Vom 7. bis 27. November wird die Staatsoper Unter den Linden zur Bühne für Barockmusik von Monteverdi bis Gluck
Die Barocktage kehren nach Berlin zurück. Vom 7. bis 27. November 2026 präsentiert die Staatsoper Unter den Linden ein umfangreiches Festival mit internationalen Opernstars, historischen Klangwelten und aufwendig inszenierten Musiktheaterproduktionen. Zu den bekanntesten Gästen gehören Cecilia Bartoli und Rolando Villazón, während die gefeierte Sopranistin Anna Prohaska, Regisseur Stefan Herheim und Choreographin Sasha Waltz weitere Höhepunkte gestalten.
Im Mittelpunkt stehen vier große Opernproduktionen, mehrere Konzerte und ein besonderes Veranstaltungsformat, bei dem Barockarien auf Poetry Slam treffen. Mit Francesco Cavallis La Calisto erlebt eine Neuinszenierung ihre Premiere. Dazu kommen Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice, Claudio Monteverdis L’incoronazione di Poppea und Henry Purcells Dido & Aeneas.
Das Festival findet erstmals unter der Intendanz von Elisabeth Sobotka statt und führt musikalisch durch mehr als ein Jahrhundert europäische Operngeschichte. Dabei begegnen sich international renommierte Solisten und spezialisierte Originalklangensembles, darunter L’Arpeggiata und die Akademie für Alte Musik Berlin. Die Nachfrage ist bereits groß: Mehrere Konzerte und Opernvorstellungen sind ausverkauft, für ausgewählte Aufführungen werden weiterhin Eintrittskarten angeboten.
Update vom 31. Oktober 2026, 20:30 Uhr: Die Barocktage beginnen am Samstag, 7. November, um 20 Uhr mit dem Eröffnungskonzert von Rolando Villazón und Christina Pluhar. Dieses Konzert sowie die Premiere von La Calisto am 8. November, beide Auftritte von Cecilia Bartoli am 12. und 14. November und die Konzerte Lamento mirabile, Monteverdi a solo und Wonder Women sind im offiziellen Spielplan als ausverkauft gekennzeichnet. Auch die beiden Vorstellungen von Dido & Aeneas am 25. und 27. November sind derzeit ausverkauft. Für weitere Termine von La Calisto und L’incoronazione di Poppea sowie den Apollo-Salon am 8. November führt die Staatsoper Ticketangebote.
⚡ Kurz zusammengefasst
Die Barocktage Berlin 2026 finden vom 7. bis 27. November in der Staatsoper Unter den Linden statt. Zu den Höhepunkten gehören Rolando Villazón beim Eröffnungskonzert, die Premiere von La Calisto unter der musikalischen Leitung von Christina Pluhar, Cecilia Bartoli in Orfeo ed Euridice, Anna Prohaska in L’incoronazione di Poppea sowie Sasha Waltz‘ Inszenierung von Dido & Aeneas. Mehrere Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Karten gibt es derzeit insbesondere für spätere Aufführungen von La Calisto und L’incoronazione di Poppea. Die meisten Aufführungen finden im Großen Saal der Staatsoper statt, kleinere Veranstaltungen im Apollosaal. Die nächste U-Bahn-Station ist Museumsinsel an der U5.
Barocktage Berlin 2026: Das komplette Programm mit Terminen und Uhrzeiten
Das Festival beginnt am Samstag, 7. November, mit einem Eröffnungskonzert und endet am Freitag, 27. November, mit Purcells Dido & Aeneas. Dazwischen stehen mehrere Aufführungen der großen Opernproduktionen und kleinere Konzerte im Apollosaal auf dem Spielplan. Das Programm bietet damit sowohl monumentales Musiktheater als auch intime musikalische Begegnungen.
Besonders gefragt sind die Auftritte internationaler Stars. Wer noch Karten für die Barocktage kaufen möchte, sollte deshalb vor allem die Wiederholungen von La Calisto und L’incoronazione di Poppea prüfen. Der Apollo-Salon bietet darüber hinaus einen ungewöhnlichen Zugang zur Barockmusik.
