Eine Woche lang zeigt Berlin, wie vielfältig, experimentierfreudig und politisch seine Jazzszene ist: Die Jazzwoche Berlin #8 bringt vom 20. bis 26. Juni 2026 Konzerte, improvisierte Musik, Sessions, Workshops und Diskussionen in zahlreiche Spielstätten der Hauptstadt. Eröffnet wird die Veranstaltungswoche bereits am Freitag, dem 19. Juni, mit einem kostenlosen Abend im Club Gretchen.
Unter dem Motto „collective improv(e)ment“ stellt die achte Jazzwoche das gemeinsame Improvisieren in den Mittelpunkt. Gemeint ist damit nicht nur das spontane musikalische Zusammenspiel auf der Bühne. Auch die Arbeitsbedingungen der freien Szene, kollektive Entscheidungsprozesse, Förderstrukturen, soziale Gerechtigkeit und die Zukunft der Berliner Jazzlandschaft werden thematisiert.
Mehr als 30 Clubs und Veranstaltungsorte beteiligen sich am Programm. Dazu gehören bekannte Jazzadressen wie das A-Trane, das b-flat, der Badensche Hof, die Kunstfabrik Schlot, das Yorckschlösschen, der Kühlspot Social Club, Orania.Berlin und das Gretchen. Hinzu kommen kleinere Spielstätten, freie Reihen und besondere Kulturorte in mehreren Berliner Bezirken.
Kurz zusammengefasst
Die Jazzwoche Berlin #8 findet vom 20. bis 26. Juni 2026 statt. Das kostenlose Opening beginnt am Freitag, dem 19. Juni, um 19:30 Uhr im Club Gretchen; Einlass ist ab 19 Uhr. Auf der Bühne stehen das Kelvin Sholar Trio, Julia Hülsmann sowie Holly Schlott mit ihrem Projekt UNIQUE. Das kostenlose Diskursprogramm läuft am 20. und 21. Juni in der Gelben Villa in Kreuzberg. Während der gesamten Woche beteiligen sich mehr als 30 Berliner Clubs und Spielstätten mit Konzerten, Sessions und weiteren Formaten.
„Collective improv(e)ment“: Mehr als ein musikalisches Motto
Improvisation gehört zum Kern des Jazz. Musiker reagieren aufeinander, greifen Ideen auf, verändern Richtungen und entwickeln aus einzelnen Impulsen gemeinsam etwas Neues. Niemand kann exakt vorhersagen, wie ein Stück endet – und genau darin liegt ein großer Teil der Spannung.
Das Motto „collective improv(e)ment“ überträgt diesen Gedanken auf die gesamte Berliner Jazzszene. Es geht darum, wie gemeinschaftliche Strukturen entstehen, wie Entscheidungen getroffen werden und wer Zugang zu Bühnen, Netzwerken, Förderungen und Arbeitsmöglichkeiten erhält.
Damit verbindet die Jazzwoche künstlerische Praxis mit kulturpolitischen Fragen. Sie fragt nicht nur, was auf den Bühnen gespielt wird, sondern auch, unter welchen Bedingungen diese Musik entsteht und wie die freie Szene fairer, stabiler und zugänglicher werden kann.
Kostenloses Opening im Club Gretchen
Der Eröffnungsabend findet am Freitag, dem 19. Juni 2026, im Club Gretchen in Kreuzberg statt. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 19 Uhr, das Programm beginnt um 19:30 Uhr.
Musik, Gespräche und ein gemeinsamer Empfang sollen Künstler, Veranstalter, Vertreter aus Kulturpolitik und Verwaltung sowie das Publikum miteinander ins Gespräch bringen. Der Abend vermittelt damit bereits im Kleinen, worum es während der gesamten Jazzwoche geht: Begegnung, Austausch und gemeinsames Weiterdenken.
