war klar: Bewegung wirkt. Fußball wirkt. Und zwar nicht nur bei Kindern oder ambitionierten Spielern, sondern generations- und geschlechterübergreifend. Genau das macht diesen Sport so stark als Präventionsidee.
💡 Dennis’ Fazit: Ein Fußballabend, der größer war als das Ergebnis
Ich bin ehrlich: Das Spiel selbst geriet für mich an diesem Abend fast ein wenig in den Hintergrund. Nicht, weil es unwichtig gewesen wäre, sondern weil drumherum so viel passierte. Das tolle Wetter, der kleine Platz im Jahn-Sportpark, der gute Zweck, die entspannte Stimmung, die jungen Spieler mit ihren Autogrammwünschen – und mittendrin Rudi Völler und Pierre Littbarski, zwei Weltmeister von 1990, nahbar und voller Freude.
Das hatte etwas sehr Berliniges: große Namen auf kleinem Platz, große Themen ohne großes Pathos, Sport mit Haltung und ein Abend, der sich überraschend persönlich anfühlte.
Dennis’ Fazit:
Das 10. Spiel FC Bundestag gegen FC Diabetologie war viel mehr als ein 0:3. Es war ein sympathischer, sonniger und erstaunlich nahbarer Fußballabend für einen wichtigen Zweck. Diabetesaufklärung stand im Mittelpunkt – und der Fußball zeigte einmal mehr, dass er Menschen bewegen kann. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
📌 Faktenbox: FC Bundestag gegen FC Diabetologie 2026
Veranstaltung: 10. Spiel FC Bundestag gegen FC Diabetologie
Datum: 19. Mai 2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Jahn-Sportpark Berlin
Ergebnis: FC Bundestag – FC Diabetologie 0:3
Trainer FC Diabetologie: Pierre Littbarski
Besonderer Gast: Rudi Völler
Anlass: Diabetesaufklärung in Deutschland
Besonderheit: FC Bundestag als frischgebackener Europameister der Parlamentarier-EM
Dritte Halbzeit: Podiumsdiskussion zur Prävention von Typ-2-Diabetes durch Fußball
Veranstalter/Initiative: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
Unterstützung: Astra Zeneca, Grünenthal und IKK classic
FAQ: FC Bundestag gegen FC Diabetologie 2026
Wer spielte beim Jubiläumsspiel FC Bundestag gegen FC Diabetologie?
Beim 10. Jubiläumsspiel trafen der FC Bundestag und der FC Diabetologie in Berlin aufeinander.
Wie ging das Spiel aus?
Der FC Diabetologie gewann mit 3:0 gegen den FC Bundestag.
Warum war Rudi Völler vor Ort?
Rudi Völler unterstützte das Spiel auch in Erinnerung an seinen verstorbenen Freund Christoph Daum, der viele Jahre Trainer des FC Diabetologie war.
Welche Rolle spielte Pierre Littbarski?
Pierre Littbarski war Trainer des FC Diabetologie und nahm seine Rolle sichtbar ernst – mit Ehrgeiz, Humor und großer Freude am Spiel.
Worum ging es bei der Veranstaltung?
Im Mittelpunkt stand die Diabetesaufklärung in Deutschland. Das Spiel sollte Aufmerksamkeit für Prävention, Bewegung und den Zusammenhang von Fußball und Gesundheit schaffen.
Was war die „3. Halbzeit“?
Die dritte Halbzeit war eine politische Podiumsdiskussion zur Frage, ob Fußball als Blaupause für die Prävention des Typ-2-Diabetes dienen kann.
Wer nahm an der Podiumsdiskussion teil?
Mit dabei waren unter anderem Rudi Völler, Pierre Littbarski, Dr. Jens Kröger, Fritz Güntzler, Sandra Starke und Professor Dr. med. Karsten Müssig. Moderiert wurde die Runde von Nicole Mattig-Fabian.