| Datum | Uhrzeit | Veranstaltung | Ticketstatus |
|---|---|---|---|
| Sa., 07.11. | 20:00 | Eröffnungskonzert mit Rolando Villazón | Ausverkauft |
| So., 08.11. | 11:00 | Apollo-Salon III: Arie & Antwort | Tickets |
| So., 08.11. | 18:00 | La Calisto – Premiere | Ausverkauft |
| Mo., 09.11. | 20:00 | Lamento mirabile | Ausverkauft |
| Do., 12.11. | 19:30 | Orfeo ed Euridice mit Cecilia Bartoli | Ausverkauft |
| Fr., 13.11. | 19:00 | La Calisto | Tickets |
| Sa., 14.11. | 19:30 | Orfeo ed Euridice mit Cecilia Bartoli | Ausverkauft |
| So., 15.11. | 11:00 | Monteverdi a solo | Ausverkauft |
| So., 15.11. | 18:00 | La Calisto | Tickets |
| Di., 17.11. | 20:00 | Wonder Women | Ausverkauft |
| Mi., 18.11. | 19:00 | La Calisto | Tickets |
| Fr., 20.11. | 19:00 | L’incoronazione di Poppea | Tickets |
| Sa., 21.11. | 19:00 | La Calisto – Familienvorstellung | Tickets |
| So., 22.11. | 18:00 | L’incoronazione di Poppea | Tickets |
| Di., 24.11. | 19:00 | L’incoronazione di Poppea | Tickets |
| Mi., 25.11. | 19:30 | Dido & Aeneas | Ausverkauft |
| Do., 26.11. | 19:00 | L’incoronazione di Poppea | Tickets |
| Fr., 27.11. | 19:30 | Dido & Aeneas | Ausverkauft |
Der Ticketstatus entspricht dem Stand vom 31. Oktober 2026 und kann sich durch Rückgaben oder zusätzliche Kontingente verändern. Für ausverkaufte Veranstaltungen sind möglicherweise Restkarten an der Abendkasse erhältlich, eine Verfügbarkeit ist jedoch nicht garantiert.
🎟️ Barocktage 2026 – offizieller Spielplan und Ticketübersicht
Rolando Villazón eröffnet die Barocktage am 7. November
Mit dem Konzert Combattimento – Liebe, die in den Tod führt beginnen die Barocktage am Samstag, 7. November, um 20 Uhr. Der international gefeierte Tenor Rolando Villazón steht gemeinsam mit Céline Scheen, Luciana Mancini und Renato Dolcini auf der Bühne. Die musikalische Leitung übernimmt Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata.
Das Programm beschäftigt sich mit Liebe, Leidenschaft, Verlust und Tod. Zu hören sind Werke aus dem italienischen Frühbarock, darunter Kompositionen von Claudio Monteverdi, Luigi Rossi, Antonio Sartorio, Lorenzo Allegri und Maurizio Cazzati. Verschiedene musikalische Szenen beleuchten den Mythos des Orpheus und die emotionale Ausdruckskraft der frühen Oper.
Villazón gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten Tenören der internationalen Opernszene. Seine expressive Interpretation und seine ausgeprägte Bühnenpräsenz passen zu einem Programm, bei dem Musik und dramatische Erzählung eng miteinander verbunden sind. Das Konzert dauert ungefähr 90 Minuten und hat keine Pause.
Termin: Samstag, 7. November, 20 Uhr
Ort: Staatsoper Unter den Linden
Dauer: Etwa 90 Minuten ohne Pause
Tickets: Ausverkauft
La Calisto: Stefan Herheims Neuinszenierung feiert am 8. November Premiere
Mit La Calisto steht eine der wichtigsten venezianischen Barockopern im Mittelpunkt des Festivals. Das Werk von Francesco Cavalli entstand 1651 und verbindet mythologische Figuren mit menschlichen Leidenschaften. Götter, Naturwesen und Menschen geraten in ein Geflecht aus Verführung, Eifersucht, Verkleidung und Macht.
Die Neuinszenierung stammt von Stefan Herheim, der für seine bildgewaltigen und häufig überraschenden Musiktheaterarbeiten bekannt ist. Seine Deutung verbindet die historische Vorlage mit einer fantasievollen Ästhetik, die sich als barocke Science-Fiction beschreiben lässt. Die Premiere findet am Sonntag, 8. November, um 18 Uhr statt.
Die musikalische Leitung übernimmt Christina Pluhar, die mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata seit vielen Jahren besondere Akzente in der Interpretation Alter Musik setzt. Gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin entsteht eine Aufführung, in der historische Instrumente und moderne Regieideen aufeinandertreffen. Die Produktion ist eine Koproduktion mit dem MusikTheater an der Wien.
