Assefa und Adola triumphieren beim Berlin-Marathon 2026
Der BMW Berlin-Marathon 2026 hat am Sonntag mit einem neuen Streckenrekord bei den Frauen und außergewöhnlich schnellen Zeiten bei den Männern geendet. Tigst Assefa gewann das Frauenrennen in 2:11:04 Stunden und verbesserte damit ihre eigene Berliner Bestmarke deutlich. Bei den Männern setzte sich Guye Adola in 2:02:50 Stunden durch.
Auch aus deutscher Sicht gab es starke Ergebnisse: Haftom Weldaj erreichte als schnellster Deutscher das Ziel in 2:08:25 Stunden. Bei den Frauen war Anna Langerwisch nach den zunächst veröffentlichten Daten des Veranstalters mit vorläufig 2:27:31 Stunden die schnellste Deutsche. Bereits vor dem großen Läuferfeld waren zudem die Entscheidungen bei den Handbikern und Rennrollstuhlfahrern gefallen.
Update vom 27. September 2026, 12:38 Uhr
⚡ Kurz zusammengefasst
Tigst Assefa hat den BMW Berlin-Marathon 2026 in 2:11:04 Stunden gewonnen und ihren eigenen Streckenrekord aus dem Jahr 2023 um 49 Sekunden verbessert. Lange lag die Äthiopierin sogar auf Weltrekordkurs, bevor sie auf den letzten Kilometern offenbar muskuläre Probleme bekam. Guye Adola gewann das Männer-Rennen in 2:02:50 Stunden. Schnellster Deutscher wurde Haftom Weldaj in 2:08:25 Stunden, bei den Frauen lag Anna Langerwisch mit vorläufig 2:27:31 Stunden an der Spitze der deutschen Wertung. Die Handbike-Rennen gewannen Daniel Ulmann und Anne Vosgerau, bei den Rennrollstuhlfahrern siegten Marcel Hug und Catherine Debrunner.
Tigst Assefa verbessert ihren eigenen Berliner Streckenrekord
Tigst Assefa hat beim Berlin-Marathon erneut eine herausragende Leistung gezeigt. Die Äthiopierin erreichte das Ziel nach 2:11:04 Stunden und stellte damit einen neuen Streckenrekord der Frauen auf.
Die bisherige Berliner Bestmarke gehörte ebenfalls Assefa. 2023 war sie auf dem schnellen Kurs durch die Hauptstadt 2:11:53 Stunden gelaufen. Damals bedeutete die Zeit gleichzeitig einen neuen Weltrekord.
Drei Jahre später war Assefa nun nochmals 49 Sekunden schneller. Zum aktuellen Weltrekord von 2:09:56 Stunden fehlte ihr am Ende allerdings etwas mehr als eine Minute.
Assefa liegt bis kurz vor dem Ziel auf Weltrekordkurs
Zeitweise sah es sogar danach aus, als könnte Berlin einen weiteren Marathon-Weltrekord erleben. Assefa passierte die Marke von 30 Kilometern nach 1:32:15 Stunden. Die damalige Hochrechnung deutete auf eine Zielzeit von ungefähr 2:09:45 Stunden hin.
Bei Kilometer 35 stand eine Zwischenzeit von 1:47:32 Stunden. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine mögliche Endzeit von etwa 2:09:38 Stunden berechnet – 18 Sekunden schneller als der bestehende Weltrekord. Auch vier Kilometer vor dem Ziel lag Assefa laut Liveticker noch rund 18 Sekunden auf Weltrekordkurs.
Selbst bei Kilometer 39 wurde noch eine mögliche Zielzeit von rund 2:09:41 Stunden prognostiziert. Auf den letzten Kilometern änderte sich das Rennen jedoch dramatisch.
Muskelprobleme stoppen die Weltrekordjagd
Auf den letzten rund zwei Kilometern bekam Assefa offenbar muskuläre Probleme. Im Liveticker wurde berichtet, dass sie sichtbar unrund lief und zeitweise humpelte.
Damit war der Weltrekord nicht mehr erreichbar. Assefa kämpfte sich dennoch ins Ziel und sicherte sich mit 2:11:04 Stunden souverän den Sieg und den neuen Berliner Streckenrekord.
Besonders bemerkenswert: Nach den Angaben des offiziellen Livetickers ist die Zeit gleichzeitig die drittschnellste Marathonzeit einer Frau überhaupt. Aus einem beinahe gelungenen Weltrekordversuch wurde damit dennoch eine der außergewöhnlichsten Leistungen des Marathon-Sonntags.
Bedatu Hirpa und Dera Dida komplettieren das Frauen-Podium
Hinter Assefa entwickelte sich ein äußerst knappes Rennen um die weiteren Podiumsplätze. Bedatu Hirpa aus Äthiopien erreichte das Ziel in 2:16:53 Stunden und belegte Platz zwei.
