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Home Berlin

BER in den Herbstferien 2026: Anreise, CT-Scanner, Flüssigkeiten und Wartezeiten

Dennis Von Dennis
18. Oktober 2026
in Berlin
0
BER-Herbstferien 2026 am Flughafen Berlin Brandenburg mit Reisenden im Terminal

Der BER rechnet in den Herbstferien 2026 mit rund 1,4 Millionen Reisenden. Unser Serviceguide bündelt Tipps zu Anreise, Check-in, Gepäck und Sicherheitskontrollen. © BerlinMagazine.de / KI-generiertes Bild

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1,4 Millionen Reisende erwartet: So kommt ihr möglichst stressfrei durch den Flughafen Berlin Brandenburg

Mit Beginn der Herbstferien wird es am Flughafen BER wieder deutlich voller. Zwischen 16. Oktober und 1. November 2026 erwartet der Flughafen rund 1,4 Millionen Passagiere. Rund 280.000 davon entfallen allein auf das erste Ferienwochenende, der stärkste einzelne Abreisetag war zum Auftakt am Freitag mit rund 100.000 erwarteten Reisenden.

Gleichzeitig hat sich am BER in diesem Jahr einiges verändert. Die schnellen CT-Sicherheitskontrollen sind inzwischen deutlich ausgebaut, Flüssigkeiten dürfen dort unter bestimmten Voraussetzungen im Handgepäck bleiben, der frühere BER Runway existiert nicht mehr und die Bahnverbindungen zum Flughafen wurden Ende 2025 grundlegend neu geordnet. Wer die richtigen Verbindungen, Kontrollen und Gepäckservices nutzt, kann sich gerade an den stark frequentierten Ferientagen einiges an Zeit und Stress ersparen.

Update vom 18. Oktober 2026, 13:15 Uhr


⚡ Kurz zusammengefasst

Während der Herbstferien-Reisewelle erwartet der BER bis zum 1. November rund 1,4 Millionen Passagiere. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus der Berliner Innenstadt kommt, fährt besonders schnell mit FEX oder RE20: vom Hauptbahnhof dauert die Fahrt rund 23 Minuten, vom Potsdamer Platz etwa 19 und von Südkreuz nur rund 14 Minuten. Aus dem Osten Berlins sind RB24 und RB32 interessant, während aus Neukölln und dem Süden auch die Kombination U7 bis Rudow plus X7 oder X71 eine gute Alternative sein kann.

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Am Flughafen selbst lohnt sich ein Blick auf die Sicherheitskontrollen. Die Bereiche 1 und 5 in Terminal 1 sowie Terminal 2 verfügen über CT-Technik. Dort können elektronische Geräte im Handgepäck bleiben und es gelten deutlich großzügigere Flüssigkeitsregeln. In den konventionellen Kontrollen im zentralen Bereich von Terminal 1 gilt dagegen weiterhin die bekannte 100-Milliliter-Regel.


Rund 1,4 Millionen Passagiere – aber nicht jeder Ferientag ist gleich voll

Die Berliner Herbstferien dauern offiziell vom 19. bis 31. Oktober 2026. Die eigentliche Reisewelle am BER umfasst aber einen etwas längeren Zeitraum: Der Flughafen rechnet vom 16. Oktober bis einschließlich 1. November mit rund 1,4 Millionen Passagieren. Damit bewegt sich das erwartete Aufkommen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.

Am ersten Ferienwochenende vom 16. bis 18. Oktober sollen rund 280.000 Reisende den BER nutzen. Der stärkste einzelne Tag war der Freitag mit etwa 100.000 erwarteten Passagieren. Auch danach können insbesondere klassische Wechsel- und Rückreisetage sowie die Wochenenden deutlich stärker ausgelastet sein.

Während der Herbstferien stehen Flüge zu 139 Zielen in 54 Ländern im Flugplan. Besonders stark gefragt bleiben die klassischen Sonnenziele am Mittelmeer. Antalya dürfte erneut das meistgenutzte Ferienziel sein, auch Mallorca spielt für Reisende aus Berlin und Brandenburg eine große Rolle.


Die wichtigste Frage vor der Abfahrt: Terminal 1 oder Terminal 2?