Vera-Lotte Boecker singt die Titelpartie
In der Titelrolle ist die Sopranistin Vera-Lotte Boecker zu erleben. Weitere Rollen übernehmen Milan Siljanov als Giove, Giuseppina Bridelli als Giunone und Renato Dolcini als Mercurio. Auch Luciana Mancini gehört zum Ensemble.
Die Oper wird in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln aufgeführt. Die Dauer beträgt ungefähr drei Stunden und 15 Minuten einschließlich einer Pause. Empfohlen wird ein Besuch ab 14 Jahren. Während der Aufführung kommen außerdem Stroboskopeffekte zum Einsatz, was für lichtempfindliche Besucher besonders wichtig ist.
Die Premiere am 8. November ist bereits ausverkauft. Für die weiteren Vorstellungen am 13., 15., 18. und 21. November werden dagegen noch Tickets angeboten.
🎟️ La Calisto – Termine und offizielle Tickets
Cecilia Bartoli kehrt mit Orfeo ed Euridice an die Staatsoper zurück
Zu den musikalischen Höhepunkten gehören die beiden Vorstellungen von Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice am 12. und 14. November. In der Titelrolle ist Cecilia Bartoli zu erleben, eine der international erfolgreichsten Interpretinnen des Opernrepertoires. Die halbszenische Produktion konzentriert sich auf die mythische Geschichte des Sängers Orpheus.
Orpheus steigt in die Unterwelt hinab, um seine verstorbene Geliebte Eurydike zurückzugewinnen. Seine Musik soll selbst die Mächte des Todes bewegen. Damit steht eine Geschichte im Mittelpunkt, die seit den Anfängen der Operngeschichte immer wieder neu erzählt wurde.
Die Aufführung basiert auf der Parma-Fassung von 1769. Gianluca Capuano übernimmt die musikalische Leitung, beteiligt sind Les Musiciens du Prince – Monaco und der Chor Il Canto di Orfeo. Mélissa Petit singt Euridice und Amore.
Zwei Abende mit Cecilia Bartoli sind ausverkauft
Die Vorstellungen finden am Donnerstag, 12. November, um 19:30 Uhr und am Samstag, 14. November, ebenfalls um 19:30 Uhr statt. Beide Abende sind offiziell als ausverkauft gekennzeichnet. Besucher ohne Eintrittskarte können sich nach möglichen Restkarten an der Abendkasse erkundigen, sollten aber nicht mit einem sicheren Kartenangebot rechnen.
Die Aufführung dauert ungefähr 90 Minuten und wird ohne Pause gespielt. Damit gehört Orfeo ed Euridice zu den kompakteren Opernproduktionen des Festivals. Musikalisch schlägt das Werk eine Brücke vom Barock zur frühen Klassik.
🎟️ Orfeo ed Euridice – offizielle Veranstaltungsseite
L’incoronazione di Poppea: Anna Prohaska und Raffaele Pe in Monteverdis Oper
Mit L’incoronazione di Poppea steht ein weiteres Schlüsselwerk des frühen Musiktheaters auf dem Programm. Claudio Monteverdis Oper führt an den Hof des römischen Kaisers Nero, wo Liebe, Macht und politische Intrigen aufeinandertreffen. Die ehrgeizige Poppea möchte zur Kaiserin aufsteigen und ist bereit, dafür bestehende Machtverhältnisse zu verändern.
In der Titelrolle ist Anna Prohaska zu erleben, während der Countertenor Raffaele Pe den Kaiser Nerone verkörpert. Anna Kissjudit singt Ottavia, Carlo Vistoli übernimmt Ottone. Die musikalische Leitung liegt bei Diego Fasolis, der gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin die historische Klangwelt gestaltet.
Die Inszenierung von Eva-Maria Höckmayr stellt die menschlichen Abgründe und emotionalen Konflikte der Figuren in den Mittelpunkt. Anders als in vielen Opern, in denen moralische Gerechtigkeit triumphiert, zeigt Monteverdis Werk eine Welt, in der Macht und Leidenschaft oft stärker sind als gesellschaftliche Regeln. Gerade diese Ambivalenz macht die Oper auch für ein heutiges Publikum interessant.
Vier Aufführungen im November
L’incoronazione di Poppea wird am 20., 22., 24. und 26. November 2026 aufgeführt. Die Vorstellungen beginnen am 20., 24. und 26. November um 19 Uhr, am Sonntag, 22. November, bereits um 18 Uhr. Für diese Termine führt die Staatsoper weiterhin Eintrittskarten im Spielplan.