Nur zwei Sekunden später folgte ihre Landsfrau Dera Dida. Sie wurde in 2:16:55 Stunden Dritte.
Damit gingen alle drei Podiumsplätze im Frauenrennen nach Äthiopien.
Top 3 Frauen
1. Tigst Assefa: Äthiopien – 2:11:04 Stunden
2. Bedatu Hirpa: Äthiopien – 2:16:53 Stunden
3. Dera Dida: Äthiopien – 2:16:55 Stunden
Guye Adola gewinnt in 2:02:50 Stunden
Auch bei den Männern ging der Sieg nach Äthiopien. Guye Adola gewann den BMW Berlin-Marathon in 2:02:50 Stunden und setzte sich damit gegen ein hochklassiges internationales Feld durch.
Für Adola ist es bereits der zweite Sieg in Berlin. 2021 hatte er den Marathon in der Hauptstadt ebenfalls gewonnen. Seine bisherige persönliche Bestleistung lag bei 2:03:46 Stunden, die er 2017 ebenfalls in Berlin gelaufen war.
Mit 2:02:50 Stunden verbesserte Adola seine persönliche Bestzeit nun deutlich und blieb erstmals unter der Marke von 2:03 Stunden.

Drei Männer bleiben unter 2:04 Stunden
Hinter Adola belegte Gemechu Dida Diriba aus Äthiopien den zweiten Platz. Er erreichte das Ziel nach 2:03:19 Stunden und lag damit nur 29 Sekunden hinter dem Sieger.
Dritter wurde der Tansanier Gabriel Gerald Geay mit 2:03:59 Stunden. Damit blieben alle drei Männer auf dem Podium unter 2:04 Stunden.
Bereits während der Schlussphase hatte sich abgezeichnet, dass Adola das stärkste Finish der Spitzengruppe besitzen würde. Noch im letzten Rennabschnitt lag sein Vorsprung auf Diriba nur im Sekundenbereich.
Top 3 Männer
1. Guye Adola: Äthiopien – 2:02:50 Stunden
2. Gemechu Dida Diriba: Äthiopien – 2:03:19 Stunden
3. Gabriel Gerald Geay: Tansania – 2:03:59 Stunden
Haftom Weldaj ist schnellster Deutscher
Auch die deutschen Männer sorgten für starke Zeiten. Haftom Weldaj war mit 2:08:25 Stunden der schnellste deutsche Läufer beim Berlin-Marathon 2026.
Schon bei Kilometer 35 führte Weldaj die deutsche Wertung mit einer Zwischenzeit von 1:45:48 Stunden an. Hinter ihm lagen Aaron Bienenfeld und Sebastian Hendel, die bis zum Ziel ebenfalls unter der Marke von 2:10 Stunden blieben.
Aaron Bienenfeld erreichte das Ziel nach 2:09:18 Stunden. Sebastian Hendel folgte in 2:09:50 Stunden.
Die schnellsten deutschen Männer
1. Haftom Weldaj: 2:08:25 Stunden
2. Aaron Bienenfeld: 2:09:18 Stunden
3. Sebastian Hendel: 2:09:50 Stunden
Anna Langerwisch ist schnellste deutsche Frau
Bei den Frauen war Anna Langerwisch nach den zunächst veröffentlichten Daten des offiziellen Livetickers die schnellste Deutsche. Ihre vorläufige Zielzeit wurde mit 2:27:31 Stunden angegeben.
Bereits während des Rennens hatte sich ihre starke Position abgezeichnet. Die Marke von 30 Kilometern passierte Langerwisch nach 1:44:06 Stunden, bei Kilometer 35 stand eine Zwischenzeit von 2:02:08 Stunden.
Da der Veranstalter die Zielzeit zunächst ausdrücklich als inoffiziell bezeichnete, bleibt die endgültige Bestätigung über die offizielle Ergebnisliste abzuwarten.
Ulmann und Vosgerau gewinnen die Handbike-Rennen
Noch bevor das große Läuferfeld durch die Hauptstadt zog, fielen die Entscheidungen bei den Handbikern. Bei den Männern setzte sich Daniel Ulmann vom AdViva Handbike u Achilles durch.
Der Deutsche gewann in 1:01:21 Stunden. Zweiter wurde der Däne Michael Jørgensen in 1:04:30 Stunden, Rang drei belegte Konstantin Linder von der TSG Söflingen in 1:08:45 Stunden.
Auch bei den Frauen gab es einen deutschen Sieg. Anne Vosgerau vom AdViva Handbike gewann in 1:08:50 Stunden. Die Brasilianerin Jady Malavazzi erreichte in 1:14:22 Stunden Platz zwei.
