Mehr als 100 Werke von Monet, Morisot, Renoir und weiteren Impressionisten
Das Museum Barberini in Potsdam hat neue Details zu seiner großen Jubiläumsausstellung bekannt gegeben. Unter dem Titel „Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk“ kommen ab 7. November 2026 mehr als 100 Werke aus internationalen Museen und Privatsammlungen nach Potsdam. Zu sehen sind Arbeiten von Claude Monet, Berthe Morisot, Pierre-Auguste Renoir, Édouard Manet, Gustave Caillebotte und weiteren wichtigen Künstlern des Impressionismus.
Die Ausstellung gehört zu den Höhepunkten des zehnjährigen Jubiläums des Museums. Neben bekannten Werken aus der Sammlung Hasso Plattner werden zahlreiche Leihgaben gezeigt, die sonst in Museen in Paris, London, New York, Chicago, Tokio und weiteren Städten hängen. Die Schau läuft bis 21. Februar 2027.
Update vom 12. Oktober 2026, 23:00 Uhr: Rund vier Wochen vor der Eröffnung stehen weitere Details fest. Die Ausstellung umfasst mehr als 100 Werke und bringt mehrere selten gezeigte Gemälde nach Potsdam. Gleichzeitig startet zum Jubiläum ein internationales Digitalprojekt zum Netzwerk des Impressionismus.
⚡ Kurz zusammengefasst
Das Museum Barberini eröffnet am 7. November 2026 die Ausstellung „Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk“. Mehr als 100 Werke aus internationalen Museen und Privatsammlungen treffen auf wichtige Gemälde der Sammlung Hasso Plattner. Claude Monet nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, die Schau geht aber deutlich über sein Werk hinaus.
Zu den besonderen Leihgaben gehören frühe und selten gezeigte Arbeiten von Monet, Berthe Morisot und Édouard Manet. Die Ausstellung erzählt gleichzeitig, wie Künstler, Sammler, Schriftsteller und Kunsthändler dafür sorgten, dass aus einer zunächst umstrittenen Bewegung eine der populärsten Kunstrichtungen der Welt wurde.
Mehr als 100 Werke kommen für die Jubiläumsausstellung nach Potsdam
Der Umfang der Ausstellung fällt größer aus als bislang absehbar. Mehr als 100 Werke sollen während der gut dreimonatigen Laufzeit im Museum Barberini zu sehen sein. Sie stammen aus internationalen Museen, öffentlichen Sammlungen und Privatbesitz.
Zu den Leihgebern gehören einige der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Werke kommen unter anderem aus dem Musée d’Orsay in Paris, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Art Institute of Chicago, der National Gallery in London und dem National Museum of Western Art in Tokio nach Potsdam.
Hinzu kommen Gemälde aus der eigenen Sammlung Hasso Plattner. Das Barberini besitzt dauerhaft 115 impressionistische und postimpressionistische Werke und verfügt mit 40 Gemälden von Claude Monet über einen außergewöhnlich großen Monet-Bestand.
Selten gezeigter Monet gehört zu den Höhepunkten
Eines der besonders wichtigen Werke der Ausstellung ist Claude Monets „Bazille und Camille“ von 1865. Das Gemälde entstand als Studie für das großformatige „Déjeuner sur l’Herbe“ und gehört der National Gallery of Art in Washington. Damit ist in Potsdam ein Werk aus einer frühen Phase Monets zu sehen, bevor der Impressionismus überhaupt seinen späteren Namen erhielt.
Weitere Monet-Werke verbinden diese frühen Jahre mit der späteren Entwicklung des Künstlers. Zu den bereits für die Ausstellung genannten Arbeiten gehören „Die Terrasse in Vétheuil“ von 1881, „Felder im Frühling“ von 1887, eine „Kathedrale von Rouen“ von 1894 sowie Werke aus der Sammlung Hasso Plattner.
Dazu zählen auch bekannte Barberini-Bilder wie Monets „Getreideschober“, der „Palazzo Contarini“ aus seiner Venedig-Serie und die monumentalen „Seerosen“ von 1914 bis 1917. Besucher können dadurch verschiedene Schaffensphasen Monets innerhalb einer Ausstellung miteinander vergleichen.