Mit ungefähr drei Stunden und 45 Minuten einschließlich einer Pause gehört die Produktion zu den längeren Opernabenden des Festivals. Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Beginn im Apollosaal statt. Gerade für Besucher ohne Vorkenntnisse kann sie den Zugang zur Handlung und zur historischen Musik erleichtern.
🎟️ L’incoronazione di Poppea – Termine und offizielle Tickets
Dido & Aeneas: Sasha Waltz verbindet Barockoper mit modernem Tanz
Zum Abschluss der Barocktage wird Henry Purcells Dido & Aeneas in der Inszenierung und Choreographie von Sasha Waltz aufgeführt. Die Produktion verbindet Gesang, historische Instrumentalmusik und zeitgenössischen Tanz zu einer eigenständigen Form des Musiktheaters. Sie gehört zu den bekanntesten Opernarbeiten der Berliner Choreographin.
Die Geschichte erzählt von der karthagischen Königin Dido und dem trojanischen Helden Aeneas. Ihre Liebe gerät zwischen persönliche Gefühle und eine scheinbar unausweichliche Bestimmung. Purcells Musik verleiht dem tragischen Geschehen eine besondere emotionale Tiefe.
Natalia Skrycka übernimmt die Rolle der Dido, Gyula Orendt ist als Aeneas zu erleben. Außerdem wirken Aphrodite Patoulidou, das Vocalconsort Berlin und Tänzer der Compagnie Sasha Waltz & Guests mit. Christopher Moulds leitet die Akademie für Alte Musik Berlin.
Die Vorstellungen sind für Mittwoch, 25. November, und Freitag, 27. November, jeweils um 19:30 Uhr geplant. Beide Abende sind aktuell ausverkauft. Die Aufführung dauert ungefähr eine Stunde und 45 Minuten ohne Pause.
🎟️ Dido & Aeneas – offizielle Veranstaltungsseite
Barocktage-Konzerte im Apollosaal: Von Händel bis zu Komponistinnen des 17. Jahrhunderts
Neben den großen Opernproduktionen finden mehrere Konzerte im Apollosaal statt. Der kleinere Raum ermöglicht eine andere Nähe zwischen Musikern und Publikum als der große Opernsaal. Vor allem für Kammermusik und Vokalkonzerte bietet er einen intimen Rahmen.
Am 9. November steht Lamento mirabile mit Roberta Mameli und Mitgliedern der Akademie für Alte Musik Berlin auf dem Programm. Zu hören sind Werke von Georg Friedrich Händel und Giovanni Battista Ferrandini. Am 15. November folgt Monteverdi a solo mit Raffaele Pe und dem Ensemble La Lira di Orfeo.
Das Konzert Wonder Women am 17. November widmet sich besonders den Komponistinnen des 17. Jahrhunderts. Luciana Mancini, Christina Pluhar und L’Arpeggiata interpretieren unter anderem Werke von Barbara Strozzi und Francesca Caccini. Alle drei Konzerte sind derzeit ausverkauft.
Apollo-Salon: Barockarien treffen auf Poetry Slam
Ein ungewöhnliches Veranstaltungsformat bietet der Apollo-Salon III am Sonntag, 8. November, um 11 Uhr. Unter dem Titel Arie & Antwort begegnen sich Sänger des Internationalen Opernstudios und die Berliner Kiezpoeten. Klassische Barockarien werden mit eigens geschriebenen Poetry-Slam-Texten verbunden.
Dabei geht es um zeitlose Themen wie Liebe, Freundschaft, Macht und Tod. Die literarischen Antworten sollen einen anderen Blick auf die Musik und ihre Geschichten ermöglichen. Am Ende ist auch das Publikum gefragt, welche Kombination aus Oper und Slam besonders überzeugt.
Der offizielle Ticketpreis beträgt 20 Euro, bei Onlinebuchung zuzüglich der regulären Systemgebühr von zwei Euro. Damit kostet eine online gebuchte Eintrittskarte 22 Euro ohne freiwillige Zusatzleistungen.
🎟️ Apollo-Salon III – Programm und Tickets
Originalklang und große Stimmen: Was die Barocktage musikalisch auszeichnet
Ein besonderer Schwerpunkt der Barocktage liegt auf historisch informierter Aufführungspraxis. Dabei orientieren sich Musiker an Instrumenten, Spieltechniken und musikalischen Ausdrucksformen, die zur Entstehungszeit der Werke verbreitet waren. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Musik wie ein museales Ausstellungsstück behandelt wird.