Marcel Hug verteidigt seinen Berliner Titel
Bei den Rennrollstuhlfahrern setzte sich erneut Marcel Hug durch. Der Schweizer Vorjahressieger gewann das Männer-Rennen in 1:23:28 Stunden.
Auf Platz zwei folgte Sho Watanabe aus Japan in 1:29:26 Stunden. Der Niederländer Lito King Anker erreichte ebenfalls nach 1:29:26 Stunden das Ziel und wurde Dritter.
Hug gewann damit erneut mit deutlichem Vorsprung und setzte seine erfolgreiche Berliner Bilanz fort.
Catherine Debrunner gewinnt bei den Frauen
Auch im Rennrollstuhl-Wettbewerb der Frauen ging der Sieg in die Schweiz. Catherine Debrunner gewann in 1:35:01 Stunden.
Ihre Landsfrau Manuela Schär belegte in 1:41:53 Stunden Rang zwei. Dritte wurde die Britin Eden Rainbow Cooper in 1:44:51 Stunden.
Damit gingen beide Rennrollstuhl-Siege beim Berlin-Marathon 2026 an die Schweiz.
Berlin bestätigt erneut seinen Ruf als schnelle Marathonstrecke
Der Berlin-Marathon gehört seit Jahrzehnten zu den schnellsten Straßenrennen der Welt. Der flache Kurs und meist günstige Bedingungen haben in der Vergangenheit zahlreiche Weltrekorde ermöglicht.
Auch 2026 bestätigte das Rennen diesen Ruf. Assefa verbesserte ihren eigenen Frauen-Streckenrekord deutlich und lag bis kurz vor dem Ziel sogar auf Weltrekordkurs. Adola lief mit 2:02:50 Stunden ebenfalls eine außergewöhnlich schnelle Zeit.
Der Streckenrekord der Männer bleibt allerdings bestehen. Eliud Kipchoge lief 2022 in Berlin 2:01:09 Stunden. Bei den Frauen steht die neue Berliner Bestmarke nun bei 2:11:04 Stunden.
Mehr als 56.000 Läufer beim Berlin-Marathon 2026
Für den Marathon am Sonntag waren mehr als 56.000 Läufer angekündigt. Während die Entscheidungen der Elite bereits am Vormittag gefallen waren, blieb ein großer Teil des Feldes noch mehrere Stunden auf dem 42,195 Kilometer langen Kurs unterwegs.
Die Strecke führt durch zahlreiche Berliner Bezirke und endet traditionell im Bereich des Brandenburger Tors. Für die meisten Teilnehmer geht es dabei weniger um Spitzenzeiten als um persönliche Bestleistungen und das Erlebnis eines der größten Marathonrennen der Welt.
Über das gesamte Veranstaltungswochenende hinweg waren rund 84.000 Teilnehmer aus 162 Nationen für die unterschiedlichen Wettbewerbe angekündigt.

Ergebnisse und Live-Tracking beim Berlin-Marathon
Wer nach der Zeit eines bestimmten Läufers sucht, findet die individuellen Ergebnisse über die offizielle Ergebnisübersicht und das Live-Tracking des BMW Berlin-Marathons.
Neben der Zielzeit lassen sich dort auch Zwischenzeiten während des Rennens nachvollziehen. Gerade am Veranstaltungstag können einzelne Zeiten unmittelbar nach dem Zieleinlauf zunächst noch als vorläufig geführt werden.
Die endgültigen Ergebnislisten werden im Laufe des Tages vervollständigt und bestätigt.
Verkehr und Sperrungen bleiben am Sonntag ein Thema
Auch nachdem die Elite das Ziel erreicht hat, bleibt der Berlin-Marathon im Berliner Straßenverkehr deutlich spürbar. Solange große Teilnehmergruppen noch unterwegs sind, bleiben zahlreiche Abschnitte der Strecke gesperrt.
Besonders im Bereich Tiergarten, Mitte und rund um das Brandenburger Tor ist weiterhin mit Einschränkungen zu rechnen. Die einzelnen Straßen werden erst nach dem Durchlauf des Feldes und den notwendigen Abbauarbeiten schrittweise wieder freigegeben.
Für Fahrten durch die Innenstadt sind S- und U-Bahn am Marathon-Sonntag deshalb in vielen Fällen die unkompliziertere Alternative zum Auto.
💡 Dennis’ Tipp
Wer einen Freund, Kollegen oder Familienangehörigen beim Berlin-Marathon verfolgt, sollte neben der erwarteten Zielzeit auch die Zwischenzeiten im offiziellen Live-Tracking im Blick behalten. Dadurch lässt sich schon während des Rennens gut erkennen, ob das geplante Tempo gehalten wird.
