Horror, Science-Fiction, Thriller, schwarzer Humor und Kultklassiker: Das Fantasy Filmfest feiert 2026 seine 40. Ausgabe und bringt vom 2. bis 9. September acht Tage Genrekino in den Berliner Zoo Palast.
Mit „Leviticus“, „The Plague“, „Hokum“, „Buddy“, „Another World“ und dem dreistündigen Abschlussfilm „Hope“ wartet ein ungewöhnlich vielfältiges Programm. Dazu kommen Klassiker wie „Don’t Look Now“, „A Chinese Ghost Story“ und „The Chaser“, der Kurzfilmwettbewerb Get Shorty sowie ein exklusives Berliner Hochschulfilmprogramm von DFFB und Filmuniversität Babelsberg.
Das Hauptfestival läuft vom 2. bis 9. September 2026 im Zoo Palast. Bereits am heutigen Dienstag, 1. September, gibt es um 19:30 Uhr im Zeiss-Großplanetarium ein Sonderprogramm mit dem Anime-Klassiker „Memories“ und anschließender wissenschaftlicher Diskussion.
Stand: 1. September 2026, 07:20 Uhr
⚡ Kurz zusammengefasst
Das 40. Fantasy Filmfest Berlin findet vom 2. bis 9. September 2026 im Zoo Palast statt. Eröffnet wird das Festival am Mittwoch um 19:30 Uhr mit der Deutschlandpremiere von „Leviticus“, Abschlussfilm ist am 9. September um 20:15 Uhr „Hope“ von Na Hong-jin. Einzelkarten kosten 12 beziehungsweise 14 Euro. Der Festivalpass für 240 Euro ist in Berlin bereits ausverkauft. Das gesamte Fantasy Filmfest darf erst ab vollendetem 18. Lebensjahr besucht werden.
Tickets für das Fantasy Filmfest Berlin
🎬 40 Jahre Fantasy Filmfest
Das Fantasy Filmfest feiert 2026 einen runden Geburtstag. Die 40. Ausgabe tourt im September durch sieben deutsche Städte. Berlin und Hamburg machen vom 2. bis 9. September den Anfang, anschließend folgen Köln, München, Stuttgart, Nürnberg und Frankfurt.
„Fantasy“ bedeutet dabei schon lange nicht nur klassische Fantasyfilme. Das Festival kombiniert Horror, Science-Fiction, Thriller, Action, Animation, schwarzen Humor und ungewöhnliche Arthouse-Produktionen. Viele Filme laufen als Deutschlandpremieren und werden in Originalfassung beziehungsweise mit englischen oder deutschen Untertiteln gezeigt.
🌌 Schon heute Abend: „Memories“ im Zeiss-Großplanetarium
Einen Tag vor der eigentlichen Eröffnung gibt es in Berlin ein besonderes Zusatzprogramm.
Am Dienstag, 1. September, um 19:30 Uhr läuft im Zeiss-Großplanetarium der japanische Anime-Episodenfilm „Memories“ von 1995. Hinter den drei Geschichten stehen Kōji Morimoto, Tensai Okamura und „Akira“-Schöpfer Katsuhiro Ōtomo.
Der 113 Minuten lange Film läuft in japanischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Unter dem Motto „Sciencefiction hinterfragt!“ folgt anschließend eine Diskussion mit wissenschaftlichen Experten darüber, wie viel Science und wie viel Fiction in den Geschichten steckt.
Infos und Tickets für „Memories“
📅 Das komplette Berliner Fantasy-Filmfest-Programm
Der Berliner Zeitplan ist inzwischen vollständig veröffentlicht. Hauptspielstätte ist der Zoo Palast.
| Datum | Uhrzeit | Film / Programm |
|---|---|---|
| Mi., 2.9. | 19:30 | Leviticus – Eröffnungsfilm |
| 21:45 | Hex | |
| Do., 3.9. | 15:00 | At the Place of Ghosts |
| 17:00 | The Birthday Party | |
| 19:30 | Carolina Caroline | |
| 21:45 | Blades of the Guardians | |
| Fr., 4.9. | 13:00 | Recluse |
| 15:00 | The Restoration at Grayson Manor | |
| 17:00 | Never After Dark | |
| 19:15 | Buddy | |
| 21:30 | Tristes Tropiques | |
| Sa., 5.9. | 11:00 | Studentisches Kurzfilmprogramm |
| 13:15 | Vertiginous | |
| 15:00 | Anymart | |
| 17:00 | Species | |
| 19:30 | Hokum | |
| 21:45 | A Chinese Ghost Story | |
| So., 6.9. | 12:00 | Don’t Look Now |
| 14:15 | Get Shorty | |
| 16:45 | The Plague – Centerpiece | |
| 18:45 | Mutter: The Diary of a Mother | |
| 21:00 | The Ones Who Grieve | |
| Mo., 7.9. | 15:00 | Motherwitch |
| 17:15 | Nervous | |
| 19:30 | The Fox | |
| 21:30 | The Chaser | |
| Di., 8.9. | 14:00 | Beasts of the Southern Wild |
| 16:00 | Unholy Night | |
| 18:00 | You Are the Film | |
| 19:30 | Sicko | |
| 21:45 | Ghost in the Cell | |
| Mi., 9.9. | 14:00 | The Better Me |
| 16:00 | Another World | |
| 18:15 | Fuck My Son! | |
| 20:15 | Hope – Abschlussfilm |
Der offizielle Zeitplan enthält außerdem Laufzeiten und Sprachfassungen für jeden Film.
