Von Speakeasy-Klassikern bis zu Cocktails mit Blattgold: Die Berlin Cocktail Week 2026 läuft bis 13. September in 31 Bars der Hauptstadt. Unter dem Motto „Golden Twenties“ gibt es eigens entwickelte Drinks zum Einheitspreis von 9 Euro – verteilt von Charlottenburg über Mitte und Schöneberg bis Kreuzberg und Friedrichshain.
Berlin feiert die Goldenen Zwanziger noch einmal an der Bar. Bei der Berlin Cocktail Week 2026 interpretieren 31 Berliner Cocktailbars die Ära zwischen Speakeasies, Jazz und Prohibition mit eigenen Drinks neu.
Die Aktion ist am 4. September gestartet und läuft bis Sonntag, 13. September 2026. Die offizielle Cocktailkarte führt bei jeder teilnehmenden Bar zwei spezielle Kreationen auf. Der Aktionspreis beträgt 9 Euro pro Drink.
Dabei geht es nicht ausschließlich um historische Klassiker. Neben Clover Club, Negroni und French 75 stehen Drinks mit Cold Brew, Hibiskus, geröstetem Pfirsich, Honig, Sesam, Gurke oder sogar Blattgold auf den Karten.
Stand: 4. September 2026, 22:05 Uhr
⚡ Kurz zusammengefasst
Veranstaltung: Berlin Cocktail Week 2026
Termin: 4.–13. September 2026
Motto: Golden Twenties
Teilnehmende Bars: 31
Preis: 9 Euro pro Aktionscocktail
Auswahl: zwei Cocktail-Week-Drinks pro teilnehmender Bar
Stadtteile: unter anderem Mitte, Wedding, Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Moabit, Kreuzberg, Neukölln, Schöneberg und Charlottenburg
Konzept: Golden-Twenties-Klassiker und neue Signature Drinks
Karte: online, als Google Map und als Flyer in den Bars verfügbar
Veranstalter: Berlin Italian Communication im Rahmen von True Italian
Alle Bars und Cocktails der Berlin Cocktail Week 2026
🍸 Was ist die Berlin Cocktail Week?
Das Prinzip ist unkompliziert: Statt eines zentralen Festivalgeländes verteilt sich die Veranstaltung über die Berliner Barszene.
Jede teilnehmende Bar entwickelt Drinks speziell für die Cocktail Week. 2026 steht alles unter dem Motto „Golden Twenties“ – passend zu einer Zeit, in der in Berlin Tanzlokale, Kabaretts und Bars florierten, während in den USA von 1920 bis 1933 die Prohibition galt.
Genau mit diesem Gegensatz spielt die diesjährige Ausgabe. Einige Drinks greifen Namen und Geschichten klassischer Cocktails oder amerikanischer Speakeasies auf, andere setzen nur bei Optik und Atmosphäre der Zwanziger an.
2025 fand die Berlin Cocktail Week erstmals statt. Damals beteiligten sich 25 Bars und verkauften zusammen mehr als 2.000 Aktionscocktails. 2026 wächst die Veranstaltung auf 31 Bars.
Golden Twenties: Was hat das mit den Cocktails zu tun?
Nicht jeder Drink versucht, ein Originalrezept aus den 1920er-Jahren nachzubauen.
Spannender sind häufig die modernen Interpretationen. Die Bars greifen Begriffe, Zutaten oder Geschichten aus der Zeit auf und bauen daraus einen heutigen Signature Drink.
Ein Beispiel ist der Blind Pig in der Voulez Vous Bar. „Blind Pig“ war in den USA eine Bezeichnung für illegale Bars während der Prohibition. Die Berliner Version kombiniert Bourbon, Kaffeelikör, Cold Brew, Zucker und Bitters.
Der Clover Club im Eingang Zwei orientiert sich stärker an einem echten Klassiker und kombiniert Gin, Himbeere, Vermouth und Zitrone. In der Bar Basalt erinnert Gatsby’s Revival No. 3 an die Cocktailkultur rund um „Corpse Reviver“.
✨ Diese Cocktails finde ich besonders interessant
Aus mehr als 60 Aktionsdrinks würde ich nicht versuchen, eine objektive Top Ten zu bauen. Einige Kreationen fallen aber schon wegen ihrer Idee heraus.
Pear Pressure – 100 Gramm Bar
Martin Miller’s Gin trifft auf Cordial aus geröstetem Pfirsich, Schaumwein und Blattgold.
Die Kombination passt ziemlich perfekt zum diesjährigen Motto – und dürfte zugleich einer der fotogensten Drinks der Cocktail Week sein.
Blind Pig – Voulez Vous Bar
Buffalo Trace Bourbon, Tia Maria, Cold Brew, Zucker und Angostura Bitters.
Hier funktioniert das Motto weniger über Dekoration und stärker über die Speakeasy-Geschichte hinter dem Namen.
Clover Club – Eingang Zwei
Gin, Himbeere, Vermouth und Zitrone.