Gerade bei Barockopern spielen Improvisation, musikalische Verzierungen und die unmittelbare Verbindung zwischen Sprache und Klang eine wichtige Rolle. Die Musik soll Emotionen wie Freude, Wut, Sehnsucht oder Trauer unmittelbar hörbar machen. Dadurch können auch mehrere Jahrhunderte alte Werke überraschend direkt und lebendig wirken.
Mit L’Arpeggiata und der Akademie für Alte Musik Berlin sind zwei Ensembles vertreten, die sich intensiv mit dieser Art des Musizierens beschäftigen. Les Musiciens du Prince – Monaco bringen bei Orfeo ed Euridice eine weitere internationale Originalklangformation nach Berlin. Gemeinsam mit den Sängern entsteht ein Programm, das unterschiedliche Entwicklungen der frühen Operngeschichte erfahrbar macht.
Staatsoper Unter den Linden: Barockmusik in einem historischen Opernhaus
Die Staatsoper Unter den Linden gehört zu den bedeutendsten Opernhäusern Deutschlands. Ihre Geschichte reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Nach umfangreichen Umbauten und Restaurierungen verbindet das Haus heute historische Architektur mit moderner Bühnentechnik und akustischen Voraussetzungen für internationale Opernproduktionen.
Der große Saal bietet mit seinen Rängen, Logen und dem klassisch gestalteten Zuschauerraum eine besondere Atmosphäre. Gerade bei den Barocktagen entsteht ein reizvoller Kontrast zwischen der Musik vergangener Jahrhunderte und den heutigen szenischen Interpretationen. Die Produktionen reichen dabei von halbszenischen Aufführungen bis zu aufwendigem Musiktheater mit Tanz und modernen Bühneneffekten.
Auch der Apollosaal gehört zum Opernhaus und wird für kleinere Konzerte, Gesprächsformate und Werkeinführungen genutzt. Wer mehrere Festivalveranstaltungen besucht, kann dadurch sehr unterschiedliche Aufführungsformen innerhalb eines Hauses erleben. Die zentrale Lage am Boulevard Unter den Linden macht den Besuch außerdem gut mit einem Abend in Berlin-Mitte kombinierbar.
Barocktage Berlin 2026: Tickets, Preise und ausverkaufte Vorstellungen
Die Eintrittskarten werden über den offiziellen Ticketshop der Staatsoper Unter den Linden verkauft. Die Preise unterscheiden sich nach Veranstaltung, Sitzplatzkategorie und Ermäßigung. Bei den großen Opernproduktionen gibt es mehrere Preisklassen, während kleinere Konzerte teilweise einen einheitlichen Eintrittspreis haben.
Für La Calisto und L’incoronazione di Poppea stehen bei ausgewählten Terminen weiterhin Plätze zur Buchung. Der Apollo-Salon ist ebenfalls mit einem Ticketangebot im offiziellen Spielplan verzeichnet. Bei den bereits ausverkauften Vorstellungen kann es gegebenenfalls kurzfristige Restkarten an der Abendkasse geben.
🎟️ Barocktage 2026 – gesamter Spielplan mit Ticketbuchung
🎟️ La Calisto – Tickets für die weiteren Vorstellungen
🎟️ L’incoronazione di Poppea – Tickets für vier Termine
🎟️ Apollo-Salon III – Tickets für den 8. November
Was gilt bei Onlinebuchung und Restkarten?
Für reguläre Onlinebuchungen erhebt die Staatsoper eine Systemgebühr von zwei Euro je Ticket. Die Gebühren für Garderobe und Eintrittskarte sind bereits in den ausgewiesenen Grundpreisen enthalten. Eintrittskarten können ausgedruckt oder als QR-Code auf dem Smartphone vorgezeigt werden.
Die Theaterkasse befindet sich im Foyer der Staatsoper Unter den Linden. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Dort können gegebenenfalls kurzfristige Restkarten erhältlich sein, allerdings ohne Garantie.
Für telefonische Ticketanfragen steht die Staatsoper unter 030 20 35 45 55 zur Verfügung. Der Service ist montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende von 12 bis 15 Uhr erreichbar. Besonders bei stark nachgefragten Vorstellungen lohnt sich ein Blick in den offiziellen Saalplan.
Einlass, Werkeinführungen und Besucherregeln
Bei den meisten großen Opernproduktionen gibt es eine Werkeinführung im Apollosaal, die 45 Minuten vor der jeweiligen Vorstellung beginnt. Dort erhalten Besucher Hintergrundinformationen zur Handlung, Musik und Inszenierung. Gerade für den ersten Besuch einer Barockoper kann das hilfreich sein.