Bevor es überhaupt zum Flughafen geht, sollte noch einmal geprüft werden, von welchem Terminal der eigene Flug startet. Terminal 1 und Terminal 2 liegen zwar unmittelbar nebeneinander, sind aber nicht identisch aufgebaut. Wer mit Bahn oder S-Bahn anreist, kommt immer am Bahnhof „Flughafen BER“ direkt unter Terminal 1 an.

Reisende für Terminal 1 fahren vom Bahnsteig mit Rolltreppe oder Aufzug direkt in das Terminal. Für Terminal 2 geht es zunächst auf die Ankunftsebene E0 von Terminal 1 und anschließend über den ausgeschilderten Fußweg weiter. Dafür sollte man ein paar zusätzliche Minuten einplanen.

Wichtig: Auch wenn der eigene Flug in Terminal 2 abgefertigt wird, muss nicht zwingend dort die Sicherheitskontrolle genutzt werden. Von allen Sicherheitskontrollen in T1 und T2 sind sämtliche Abfluggates erreichbar. Das eröffnet gerade an vollen Tagen die Möglichkeit, anhand der aktuellen Wartezeiten die günstigere Kontrolle auszuwählen.


Anreise mit FEX und RE20: Aus der Innenstadt derzeit meist die schnellste Variante

🚆 ÖPNV: Wer vom Berliner Zentrum zum BER fährt, sollte zunächst FEX und RE20 prüfen. Beide nutzen die Ende 2025 eröffnete direkte Verbindung über die Dresdner Bahn und halten am Hauptbahnhof, Potsdamer Platz und Südkreuz. Die planmäßige Fahrzeit beträgt rund 23 Minuten ab Hauptbahnhof, etwa 19 Minuten vom Potsdamer Platz und nur rund 14 Minuten ab Südkreuz.

Der Flughafen weist aktuell darauf hin, dass FEX und RE20 bis Dezember 2026 zusammen viermal pro Stunde zwischen Hauptbahnhof, Potsdamer Platz, Südkreuz und BER verkehren. Damit ist Südkreuz für viele Reisende aus dem Süden und Westen Berlins inzwischen ein besonders guter Umsteigepunkt.

Wer mit einem normalen VBB-Ticket aus der Berliner Innenstadt fährt, benötigt für den BER den Tarifbereich Berlin ABC. Ein Einzelfahrschein kostet 2026 5,00 Euro. Einen speziellen Flughafenaufschlag gibt es nicht. Das Deutschlandticket gilt im regulären Nahverkehr einschließlich FEX, RE, RB, S-Bahn und Bus; für die IC-Fernverkehrsverbindung zum Flughafen ist dagegen ein entsprechendes Fernverkehrsticket erforderlich.


Aus Friedrichshain, Lichtenberg und dem Osten: RB24 und RB32 oft besser als der Umweg über den Hauptbahnhof

Die beste BER-Verbindung hängt inzwischen stark davon ab, aus welchem Teil Berlins man kommt. Wer aus Friedrichshain, Lichtenberg, Hohenschönhausen, Schöneweide oder dem Nordosten startet, sollte nicht automatisch zuerst Richtung Hauptbahnhof fahren.

Die Regionalbahnen RB24 und RB32 verbinden unter anderem Ostkreuz und Schöneweide direkt mit dem Flughafen. Die RB24 kommt aus Richtung Eberswalde und Bernau, die RB32 aus Richtung Oranienburg. Beide fahren anschließend über den BER weiter in Richtung südliches Brandenburg.

Gerade von Ostkreuz oder Schöneweide kann diese Verbindung wesentlich sinnvoller sein als ein Umweg über den neuen FEX-Korridor. Zusätzlich fahren die S-Bahn-Linien S9 und S85 jeweils im 20-Minuten-Takt zum Flughafen. Die S9 bietet weiterhin eine durchgehende Verbindung über die Berliner Stadtbahn bis Spandau.


Aus Neukölln und dem Berliner Süden: U7 plus X7 kann überraschend praktisch sein

Eine oft unterschätzte BER-Verbindung führt über U Rudow. Von dort fährt der Expressbus X7 alle fünf bis zehn Minuten direkt zum Flughafen. Zusätzlich verbindet der X71 unter anderem Alt-Mariendorf, Johannisthaler Chaussee und Rudow mit dem BER.