Auch Morisot, Manet, Renoir und Caillebotte spielen zentrale Rollen
Trotz des starken Monet-Schwerpunkts ist die Ausstellung als große Gruppenschau angelegt. Berthe Morisot nimmt dabei eine besonders wichtige Stellung ein. Zu den neuen Leihgaben gehört unter anderem „Das Dampfschiff“, außerdem wird mit „Der Bug einer Yacht“ von 1875 eine Arbeit aus dem Clark Art Institute gezeigt.
Von Édouard Manet kommen ebenfalls besondere Arbeiten nach Potsdam. Dazu gehören das „Portrait von Berthe Morisot liegend“ von 1873, „Der Spaziergang, Madame Gamby“ sowie das selten ausgestellte Gemälde „Junge in den Blumen“.
Gustave Caillebotte ist unter anderem mit „Le Pont de l’Europe“ von 1876 vertreten. Hinzu kommen Werke von Pierre-Auguste Renoir, Mary Cassatt, Paul Cézanne und weiteren Künstlern aus dem Umfeld des französischen Impressionismus.
Warum die Ausstellung nicht nur von berühmten Bildern erzählt
Der eigentliche Schwerpunkt geht über eine klassische Meisterwerke-Schau hinaus. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage, wie der Impressionismus überhaupt so erfolgreich werden konnte. Denn Monet, Morisot und ihre Mitstreiter veränderten nicht nur die Malerei, sondern waren Teil eines weitreichenden Netzwerks.
Künstlerfreundschaften, private Salons, Sammler, Kritiker, Händler und Förderer spielten für den Aufstieg der Bewegung eine entscheidende Rolle. Schriftsteller wie Émile Zola und Octave Mirbeau verschafften der neuen Malerei Aufmerksamkeit, während wohlhabende Sammler impressionistische Werke kauften und damit ihren Markt stärkten.
Eine Schlüsselrolle spielte auch der Kunsthändler Paul Durand-Ruel. Seine Galerien in Paris und New York halfen dabei, den Impressionismus über Frankreich hinaus bekannt zu machen. Auch die Pariser Weltausstellungen trugen dazu bei, dass die zunächst verspotteten Künstler schließlich ein internationales Publikum erreichten.
Zehn Räume erzählen zehn Geschichten des Impressionismus
Die Ausstellung ist rund um unterschiedliche Netzwerke und Beziehungen aufgebaut. Ausgangspunkt sind Werke aus der Sammlung Hasso Plattner, anhand derer einzelne Geschichten des Impressionismus erzählt werden. Internationale Leihgaben erweitern diese Kapitel und stellen die Potsdamer Sammlung in einen neuen Zusammenhang.
Damit geht es nicht nur darum, möglichst viele berühmte Gemälde nebeneinander zu hängen. Die Schau verbindet Kunstwerke mit den Personen und Institutionen, die hinter ihrer Entstehung, ihrem Verkauf und ihrer internationalen Verbreitung standen.
Gerade diese Perspektive unterscheidet die Ausstellung von einer klassischen Monet-Retrospektive. Monet bleibt einer der prominentesten Künstler der Schau, gleichzeitig werden seine Werke als Teil eines größeren künstlerischen und gesellschaftlichen Netzwerks sichtbar.
Neues Digitalprojekt vernetzt rund 20.000 Werke
Parallel zur Ausstellung startet das Museum ein ungewöhnlich umfangreiches digitales Forschungsprojekt. Unter dem Titel „Networks of Impressionism“ sollen Informationen zu rund 20.000 Kunstwerken miteinander verknüpft werden.
Das Projekt untersucht unter anderem Beziehungen zwischen Künstlern, Sammlern, Galeristen und Institutionen. Auch Provenienzen und frühere Besitzer von Werken sollen innerhalb der Plattform nachvollziehbar werden. Daran arbeitet das Barberini gemeinsam mit internationalen Partnerinstitutionen.