Offiziellen Zeitplan als PDF öffnen
😈 „Leviticus“ eröffnet das Fantasy Filmfest
Der Eröffnungsabend gehört „Leviticus“ von Adrian Chiarella. Der australische Horrorfilm feiert in Berlin seine Deutschlandpremiere und beginnt am Mittwoch, 2. September, um 19:30 Uhr.
Im Mittelpunkt stehen Ryan und Naim, zwei Jugendliche in einer streng religiösen australischen Gemeinde. Ein übernatürliches Wesen nimmt die Gestalt des jeweils anderen an – und macht dadurch jede Begegnung potenziell tödlich.
Der Film läuft 88 Minuten in englischer Originalfassung. Zum Ensemble gehören Joe Bird, Stacy Clausen, Mia Wasikowska, Tyallah Bullock und Ewen Leslie.
Tickets und Filminfos zu „Leviticus“
🦄 „Buddy“: Killer-Einhorn statt Kuscheltier
Einer der ungewöhnlicheren Titel läuft am Freitagabend.
„Buddy“ beginnt am 4. September um 19:15 Uhr. Schon die Grundidee hebt sich deutlich vom üblichen Horrorprogramm ab: Ein vermeintlich niedliches Einhorn entwickelt sich zur mörderischen Bedrohung. Das Festival beschreibt den Film passend als „Killer-Einhorn auf Kuschelkurs“.
Mit einer Laufzeit von 95 Minuten gehört „Buddy“ zudem zu den kompakteren Filmen des Programms.
🩸 „Tristes Tropiques“ als Director’s Spotlight
Direkt danach folgt am Freitag um 21:30 Uhr „Tristes Tropiques“.
Der Film bildet das diesjährige Director’s Spotlight und stammt von Park Hoon-jung. Der südkoreanische Regisseur ist vor allem für harte Thriller und Actionfilme bekannt. Die aktuelle Festivalbeschreibung fasst die Ausgangslage knapp zusammen: Killer treffen aufeinander – und erwartungsgemäß geht das nicht lange gut.
Der Film läuft 107 Minuten in mehreren Sprachfassungen mit englischen Untertiteln.
🎓 Berlin-Special mit DFFB und Filmuniversität Babelsberg
Ein Programmpunkt existiert exklusiv in Berlin.
Am Samstag, 5. September, beginnt um 11 Uhr das studentische Kurzfilmprogramm „DFFB & Filmuniversität Babelsberg go Fantasy Filmfest“. Gezeigt werden Genreproduktionen aus der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.
Gerade für BerlinMagazine finde ich diesen Termin interessant, weil hier nicht nur internationale Festivalfilme gezeigt werden, sondern gleichzeitig der Filmnachwuchs aus Berlin und Brandenburg vertreten ist.
🏪 „Anymart“ bringt Horror in den Supermarkt
Am Samstag um 15 Uhr folgt mit „Anymart“ eine japanische Horrorkomödie.
Das Spielfilmdebüt von Yusuke Iwasaki spielt in einem Supermarkt, in dem die ohnehin eintönige Arbeit zunehmend von rätselhaften und blutigen Ereignissen unterbrochen wird. „Anymart“ verbindet Arbeitsplatzsatire mit Splatter und gehört zu den Filmen des diesjährigen Programms, die besonders stark auf schwarzen Humor setzen.
🕯️ „Hokum“ am Samstagabend
Für klassischen atmosphärischen Horror dürfte „Hokum“ einer der interessantesten Termine sein.
Der Film läuft am Samstag um 19:30 Uhr. Ein Schriftsteller reist in ein abgelegenes Hotel, um dort die Asche seiner Eltern zu verstreuen – und stößt auf die Legende einer Hexe. Berlin.de zählt „Hokum“ zu den herausgehobenen Filmen des diesjährigen Festivals.