Gerade wer ohnehin entlang der U7 wohnt – etwa in Neukölln, Britz, Gropiusstadt oder Rudow – muss deshalb nicht zwangsläufig erst zu einem Regionalbahnhof fahren. Die Kombination aus U-Bahn und Expressbus kann je nach Ausgangspunkt sehr direkt sein und bietet außerdem eine sinnvolle Ausweichmöglichkeit, wenn es im Bahnverkehr kurzfristige Störungen gibt.

Die Busse halten direkt auf der Ankunftsebene E0 vor Terminal 1. Von dort ist auch Terminal 2 zu Fuß erreichbar.


Aus Potsdam und Brandenburg zum BER

Auch aus dem Umland gibt es inzwischen mehrere direkte Verbindungen. Die RB22 verbindet Potsdam über unter anderem Golm und Ludwigsfelde-Struveshof stündlich mit dem Flughafen und fährt anschließend weiter nach Königs Wusterhausen. Von Lübben und Lübbenau führt der RE20 direkt zum BER.

Für Reisende aus Eberswalde und Bernau bietet die RB24 eine Direktverbindung, aus Richtung Oranienburg die RB32. Für Königs Wusterhausen bestehen ebenfalls direkte Schienenverbindungen zum Flughafen.

Wer aus Potsdam mit dem Bus fahren möchte, kann außerdem den BER2 nutzen. Dieser ist jedoch zuschlagspflichtig und deshalb nicht automatisch die günstigste Variante. Vor allem mit Deutschlandticket oder regulärem VBB-Ticket dürfte die Bahn für viele Reisende interessanter sein.


Achtung bei der Bahn: Die Berliner Stadtbahn bleibt für Regional- und Fernzüge gesperrt

Ein Punkt ist während der Herbstferien besonders wichtig: Die Berliner Stadtbahn zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof bleibt noch bis zum 12. Dezember 2026 für Regional- und Fernzüge gesperrt. Die S-Bahn fährt auf der Stadtbahn weiter, Regional- und Fernzüge werden dagegen umgeleitet oder fallen auf Teilstrecken aus.

Das betrifft nicht die direkte FEX-Verbindung Hauptbahnhof – Potsdamer Platz – Südkreuz – BER, weil diese über den Nord-Süd-Tunnel und die Dresdner Bahn führt. Wer jedoch aus dem Westen oder Osten Berlins mit einem Regionalzug zum Hauptbahnhof beziehungsweise zu einem anderen Umsteigepunkt gelangen möchte, sollte die Verbindung unbedingt am Reisetag prüfen.

Hinzu kommen insbesondere nachts immer wieder kleinere Bauarbeiten, Umleitungen oder Teilausfälle bei FEX, Regional- und S-Bahn-Verbindungen. VBB-Fahrinfo oder DB Navigator deshalb am Reisetag noch einmal öffnen – selbst wenn die Verbindung einige Tage vorher bereits geplant wurde.


Früher Morgen oder spät in der Nacht: Nicht einfach vom Tagesfahrplan ausgehen

Für sehr frühe Abflüge ist die Anreise ein eigener Punkt. Der FEX fährt grundsätzlich auch nachts, außerhalb des dichten Tagesverkehrs allerdings mit deutlich größeren Abständen. Die S9 fährt Richtung Flughafen bereits etwa ab 3 Uhr, während es in den Wochenendnächten durchgehende Nachtverbindungen gibt.

Bei der S85 gibt es dagegen keinen durchgängigen Nachtverkehr in allen Nächten. Gerade bei einem Abflug am frühen Morgen sollte deshalb nicht einfach davon ausgegangen werden, dass die Verbindung vom Nachmittag auch nachts genauso funktioniert.

Mein Rat für Flüge vor etwa 7 Uhr wäre deshalb: die konkrete Verbindung am Vorabend nochmals prüfen und mindestens eine Alternative kennen. Das kann je nach Wohnort der FEX, die S9, ein Nachtbus, Taxi oder Fahrdienst sein.