Eine einheitliche Einlasszeit für alle Veranstaltungen der Barocktage ist nicht ausgewiesen. Besucher sollten sich deshalb am jeweiligen Vorstellungsbeginn orientieren und ausreichend Zeit für die Garderobe und die Platzsuche einplanen. Wer zusätzlich eine Werkeinführung besuchen möchte, sollte entsprechend früher anreisen.
Die Staatsoper verfügt über keine verpflichtende formelle Kleiderordnung. Gepflegte Abendkleidung ist üblich, ein Anzug oder besonders festliches Outfit ist jedoch keine Voraussetzung. Entscheidend ist, dass sich die Besucher angemessen und bequem gekleidet fühlen.
🎒 Garderobe, Taschen und elektronische Tickets
Größere Taschen, Rucksäcke, Koffer, Mäntel, dicke Jacken und sperrige Gegenstände müssen vor dem Betreten des Zuschauerraums an der Garderobe abgegeben werden. Die Garderobe ist kostenlos. Kleinere persönliche Gegenstände können entsprechend den Hausregeln mitgenommen werden.
Online gekaufte Tickets können ausgedruckt oder auf dem Smartphone vorgezeigt werden. Gekaufte Eintrittskarten sind grundsätzlich vom Umtausch und von der Rückgabe ausgeschlossen. Besucher sollten die eigene Buchung vor der Anreise auf den richtigen Termin und die korrekte Sitzplatzkategorie überprüfen.
👨👩👧 Altersangaben und besondere Hinweise
Für La Calisto spricht die Staatsoper eine Altersempfehlung ab 14 Jahren aus. Die Aufführung dauert ungefähr drei Stunden und 15 Minuten und enthält Stroboskoplicht. Für empfindliche Besucher beziehungsweise Menschen mit entsprechender gesundheitlicher Gefährdung ist dieser Hinweis besonders wichtig.
Am 21. November wird La Calisto ausdrücklich als Familienvorstellung geführt. Die Bezeichnung ersetzt allerdings nicht die Altersempfehlung der Produktion. Familien sollten bei der Auswahl berücksichtigen, dass sich die Themen der Oper und die längere Spieldauer eher für ältere Kinder und Jugendliche eignen.
♿ Barrierefreiheit und Begleitpersonen
Die Staatsoper Unter den Linden ist barrierefrei zugänglich. Rollstuhlplätze befinden sich im Parkett sowie in verschiedenen Rängen. Aufzüge verbinden die Etagen, barrierefreie Toiletten sind ebenfalls vorhanden.
Besucher mit einem Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen B erhalten unter den vorgesehenen Bedingungen eine kostenlose Eintrittskarte für ihre Begleitperson. Rollstuhlplätze werden nicht über den allgemeinen Online-Saalplan verkauft und müssen direkt bei der Staatsoper gebucht werden.
Barrierefreie Ticketbuchung: Telefon 030 20 35 45 55 oder E-Mail an tickets@staatsoper-berlin.de.
Anfahrt zur Staatsoper Unter den Linden in Berlin-Mitte
Die Staatsoper befindet sich an der Adresse Unter den Linden 7, 10117 Berlin, direkt am Bebelplatz. Durch ihre zentrale Lage ist sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Für Abendvorstellungen empfiehlt sich besonders die Anreise mit der U-Bahn.
🚆 ÖPNV: U5 Museumsinsel und Unter den Linden
Die U-Bahn-Linie U5 hält an der Station Museumsinsel, von der aus die Staatsoper in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist. Auch die Station Unter den Linden mit den Linien U5 und U6 liegt in der Nähe. Weitere Verbindungen bestehen über die U2 am Hausvogteiplatz.
Mit der S-Bahn kann der Bahnhof Friedrichstraße genutzt werden. Dort halten mehrere Linien, darunter S1, S2, S5, S7, S25 und S75. Der Fußweg zur Staatsoper dauert ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten.
Direkt an der Staatsoper halten außerdem Busse der Linien 100, 245 und 300. Vor dem Opernbesuch sollten aktuelle Fahrplanänderungen und mögliche Einschränkungen geprüft werden, besonders bei späten Vorstellungen.
🚗 Auto: Parkgarage unter dem Bebelplatz
Für Autofahrer steht die Q-Park-Tiefgarage Unter den Linden/Staatsoper zur Verfügung. Die Zufahrt erfolgt über die Behrenstraße. Von der Garage besteht ein direkter, barrierefreier Zugang zum Opernhaus.