Kelvin Sholar Trio zwischen Jazz, Soul und Blues
Das Kelvin Sholar Trio verbindet Jazz mit Soul, Blues, Gospel und klassischer Virtuosität. Kelvin Lamar Sholar stammt aus Detroit und steht als Pianist, Sänger und Komponist für ein Spiel, das technische Präzision mit Groove und großer musikalischer Offenheit verbindet.
In Berlin tritt er gemeinsam mit Charles Sammons am Bass und Eric Vaughn am Schlagzeug auf. Das Trio dürfte dem Opening einen energiegeladenen und zugleich stilistisch offenen Auftakt geben.
Julia Hülsmann solo am Klavier
Julia Hülsmann gehört zu den prägenden Stimmen des deutschen Jazz. Beim Opening ist sie mit einem Soloauftritt am Klavier zu erleben. Ihr Spiel lebt von feinen Strukturen, offenen Klangräumen und einer besonderen Balance zwischen Komposition und Improvisation.
Nur wenige Tage vor der Jazzwoche wird Julia Hülsmann mit dem Jazzpreis Berlin 2026 ausgezeichnet. Ihr Auftritt im Gretchen erhält dadurch zusätzliche Bedeutung und verbindet die aktuelle Arbeit der Pianistin mit ihrer langjährigen Rolle in der Berliner Szene.
Holly Schlott und UNIQUE
Die Saxofonistin, Komponistin und Produzentin Holly Schlott bringt ihr Projekt UNIQUE auf die Bühne. Das Orchester setzt sich musikalisch mit Transgender-Erfahrungen im Jazz auseinander und verbindet zeitgenössische Kompositionen mit einer klaren Haltung für Akzeptanz, Respekt und Vielfalt.
UNIQUE steht dabei nicht nur für ein gesellschaftliches Thema. Das Projekt versteht Vielfalt auch musikalisch: unterschiedliche Perspektiven, Instrumente und Biografien werden zu einem gemeinsamen Klangkörper.
Panel über Entscheidungen im Berliner Jazz
Zum Opening gehört außerdem das Panel „Collective improv(e)ment – Zwischen Ermöglichen und Auswählen: Entscheidungsräume im Berliner Jazz“.
Nikolaus Neuser, Dahlia Borsche und Shai Hoffmann sprechen darüber, wie künstlerische und institutionelle Entscheidungen entstehen. Im Zentrum stehen Auswahlprozesse, Sichtbarkeit, Förderung, Macht, Verantwortung und die Frage, wer im Berliner Jazzbetrieb Möglichkeiten eröffnen oder begrenzen kann.
Opening auf einen Blick
- Datum: Freitag, 19. Juni 2026
- Einlass: 19:00 Uhr
- Beginn: 19:30 Uhr
- Ort: Gretchen
- Adresse: Obentrautstraße 19–21, 10963 Berlin
- Musik: Kelvin Sholar Trio, Julia Hülsmann und Holly Schlott mit UNIQUE
- Zusätzlich: Begrüßung, Panel und Empfang
- Eintritt: frei
Kostenloses Diskursprogramm in der Gelben Villa
Am Samstag und Sonntag zieht die Jazzwoche mit ihrem zentralen Diskursprogramm in die Gelbe Villa nach Kreuzberg. Die Teilnahme ist kostenlos. Während des gesamten Programms wird außerdem eine kostenlose Kinderbetreuung angeboten.
In Panels, einem Kurzfilm und einem praxisorientierten Workshop geht es um die Zukunft der Berliner Jazzszene. Dabei werden sowohl große kulturpolitische Projekte als auch konkrete Fragen des beruflichen Alltags behandelt.
Samstag: House of Jazz, Film und demokratische Strukturen
Der Samstag beginnt um 16 Uhr mit einem Round Table zum geplanten House of Jazz beziehungsweise Zentrum für Jazz und Improvisierte Musik. Kathrin Pechlof stellt den aktuellen Stand vor und diskutiert Perspektiven für einen dauerhaften Ort der Berliner Szene.