Mit dem Auto zum BER: Parkplatz während der Ferien besser reservieren

🚗 Auto: Die direkte Zufahrt zum Flughafen erfolgt über die A113 und die Abfahrt „Flughafen Berlin Brandenburg“ beziehungsweise über die B96a. Für das Navigationsgerät eignet sich die Adresse Flughafen Berlin Brandenburg, Willy-Brandt-Platz, 12529 Schönefeld.

Am BER gibt es mehr als 10.000 Stellplätze in Parkhäusern und auf Außenflächen. Während der Ferien empfiehlt der Flughafen ausdrücklich eine vorherige Online-Reservierung. Das sichert nicht nur den Stellplatz, sondern kann gegenüber einer spontanen Einfahrt auch günstiger sein.

Besonders kurze Wege bieten unter anderem P1, P2, P3, P7 und P8. Wer stärker auf den Preis achtet, findet mit P6 und dem weiter entfernten P107 günstigere Optionen. Beim P107 muss allerdings ein Fußweg von ungefähr 25 Minuten einkalkuliert werden – mit mehreren Koffern oder kleinen Kindern wäre das für mich nicht die erste Wahl.


Bringen und Abholen: Die ersten zehn Minuten bleiben kostenlos

Wer nur jemanden zum Flughafen bringt oder abholt, kann die Kurzzeitbereiche vor Terminal 1 nutzen. Die ersten zehn Minuten sind kostenfrei, das Kennzeichen wird automatisch erfasst. Innerhalb dieses Zeitraums muss deshalb auch kein Parkticket am Automaten gezogen werden.

Wichtig für T2-Reisende: Terminal 2 hat keine eigene Fahrzeugvorfahrt. Bringer und Abholer nutzen ebenfalls die Vorfahrt am Terminal 1; von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis T2.

Wer länger warten möchte, sollte nicht einfach auf der Vorfahrt stehen bleiben. Nach den kostenlosen zehn Minuten werden die Kurzzeitbereiche schnell teuer. Dann ist ein regulärer Parkplatz meist die bessere Lösung.


Taxi, Uber, Bolt und Carsharing: Wo man tatsächlich hinmuss

Offizielle Taxis halten beziehungsweise starten auf der Ankunftsebene E0 vor Terminal 1. Für ankommende Reisende gibt es dort die Taxistände Nord und Süd. Bei der Abreise kann das Taxi auf der Abflugebene E1 halten.

Auch Uber, Bolt und FREENOW verfügen am BER über eine eigene „Ride App Pick up“-Zone auf Ebene E0. Wer nach der Landung einen Fahrdienst bestellt, sollte deshalb auf die Bezeichnung in der App und die Beschilderung achten und nicht irgendwo vor dem Terminal nach dem Fahrzeug suchen.

Carsharing funktioniert anders: Fahrzeuge von unter anderem Miles, Bolt Drive, Free2move und SIXT share werden auf Parkplatz P4 übernommen beziehungsweise abgestellt. Von dort sind es ungefähr drei Minuten zu Fuß bis Terminal 1 und etwa fünf Minuten bis Terminal 2.


Mit dem Fahrrad zum BER

🚲 Fahrrad: Auch der BER ist per Fahrrad erreichbar. Aus Richtung Schönefeld führt unter anderem eine ausgeschilderte BIKE2BER-Route über teilweise gut ausgebaute Radwege zu den Terminals. Abstellmöglichkeiten gibt es im Bereich der Terminals.

Für einen normalen Ferienflug mit großem Gepäck dürfte das Rad allerdings nur in speziellen Fällen sinnvoll sein. Wer das eigene Fahrrad mit auf die Reise nimmt, muss es als Groß- beziehungsweise Sondergepäck aufgeben und sollte dafür deutlich mehr Zeit einplanen. Auch Verpackung, Anmeldung und Gewichtsgrenzen richten sich nach der jeweiligen Fluggesellschaft.


CT-Scanner: Diese Sicherheitskontrollen sind für die meisten Reisenden die beste Wahl

Am BER stehen mittlerweile zahlreiche Sicherheitskontrollen mit moderner CT-Technik zur Verfügung. Vollständig entsprechend ausgestattet sind die Kontrollbereiche 1 und 5 in Terminal 1 sowie die Sicherheitskontrolle in Terminal 2.