Für Abendbesucher bietet die Parkgarage einen speziellen Theatertarif. Bei vorzeitiger Onlinebuchung kostet dieser sieben Euro, bei Zahlung am Automaten vor Ort zehn Euro. Die Bedingungen gelten für eine Einfahrt ab 17:30 Uhr und eine Ausfahrt bis 23:30 Uhr.
Wer tagsüber anreist oder länger in Berlin-Mitte bleiben möchte, sollte den regulären Parktarif prüfen. Rund um den Bebelplatz sind öffentliche Stellplätze begrenzt, weshalb die Anreise mit U-Bahn und Bus in vielen Fällen die einfachere Alternative ist.
🚲 Fahrrad: Zentraler Standort am Bebelplatz
Die Staatsoper lässt sich aus vielen Berliner Innenstadtbezirken gut mit dem Fahrrad erreichen. Besonders aus Mitte, Kreuzberg, Tiergarten und Prenzlauer Berg ist die Anfahrt je nach Strecke eine praktische Alternative. Fahrräder müssen außerhalb des Opernhauses an geeigneten Abstellmöglichkeiten angeschlossen werden.
Im November wird es bereits am späten Nachmittag dunkel. Deshalb sollten Radfahrer auf funktionierende Beleuchtung und gegebenenfalls wetterfeste Kleidung achten. Auch der Verkehr rund um Unter den Linden, Französische Straße und Behrenstraße sollte bei der Streckenplanung berücksichtigt werden.
💡 Dennis’ Tipp: Welche Vorstellung lohnt sich besonders?
Für Besucher, die Barockmusik bisher kaum kennen, würde ich besonders La Calisto und L’incoronazione di Poppea in Betracht ziehen. Beide Werke erzählen von menschlichen Leidenschaften, Intrigen und Machtverhältnissen, die auch heute noch verständlich sind. Gleichzeitig bieten die Inszenierungen sehr unterschiedliche Zugänge zu historischer Musik.
Meine erste Wahl wäre La Calisto in der Neuinszenierung von Stefan Herheim. Die Verbindung aus barocker Mythologie, fantasievollen Bühnenbildern und dem besonderen Klang von Christina Pluhars Ensemble L’Arpeggiata verspricht einen ungewöhnlichen Opernabend. Außerdem gibt es nach der ausverkauften Premiere noch weitere buchbare Termine.
Wer lieber einen kürzeren und weniger klassischen Einstieg sucht, könnte den Apollo-Salon am 8. November ausprobieren. Die Verbindung von Barockarien und Poetry Slam ist besonders interessant, weil sie historische Musik mit heutigen Texten konfrontiert. Für einen ersten Eindruck vom musikalischen Kosmos der Barocktage ist das eine spannende Alternative.
Einen weiteren Tipp habe ich für alle, die einen Opernabend mit einer Führung durch die Handlung verbinden möchten: 45 Minuten vor Beginn an einer Werkeinführung teilnehmen. Bei unbekannten Stücken macht das einen deutlichen Unterschied, weil sich die Figuren und musikalischen Zusammenhänge später leichter einordnen lassen.
📌 Faktenbox: Barocktage Berlin 2026
Veranstaltung: Barocktage 2026
Zeitraum: 7. bis 27. November 2026
Veranstalter: Staatsoper Unter den Linden
Intendanz: Elisabeth Sobotka
Hauptspielstätte: Staatsoper Unter den Linden
Weitere Spielstätte: Apollosaal
Adresse: Unter den Linden 7, 10117 Berlin-Mitte
Eröffnungskonzert: Samstag, 7. November, 20:00 Uhr
Eröffnungskünstler: Rolando Villazón, Christina Pluhar, L’Arpeggiata und weitere Solisten
Opernpremiere: La Calisto, 8. November, 18:00 Uhr
Regie La Calisto: Stefan Herheim
Titelrolle La Calisto: Vera-Lotte Boecker
Orfeo ed Euridice: 12. und 14. November mit Cecilia Bartoli
L’incoronazione di Poppea: 20., 22., 24. und 26. November
Poppea: Anna Prohaska
Dido & Aeneas: 25. und 27. November
Inszenierung Dido & Aeneas: Sasha Waltz
Weitere Konzerte: Lamento mirabile, Monteverdi a solo, Wonder Women
Sonderformat: Apollo-Salon III am 8. November, 11:00 Uhr
Ticketstatus: Mehrere Vorstellungen ausverkauft; Karten für ausgewählte Termine erhältlich
Apollo-Salon Onlinepreis: 22 Euro einschließlich regulärer Systemgebühr
Ticketpreise Oper: Abhängig von Aufführung und Sitzplatzkategorie
Werkeinführungen: Bei ausgewählten Opern 45 Minuten vor Beginn im Apollosaal
Sprache La Calisto: Italienisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Altersempfehlung La Calisto: Ab 14 Jahren
Garderobe: Kostenlos
Barrierefreiheit: Rollstuhlplätze, Aufzüge, barrierefreie Toiletten und Begleitpersonenregelung
Nächste U-Bahn: Museumsinsel (U5)
Weitere U-Bahn: Unter den Linden (U5, U6)
Parkgarage: Q-Park Unter den Linden/Staatsoper, Einfahrt Behrenstraße
Tickettelefon: 030 20 35 45 55
Offizieller Spielplan und Tickets: Barocktage 2026
❓ FAQ zu den Barocktagen Berlin 2026
Wann finden die Barocktage Berlin 2026 statt?
