Am 17. Mai öffnen Berliner Museen, Gedenkstätten und Kulturorte ihre Türen – mit Aktionen für Familien, Kunstfans, Geschichtsinteressierte und neugierige Entdecker
Am Sonntag, den 17. Mai 2026, wird Berlin wieder zur großen Museumsstadt. Zum Internationalen Museumstag 2026 laden zahlreiche Häuser, Sammlungen, Gedenkstätten und Kulturorte dazu ein, ihre Ausstellungen neu zu entdecken, hinter die Kulissen zu schauen, an Führungen teilzunehmen, Workshops zu besuchen oder einfach einmal ein Museum auszuprobieren, das schon lange auf der persönlichen Liste steht.
Das diesjährige Motto lautet „Museen als Brückenbauer / Museums uniting a divided world“. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft lauter, härter und fragmentierter werden, rückt der Aktionstag die besondere Rolle von Museen in den Mittelpunkt: Sie bewahren nicht nur Objekte, Kunstwerke und Erinnerungen, sondern schaffen Räume für Begegnung, Austausch, Bildung, Perspektivwechsel und gemeinsames Nachdenken.
Auch in Berlin ist das Programm bemerkenswert vielfältig. Viele Einrichtungen bieten freien Eintritt, andere reduzierte Preise, Sonderführungen, Familienaktionen, Workshops, Stadtspaziergänge, Kreativangebote, Musik, digitale Entdeckungstouren oder besondere Einblicke in Ausstellungen. Von Kunst und Design über Technik, Naturkunde, Film, DDR-Geschichte, jüdische Kultur, Stadtgeschichte, NS-Erinnerungsorte, Urban Art und Schlosslandschaften bis hin zu Museen für Kinder und Familien reicht die Bandbreite.
Kurz zusammengefasst
Der Internationale Museumstag 2026 findet am Sonntag, den 17. Mai 2026, statt. In Berlin beteiligen sich zahlreiche Museen, Gedenkstätten und Kulturorte mit Sonderprogrammen, Führungen, Workshops, Familienangeboten und vielfach freiem Eintritt. Das Motto lautet „Museen als Brückenbauer / Museums uniting a divided world“. Die Aktionen zeigen Museen als Orte des kulturellen Austauschs, der Erinnerung, der Bildung und der gesellschaftlichen Verständigung.
🏛️ Warum der Internationale Museumstag 2026 so gut zu Berlin passt
Berlin ist eine Stadt der Museen. Aber sie ist auch eine Stadt der Brüche, Übergänge und Widersprüche. Genau deshalb passt das Motto des Internationalen Museumstags 2026 so gut zur Hauptstadt. Museen erzählen hier nicht nur Kunstgeschichte oder präsentieren schöne Objekte. Sie verhandeln auch Fragen von Erinnerung, Migration, Teilung, Demokratie, Gewalt, Stadtentwicklung, Identität, Technik, Natur, Zukunft und gesellschaftlichem Zusammenleben.
Ob im Deutschen Historischen Museum, im Jüdischen Museum Berlin, im Tränenpalast, im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, in der Berlinischen Galerie, im Museum für Naturkunde, im Futurium, im Deutschen Technikmuseum oder in kleineren Häusern wie dem Museum Knoblauchhaus, dem Mitte Museum oder dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge: Überall geht es darum, Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch zu bringen.
Der Museumstag ist damit mehr als ein „Tag der offenen Tür“. Er ist eine Einladung, Museen nicht als stille Räume zu betrachten, sondern als lebendige Orte, an denen Stadtgesellschaft verhandelt wird.
🎨 Kunst, Gegenwart und visuelle Kultur
Berlinische Galerie
Die Berlinische Galerie widmet sich Kunst, Fotografie und Architektur von 1870 bis heute mit klarem Berlin-Bezug. Am Museumstag gibt es Führungen durch die Sammlung sowie durch die Ausstellung „Marc Brandenburg. 20th Century Debris“. Dabei stehen zentrale Werke, künstlerische Strömungen von Dada Berlin bis zur Gegenwart und urbane Bildwelten im Mittelpunkt.