Der wichtigste Vorteil: Laptop, Tablet und andere größere elektronische Geräte können im Handgepäck bleiben. Auch bei Flüssigkeiten gelten dort deutlich großzügigere Regeln. Bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro Person können an den CT-Spuren mitgeführt werden und müssen nicht wie früher einzeln ausgepackt werden.

Doppelwandige Behälter wie Thermosflaschen sollten trotzdem leer sein, da sie zusätzliche Kontrollen auslösen können. Auch bei Deos empfiehlt der Flughafen nach Möglichkeit Roll-ons anstelle von Sprays.


100-Milliliter-Regel gilt am BER weiterhin – aber nicht überall

Der Unterschied zwischen den Sicherheitskontrollen ist wichtig. Im zentralen Kontrollbereich von Terminal 1 wird teilweise weiterhin klassische Röntgentechnik eingesetzt. Dort gilt nach wie vor die bekannte Regel: Flüssigkeiten nur in Behältern bis maximal 100 Milliliter, zusammen im transparenten wiederverschließbaren Ein-Liter-Beutel.

Deshalb lohnt es sich, vor Ort die aktuellen Wartezeiten zu vergleichen und nach Möglichkeit einen CT-Bereich zu wählen. Alle Gates sind von jeder Kontrolle erreichbar. Man ist also nicht an die räumlich nächstgelegene Kontrolle gebunden.

Die aktuellen Wartezeiten werden auf der BER-Website, in der BER-App und auf Monitoren im Terminal angezeigt. Der frühere Reservierungsservice BER Runway wurde Ende Mai 2026 eingestellt und kann nicht mehr gebucht werden.


Mein Flüssigkeits-Tipp: Leere Flasche funktioniert immer

Trotz der großzügigeren Regeln an den CT-Spuren würde ich persönlich weiterhin eine leere wiederverwendbare Trinkflasche mitnehmen, wenn man flexibel bleiben möchte. Damit spielt es keine Rolle, an welcher Sicherheitskontrolle man am Ende landet.

Hinter der Sicherheitskontrolle gibt es am BER kostenlose Trinkwasserspender, an denen die Flasche wieder aufgefüllt werden kann. Gerade bei mehreren Reisenden oder Familien spart das gegenüber mehreren Getränken im Abflugbereich schnell Geld.


Medikamente und Babynahrung sind von der klassischen Flüssigkeitsgrenze ausgenommen

Wichtig für Familien und Reisende, die Medikamente benötigen: Flüssige Medikamente, Insulin sowie notwendige Baby- und Spezialnahrung sind grundsätzlich von den normalen Flüssigkeitsbeschränkungen ausgenommen, wenn sie während der Reise benötigt werden.

Der Bedarf muss gegebenenfalls glaubhaft gemacht beziehungsweise bei Medikamenten durch ein Attest nachgewiesen werden. Gerade bei größeren Mengen oder speziellen Medikamenten würde ich eine ärztliche Bescheinigung mitnehmen und zusätzlich die Einreisebestimmungen des Ziellandes prüfen.

Auch „Quetschies“ und Babynahrung können bei Reisen mit kleinen Kindern mitgeführt werden, wenn die Menge für die Reise plausibel ist.


Powerbanks unbedingt ins Handgepäck – und Wattstunden prüfen

Powerbanks gehören nicht ins Aufgabegepäck. Sie müssen im Handgepäck transportiert werden. Gleiches gilt für E-Zigaretten und lose Lithium-Ersatzbatterien.

Bei Powerbanks ist die angegebene Kapazität wichtig. Modelle bis 100 Wh sind nach den üblichen IATA-Regeln grundsätzlich im Handgepäck erlaubt. Zwischen 100 und 160 Wh gelten strengere Vorgaben und teilweise ist vorab die Zustimmung der Airline erforderlich. Über 160 Wh sind Powerbanks im Passagierflugzeug grundsätzlich nicht erlaubt.

Ein überraschend wichtiger Punkt: Die Leistung sollte gut lesbar auf dem Gerät stehen. Ist die Kennzeichnung nicht mehr erkennbar, kann die Mitnahme problematisch werden.


Vorabend-Check-in: Einer der besten Tricks für frühe Ferienflüge

Wer morgens sehr früh fliegt und Aufgabegepäck hat, sollte unbedingt prüfen, ob die eigene Airline eine Gepäckaufgabe am Vorabend anbietet. Dadurch kann am Abflugtag ein kompletter Arbeitsschritt wegfallen.