Um 17:30 Uhr folgt der experimentelle Kurzfilm „Dream Baby Dream“. Die Produktion entstand im Umfeld des Jazzfest Berlin 2025 und verbindet Musik, Bewegung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Ab 18 Uhr beschäftigt sich das Panel „Improvising collective change: Jazz, Demokratie und tragfähige Strukturen“ mit kultureller Vermittlung, gesellschaftlicher Teilhabe und resilienten Institutionen. Dabei geht es auch um die Frage, welche Bedingungen Offenheit, Vielfalt und künstlerische Entwicklung langfristig ermöglichen.
Sonntag: Soziale Gerechtigkeit und praktische Hilfen
Am Sonntag beginnt das Programm um 15:30 Uhr mit dem Panel „Improving the Collective: Social justice in our scene“. Im Mittelpunkt stehen soziale Ungleichheit, Klassismus und strukturelle Barrieren im Alltag von Musikern.
Diskutiert wird, wie soziale Herkunft und unterschiedliche Ausgangsbedingungen den Zugang zu Ausbildung, Netzwerken, Auftritten und Arbeitsmöglichkeiten beeinflussen. Daraus ergibt sich die Frage, welche Veränderungen für mehr Teilhabe und Sichtbarkeit notwendig sind.
Um 17 Uhr folgt das Workshop- und Speed-Dating-Format „Collective Improv(e)ment im Alltag: Tools für Musiker“. Kurze, praxisnahe Gespräche bieten Orientierung zu Proberäumen, Honoraren, Förderungen, rechtlichen Fragen und mentaler Gesundheit.
Diskursprogramm auf einen Blick
Samstag, 20. Juni 2026
- 16:00 Uhr: Round Table zum House of Jazz
- 17:30 Uhr: Kurzfilm „Dream Baby Dream“
- 18:00 Uhr: Panel zu Jazz, Demokratie und tragfähigen Strukturen
Sonntag, 21. Juni 2026
- 15:30 Uhr: Panel über soziale Gerechtigkeit in der Jazzszene
- 17:00 Uhr: Workshop und Speed-Dating mit praktischen Hilfen für Musiker
Ort: Gelbe Villa, Wilhelmshöhe 10, 10965 Berlin
Eintritt: frei
Kinderbetreuung: kostenlos während des gesamten Diskursprogramms
Mehr als 30 Clubs zeigen die Vielfalt der Berliner Szene
Der größte Teil der Jazzwoche findet dezentral statt. Die beteiligten Clubs und Konzertreihen gestalten ihre Programme selbst und zeigen damit, wie unterschiedlich Jazz und improvisierte Musik in Berlin klingen können.
Das Spektrum reicht von klassisch besetzten Trios und Quartetten über Big Bands, Vokalmusik und Jam-Sessions bis zu Avantgarde, elektronischen Experimenten, Improvisation und genreübergreifenden Projekten. Auch internationale Musiker und Kooperationen mit größeren Kulturhäusern gehören zum Programm.
Beteiligt sind unter anderem:
- A-Trane
- b-flat
- Badenscher Hof
- Donau115
- Gretchen
- Haus der Kulturen der Welt
- Jazz am Helmholtzplatz
- JATZ Bar
- Kühlspot Social Club
- Kunstfabrik Schlot
- Orania.Berlin
- Peppi Guggenheim
- Sowieso
- Yorckschlösschen
- Zig Zag Jazz Club
- weitere Clubs, Bars, freie Reihen und Kulturorte
Ein einheitliches Festivalticket gibt es nicht. Das Opening und das zentrale Diskursprogramm sind kostenlos. Für die Konzerte der beteiligten Clubs gelten jeweils die eigenen Eintrittspreise, Reservierungsregeln und Vorverkaufsangebote.
Ausgewählte Konzerte und Programmtipps
Das Programm ist zu umfangreich, um jeden Termin in einer einzelnen Übersicht ausführlich vorzustellen. Einige Konzerte zeigen jedoch besonders gut, wie weit das musikalische Spektrum der Jazzwoche reicht.