Programm:
14:00 Uhr: Führung durch zentrale Werke der Sammlung
15:00 Uhr: Führung zu „Marc Brandenburg. 20th Century Debris“
Eintritt: ermäßigt 7,00 Euro für alle, unter 18 Jahren frei
Georg Kolbe Museum
Das Georg Kolbe Museum in Charlottenburg ist ein besonderer Ort für Skulptur, Architektur und Moderne. Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des Bildhauers Georg Kolbe liegt am Rand des Grunewalds und verbindet Kunst, Garten und Architektur des Neuen Bauens. Am Museumstag führt ein Rundgang durch die Ausstellung „Räume schaffen. Die Konstruktivistin Marlow Moss“ und ermöglicht einen näheren Blick auf ausgewählte Werke.
Programm:
15:00 Uhr: Führung durch die Ausstellung
Eintritt: Führung kostenfrei, Museumseintritt 10,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro
Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
Die Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank widmet sich 2026 dem Künstler und Lehrer Wolfgang Peuker. Anlässlich seines 25. Todestages zeigt die Ausstellung „Klasse in Weißensee! Wolfgang Peuker und seine Schüler:innen“ späte Werke des DDR-Künstlers sowie Arbeiten bekannter Schüler. Im Mittelpunkt steht Kunst als kritischer Kommentar zur Zeitgeschichte.
Eintritt: frei
PalaisPopulaire
Im PalaisPopulaire dreht sich alles um Schrift, Bild und Wahrnehmung. Die Ausstellung „Seeing Words, Reading Images“ untersucht Schreiben, Zeichen, Handschrift, Typografie und Kalligrafie in der Kunst. Ergänzend gibt es einen Workshop zur Brailleschrift, eine Lesung und eine Führung für blinde und sehbehinderte Menschen.
Programm:
11:00 Uhr: Workshop zu Brailleschrift für Kinder ab 6 Jahren
13:00 Uhr: Lesung zur Anthologie „Seht her – Poesie in Braille“
14:00 Uhr: Führung für blinde und sehbehinderte Menschen
Eintritt: frei
URBAN NATION Museum for Urban Contemporary Art
Das URBAN NATION in Schöneberg zeigt, wie Streetart, Graffiti und Urban Art den öffentlichen Raum prägen. Am Museumstag lädt ein Urban-Sketching-Workshop im „Sketch Circle“-Format dazu ein, eigene Buchstaben, Styles und Motive zu entwickeln. Dazu gibt es Musik von DJ Dejoe.
Programm:
14:00 Uhr: Urban-Sketching-Workshop
Eintritt: frei
🎬 Film, Design und Popkultur
Deutsche Kinemathek
Die Deutsche Kinemathek ist seit 2025 im E-Werk Berlin ansässig und widmet sich Filmgeschichte, Archivarbeit, Bildung und Filmkultur. Die Ausstellung „Inventing Queer Cinema“ stellt queeres Kino als normkritische und kreative Filmkultur in den Mittelpunkt. Berlin spielt dabei als Zentrum queerer Film- und Subkultur eine besondere Rolle.
Gezeigt werden Installationen, Objekte und Archivmaterialien, darunter auch Bestände aus der Filmverleihgeschichte. Für Filmfans, queere Kulturinteressierte und alle, die sich für Kino jenseits des Mainstreams interessieren, ist das einer der spannendsten Programmpunkte des Tages.
Eintritt: frei
Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge beschäftigt sich mit Alltagsobjekten, Design, Sachkultur und gesellschaftlichem Wandel. Im offenen Depot sind rund 15.000 Objekte zu sehen. Am Museumstag gibt es Führungen durch die Dauerausstellung sowie einen Familienworkshop zur Sonderausstellung „Gestalten für Berlin“, bei dem eigene kreative Berliner Bären entstehen.