Bei easyJet ist der Vorabend-Bag-Drop in Terminal 1 von 18 bis 21 Uhr für Flüge des folgenden Tages bis 9:30 Uhr möglich. Eurowings bietet ihn normalerweise von 18 bis 20 Uhr an – samstags gelten abweichende Zeiten von 14 bis 16 Uhr – für Flüge bis 12 Uhr am nächsten Tag. Am Automaten ist die Gepäckaufgabe bei geeigneten Eurowings-Flügen kostenfrei, am Schalter fällt derzeit eine Gebühr an.

Lufthansa, Austrian, Swiss, Lufthansa City und Brussels Airlines bieten einen Vorabend-Check-in in Terminal 1 von 17 bis 19:30 Uhr an, maximal 23 Stunden vor Abflug. Gerade bei einem Ferienflug am frühen Morgen kann das erheblich entspannter sein.


Fast Bag Drop: Nicht automatisch in die klassische Check-in-Schlange stellen

Wer sein Gepäck erst am Reisetag aufgibt, sollte prüfen, ob die eigene Fluggesellschaft den Fast Bag Drop unterstützt. Am BER stehen dafür inzwischen mehr als 120 Self-Service-Automaten zur Verfügung.

Dort wird zunächst das Gepäcklabel ausgegeben, anschließend wird der Koffer an einer automatisierten beziehungsweise entsprechend gekennzeichneten Gepäckaufgabe abgegeben. Zahlreiche große Airlines unterstützen das Verfahren inzwischen, darunter Lufthansa, Eurowings, easyJet, KLM, Air France, Austrian, Swiss, SAS und weitere.

Wer ausschließlich mit Handgepäck reist und bereits online eingecheckt hat, sollte dagegen gar nicht erst zum Check-in-Bereich gehen, sondern direkt zur Sicherheitskontrolle.


Mit kleinen Kindern: Family Entrance und kostenlose Buggys nutzen

Für Familien gibt es in Terminal 1 den BER Family Entrance an Sicherheitskontrolle 5. Er richtet sich an Familien mit Kindern bis fünf Jahren. Begleitet werden können sie von bis zu zwei Erwachsenen sowie minderjährigen Geschwistern.

Das ist gleich doppelt praktisch, denn Kontrollbereich 5 verfügt über CT-Scanner. Gerade mit Kindern, Elektronik, Snacks und Babynahrung kann das die Sicherheitskontrolle deutlich angenehmer machen.

Größere Kinderwagen und Buggys müssen gegebenenfalls als Sperrgepäck aufgegeben werden. Anschließend stehen in Terminal 1 und 2 an 21 Stationen kostenlose Leihbuggys zur Verfügung, solange der Vorrat reicht. Diese dürfen auch durch die Sicherheitskontrolle mitgenommen und später an einer anderen Station zurückgegeben werden.


Non-Schengen-Flüge: Passkontrolle nicht unterschätzen

Wer nach Großbritannien, in die Türkei, die USA oder ein anderes Non-Schengen-Ziel fliegt, ist nach der Sicherheitskontrolle noch nicht fertig. Zusätzlich muss die Passkontrolle passiert werden.

EU-, EWR- und Schweizer Staatsangehörige ab zwölf Jahren können mit einem biometrischen Reisepass die automatischen EasyPASS-Kontrollen nutzen. Deutsche Staatsangehörige können dort ab zwölf Jahren auch den neuen Personalausweis verwenden. Für bestimmte Drittstaatsangehörige gibt es nach Registrierung ebenfalls Zugang zu EasyPASS.

Das europäische Entry/Exit System (EES) kann insbesondere bei Drittstaatsangehörigen zusätzliche Zeit beanspruchen. Der BER weist ausdrücklich darauf hin, dass es dadurch zu längeren Wartezeiten kommen kann. Für Non-Schengen-Flüge würde ich deshalb einen zusätzlichen Zeitpuffer einplanen.

Für Reisen in die USA und nach Israel ist zudem eine zusätzliche Sicherheitskontrolle am Gate vorgesehen. Auch dafür sollte mehr Zeit einkalkuliert werden.


