đȘ© Berlin, 18.04.2026 â Es gibt PhĂ€nomene in der Musikwelt, die sich jeder logischen ErklĂ€rung entziehen. ABBA ist genau so eines. Seit ihrem legendĂ€ren Sieg beim Eurovision Song Contest 1974 mit âWaterlooâ hat die schwedische Formation eine globale Hysterie ausgelöst, die bis heute anhĂ€lt. Das Erstaunliche: Obwohl Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid zwischen 1982 und 2021 weder gemeinsam auf der BĂŒhne standen noch neue Musik veröffentlichten, wuchs ihre Fangemeinde stetig weiter. Ihre Songs sind keine bloĂen Pop-Titel; sie sind das Fundament einer generationsĂŒbergreifenden DNA. Dass sie 2021 mit dem Album Voyage noch einmal die Charts stĂŒrmten, war die Krönung einer beispiellosen Karriere. Da die Originale heute nur noch als Avatare in London zu bewundern sind (was ĂŒbrigens eine absolute Reiseempfehlung meinerseits ist!), schlĂ€gt die Stunde der Tribute-Shows. Aber gestern Abend in Berlin wurde klar: ABBAMANIA THE SHOW ist nicht einfach nur eine Kopie â es ist die beste Kopie!
đïž Die Uber Arena bebt: Wenn eine âTribute Showâ zur Hauptattraktion wird
Vergesst den gemĂŒtlichen Rahmen des Admiralspalasts oder des Tempodroms â fĂŒr dieses Spektakel musste es Berlins gröĂte Multifunktionsarena sein: die Uber Arena. Es ist eine beachtliche Leistung: Dass eine Tribute-Show den Innenraum, den kompletten Unterrang und weite Teile des Oberrangs fĂŒllt, schaffen manche aktuelle Chart-StĂŒrmer nicht ansatzweise. Die AtmosphĂ€re vor der Halle am Uber Platz war bereits am frĂŒhen Abend ausgelassen, was auch am tollen Wetter liegt. Viele hatten sich stilecht gekleidet, so sah man viel Glitter und bunte Kleidung.
Das Publikum war zudem ein wunderbares Spiegelbild der zeitlosen Relevanz von ABBA: Hier sah man drei Generationen Arm in Arm. Der Opa im Karohemd neben der Enkelin im Glitzer-Top, daneben die Oma, die Tochter und ihr Mann. Es gibt wohl keine andere Band auf diesem Planeten, die so konsequent jede Altersbarriere einreiĂt. In Berlin kennt einfach jeder mindestens fĂŒnf bis sechs ABBA-Songs auswendig und kann sie textsicher mitsingen â das wurde gestern Abend zur kollektiven Hymne.
đč Licht aus, Spot an: Ein BĂŒhnenbild wie bei den GroĂen
Punkt 19:30 Uhr senkte sich die Dunkelheit in der Arena, bevor ein gewaltiges Lichtspektakel den Abend eröffnete. Das BĂŒhnenbild war State-of-the-Art: Gewaltige LED-LeinwĂ€nde im Hintergrund lieferten die passenden Visuals, flankiert von zwei erhöhten Podesten und einer zentralen Show-Treppe, die fĂŒr den nötigen Glamour-Faktor sorgte. Auf der linken Seite feuerte die ABBAMANIA-Band den Rhythmus an, wĂ€hrend auf der rechten Seite das Symphonic Rock Orchester fĂŒr die nötige klangliche Tiefe und Eleganz sorgte.
Rechts vorne thronte natĂŒrlich der obligatorische weiĂe FlĂŒgel. Wie startet man eine solche Show? NatĂŒrlich mit dem Song, mit dem alles begann: âWaterlooâ! Der Sound war glasklar und druckvoll, wenn auch nicht zu laut, und viele hielt es nach den ersten Songs nicht mehr auf den Sitzen. Es folgte eine musikalische Zeitreise durch acht Studioalben, die zwischen 1973 und 1981 entstanden sind, ergĂ€nzt durch das bewegende âI Still Have Faith in Youâ vom aktuellen Voyage-Werk.