Programm:
14:00 Uhr: Familienworkshop
14:00 Uhr: Führung auf Deutsch
15:00 Uhr: Führung auf Englisch
Eintritt: frei
Bröhan Museum
Das Bröhan Museum widmet sich Jugendstil, Art Déco, Funktionalismus und Designgeschichte. Am Museumstag tauchen Kinder in die Welt von Edward W. Godwin und Oscar Wilde ein und gestalten mit selbstgemachten Stempeln eigene Muster. Zusätzlich gibt es eine englischsprachige Führung mit Sammler Tony Geering.
Programm:
11:00 Uhr: Kinderworkshop
15:00 Uhr: Führung auf Englisch
Eintritt: Museum 9,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro, unter 18 Jahren frei; Führung kostenlos
🦖 Technik, Natur und Zukunft
Deutsches Technikmuseum
Das Deutsche Technikmuseum bietet eines der familienfreundlichsten Programme zum Museumstag. Von Schiffen über Eisenbahnen bis zu Flugzeugen gibt es viel zu entdecken. Dazu kommen ein Familienrundgang, ein Drop-in-Workshop in der Sonderausstellung „SuperCity 3000“, Experimente zu Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen sowie Modellschiffe auf dem Museumsteich.
Programm:
11:00 Uhr: Familienführung
ab 13:00 Uhr: Drop-in-Workshop „SuperCity 3000“
12:30, 14:00, 15:30 Uhr: „Frauen, die Wissen schaffen“
10:00–17:00 Uhr: Modellschiffe, Papierschiffe, Seemannsknoten und Schifffahrtspatent
Eintritt: frei
Museum für Naturkunde
Das Museum für Naturkunde zählt zu den beliebtesten Museen Berlins und ist gerade für Familien ein Klassiker. Am Museumstag können Besucher die Biodiversitätswand, die Entstehung des Universums und die großen Dinosaurier erleben. Die Sonderausstellung „ZUGvögel – Eine Sammlung in Bewegung“ verbindet Sammlungsgeschichte mit Fragen zum heutigen Umgang von Museen mit Forschung, Bewahrung und gesellschaftlichem Austausch.
Natürlich locken auch weiterhin die großen Publikumsmagnete: T. rex Tristan Otto, der Giraffatitan und der Archaeopteryx.
Eintritt: frei
Futurium
Das Futurium fragt nicht nur, wie Zukunft aussehen könnte, sondern auch, wie wir sie gestalten. Am Museumstag gibt es Führungen, Bauaktionen, eine Escape-Rallye und einen interaktiven Audiowalk durch das Regierungsviertel. Die Angebote verbinden Zukunftsszenarien, Demokratie, Ozeane, Rätsel und spielerische Wissensvermittlung.
Programm:
Escape-Rallye „Projekt Horizon“
Führung zu „Futures Literacy“ und „Ocean Futures“
15:30 Uhr: Audiowalk „Mission Possible“
Eintritt: teilweise frei, einzelne Angebote kostenpflichtig und mit Anmeldung
📜 Geschichte, Erinnerung und Demokratie
Deutsches Historisches Museum
Das Deutsche Historische Museum bietet am Museumstag ein umfangreiches Führungsprogramm. In der Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten“ geht es um Herkunft, Bedeutung und Wanderungen von Sammlungsobjekten vom Mittelalter bis heute. Ergänzend gibt es Familienführungen zur Sammlung und zur Beziehung zwischen Mensch und Natur. In der Sonderausstellung „Natur und deutsche Geschichte“ wird gezeigt, wie sich Naturvorstellungen über 800 Jahre verändert haben.