Der Drink gehört historisch am ehesten in die Welt, die die Cocktail Week 2026 erzählen möchte. Gleichzeitig bleibt die Zutatenliste angenehm überschaubar.
Gatsby’s Revival No. 3 – Bar Basalt
Gin, Lillet Blanc, Italicus, Traube, Tonic Bitters und Absinth.
Schon die Zutaten klingen deutlich komplexer als bei einem klassischen Gin Sour.
Glanz & Gloria – Salut! Classic Bar
Vermouth Rosso, Minz-Limetten-Cordial und Goldglitzer.
Weniger Speakeasy, mehr Berliner Golden-Twenties-Glamour – aber gerade deshalb passt der Drink ziemlich gut zum Motto.
Negroni Unplugged – Hard Rock Cafe
Vermouth Rosso, Campari und Bourbon treffen auf Schokoladenbitter und Espresso.
Die Kombination liegt deutlich weiter vom klassischen Negroni entfernt und dürfte deshalb gerade für Besucher interessant sein, die ohnehin am Ku’damm unterwegs sind.
📍 Alle 31 teilnehmenden Bars nach Kiez
Die größte Stärke der Cocktail Week ist die Verteilung über die Stadt. Man muss also nicht quer durch Berlin fahren, um mehrere Teilnehmer auszuprobieren.
| Kiez | Teilnehmende Bars |
|---|---|
| Mitte | 100 Gramm Bar, AMANO Bar, Bar Amelie, Bar Milano, Baret, ZOE Bar, Jane & the Jam |
| Wedding | Bar Basalt, Forstberg |
| Friedrichshain & Schöneweide | Booze Bar, Golden Hour, Goldfisch Bar, Honigdachs, Kaia Bar, Timber Doodle |
| Prenzlauer Berg | Voulez Vous Bar |
| Moabit | Gravity Bar, ROMY Bar |
| Kreuzberg | Suspiria, Eingang Zwei, Facciola, ŒLGARTEN, Redrum Art Bar, Drinkhall Venue |
| Neukölln | Göttin der Weisheit, Oblomov |
| Schöneberg | Bar Nonno, Mister Hu, NachBAR, Salut! Classic Bar |
| Charlottenburg | Hard Rock Cafe |
Die offizielle Seite enthält zusätzlich die Adressen und beide Aktionscocktails jeder einzelnen Bar.

🗺️ Am besten als Kiez-Tour statt quer durch Berlin
31 Bars klingen zunächst nach einer Stadt-Rallye. Genau das würde ich aber nicht daraus machen.
Viel sinnvoller ist es, sich einen Kiez und zwei oder drei Bars auszuwählen.
Schöneberg
Hier liegen gleich vier Teilnehmer relativ nah beieinander:
Bar Nonno – Mister Hu – NachBAR – Salut! Classic Bar
Gerade rund um Goltzstraße, Maaßenstraße und Akazienstraße lässt sich daraus unkompliziert ein Abend bauen.
Mitte
Wer zentral bleiben möchte, hat mit sieben Teilnehmern die größte Auswahl.
100 Gramm Bar, Bar Amelie, AMANO Bar, Baret und weitere Locations lassen sich je nach Startpunkt zu unterschiedlichen Routen kombinieren.
Kreuzberg
Auch Kreuzberg eignet sich gut für eine konzentrierte Route. Eingang Zwei, Suspiria, Facciola, ŒLGARTEN, Redrum Art Bar und Drinkhall Venue bilden hier die größte Auswahl außerhalb von Mitte.
Die Veranstalter stellen dafür zusätzlich eine Karte im Stil eines Berliner U-Bahn-Plans sowie eine Google Map bereit.
Offizielle Cocktail-Week-Karte und alle Teilnehmer öffnen
Was bekommt man für 9 Euro?
Der Preis ist eines der zentralen Argumente der Veranstaltung.
Jeder Aktionscocktail kostet 9 Euro. Gerade in Berliner Cocktailbars kann das deutlich unter dem normalen Preis aufwendiger Signature Drinks liegen.
Das bedeutet aber nicht, dass sämtliche Getränke einer Bar während der Cocktail Week 9 Euro kosten. Der Aktionspreis gilt für die speziell für die Veranstaltung aufgeführten Drinks.
Wer einen bestimmten Cocktail ausprobieren möchte, sollte außerdem vorher die regulären Öffnungszeiten der jeweiligen Bar prüfen. Die Berlin Cocktail Week hat keine einheitlichen täglichen Öffnungszeiten – es gelten die Zeiten der einzelnen Locations.
Von Cold Brew bis Blattgold: Die Zutaten sind bewusst breit
Die diesjährige Auswahl zeigt ziemlich gut, wie weit sich moderne Cocktailbars inzwischen von den immer gleichen Standarddrinks entfernt haben.
In den Aktionskarten finden sich klassische Spirituosen wie Bourbon, Gin, Rum und Vermouth, aber auch Cold Brew, Verjus, Hibiskus, Sesam, gerösteter Pfirsich, Jasmin, Kamille oder Gurke.