Das digitale Angebot soll damit weit über die Laufzeit der Ausstellung hinausreichen. Aus einer temporären Schau entsteht gleichzeitig ein Forschungsprojekt, das die Entstehung und weltweite Verbreitung des Impressionismus anhand großer Datenmengen sichtbar macht.
Museum Barberini feiert 2027 seinen zehnten Geburtstag
Die Ausstellung führt direkt in das Jubiläumsjahr des Museums. Das Barberini eröffnete im Januar 2017 am Alten Markt in Potsdam und hat seitdem mehr als drei Millionen Besucher empfangen.
Das rekonstruierte Palais Barberini wurde auf Initiative von Hasso Plattner errichtet. Einen festen Schwerpunkt bildet inzwischen die französische impressionistische und postimpressionistische Malerei. Die Sammlung Hasso Plattner umfasst aktuell 115 Werke von 23 Künstlern.
Besonders außergewöhnlich ist der Monet-Bestand. Mit 40 Gemälden besitzt das Museum außerhalb von Paris eine der größten öffentlich zugänglichen Werkgruppen des französischen Malers in Europa.
2027 folgen Picasso, Gaudí, Marie Laurencin und Vallotton
Mit der Impressionisten-Ausstellung beginnt zugleich ein umfangreiches Ausstellungsprogramm für das Jubiläumsjahr. Bereits im März folgt „Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso“. Die Schau beschäftigt sich mit dem katalanischen Modernismus und läuft vom 20. März bis 20. Juni 2027.
Vom 24. Juli bis 24. Oktober 2027 steht anschließend Marie Laurencin im Mittelpunkt. Zum Jahresende folgt ab 20. November die Ausstellung „Félix Vallotton. Sehnsucht und Verführung“, die bis Februar 2028 läuft.
Damit bleibt das Museum auch nach der großen Impressionisten-Schau bei einem dicht getakteten internationalen Ausstellungsprogramm.
Tickets für die Impressionisten-Ausstellung
Für das Museum gelten regulär unterschiedliche Eintrittspreise an Werktagen und am Wochenende. Montag sowie Mittwoch bis Freitag kostet der Eintritt 16 Euro, samstags, sonntags und an Feiertagen 18 Euro. Der ermäßigte Eintritt kostet 10 Euro.
Ab 17:30 Uhr gibt es an den regulären Öffnungstagen ein Abendticket für 10 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Auch Schüler über 18 Jahren können das Museum kostenlos besuchen.
Für die stark nachgefragten Sonderausstellungen sind Zeitfenstertickets sinnvoll. Tickets können online über das Museum Barberini sowie an der Museumskasse gekauft werden.
Öffnungszeiten während der Ausstellung
Das Museum Barberini ist montags sowie mittwochs bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Dienstag bleibt das Museum geschlossen. Kassenschluss ist jeweils um 18:15 Uhr.
Vor dem Start der neuen Ausstellung gibt es eine kurze Umbaupause. Vom 2. bis einschließlich 6. November 2026 bleibt das Museum geschlossen. Die Impressionisten-Ausstellung öffnet anschließend am Samstag, 7. November.
Die Sonderausstellung läuft über Weihnachten und den Jahreswechsel hinweg bis zum 21. Februar 2027. An einzelnen Feiertagen gelten teilweise verkürzte Öffnungszeiten.
Anfahrt zum Museum Barberini in Potsdam
Das Museum befindet sich am Alten Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam. Vom Potsdamer Hauptbahnhof ist es nur ein kurzer Weg über die Lange Brücke bis zum Museum.
🚆 Mit Regionalbahn und S-Bahn aus Berlin
Von Berlin fährt die S7 direkt bis Potsdam Hauptbahnhof. Schneller sind je nach Startpunkt häufig Regionalzüge vom Berliner Hauptbahnhof, Zoologischen Garten oder Bahnhof Charlottenburg.
Vom Potsdamer Hauptbahnhof läuft man ungefähr zehn Minuten zum Museum Barberini. Der Weg führt über die Lange Brücke in Richtung Alter Markt.
🚌 Mit Bus und Tram
Vom Potsdamer Hauptbahnhof fahren mehrere Tram- und Buslinien in Richtung Innenstadt. Für die kurze Strecke zum Alten Markt lohnt sich bei gutem Wetter allerdings auch der Fußweg.