Wie früh sollte man wirklich am BER sein?

Eine pauschale Vorgabe wie „immer exakt zwei Stunden vorher“ gibt der BER nicht. Entscheidend sind Fluggesellschaft, Check-in-Schluss, Gepäck, Reiseziel und Auslastung. Wer online eingecheckt hat, nur Handgepäck dabeihat und einen Schengen-Flug nimmt, benötigt natürlich andere Abläufe als eine Familie mit mehreren Koffern und einem Non-Schengen-Flug.

Trotzdem sollte man in den Ferien nicht auf Kante planen. Das Boarding-Gate schließt in der Regel etwa 30 Minuten vor Abflug. Wer erst kurz vorher durch die Sicherheitskontrolle kommt, hat also wesentlich weniger Reserve, als die reine Abflugzeit vermuten lässt.

Mein Ansatz wäre deshalb: Die von der Airline verlangte Vorlaufzeit als Minimum nehmen und bei Aufgabegepäck, Kindern, Non-Schengen-Zielen oder einer störungsanfälligen Anreise zusätzliche Reserve einbauen.


Die fünf Dinge, die ich vor der Fahrt zum BER erledigen würde

Am entspanntesten startet der Reisetag, wenn bereits zu Hause online eingecheckt, das richtige Terminal geprüft und die Gepäckregeln kontrolliert wurden. Danach würde ich unmittelbar vor der Abfahrt die tatsächliche ÖPNV-Verbindung beziehungsweise Verkehrslage prüfen und gleichzeitig einen Blick auf die aktuellen Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen werfen.

Wer Aufgabegepäck hat, sollte zusätzlich prüfen, ob Fast Bag Drop oder sogar Vorabend-Gepäckaufgabe möglich sind. Genau diese wenigen Minuten Vorbereitung können während der Ferien wesentlich mehr bringen, als einfach nur pauschal extrem früh zum Flughafen zu fahren.


💡 Dennis’ Tipp

Für die Anreise aus der Berliner Innenstadt würde ich aktuell FEX oder RE20 über Hauptbahnhof, Potsdamer Platz beziehungsweise Südkreuz als erste Option prüfen. Besonders Südkreuz ist durch die nur rund 14 Minuten Fahrzeit zum Flughafen inzwischen ein sehr starker Umsteigepunkt. Aus Friedrichshain und dem Osten können RB24 oder RB32 sinnvoller sein; entlang der U7 sollte man dagegen auch U Rudow plus X7 nicht unterschätzen.

Am Flughafen selbst würde ich nicht automatisch in die erste sichtbare Schlange gehen. Erst die Wartezeiten der Sicherheitskontrollen vergleichen, wenn möglich einen CT-Bereich nutzen und bei Aufgabegepäck vorher prüfen, ob Fast Bag Drop oder sogar eine Vorabend-Gepäckaufgabe möglich sind. Für einen sehr frühen Flug ist das wahrscheinlich einer der besten Tricks überhaupt.

Und noch etwas, das bei all den Tipps fast wichtiger ist: Nicht jede Reise läuft perfekt. Vielleicht hat der Zug Verspätung, an der Sicherheitskontrolle dauert es länger oder nach der Landung steht man noch eine Weile am Gepäckband. Solche Dinge sind ärgerlich, aber sie sollten einem weder den Start in den Urlaub noch die Rückkehr nach Hause verderben. Vieles lässt sich mit guter Vorbereitung vermeiden – und was man selbst nicht beeinflussen kann, sollte einen möglichst auch nicht aus der Fassung bringen.

Gerade vor dem Urlaub lohnt es sich deshalb, die Vorfreude nicht schon am Flughafen gegen Stress einzutauschen. Vorfreude ist schließlich die schönste Freude. Wer etwas Zeitreserve mitbringt, gelassen bleibt und sich lieber auf die kommenden Tage konzentriert, startet meistens deutlich entspannter in die Reise.


