Deutschland hat die Gruppenphase der Basketball-WM der Frauen mit einem überzeugenden Sieg beendet. Das DBB-Team bezwang Mali in der ausverkauften Uber Arena mit 83:58 und sicherte sich Platz zwei in Gruppe A. Schon am Dienstagabend wartet mit Südkorea das nächste K.-o.-Spiel – bei einem Sieg würde Deutschland erstmals in seiner WM-Geschichte ins Viertelfinale einziehen.
Nach dem schwierigen WM-Start gegen Spanien hat Deutschland endgültig in das Heimturnier gefunden. Auf das 74:58 gegen Japan folgte am Montagabend ein noch deutlicheres 83:58 gegen Mali. Vor 12.550 Zuschauern kontrollierte die Mannschaft von Bundestrainer Olaf Lange große Teile der Partie und setzte sich bereits vor der Halbzeit entscheidend ab.
Da Spanien parallel Japan mit 79:59 besiegte, beendet Deutschland Gruppe A mit zwei Siegen und einer Niederlage auf Platz zwei. Damit geht es nicht direkt ins Viertelfinale, sondern zunächst in die offizielle „Qualification to Quarter-Finals“ – praktisch ein Achtelfinale. Dort wartet am Dienstag, 8. September, um 20:45 Uhr Südkorea.
Stand: 8. September 2026, 12:30 Uhr
⚡ Kurz zusammengefasst
Ergebnis: Deutschland – Mali 83:58
Viertel: 23:18, 26:14, 15:12, 19:14
Halbzeit: 49:32
Ort: Uber Arena
Zuschauer: 12.550 – ausverkauft
Bester deutscher Scorer: Frieda Bühner mit 21 Punkten
Player of the Game: Luisa Geiselsöder mit 17 Punkten
Alexis Peterson: zurück im Team, 9 Punkte und 5 Assists
Deutschland: Zweiter der Gruppe A
Nächstes Spiel: Deutschland – Südkorea
Termin: Dienstag, 8. September 2026
Beginn: 20:45 Uhr
Bei Sieg: erstes WM-Viertelfinale der deutschen Frauen
Möglicher Viertelfinalgegner: Belgien
🏀 Deutschland setzt sich schon vor der Pause ab
Mali hatte zwei Tage zuvor noch für eine der größten Überraschungen der bisherigen WM gesorgt und Spanien mit 82:73 geschlagen. Gegen Deutschland fand das körperlich starke Team jedoch wesentlich schwerer ins Spiel.
Deutschland startete mit Nyara Sabally, Emma Eichmeyer, Leonie Fiebich, Luisa Geiselsöder und Britta Daub. Fiebich traf früh von außen, Sabally legte zum 7:2 nach und Geiselsöder sorgte unter dem Korb für Druck. Mali blieb im ersten Viertel zunächst dran, doch Deutschland ging mit einem 23:18 in die erste Pause.
Im zweiten Abschnitt kippte die Partie deutlich in Richtung der Gastgeberinnen. Daub traf zum 26:18, Geiselsöder punktete immer wieder in Korbnähe und Frieda Bühner sorgte mit zwei wichtigen Dreiern für die erste zweistellige Führung.
Auch Alexandra Wilke und Marie Gülich trafen von außen. Zur Halbzeit führte Deutschland bereits 49:32.
Deutschland kontrolliert Mali auch nach der Pause
Mali versuchte nach der Halbzeit noch einmal, das Spiel zu drehen. Ein Dreier und ein erfolgreicher And-One-Angriff verkürzten den Rückstand zunächst.
Doch Deutschland ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen. Alexis Peterson, die gegen Japan wegen eines akuten Infekts gefehlt hatte, war wieder dabei und stoppte Malis kurzen Lauf. Anschließend erzielte Geiselsöder fünf Punkte in Folge.
Nach drei Vierteln stand es 64:44.
Im Schlussabschnitt blieb das DBB-Team konzentriert. Bühner traf erneut von außen, Geiselsöder profitierte von gutem Passspiel und Deutschland baute den Vorsprung zeitweise auf 26 Punkte aus.
Mali konnte den Gastgeberinnen nur für 19 Sekunden des gesamten Spiels die Führung abnehmen. Deutschland lag laut FIBA insgesamt 38:56 Minuten vorne.
Am Ende stand ein ungefährdetes 83:58.
🔥 Frieda Bühner wieder Deutschlands beste Scorerin
Frieda Bühner setzt ihre starke Heim-WM fort.
Nach 19 Punkten gegen Japan steigerte sich die 22-Jährige gegen Mali noch einmal und kam auf 21 Punkte in nur rund 20 Minuten Einsatzzeit. Sie traf sieben ihrer 13 Würfe aus dem Feld, darunter vier von sechs Dreiern.
Damit kommt Bühner nach der Gruppenphase auf durchschnittlich 14,7 Punkte pro Spiel. Besonders auffällig ist ihre Entwicklung nach dem schwachen deutschen Auftakt: Gegen Spanien erzielte sie vier Punkte, anschließend folgten 19 gegen Japan und 21 gegen Mali.