👥 „The Plague“ ist das Centerpiece 2026
Der zentrale Sonntagsfilm ist „The Plague“.
Das offizielle Centerpiece des 40. Fantasy Filmfest läuft am 6. September um 16:45 Uhr. Der Film beschäftigt sich mit Gruppendruck, Zugehörigkeit und Ausgrenzung und verlagert diese Themen in ein zunehmend bedrohliches Szenario.
Mit 95 Minuten bleibt danach noch ausreichend Zeit für die beiden weiteren Sonntagstitel „Mutter: The Diary of a Mother“ um 18:45 Uhr und „The Ones Who Grieve“ um 21 Uhr.
🎞️ Vier Klassiker in der Reihe Screen Legends
Zwischen den Premieren greift das Festival zum 40. Jubiläum auch auf besondere Filme der Genre-Geschichte zurück.
Die Reihe Screen Legends umfasst „A Chinese Ghost Story“, „Don’t Look Now“, „The Chaser“ und „Beasts of the Southern Wild“. In Berlin verteilen sich diese Vorführungen auf Samstag bis Dienstag.
Damit ist das Fantasy Filmfest 2026 nicht nur eine Vorschau auf neue Genrefilme, sondern bietet auch einige seltenere Gelegenheiten, bekannte Titel wieder auf einer großen Kinoleinwand zu sehen.
🏆 Get Shorty: Zuschauer entscheiden über den Kurzfilmpreis
Am Sonntag um 14:15 Uhr läuft der Kurzfilmwettbewerb Get Shorty.
Zehn Produktionen treten gegeneinander an, das Publikum stimmt über den Gewinner ab. Der mit 2.000 Euro dotierte Kurzfilmpreis wird von Filmstarts.de präsentiert und geht an den Regisseur des Siegerfilms.
Das Programm dauert insgesamt rund 130 Minuten und reicht von Geistergeschichten über schwarzen Humor bis zu Science-Fiction und sehr deutlich erwachsenerem Horror.
👽 „Another World“ am Abschlusstag
Am Mittwoch, 9. September, beginnt um 16 Uhr „Another World“.
Der handgezeichnete Animationsfilm erzählt von einem Mädchen, das von einem Geistführer durch das Jenseits begleitet wird und sich dort mit seiner eigenen Wut auseinandersetzen muss. Berlin.de zählt den Film zu den Highlights des diesjährigen Programms.
Mit 110 Minuten bleibt danach nur eine kurze Pause, bevor um 18:15 Uhr „Fuck My Son!“ und schließlich der Abschlussfilm folgen.
🚨 „Hope“ beendet das Festival mit 160 Minuten Sci-Fi
Der längste und vermutlich prominenteste Termin wurde für den Schluss aufgehoben.
Am 9. September um 20:15 Uhr läuft „Hope“ von Na Hong-jin. Der südkoreanische Regisseur ist unter anderem durch „The Wailing“ und „The Chaser“ bekannt. „Hope“ erzählt von einer rätselhaften Bedrohung in einem abgelegenen koreanischen Dorf.
Die Laufzeit beträgt 160 Minuten – damit ist der Abschlussfilm zugleich einer der größten zeitlichen Brocken des gesamten Programms. Er läuft in koreanischer Originalfassung mit englischen Untertiteln.
🎟️ Tickets: Festivalpass ausverkauft, Einzeltickets verfügbar
Für Berlin kostet ein Einzelticket 12 beziehungsweise 14 Euro. Welcher Preis gilt, hängt von der jeweiligen Vorstellung beziehungsweise Sitzplatzkategorie ab. Der Festivalpass für 240 Euro ist bereits ausverkauft.
Im Zoo Palast werden feste Sitzplätze vergeben; Festivalpass-Inhaber erhalten feste Reihen. Einzeltickets können weiterhin online gekauft werden.
Wichtig: Das Fantasy Filmfest ist ausschließlich für Besucher ab 18 Jahren zugänglich. Diese Regel gilt unabhängig von einer möglichen niedrigeren Altersfreigabe einzelner Filme. Wer jünger aussieht, sollte deshalb einen Ausweis dabeihaben.
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🌍 OV, OmeU und OmdU: Was die Sprachangaben bedeuten
Fast das gesamte Festivalprogramm läuft nicht synchronisiert.
OV steht für Originalversion. OmeU bedeutet Originalversion mit englischen Untertiteln, OmdU Originalversion mit deutschen Untertiteln. Gerade bei koreanischen, japanischen, französischen oder kantonesischen Filmen lohnt sich deshalb vor dem Ticketkauf ein Blick auf die jeweilige Sprachfassung.
„Leviticus“ läuft beispielsweise als englische OV, „A Chinese Ghost Story“ auf Kantonesisch mit englischen Untertiteln und „Hope“ auf Koreanisch mit englischen Untertiteln.