A Song For You und Konzerthausorchester Berlin
Im Konzerthaus Berlin treffen das Vokalensemble A Song For You und das Konzerthausorchester aufeinander. Unter dem Titel „A Soulful Missa“ verbinden sich orchestrale Musik, Soul, Stimmen und Videokunst zu einer groß angelegten Produktion.
Peter Gall Quintet im Donau115
Der Schlagzeuger Peter Gall tritt mit einem hochkarätig besetzten Quintett auf. Mit Wanja Slavin, Carl Morgan, Rainer Böhm und Matthias Pichler verbindet die Formation akustischen Jazz mit elektronischen Klangfarben und offenen Kompositionen.
Maria Baptist im A-Trane
Die Pianistin Maria Baptist ist während der Jazzwoche in unterschiedlichen Konstellationen im A-Trane zu erleben. Ihr Trio trifft dabei unter anderem auf den Trompeter Philip Sindy sowie den Saxofonisten und Flötisten Gabriel Coburger.
Anthony Hervey im Zig Zag Jazz Club
Der amerikanische Trompeter Anthony Hervey bringt sein Quartett ins Zig Zag. Sein Spiel verbindet Einflüsse aus der Jazztradition mit zeitgenössischen Kompositionen und einer kraftvollen, direkten Bühnensprache.
Jazz am Helmholtzplatz
Auch kleinere und dezentrale Formate gehören zum Kern der Jazzwoche. Bei Jazz am Helmholtzplatz und den angeschlossenen Spielorten stehen junge Formationen, freie Improvisation und Konzerte mit unmittelbarer Nähe zum Publikum im Mittelpunkt.
Sessions und spontane Begegnungen
Jam-Sessions gehören zu den Formaten, bei denen die Idee des kollektiven Improvisierens besonders unmittelbar erlebbar wird. Musiker treffen aufeinander, ohne dass der gesamte Abend vorher festgelegt ist. Für das Publikum entstehen dadurch einmalige Konzerte, die sich nicht exakt wiederholen lassen.
Podcast B begleitet die Jazzwoche
Auch 2026 wird die Jazzwoche durch neue Folgen des Podcasts B ergänzt. Die Journalistin Aida Baghernejad spricht mit Uli Kempendorff, Laura Robles, Vincent Bababoutilabo und Gugulethu Duma alias Dumama.
Im Mittelpunkt stehen persönliche Perspektiven auf die Berliner Jazzszene. Die Gespräche fragen danach, was „collective improv(e)ment“ für die Gäste bedeutet, welche Entwicklungen sie beobachten und was sie musikalisch und gesellschaftlich inspiriert.
Die Folgen werden während der Jazzwoche veröffentlicht und sind über die gängigen Podcastplattformen abrufbar. Damit lässt sich das Thema auch unabhängig von Konzertzeiten und Veranstaltungsorten vertiefen.
Die Jazzwoche ist kein klassisches Festival
Trotz ihres Namens funktioniert die Jazzwoche anders als ein zentral kuratiertes Musikfestival. Die IG Jazz Berlin stellt nicht selbst das gesamte Konzertprogramm zusammen und veranstaltet auch nicht alle Auftritte.
Stattdessen bündeln Clubs, Konzertreihen, Festivals und freie Spielstätten ihre eigenen Veranstaltungen unter dem gemeinsamen Dach der Jazzwoche. Die IG Jazz Berlin organisiert das Opening, die Diskursangebote und die übergreifende Kommunikation.
Genau daraus entsteht der besondere Charakter: Das Publikum besucht nicht ein abgeschlossenes Festivalgelände, sondern bewegt sich durch die Berliner Jazzlandschaft. Große Häuser stehen neben kleinen Clubs, etablierte Künstler neben neuen Projekten und klassische Konzertabende neben offenen Sessions.
Programm, Eintritt und Tickets
Das vollständige Programm wird online nach Tagen, Veranstaltungsorten und Formaten aufgelistet.