Gerade ihre Treffer von außen waren gegen Mali wichtig. Wenn die Afrikanerinnen den Rückstand noch einmal verkürzten, hatte Bühner mehrfach die passende Antwort.
💪 Luisa Geiselsöder wird Player of the Game
Obwohl Bühner die meisten Punkte erzielte, zeichnete FIBA Luisa Geiselsöder als TCL Player of the Game aus.
Die Center-Spielerin kam auf 17 Punkte und war besonders in der ersten Hälfte ein entscheidender Faktor. Deutschland suchte sie immer wieder in Korbnähe, wo Mali kaum Mittel gegen ihre Physis fand.
Geiselsöder beschrieb nach dem Spiel vor allem den starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Der Sieg sei keine Einzelleistung gewesen, sondern das Ergebnis vieler kleiner Beiträge innerhalb des Teams.
Neben Bühner und Geiselsöder erzielten Alexis Peterson neun Punkte, Marie Gülich neun, Leonie Fiebich sieben und Nyara Sabally sechs. Peterson steuerte zusätzlich fünf Assists bei.
🔙 Alexis Peterson ist zurück
Für Deutschland war auch die Rückkehr von Alexis Peterson wichtig.
Die Point Guard hatte das Japan-Spiel wegen eines akuten Infekts verpasst. Gegen Mali stand sie wieder zur Verfügung und stabilisierte den Spielaufbau mit neun Punkten und fünf Assists.
Gerade mit Blick auf Südkorea ist das relevant. Die Koreanerinnen leben von aggressiver Verteidigung, schnellen Ballgewinnen und einer hohen Dreierquote. Eine zusätzliche erfahrene Ballhandlerin gibt Deutschland im nächsten K.-o.-Spiel mehr Optionen.
📊 Warum Deutschland Mali so klar besiegte
Neben dem Spielverlauf zeigen auch die Zahlen eine deutliche deutsche Überlegenheit.
Deutschland traf 45 Prozent seiner Würfe, Mali nur 33 Prozent. Besonders aus der Distanz war der Unterschied groß: Das DBB-Team kam auf 32,1 Prozent bei den Dreiern, Mali lediglich auf 21,4 Prozent.
Noch deutlicher war der Unterschied bei den Freiwürfen. Deutschland verwandelte 87,5 Prozent, Mali nur 52,6 Prozent.
Olaf Lange hob nach der Partie besonders die Verteidigung hervor. Sein Team habe den defensiven Plan gut umgesetzt und genau gewusst, welche Spielerinnen Malis auf welche Weise verteidigt werden mussten.
Nach 83 zugelassenen Punkten gegen Spanien hat Deutschland damit in zwei aufeinanderfolgenden Spielen jeweils nur 58 Punkte kassiert.
🏟️ Wieder 12.550 Zuschauer in der Berlin Arena
Auch gegen Mali war die große Arena komplett gefüllt.
12.550 Zuschauer sahen das dritte deutsche Gruppenspiel. Laut FIBA spielte Deutschland damit zum dritten Mal bei dieser WM vor ausverkauftem Haus. Unter den Zuschauern befand sich auch Basketball-Weltmeister und EuroBasket-MVP Dennis Schröder.
Nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Spanien hat sich die Stimmung rund um die Mannschaft damit innerhalb weniger Tage deutlich verändert.
Deutschland gewann zunächst gegen Japan mit 16 Punkten Vorsprung und legte gegen Mali einen 25-Punkte-Sieg nach.
📈 Endstand in Gruppe A
Nach drei Spielen ergibt sich folgende Reihenfolge:
| Platz | Team | Siege | Niederlagen |
|---|---|---|---|
| 1. Spanien | 2 | 1 | |
| 2. Deutschland | 2 | 1 | |
| 3. Japan | 1 | 2 | |
| 4. Mali | 1 | 2 |
Spanien zieht als Gruppensieger direkt ins Viertelfinale ein.
Deutschland muss als Zweiter in die zusätzliche K.-o.-Runde. Japan hat als Dritter ebenfalls noch eine Chance auf das Viertelfinale, während Mali trotz des historischen Sieges über Spanien ausgeschieden ist.
Der komplette Spielplan und alle wichtigen WM-Informationen stehen im großen BerlinMagazine.de-Guide zur Basketball-WM der Frauen 2026.
🇩🇪 Heute Deutschland – Südkorea: Sieg oder WM-Aus
Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht.
Bereits am heutigen Dienstag um 20:45 Uhr trifft Deutschland wieder in der Berlin Arena auf Südkorea. Es ist ein echtes K.-o.-Spiel: Der Sieger steht im Viertelfinale, für den Verlierer ist die Weltmeisterschaft beendet.
Für Deutschland wäre ein Sieg historisch. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat bei einer Weltmeisterschaft noch nie das Viertelfinale erreicht. Bei der bislang einzigen WM-Teilnahme 1998 gelang der Sprung in die Runde der letzten Acht nicht.
Deutschland geht nach den Siegen gegen Japan und Mali allerdings mit deutlich mehr Selbstvertrauen in die Partie.