Dabei gibt es sowohl süße und fruchtige Varianten als auch bittere, kräuterige und kaffeeartige Drinks.
Wer bestimmte Allergien hat oder beispielsweise Eiweiß vermeiden möchte, sollte die Zutaten vorher prüfen. Einige Cocktails enthalten Eiweiß, Aquafaba, Milchprodukte oder Nüsse. Die vollständigen Rezepte stehen bereits online.
💡 Dennis’ Tipp
Ich würde die Cocktail Week nicht als Wettbewerb betrachten, möglichst viele Bars abzuhaken.
Interessanter ist eine kleine Kiezroute. Zwei oder maximal drei Locations lassen genug Zeit, die Bars tatsächlich kennenzulernen und nicht nur einen Drink zu bestellen und direkt weiterzufahren.
Für den ersten Abend finde ich Schöneberg besonders praktisch. Salut! Classic Bar, Mister Hu, NachBAR und Bar Nonno liegen vergleichsweise konzentriert. Dazu passen die dort angebotenen Drinks stilistisch ziemlich unterschiedlich zusammen.
Wer eher auf ungewöhnliche Kreationen aus ist, würde ich Mitte nehmen und vorab zwei konkrete Drinks auswählen – beispielsweise Pear Pressure in der 100 Gramm Bar und danach einen zweiten Stop.
Und: Zwischen den Stationen ruhig Zeit, Wasser und etwas zu essen einplanen. Die Cocktail Week läuft zehn Tage – man muss sie nicht an einem Abend erledigen.
Für wen lohnt sich die Berlin Cocktail Week?
Der größte Vorteil liegt darin, dass man nicht in eine spezielle Festivalhalle oder zu einem einmaligen Termin muss.
Wer ohnehin einen Abend in Kreuzberg, Friedrichshain, Mitte oder Schöneberg plant, kann eine teilnehmende Bar unkompliziert einbauen.
Interessant ist die Aktion außerdem für Berliner, die normalerweise immer wieder in denselben zwei oder drei Bars landen. Der Einheitspreis senkt zumindest die Schwelle, einmal einen neuen Ort auszuprobieren.
Und touristisch funktioniert das Konzept ebenfalls: Eine kleine Barroute zeigt Berlin an einem Abend aus einer anderen Perspektive als eine klassische Sehenswürdigkeiten-Tour.
📌 Faktenbox
Veranstaltung: Berlin Cocktail Week 2026
Edition: Golden Twenties
Termin: 4.–13. September 2026
Dauer: zehn Tage
Teilnehmende Bars: 31
Preis: 9 Euro pro Aktionscocktail
Cocktails: mehr als 60 Kreationen gelistet
Stadtteile: Mitte, Wedding, Friedrichshain, Schöneweide, Prenzlauer Berg, Moabit, Kreuzberg, Neukölln, Schöneberg und Charlottenburg
Konzept: Golden-Twenties- und Prohibitions-Inspirationen sowie moderne Signature Drinks
Karte: online als Übersicht und Google Map verfügbar
Flyer: in teilnehmenden Bars
Veranstalter: Berlin Italian Communication / True Italian
Berlin Cocktail Week 2026 – Bars, Drinks und Karte
❓ FAQ zur Berlin Cocktail Week 2026
Wann findet die Berlin Cocktail Week 2026 statt?
Die Berlin Cocktail Week läuft vom 4. bis 13. September 2026.
Wie viele Bars nehmen teil?
2026 sind 31 Cocktailbars in verschiedenen Berliner Bezirken dabei.
Was kostet ein Cocktail?
Die für die Cocktail Week angebotenen Aktionsdrinks kosten jeweils 9 Euro.
Muss man ein Ticket kaufen?
Nein. Die Cocktail Week findet direkt in den teilnehmenden Bars statt. Besucher wählen eine Location und bestellen dort die angebotenen Aktionsdrinks.
Welche Bars nehmen teil?
Zu den Teilnehmern gehören unter anderem 100 Gramm Bar, AMANO Bar, Baret, Bar Basalt, Booze Bar, Voulez Vous Bar, Suspiria, Eingang Zwei, Salut! Classic Bar und Hard Rock Cafe. Die komplette Liste umfasst 31 Bars.
Gibt es eine Karte mit allen Bars?
Ja. Die Veranstalter stellen eine Teilnehmerkarte und eine Google Map zur Verfügung. Gedruckte Flyer liegen zusätzlich in den beteiligten Bars aus.
Was bedeutet „Golden Twenties“?
Die Ausgabe 2026 orientiert sich an den Goldenen Zwanzigern und der Cocktailkultur der Prohibitionszeit. Einige Drinks greifen historische Namen und Rezepte auf, andere interpretieren die Epoche mit modernen Zutaten.
Gibt es in jeder Bar dieselben Cocktails?
Nein. Jede Bar entwickelt eigene Kreationen. Auf der offiziellen Liste sind pro Location zwei Aktionsdrinks aufgeführt.