🚗 Mit dem Auto
Mit dem Auto ist Potsdams Innenstadt aus Berlin über die A115 erreichbar. Rund um den Alten Markt gibt es mehrere kostenpflichtige Parkmöglichkeiten, allerdings kann es besonders an Wochenenden und bei großen Ausstellungen voll werden.
🚲 Mit dem Fahrrad
Der Alte Markt ist auch mit dem Fahrrad gut erreichbar. Vom Potsdamer Hauptbahnhof dauert die Fahrt nur wenige Minuten. Rund um die historische Innenstadt stehen verschiedene Abstellmöglichkeiten zur Verfügung.
💡 Dennis’ Tipp
Wer speziell wegen Monet kommt, sollte die Ausstellung nicht als klassische Monet-Retrospektive erwarten. Gerade der Vergleich seiner Werke mit Morisot, Renoir, Manet, Caillebotte und den internationalen Leihgaben macht den besonderen Reiz dieser Schau aus.
Für einen entspannten Besuch würde ich möglichst einen Termin unter der Woche oder am frühen Vormittag wählen. Große Impressionismus-Ausstellungen gehören erfahrungsgemäß zu den publikumsstärksten Formaten des Barberini, und die Jubiläumsausstellung dürfte dabei keine Ausnahme sein.
📌 Faktenbox: Die Impressionisten im Museum Barberini
Ausstellung: Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk
Termin: 7. November 2026 bis 21. Februar 2027
Umfang: mehr als 100 Werke
Künstler: unter anderem Claude Monet, Berthe Morisot, Pierre-Auguste Renoir, Édouard Manet, Gustave Caillebotte, Mary Cassatt und Paul Cézanne
Anlass: zehnjähriges Jubiläum des Museum Barberini
Ort: Museum Barberini
Adresse: Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
Öffnungszeiten: Montag sowie Mittwoch bis Sonntag 10–19 Uhr
Dienstag: geschlossen
Eintritt: 16 Euro werktags, 18 Euro Wochenende/Feiertage
Ermäßigt: 10 Euro
Laufzeit: rund dreieinhalb Monate
❓ FAQ zur Impressionisten-Ausstellung im Museum Barberini
Wann beginnt die neue Monet-Ausstellung im Museum Barberini?
„Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk“ eröffnet am 7. November 2026 und läuft bis zum 21. Februar 2027.
Ist es eine reine Monet-Ausstellung?
Nein. Claude Monet gehört zu den wichtigsten Künstlern der Schau, die Ausstellung behandelt jedoch den gesamten Impressionismus und dessen internationales Netzwerk. Zu sehen sind unter anderem auch Werke von Berthe Morisot, Renoir, Manet, Caillebotte, Cassatt und Cézanne.
Wie viele Werke werden gezeigt?
Für die Jubiläumsausstellung sind mehr als 100 Werke aus internationalen Museen, Privatsammlungen und der Sammlung Hasso Plattner vorgesehen.
Welche besonderen Monet-Bilder kommen nach Potsdam?
Zu den Höhepunkten gehört „Bazille und Camille“ von 1865 aus der National Gallery of Art in Washington. Außerdem sind weitere Werke verschiedener Schaffensphasen Monets sowie mehrere Gemälde aus der Barberini-Sammlung zu sehen.
Wie viele Monet-Gemälde besitzt das Museum Barberini?
Die Sammlung Hasso Plattner umfasst inzwischen 40 Werke von Claude Monet. Damit verfügt das Museum über einen außergewöhnlich großen Monet-Bestand.
Wie viel kostet der Eintritt?
Montag sowie Mittwoch bis Freitag kostet der reguläre Eintritt 16 Euro, am Wochenende und an Feiertagen 18 Euro. Der ermäßigte Eintritt beträgt 10 Euro.
Wann ist das Museum geöffnet?
Das Museum öffnet montags sowie mittwochs bis sonntags von 10 bis 19 Uhr. Dienstag ist Ruhetag.