⚠️ Südkorea ist vor allem von außen gefährlich
Der Gruppen-Dritte aus Gruppe B ist ein völlig anderer Gegner als Mali.
Südkorea gewann zum Auftakt mit 99:81 gegen Nigeria, verlor danach aber 69:95 gegen Frankreich und zum Abschluss 73:82 gegen Ungarn.
Die größte Stärke ist das Distanzspiel.
Korea trifft bei dieser WM bislang 43,4 Prozent seiner Dreier. Deutschland liegt bei 26,9 Prozent. Zusätzlich erzielt Südkorea im Schnitt 24 Punkte pro Partie nach gegnerischen Ballverlusten.
Der große deutsche Vorteil liegt dagegen unter den Körben: Deutschland sammelt durchschnittlich 47,3 Rebounds pro Spiel, Korea lediglich 23,7.
Genau dort könnte sich die Partie entscheiden.
Frieda Bühner gegen Jihyun Park
FIBA hebt vor dem Spiel besonders das Duell zwischen Frieda Bühner und Jihyun Park hervor.
Park war beim koreanischen Auftaktsieg gegen Nigeria mit 31 Punkten überragend und gehört zu den gefährlichsten Offensivspielerinnen des Teams. Bühner bringt dagegen neben ihrer Größe inzwischen auch eine sehr stabile Distanzgefahr mit.
Deutschland und Südkorea treffen bei einer Frauen-WM beziehungsweise bei Olympia erstmals aufeinander.
📺 Deutschland – Südkorea heute live
Spiel: Deutschland – Südkorea
Datum: Dienstag, 8. September 2026
Beginn: 20:45 Uhr
Ort: Berlin Arena
Runde: Qualifikation zum Viertelfinale
TV/Stream: ProSieben MAXX / Joyn sowie MagentaSport und MagentaTV
Bedeutung: Sieger im Viertelfinale, Verlierer ausgeschieden
Der Gewinner trifft anschließend im Viertelfinale auf Belgien.
💡 Dennis’ Tipp
Der Mali-Sieg war wahrscheinlich Deutschlands komplettestes WM-Spiel bisher. Besonders wichtig war nicht nur der 25-Punkte-Vorsprung, sondern wie viele unterschiedliche Spielerinnen Verantwortung übernommen haben.
Gegen Südkorea dürfte der Abend trotzdem wesentlich unangenehmer werden. Die Koreanerinnen spielen schneller, werfen sehr viel besser von außen und bestrafen Ballverluste konsequent.
Für Deutschland spricht dagegen die enorme Überlegenheit beim Rebound. Wenn das DBB-Team dort ähnlich konsequent arbeitet wie gegen Mali und gleichzeitig Koreas Dreierschützinnen aus dem Rhythmus bringt, ist das erste WM-Viertelfinale greifbar nah.
📌 Faktenbox
Spiel: Deutschland – Mali
Ergebnis: 83:58
Halbzeit: 49:32
Viertel: 23:18, 26:14, 15:12, 19:14
Datum: 7. September 2026
Ort: Berlin Arena
Zuschauer: 12.550, ausverkauft
Bester Scorer: Frieda Bühner, 21 Punkte
Player of the Game: Luisa Geiselsöder, 17 Punkte
Alexis Peterson: 9 Punkte, 5 Assists
Gruppenplatz: Deutschland Zweiter in Gruppe A
Nächstes Spiel: Deutschland – Südkorea
Termin: 8. September 2026, 20:45 Uhr
Ziel: erstes WM-Viertelfinale der deutschen Frauen
Bei Sieg: Viertelfinale gegen Belgien
❓ FAQ zu Deutschland – Mali bei der Basketball-WM 2026
Wie ist Deutschland gegen Mali ausgegangen?
Deutschland gewann sein letztes Gruppenspiel bei der Basketball-WM der Frauen mit 83:58. Zur Halbzeit führte das DBB-Team bereits 49:32.
Wer war beste deutsche Spielerin gegen Mali?
Frieda Bühner erzielte mit 21 Punkten die meisten deutschen Zähler. FIBA zeichnete Luisa Geiselsöder mit 17 Punkten als Player of the Game aus.
Ist Deutschland jetzt im Viertelfinale?
Noch nicht. Deutschland wurde Zweiter der Gruppe A und muss in der Qualifikation zum Viertelfinale gegen Südkorea antreten.
Wann spielt Deutschland gegen Südkorea?
Das Spiel findet am Dienstag, 8. September 2026, um 20:45 Uhr in der Berlin Arena statt.
Was passiert bei einem Sieg gegen Südkorea?
Deutschland würde erstmals bei einer Frauen-Basketball-WM ins Viertelfinale einziehen und dort auf Belgien treffen.
Wie viele Zuschauer waren bei Deutschland – Mali?
Die Berlin Arena war mit 12.550 Zuschauern ausverkauft.
Hat Alexis Peterson gegen Mali gespielt?
Ja. Nach ihrem krankheitsbedingten Ausfall gegen Japan kehrte Peterson zurück und erzielte neun Punkte sowie fünf Assists.