Programm:
12:00 Uhr: Führung „Objekte. Geschichte. Geschichten“ auf Deutsch
16:00 Uhr: Führung „Objekte. Geschichte. Geschichten“ auf Englisch
14:00 Uhr: Familienführung „Sammlung“
14:00 Uhr: Familienführung „Natur“
12:00 Uhr: Führung „Natur und deutsche Geschichte“ auf Englisch
16:00 Uhr: Führung „Natur und deutsche Geschichte“ auf Deutsch
Eintritt: frei
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Schöneweide gehört zu den wichtigsten Erinnerungsorten Berlins. Von einst rund 3.000 Berliner Zwangsarbeiterlagern ist nur dieses Lager baulich erhalten. Die Dauerausstellung „Alltag Zwangsarbeit 1938–1945“ macht sichtbar, wie verbreitet Zwangsarbeit im Nationalsozialismus war und wie stark der Alltag der verschleppten Menschen von rassistischer Hierarchie, Gewalt und Ausbeutung geprägt war.
Programm:
13:00 und 16:00 Uhr: Führungen auf Englisch
15:00 Uhr: Führung auf Deutsch
Eintritt: frei
Berliner Unterwelten-Museum
Das Berliner Unterwelten-Museum zeigt die Ausstellung „Hitlers Pläne für Berlin“. Thematisiert werden NS-Architektur, die ideologischen Ziele hinter den Bauprojekten, die Legenden um „Germania“ und die verbrecherischen Folgen dieser Stadtplanungsfantasien. Der Ort in der Zwischenebene des U-Bahnhofs Gesundbrunnen macht die Ausstellung zusätzlich besonders.
Letzter Einlass: 16:00 Uhr
Eintritt: frei
Historischer Ort Krumpuhler Weg
Am Historischen Ort Krumpuhler Weg in Tegel-Süd befand sich zwischen 1942 und 1945 ein großes NS-Zwangsarbeiterlager. Eine Führung erläutert die Geschichte des Geländes, die spätere Nutzung als Gartenarbeitsschule und die Bedeutung der erhaltenen Spuren.
Programm:
14:00 Uhr: Führung mit Dr. Bettina Bouresh
Treffpunkt: Eingang Billerbecker Weg 123 A, 13507 Berlin
Eintritt: frei
Lernort Keibelstraße
Der Lernort Keibelstraße am Alexanderplatz erinnert an die frühere Untersuchungshaftanstalt Berlin-Mitte der DDR. Bei einem Rundgang werden Haftbedingungen, Schicksale von Inhaftierten und die Geschichte des Ortes beleuchtet.
Programm:
13:30 Uhr: Führung durch das ehemalige Untersuchungsgefängnis
Eintritt: frei
Tränenpalast
Der Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße erinnert an die Ausreisehalle der DDR nach West-Berlin. Kaum ein anderer Ort macht die emotionale Seite der deutschen Teilung so greifbar. In Führungen durch die Dauerausstellung stehen biografische Beispiele, Originalobjekte, Flucht, Ausreise und persönliche Erinnerungen im Mittelpunkt.
Programm:
11:00 und 16:00 Uhr: Führungen
Eintritt: frei
Stiftung Berliner Mauer: East Side Gallery und Parlament der Bäume
An der East Side Gallery und am Parlament der Bäume verbinden sich Mauerreste, Kunst und Erinnerung. Am Museumstag können Besucher an der East Side Gallery selbst kreativ werden. Inspiriert von den Mauerbildern und dem Spree-Panorama entstehen eigene Arbeiten, begleitet von Austausch mit Guides.
Programm:
15:00–18:00 Uhr: Kreativangebot an der East Side Gallery
Eintritt: frei
Zitadelle Spandau
Auf der Zitadelle Spandau endet die Sonderausstellung „Spandau Prison. 1877–1987“ mit einer Finissage und Kuratorenführung. Die Ausstellung beleuchtet die vielschichtige Geschichte der Festung als Militärgefängnis, politische Haftanstalt und internationales Kriegsverbrechergefängnis. Zusätzlich gibt es Einblicke in die offenen Ateliers und Werkstätten im Künstlerhaus.