Das komplette Programm gibt es hier:
https://www.ig-jazz-berlin.de/jazzwoche-berlin/programm
Alle Informationen zur Jazzwoche:
https://www.ig-jazz-berlin.de/jazzwoche-berlin
Das Opening im Gretchen und das Diskursprogramm in der Gelben Villa sind kostenlos. Bei den Clubkonzerten unterscheiden sich Eintrittspreise, Reservierungen und Ticketanbieter je nach Veranstaltungsort.
Vor einem Konzertbesuch sollte deshalb immer die jeweilige Detailseite geöffnet werden. Dort finden sich Uhrzeit, Adresse, Besetzung, Eintrittspreis und gegebenenfalls ein Link zum Club oder Vorverkauf.
🚆 Anfahrt zum Opening im Gretchen
Das Gretchen befindet sich in der Obentrautstraße 19–21 in Kreuzberg. Der Club liegt in der Nähe des Mehringplatzes und ist gut mit U-Bahn und Bus erreichbar.
Mit der U-Bahn
Am nächsten liegt der U-Bahnhof Hallesches Tor mit den Linien U1, U3 und U6. Von dort dauert der Fußweg je nach Ausgang ungefähr acht bis zwölf Minuten.
Auch der U-Bahnhof Mehringdamm mit den Linien U6 und U7 kommt infrage. Der Fußweg zum Gretchen dauert ungefähr zwölf bis 15 Minuten.
Mit dem Bus
Im Umfeld verkehren mehrere Buslinien, unter anderem entlang des Mehringdamms, der Wilhelmstraße und am Halleschen Tor. Die passende Verbindung hängt vom jeweiligen Startpunkt ab.
Vom Alexanderplatz dauert die Anfahrt je nach Verbindung ungefähr 25 bis 35 Minuten. Vom Berliner Hauptbahnhof sollten etwa 20 bis 30 Minuten eingeplant werden, vom Zoologischen Garten ungefähr 25 bis 40 Minuten.
🚆 Anfahrt zur Gelben Villa
Die Gelbe Villa liegt in der Wilhelmshöhe 10 in Kreuzberg. Eine praktische Verbindung führt über den U-Bahnhof Mehringdamm mit den Linien U6 und U7.
Je nach gewählter Route kommen auch Busverbindungen im Bereich Mehringdamm, Dudenstraße und Platz der Luftbrücke infrage. Vom U-Bahnhof Mehringdamm dauert der Fußweg ungefähr zehn bis 15 Minuten.
Vom Alexanderplatz beträgt die Fahrtzeit je nach Verbindung ungefähr 25 bis 35 Minuten. Vom Hauptbahnhof sollte mit rund 25 bis 35 Minuten gerechnet werden.
Da die Jazzwoche an zahlreichen Orten stattfindet, muss die Anreise für jedes Konzert separat geprüft werden. Vor der Fahrt empfiehlt sich ein aktueller Blick auf Verspätungen, Bauarbeiten, Ersatzverkehr, Streckensperrungen und kurzfristige Fahrplanänderungen bei BVG und S-Bahn Berlin.
Dennis’ Insider Tipp
Die Jazzwoche eignet sich besonders gut, um nicht nur die bekannten Berliner Jazzclubs zu besuchen. Das Programm bietet die Gelegenheit, kleinere Spielstätten, freie Reihen und ungewöhnliche Orte kennenzulernen, die außerhalb der Szene oft kaum wahrgenommen werden.
Ich würde einen Abend mit einem bekannten Club beginnen und anschließend eine Session oder ein experimentelleres Konzert an einem kleineren Ort einplanen. Genau in diesem Wechsel zeigt sich, wie unterschiedlich Jazz in Berlin klingen kann.
Für Einsteiger ist das kostenlose Opening im Gretchen ein idealer Start. Dort treffen mehrere musikalische Ansätze, ein kulturpolitisches Gespräch und die Berliner Szene an einem Abend zusammen. Wer tiefer einsteigen möchte, kann am Wochenende zusätzlich das Diskursprogramm in der Gelben Villa besuchen.