📍 Zoo Palast: Hier läuft das Fantasy Filmfest
Das Berliner Hauptprogramm findet im Zoo Palast statt:
Zoo Palast Berlin
Hardenbergstraße 29a
10623 Berlin-Charlottenburg
ÖPNV
Am bequemsten ist die Anreise über den Bahnhof Zoologischer Garten. S-Bahn, U-Bahn, Regionalzüge und zahlreiche Buslinien halten nur wenige Gehminuten vom Kino entfernt.
Auto
Rund um den Breitscheidplatz und die City West ist mit dichtem Verkehr und begrenzten Parkmöglichkeiten zu rechnen. Für mehrere Festivalfilme hintereinander ist die Anreise mit Bahn und Bus deshalb meist unkomplizierter.
Fahrrad
Aus Charlottenburg, Tiergarten, Schöneberg und Wilmersdorf ist der Zoo Palast gut per Fahrrad erreichbar. Das Rad sollte außerhalb der stark frequentierten Fußgängerbereiche rund um Zoo und Breitscheidplatz abgestellt werden.
Vor der Anfahrt empfiehlt sich insbesondere bei späten Vorstellungen ein Blick auf aktuelle BVG-Verbindungen und mögliche Bauarbeiten.
💡 Dennis’ Tipp
Wer nur einen Abend ausprobieren möchte, bekommt direkt zur Eröffnung eine gute Kombination: „Leviticus“ um 19:30 Uhr und anschließend „Hex“ um 21:45 Uhr.
Für einen längeren Festivaltag finde ich den Samstag am stärksten. Ab 13:15 Uhr folgen „Vertiginous“, „Anymart“, „Species“, „Hokum“ und schließlich „A Chinese Ghost Story“. Damit bekommt man innerhalb eines Tages sehr unterschiedliche Facetten des Festivals.
Wer gezielt die größeren gesetzten Titel sucht, würde ich „Leviticus“, „The Plague“, „Hokum“ und „Hope“ vormerken. Und wer Genreklassiker lieber noch einmal im Kino als zu Hause sehen möchte, sollte sich zusätzlich die Screen-Legends-Reihe ansehen.
📌 Faktenbox
Veranstaltung: 40. Fantasy Filmfest
Berlin-Termin: 2.–9. September 2026
Special: „Memories“, 1. September, 19:30 Uhr
Hauptspielstätte: Zoo Palast Berlin
Adresse: Hardenbergstraße 29a, 10623 Berlin
Eröffnungsfilm: Leviticus
Eröffnung: 2. September, 19:30 Uhr
Centerpiece: The Plague
Abschlussfilm: Hope
Abschluss: 9. September, 20:15 Uhr
Einzeltickets: 12 / 14 Euro
Festivalpass: 240 Euro – ausverkauft
Altersregel: ausschließlich ab 18 Jahren
Programm: Horror, Thriller, Science-Fiction, Animation, Arthouse, Klassiker und Kurzfilme
Veranstalter: Rosebud Entertainment GbR
❓ FAQ zum Fantasy Filmfest Berlin 2026
Wann ist das Fantasy Filmfest Berlin 2026?
Das Hauptfestival findet vom 2. bis 9. September 2026 im Zoo Palast statt. Bereits am 1. September gibt es im Zeiss-Großplanetarium ein Sonderprogramm mit „Memories“.
Wo findet das Fantasy Filmfest in Berlin statt?
Hauptspielstätte ist der Zoo Palast in der Hardenbergstraße 29a in Charlottenburg.
Was kostet ein Ticket?
Einzeltickets kosten 12 oder 14 Euro.
Gibt es noch Festivalpässe?
Nein. Der Berliner Festivalpass für 240 Euro ist ausverkauft. Einzeltickets sind weiterhin erhältlich.
Ab welchem Alter darf man das Fantasy Filmfest besuchen?
Das gesamte Festival kann erst ab vollendetem 18. Lebensjahr besucht werden.
Welcher Film eröffnet das Fantasy Filmfest 2026?
„Leviticus“ von Adrian Chiarella eröffnet das Berliner Festival am 2. September um 19:30 Uhr. Der Film feiert dabei seine Deutschlandpremiere.
Was ist der Abschlussfilm?
Der südkoreanische Science-Fiction-Thriller „Hope“ von Na Hong-jin läuft am 9. September um 20:15 Uhr und beendet das Berliner Festival.
Gibt es deutsche Filme oder Berliner Produktionen?
Am 5. September läuft exklusiv in Berlin ein studentisches Kurzfilmprogramm der DFFB und Filmuniversität Babelsberg.