Programm:
12:00 Uhr: Finissage und Kuratorenführung zu „Spandau Prison. 1877–1987“
12:00 Uhr: Führung durch offene Ateliers und Werkstätten
Eintritt: frei
🕍 Jüdische Geschichte, Migration und Vielfalt
Jüdisches Museum Berlin
Das Jüdische Museum Berlin beteiligt sich mit Führungen zu Architektur, Dauerausstellung, Israel, Menschenrechten und deutsch-jüdischer Geschichte. Besonders eindrucksvoll ist die Architekturführung, die Holocaust-Turm, Garten des Exils und Voids als räumliche Erfahrungen historischer Brüche erfahrbar macht.
Programm:
11:00 Uhr: Architekturführung
13:00 Uhr: Führung durch die Dauerausstellung mit Fokus auf Israel und Diaspora
12:00 Uhr: Führung zu Menschenrechten auf Englisch
14:00 Uhr: Führung zu Menschenrechten auf Deutsch
Hinweis: Online-Anmeldung erforderlich
Eintritt: frei
Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
In der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum geht es um die Geschichte des Gebäudes von der Eröffnung über Zerstörung und Wiederaufbau bis in die Gegenwart. Zusätzlich beleuchtet eine Führung queere Perspektiven im Judentum, jüdische Lebensgeschichten und Regina Jonas, die als erste Rabbinerin weltweit Geschichte schrieb.
Programm:
11:00 Uhr: „Tohuwabohu unter der Kuppel!“ auf Deutsch
12:30 Uhr: Führung auf Englisch
14:00 Uhr: Queerness und Gender im Judentum
Eintritt: frei
Hugenottenmuseum
Das Hugenottenmuseum zeigt, wie stark die Hugenotten Berlin und Brandenburg geprägt haben. In der Familienwerkstatt können Samenkugeln gestaltet werden, während Führungen die Geschichte der Hugenotten als Teil europäischer Migrationsbewegungen erzählen. Zusätzlich ist die Panoramaplattform des Französischen Doms mit Sonderticket zugänglich.
Programm:
11:30–16:30 Uhr: Familienwerkstatt
12:00 und 14:00 Uhr: Führungen durch die Dauerausstellung
Panoramaplattform: Sonderticket 4,50 Euro
Eintritt Museum: frei
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde erzählt die Geschichte der Menschen, die zwischen 1949 und 1990 die DDR Richtung Bundesrepublik verließen. 1,35 Millionen passierten das Notaufnahmelager in Marienfelde. Am Museumstag gibt es eine Sprachcafé-Tafel, Führungen, Live-Handpan-Musik und die Videoinstallation „New Home“.
Programm:
12:00–15:30 Uhr: Sprachcafé-Tafel
13:00 Uhr: Führung zur Geschichte der Aufnahmeeinrichtung
14:30 Uhr: Führung zu Fluchtbewegungen aus der DDR
Begleitprogramm: Handpan-Musik und Videoinstallation
Eintritt: frei
🏙️ Stadtgeschichte und Berlin erleben
Museum Ephraim-Palais
Das Museum Ephraim-Palais lädt mit der Ausstellung „BerlinZEIT“ zu einer Reise durch die Berliner Stadtgeschichte ein. Multisensorische Stationen machen verschiedene Epochen erlebbar. Für Familien gibt es eine Führung im Sauseschritt durch die Geschichte Berlins.
Programm:
14:00 Uhr: Familienführung „Im Sauseschritt durch die BerlinZEIT“
Führung: 3,00 Euro
Eintritt: frei
Museum Nikolaikirche
Die Nikolaikirche ist eines der ältesten Bauwerke Berlins und heute Museum zur Stadt- und Kulturgeschichte. Neben der Dauerausstellung gibt es Interventionen zur Rolle historischer Gebäude als Ausstellungsorte. Audioguide und Kinderrallye erleichtern den Zugang.