📌 Faktenbox: BER in den Herbstferien 2026

Reisezeitraum: 16. Oktober bis 1. November 2026
Berliner Herbstferien: 19. bis 31. Oktober 2026
Erwartete Passagiere: rund 1,4 Millionen
Erstes Ferienwochenende: rund 280.000 Reisende
Flugangebot: 139 Ziele in 54 Ländern
FEX Hauptbahnhof – BER: rund 23 Minuten
FEX Potsdamer Platz – BER: rund 19 Minuten
FEX Südkreuz – BER: rund 14 Minuten
FEX + RE20: aktuell zusammen vier Verbindungen pro Stunde
Berlin-ABC-Einzelfahrschein: 5,00 Euro
CT-Sicherheitskontrollen: T1 Bereiche 1 und 5 sowie T2
Flüssigkeiten an CT-Spuren: bis zu zwei Liter pro Person
BER Runway: seit Mai 2026 eingestellt
Fast Bag Drop: mehr als 120 Automaten
Family Entrance: T1, Sicherheitskontrolle 5
Parken Kiss & Fly: erste zehn Minuten kostenlos
Boarding: Gate schließt in der Regel rund 30 Minuten vor Abflug


❓ FAQ zum BER in den Herbstferien 2026

Wie komme ich derzeit am schnellsten von Berlin-Mitte zum BER?

Der FEX beziehungsweise RE20 ist aktuell meist die schnellste öffentliche Verbindung. Vom Hauptbahnhof dauert die Fahrt rund 23 Minuten, vom Potsdamer Platz etwa 19 Minuten und von Südkreuz rund 14 Minuten.

Welches Ticket brauche ich von Berlin zum BER?

Der Flughafen liegt im Tarifbereich Berlin C. Aus der Berliner Innenstadt wird deshalb ein Berlin-ABC-Ticket benötigt. Der Einzelfahrschein kostet 2026 5,00 Euro. Das Deutschlandticket gilt in den Nahverkehrszügen, S-Bahnen und Bussen zum BER.

Fahren S-Bahnen direkt zum BER?

Ja. Die S9 und S85 fahren jeweils im 20-Minuten-Takt zum Flughafen. Die S9 bietet eine Direktverbindung über die Berliner Stadtbahn, die S85 bindet unter anderem den Norden und Nordosten an.

Kann ich jede Sicherheitskontrolle nutzen?

Ja. Von allen Sicherheitskontrollen in Terminal 1 und Terminal 2 sind sämtliche Abfluggates erreichbar. Dadurch kann anhand der aktuellen Wartezeiten ein günstiger Kontrollbereich gewählt werden.

Wo gibt es am BER CT-Scanner?

Die Sicherheitskontrollen 1 und 5 in Terminal 1 sowie Terminal 2 verfügen über die moderne CT-Technik.

Darf ich Flüssigkeiten über 100 Milliliter mitnehmen?

An den CT-Sicherheitskontrollen gelten inzwischen großzügigere Regeln und Flüssigkeiten bis zu zwei Litern pro Person können im Handgepäck bleiben. Im konventionellen zentralen Kontrollbereich von Terminal 1 gilt dagegen weiterhin die 100-Milliliter-Regel.

Kann ich mein Gepäck schon am Vorabend abgeben?

Bei ausgewählten Fluggesellschaften ja. Unter anderem easyJet und Eurowings bieten Vorabend-Gepäckaufgabe an. Lufthansa, Austrian, Swiss, Lufthansa City und Brussels Airlines verfügen ebenfalls über einen Vorabend-Check-in.

Wie lange vorher sollte ich am BER sein?

Das hängt von Airline, Gepäck, Ziel und Check-in-Vorgaben ab. Der BER nennt keine für alle Flüge gültige pauschale Zeit. Besonders bei Aufgabegepäck, Non-Schengen-Flügen oder Reisen mit Kindern sollte zusätzliche Reserve eingeplant werden.

Gibt es den BER Runway noch?

Nein. Die Reservierung von Sicherheitskontroll-Zeitfenstern über BER Runway wurde Ende Mai 2026 eingestellt.

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Dennis

Dennis

Konzerthallen sind sein Wohnzimmer, Premieren sein Revier. Dennis lebt für den Moment, in dem das Licht ausgeht und die Show beginnt. Seit Jahren jagt er für euch nach den spannendsten Events und Attraktionen der Stadt. Seine Mission: Nicht nur über Termine zu berichten, sondern die Emotionen hinter den Kulissen einzufangen und die Geschichten aufzuschreiben, die Berlin so einzigartig machen.

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