Faktenblock: Jazzwoche Berlin 2026
- Veranstaltung: Jazzwoche Berlin #8
- Motto: „collective improv(e)ment“
- Zeitraum: 20. bis 26. Juni 2026
- Opening: Freitag, 19. Juni 2026
- Opening-Ort: Gretchen
- Adresse Opening: Obentrautstraße 19–21, 10963 Berlin
- Einlass Opening: 19:00 Uhr
- Beginn Opening: 19:30 Uhr
- Eintritt Opening: frei
- Musik beim Opening: Kelvin Sholar Trio, Julia Hülsmann und Holly Schlott mit UNIQUE
- Diskursprogramm: 20. und 21. Juni 2026
- Ort Diskursprogramm: Gelbe Villa, Wilhelmshöhe 10, 10965 Berlin
- Eintritt Diskursprogramm: frei
- Kinderbetreuung: während des Diskursprogramms kostenlos
- Beteiligte Orte: mehr als 30 Clubs und Spielstätten
- Programm: Jazz, improvisierte Musik, Sessions, Panels, Workshops, Kurzfilm und Podcast
- Podcast: B
- Organisation: IG Jazz Berlin
- Seit: 2019
- Hinweis: kein zentral kuratiertes Festival; die beteiligten Clubs gestalten ihre Konzertprogramme selbst
- Programm-Link: https://www.ig-jazz-berlin.de/jazzwoche-berlin/programm
- Informations-Link: https://www.ig-jazz-berlin.de/jazzwoche-berlin
Häufige Fragen zur Jazzwoche Berlin 2026
Wann findet die Jazzwoche Berlin 2026 statt?
Die Jazzwoche Berlin #8 läuft vom 20. bis 26. Juni 2026. Das kostenlose Opening findet bereits am 19. Juni im Club Gretchen statt.
Wo wird die Jazzwoche eröffnet?
Die Eröffnung findet im Gretchen in der Obentrautstraße 19–21 in Berlin-Kreuzberg statt. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 19:30 Uhr.
Kostet das Opening Eintritt?
Nein. Der Eintritt zum Opening im Gretchen ist frei.
Wer spielt beim Opening?
Auf dem Programm stehen das Kelvin Sholar Trio, Julia Hülsmann sowie Holly Schlott mit ihrem Projekt UNIQUE.
Wo finden die übrigen Konzerte statt?
Mehr als 30 Berliner Clubs, Konzertreihen und Kulturorte beteiligen sich. Dazu gehören unter anderem das A-Trane, das b-flat, die Kunstfabrik Schlot, der Kühlspot Social Club, Orania.Berlin, das Yorckschlösschen und das Zig Zag.
Sind alle Veranstaltungen kostenlos?
Nein. Das Opening und das zentrale Diskursprogramm sind kostenlos. Für die Konzerte in den beteiligten Clubs gelten die jeweiligen Eintrittspreise und Ticketregeln der Veranstaltungsorte.
Wo findet das Diskursprogramm statt?
Das Diskursprogramm läuft am 20. und 21. Juni in der Gelben Villa in Kreuzberg. Die Teilnahme und die angebotene Kinderbetreuung sind kostenlos.
Ist die Jazzwoche ein Festival?
Die Jazzwoche ist kein klassisch kuratiertes Festival. Die beteiligten Clubs und Konzertreihen gestalten ihre Programme selbst. Die IG Jazz Berlin bündelt die Veranstaltungen und organisiert das Opening sowie die Diskursformate.
Wo finde ich das vollständige Programm?
Das komplette Programm steht unter https://www.ig-jazz-berlin.de/jazzwoche-berlin/programm und kann nach Tagen und Veranstaltungen durchsucht werden.
Was bedeutet „collective improv(e)ment“?
Das Motto verbindet kollektive musikalische Improvisation mit der Frage, wie Zusammenarbeit, Entscheidungsprozesse und Strukturen in der Berliner Jazzszene gemeinsam verbessert werden können.