Programm:
11:00 Uhr: Führung „Wer bestimmte in der Stadt?“
15:30 Uhr: Führung zur Geschichte der Nikolaikirche
Führungen: 5,00 beziehungsweise 3,00 Euro
Eintritt: frei
Museum Knoblauchhaus
Das Museum Knoblauchhaus im Nikolaiviertel zeigt Berliner Leben im Biedermeier. In originalgetreu eingerichteten Räumen geht es um die Kaufmannsfamilie Knoblauch, berühmte Gäste wie Humboldt und Schinkel sowie die Epoche zwischen 1815 und 1848.
Eintritt: frei
Mitte Museum
Das Mitte Museum widmet sich beim Museumstag der Frage, wie Straßennamen Geschichte erzählen. Ein Stadtspaziergang führt zu drei Stationen im Bezirk Mitte und beleuchtet unterschiedliche Biografien sowie gesellschaftliche Debatten um Erinnerung und Bewertung historischer Persönlichkeiten.
Programm:
15:00 Uhr: Führung zu Straßennamen und Erinnerungskultur
Treffpunkt: Lutherbrücke, 10557 Berlin
Eintritt: frei
Museum Reinickendorf
Das Museum Reinickendorf in der ehemaligen Dorfschule von Hermsdorf erzählt die Geschichte des Berliner Nordens vom Dorf zur Großstadt. Eine Führung gibt einen Überblick von der frühen Besiedlung über Mittelalter und Industrialisierung bis zu politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts.
Programm:
14:00 Uhr: Führung durch die Bezirksgeschichte
Eintritt: frei
Museum in der Kulturbrauerei
Das Museum in der Kulturbrauerei zeigt die Dauerausstellung „Alltag in der DDR“. Eine Führung fragt, wie Menschen in der DDR lebten, welche Träume Kinder hatten und wie Alltag zwischen Schule, Freizeit und Familie aussah. Ergänzend führt ein Kiezspaziergang für Familien durch Prenzlauer Berg und zeigt Spuren der DDR-Vergangenheit.
Programm:
14:00 Uhr: Führung durch „Alltag in der DDR“
15:00 Uhr: Kiezspaziergang für Familien
Eintritt: frei
Museumsdorf Düppel
Das Museumsdorf Düppel in Nikolassee zeigt ländliches Leben im Mittelalter. Die rekonstruierte Siedlung aus der Zeit um 1170 bis 1220 vermittelt Alltag, Landwirtschaft, Handwerk und Dorfleben. Am Museumstag gibt es eine Führung durch das Gelände.
Programm:
12:30 Uhr: Führung durch das Museumsdorf
Führung: 3,00 Euro, unter 6 Jahren frei
Eintritt: frei
🎼 Musik und Klang
Musikinstrumenten-Museum
Im Musikinstrumenten-Museum steht die Hammond-Orgel im Mittelpunkt. Der Experte Peter Becker erläutert Technik, Geschichte und Klang des legendären Instruments, das Jazz, Rock, Blues und Pop entscheidend geprägt hat. Beim Mitmachteil können Besucher selbst einfache Spieltechniken ausprobieren.
Programm:
12:00 Uhr: Entstehung und Funktionsweise der Hammond-Orgel
13:00 Uhr: Einfluss auf Jazz, Rock und Blues
14:00 Uhr: Hören und Mitmachen
Sprache: Deutsch und Englisch
Eintritt: 10,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro, unter 18 Jahren frei
🌳 Schlösser, Gärten und besondere Orte
Liebermann-Villa am Wannsee
Die Liebermann-Villa am Wannsee zählt zu den schönsten Kulturorten Berlins. Max Liebermann ließ die Villa 1909 errichten und verbrachte dort viele Sommer. Im Garten entstanden mehr als 200 Gemälde. Am Museumstag gibt es Führungen auf Englisch, Französisch und Türkisch.