Die Barocktage finden vom 7. bis 27. November 2026 an der Staatsoper Unter den Linden statt. Das Festival verbindet große Opernproduktionen mit Konzerten und weiteren musikalischen Veranstaltungen.
Welche Künstler treten bei den Barocktagen auf?
Zu den bekanntesten Künstlern gehören Cecilia Bartoli, Rolando Villazón, Vera-Lotte Boecker, Anna Prohaska, Raffaele Pe und Christina Pluhar. Außerdem wirken die Akademie für Alte Musik Berlin und weitere spezialisierte Ensembles mit.
Gibt es noch Tickets für die Barocktage 2026?
Ja, für verschiedene Vorstellungen von La Calisto und L’incoronazione di Poppea werden Tickets angeboten. Mehrere andere Veranstaltungen, darunter die Auftritte mit Cecilia Bartoli, das Eröffnungskonzert und Dido & Aeneas, sind aktuell ausverkauft.
Wann singt Cecilia Bartoli in Berlin?
Cecilia Bartoli ist am 12. und 14. November 2026 in Glucks Orfeo ed Euridice zu erleben. Beide Vorstellungen beginnen um 19:30 Uhr und sind derzeit ausverkauft.
Wann findet die Premiere von La Calisto statt?
Die Premiere findet am Sonntag, 8. November, um 18 Uhr statt. Weitere Vorstellungen folgen am 13., 15., 18. und 21. November. Die Premiere ist ausverkauft, für spätere Termine gibt es noch Ticketangebote.
Was kosten Eintrittskarten für die Barocktage?
Die Preise unterscheiden sich je nach Veranstaltung und Sitzplatz. Für den Apollo-Salon am 8. November kostet ein reguläres Online-Ticket einschließlich Systemgebühr 22 Euro. Bei den großen Opernproduktionen gibt es mehrere Preiskategorien.
Welche Vorstellungen eignen sich für Operneinsteiger?
La Calisto und L’incoronazione di Poppea bieten interessante Zugänge zu den Geschichten und musikalischen Besonderheiten der Barockoper. Der Apollo-Salon verbindet klassische Arien mit Poetry Slam und ist ebenfalls ein guter Einstieg.
Gibt es Werkeinführungen vor den Aufführungen?
Ja. Bei verschiedenen Opernproduktionen beginnen die Werkeinführungen jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal. Besucher erhalten dort Informationen zur Musik, Handlung und Inszenierung.
Gibt es eine Kleiderordnung in der Staatsoper?
Nein, eine formelle Kleiderordnung gibt es nicht. Gepflegte Abendkleidung ist üblich, aber weder Anzug noch festliche Garderobe sind vorgeschrieben.
Ist die Staatsoper barrierefrei?
Ja. Das Opernhaus verfügt über Rollstuhlplätze, Aufzüge und barrierefreie Toiletten. Rollstuhlplätze sowie Begleitpersonenkarten sollten direkt beim Ticketservice der Staatsoper gebucht werden.
Wie erreiche ich die Staatsoper Unter den Linden?
Die U5 bis Museumsinsel ist eine bequeme Möglichkeit. Alternativ können Besucher die U-Bahn-Station Unter den Linden oder den S-Bahnhof Friedrichstraße nutzen. Die Staatsoper befindet sich am Bebelplatz in Berlin-Mitte.