Für den Weg zum Zielbereich oder zurück nach Hause würde ich heute möglichst auf S- und U-Bahn setzen. Durch Streckensperrungen und die schrittweise Verkehrsfreigabe kann eine Autofahrt durch die Innenstadt deutlich länger dauern als gewöhnlich.
📌 Faktenbox: Berlin-Marathon 2026
Veranstaltung: BMW Berlin-Marathon 2026
Datum: Sonntag, 27. September 2026
Ort: Berlin
Distanz: 42,195 Kilometer
Siegerin Frauen: Tigst Assefa
Zeit: 2:11:04 Stunden
Besonderheit: Neuer Berliner Streckenrekord
2. Frauen: Bedatu Hirpa – 2:16:53 Stunden
3. Frauen: Dera Dida – 2:16:55 Stunden
Sieger Männer: Guye Adola
Zeit: 2:02:50 Stunden
2. Männer: Gemechu Dida Diriba – 2:03:19 Stunden
3. Männer: Gabriel Gerald Geay – 2:03:59 Stunden
Schnellster Deutscher: Haftom Weldaj – 2:08:25 Stunden
2. Deutscher: Aaron Bienenfeld – 2:09:18 Stunden
3. Deutscher: Sebastian Hendel – 2:09:50 Stunden
Schnellste Deutsche: Anna Langerwisch – vorläufig 2:27:31 Stunden
Sieger Handbike Männer: Daniel Ulmann – 1:01:21 Stunden
Siegerin Handbike Frauen: Anne Vosgerau – 1:08:50 Stunden
Sieger Rennrollstuhl Männer: Marcel Hug – 1:23:28 Stunden
Siegerin Rennrollstuhl Frauen: Catherine Debrunner – 1:35:01 Stunden
Bisheriger Frauen-Streckenrekord: Tigst Assefa – 2:11:53 Stunden, 2023
Neuer Frauen-Streckenrekord: Tigst Assefa – 2:11:04 Stunden, 2026
Frauen-Weltrekord: 2:09:56 Stunden
Männer-Streckenrekord: Eliud Kipchoge – 2:01:09 Stunden, 2022
Marathon-Teilnehmer: mehr als 56.000 angekündigt
❓ FAQ zum Berlin-Marathon 2026
Wer hat den Berlin-Marathon 2026 gewonnen?
Bei den Männern gewann Guye Adola aus Äthiopien in 2:02:50 Stunden. Das Frauenrennen entschied seine Landsfrau Tigst Assefa in 2:11:04 Stunden für sich.
Hat Tigst Assefa einen neuen Streckenrekord aufgestellt?
Ja. Assefa gewann in 2:11:04 Stunden und verbesserte ihren eigenen Berliner Streckenrekord aus dem Jahr 2023 um 49 Sekunden.
War Tigst Assefa auf Weltrekordkurs?
Ja. Noch wenige Kilometer vor dem Ziel lag Assefa nach den Hochrechnungen unter der bestehenden Weltrekordzeit. Bei Kilometer 35 wurde beispielsweise eine mögliche Zielzeit von etwa 2:09:38 Stunden errechnet. Auf den letzten Kilometern bekam sie jedoch offenbar muskuläre Probleme.
Wie schnell war Guye Adola?
Guye Adola gewann den Berlin-Marathon 2026 in 2:02:50 Stunden. Damit stellte der Äthiopier zugleich eine neue persönliche Bestzeit auf.
Wer war der schnellste Deutsche beim Berlin-Marathon 2026?
Haftom Weldaj war in 2:08:25 Stunden der schnellste deutsche Mann. Dahinter folgten Aaron Bienenfeld in 2:09:18 Stunden und Sebastian Hendel in 2:09:50 Stunden.
Wer war die schnellste deutsche Frau?
Nach den zunächst veröffentlichten Angaben war Anna Langerwisch mit vorläufig 2:27:31 Stunden die schnellste deutsche Frau. Die endgültige Bestätigung der Zeit erfolgt über die offizielle Ergebnisliste.
Wer gewann die Handbike-Rennen?
Bei den Männern gewann Daniel Ulmann in 1:01:21 Stunden. Das Frauenrennen entschied Anne Vosgerau in 1:08:50 Stunden für sich.
Wer gewann die Rennrollstuhl-Rennen?
Bei den Männern siegte Marcel Hug in 1:23:28 Stunden. Bei den Frauen gewann Catherine Debrunner in 1:35:01 Stunden.
Wo gibt es die Ergebnisse des Berlin-Marathons 2026?
Die individuellen Ziel- und Zwischenzeiten werden über die offizielle Ergebnisübersicht und das Live-Tracking des BMW Berlin-Marathons veröffentlicht.