Programm:
15:00 Uhr: Führung auf Englisch
15:30 Uhr: Führung auf Französisch
16:00 Uhr: Führung auf Türkisch
Treffpunkt: Museumsshop
Hinweis: Führung kostenfrei, reguläres Eintrittsticket erforderlich
Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Auch die Schlösser und Gärten in Berlin-Brandenburg beteiligen sich mit eigenen Angeboten. Auf der Pfaueninsel öffnet die historische Meierei, außerdem gibt es eine Inselführung und eine Familienführung mit Elfe Tana. Im Schlosspark Sanssouci wird eine Führung in Einfacher Sprache für blinde und sehbehinderte Menschen angeboten. Am Belvedere Pfingstberg erklingt ein Gitarrenkonzert in der Natur. Im Schlossmuseum Oranienburg gibt es Sonderführungen zu ausgewählten Kunstwerken.
Pfaueninsel:
10:00–17:00 Uhr: Sonderöffnung der Meierei
11:00 Uhr: Inselführung
14:00 Uhr: Familienführung mit Elfe Tana
Sanssouci:
14:30 Uhr: Führung in Einfacher Sprache für blinde und sehbehinderte Menschen
Belvedere Pfingstberg:
15:00 Uhr: Konzert mit dem Gitarrenduo Ilimitado
Schlossmuseum Oranienburg:
11:00, 12:00, 13:00 Uhr: Sonderführungen
👨👩👧 Museumstag mit Kindern: Die besten Familienangebote
Für Familien ist der Internationale Museumstag 2026 in Berlin besonders attraktiv. Viele Häuser verbinden freien Eintritt mit kindgerechten Führungen und Mitmachaktionen.
Besonders familienfreundlich wirken:
Deutsches Technikmuseum – Familienführung, Modellschiffe, Papierschiffe, Seemannsknoten und Zukunftsstadt-Workshop
Museum für Naturkunde – Dinosaurier, Biodiversität und große Naturthemen
Futurium – Rätsel, Rallyes, Zukunft und interaktive Angebote
Museum Ephraim-Palais – Berlin-Geschichte im Sauseschritt
Museum in der Kulturbrauerei – DDR-Alltag und Kiezspaziergang für Familien
Museumsdorf Düppel – Mittelalter zum Anfassen
Bröhan Museum – Kinderworkshop zu Mustern und Gestaltung
Werkbundarchiv – Museum der Dinge – eigene Berliner Bären gestalten
Hugenottenmuseum – Samenkugeln und Migrationsgeschichte
Pfaueninsel – Familienführung mit Elfe Tana
Mein Tipp für Familien: Nicht zu viele Häuser an einem Tag planen. Lieber ein großes Museum mit Mitmachangebot auswählen und danach noch Zeit für Park, Café oder Spaziergang lassen.
💡 Dennis’ Insider Tipp
Der Internationale Museumstag ist perfekt, um nicht nur die großen bekannten Häuser zu besuchen, sondern auch kleinere Orte neu zu entdecken. Natürlich sind das Museum für Naturkunde, das Deutsche Technikmuseum, das Jüdische Museum Berlin oder das DHM starke Klassiker. Aber besonders spannend finde ich am Museumstag oft die Orte, die man sonst leicht übersieht: Lernort Keibelstraße, Historischer Ort Krumpuhler Weg, Museum Knoblauchhaus, Museum Reinickendorf, Werkbundarchiv – Museum der Dinge oder die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde.
Gerade dort merkt man, wie vielfältig Berlins Museumslandschaft ist. Es geht nicht nur um große Sammlungen, sondern um Stadtgeschichte, persönliche Biografien, Alltagsobjekte, Orte der Erinnerung und Fragen, die bis heute nachwirken.
Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte auf jeden Fall vorher die Uhrzeiten prüfen und früh losgehen. Viele kostenlose Angebote sind beliebt – und bei Führungen oder Workshops kann es schnell voll werden.
Fazit: Berlin zeigt, wie lebendig Museen sein können
Der Internationale Museumstag 2026 macht in Berlin besonders deutlich, wie breit und lebendig die Museumslandschaft der Stadt ist. An einem einzigen Tag kann man Dinosaurier bestaunen, Filmgeschichte entdecken, über Zukunft nachdenken, Streetart zeichnen, DDR-Alltag erkunden, NS-Zwangsarbeit verstehen, jüdische Geschichte erleben, Schlossgärten besuchen, Stadtgeschichte erforschen oder eigene Designobjekte gestalten.
Das Motto „Museen als Brückenbauer“ ist dabei mehr als ein schöner Satz. Es beschreibt ziemlich genau, was Museen leisten können: Sie verbinden Vergangenheit und Gegenwart, Menschen und Perspektiven, Wissen und Erfahrung, Erinnerung und Zukunft.
Für Berliner und Besucher ist der 17. Mai 2026 deshalb eine wunderbare Gelegenheit, die Stadt über ihre Museen neu zu entdecken.
📌 Faktenbox: Internationaler Museumstag 2026 in Berlin
Event: Internationaler Museumstag 2026
Datum: Sonntag, 17. Mai 2026
Motto: Museen als Brückenbauer / Museums uniting a divided world
Ort: Berliner Museen, Gedenkstätten und Kulturorte
Programm: Führungen, Workshops, Familienangebote, Stadtspaziergänge, Sonderöffnungen, Ausstellungen und Mitmachaktionen
Eintritt: vielerorts frei, teilweise ermäßigt oder mit kostenpflichtigen Einzelangeboten
Für wen: Familien, Kunstfans, Geschichtsinteressierte, Berlin-Entdecker, Kinder, Jugendliche und Kulturinteressierte
Tipp: Vorab Uhrzeiten, Anmeldung und Eintrittsbedingungen der einzelnen Häuser prüfen
Stand: 8. Mai 2026
FAQ zum Internationalen Museumstag 2026 in Berlin
Wann findet der Internationale Museumstag 2026 statt?
Der Internationale Museumstag findet am Sonntag, den 17. Mai 2026, statt.
Was ist das Motto des Internationalen Museumstags 2026?
Das Motto lautet „Museen als Brückenbauer / Museums uniting a divided world“.
Ist der Eintritt in Berliner Museen am Museumstag frei?
Viele Berliner Museen und Gedenkstätten bieten am Internationalen Museumstag freien Eintritt. Einige Häuser haben ermäßigte Eintrittspreise oder kostenpflichtige Sonderangebote wie Führungen, Workshops oder spezielle Tickets.
Welche Berliner Museen machen mit?
Mit dabei sind unter anderem die Berlinische Galerie, das Deutsche Historische Museum, das Deutsche Technikmuseum, das Museum für Naturkunde, das Jüdische Museum Berlin, die Deutsche Kinemathek, das Futurium, das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, die Stiftung Berliner Mauer, die Zitadelle Spandau, das URBAN NATION und viele weitere Häuser.
Gibt es Angebote für Familien?
Ja, zahlreiche Museen bieten Familienführungen, Kinderworkshops, Kreativaktionen, Rallyes und Mitmachprogramme an. Besonders familienfreundlich sind unter anderem das Deutsche Technikmuseum, das Museum für Naturkunde, das Futurium, das Museum Ephraim-Palais, das Museumsdorf Düppel und das Werkbundarchiv – Museum der Dinge.
Muss man sich für Führungen anmelden?
Bei einigen Angeboten ist eine Anmeldung erforderlich oder empfohlen. Besonders bei beliebten Führungen und Workshops sollte man vorab prüfen, ob eine Registrierung notwendig ist.