Fotos (C)Dennis Hahn
đŒ Die Setlist: Eine Reise durch die Dekaden der Pop-Perfektion
Die musikalische Dramaturgie des Abends war meisterhaft gewĂ€hlt und bot weit mehr als nur eine Aneinanderreihung von Radio-Evergreens. Neben den bereits erwĂ€hnten Giganten wie âWaterlooâ und âMamma Miaâ, gab es einige Momente, die musikalisch besonders herausstachen:
- âThe Winner Takes It Allâ: Dieser Song markierte den emotionalen Scheitelpunkt der Show. UrsprĂŒnglich 1980 wĂ€hrend der schmerzhaften Trennungsphase von Björn und Agnetha entstanden, wurde er gestern von Filippa Hanak mit einer Zerbrechlichkeit interpretiert, die das Publikum fĂŒr einen Moment atemlos innehalten lieĂ. Es ist kein Geheimnis, dass dies Agnethas persönliches MeisterstĂŒck ist â und diese Tribute-Version kam dem Original beĂ€ngstigend nah.
- âGimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)â: Hier durfte das Symphonic Rock Orchester zeigen, was in ihm steckt. Die ikonische Querflöten-Melodie des Intros wurde live in den Vordergrund gesetzt. Der Song, der 1979 den Sprung in die Disco-Ăra zementierte, ist heute â auch dank Samples von KĂŒnstlern wie Madonna â relevanter denn je.
- âChiquititaâ & âFernandoâ: FĂŒr die Fans der akustischen Momente waren diese Nummern pure Magie. Besonders bei âFernandoâ, einem der weltweit meistverkauften Singles aller Zeiten, verwandelte sich die Arena in ein Lichtermeer. Interessanterweise war der Song ursprĂŒnglich gar nicht fĂŒr ABBA, sondern fĂŒr Fridas Soloalbum auf Schwedisch geschrieben worden, bevor er zum globalen PhĂ€nomen wurde.
- âVoulez-Vousâ & âLay All Your Love on Meâ: Hier zeigte die ABBAMANIA-Band ihr ganzes Können. Die stampfenden Beats und treibenden BasslĂ€ufe erinnerten daran, dass ABBA Ende der 70er Jahre den Sound von Studio 54 perfekt nach Schweden importiert hatten.
- âI Still Have Faith in Youâ: Dass ein Song vom 2021er Album Voyage so nahtlos in das Set passte, beweist die zeitlose Handschrift von Benny Andersson und Björn Ulvaeus. Die Hymne auf die jahrzehntelange Freundschaft der vier Schweden sorgte fĂŒr feuchte Augen im Berliner Publikum.


Fotos (C)Dennis Hahn
đ€ Stimmen-Magie und eine leibhaftige Legende: Janne Schaffer
Ein besonderes Augenmerk lag natĂŒrlich auf den beiden Damen, welche die ikonischen Rollen von Agnetha und Frida ĂŒbernahmen. Kerstin Löcker (Anni-Frid) und Navina Heyne (Agnetha) lieferten eine Performance ab, die schlichtweg stimmlich fantastisch war. Mit geschlossenen Augen hĂ€tte man schwören können, dass die Originale auf der BĂŒhne stehen â jede Nuance, jedes Falsett saĂ perfekt. Begleitet wurden sie von Hans Christian Petzoldt (Benny) am Klavier und Eric Engler (Benny) an der Gitarre, die das Quartett mit enormer Spielfreude vervollstĂ€ndigten.
Doch der emotionale Ankerpunkt des Abends war ein Mann, der den âOriginal-Spiritâ leibhaftig verkörpert: Janne Schaffer. Mit inzwischen 80 Jahren stand hier ein Musiker auf der BĂŒhne, der an rund 50 ABBA-Songs im Studio mitgewirkt hat. Schaffer ist kein Statist, er ist ein Gott an der Gitarre. Zu sehen, wie er seine Soli mit einer PrĂ€zision und Energie spielte, die manch jĂŒngeren Kollegen alt aussehen lieĂ, war ein Privileg. Er performte gleich zwei Songs im Mittelteil und kehrte fĂŒr das groĂe Finale zurĂŒck. Solch eine AuthentizitĂ€t hebt ABBAMANIA weit ĂŒber andere Produktionen hinaus.

đ Das groĂe Finale: 50 Jahre âDancing Queenâ
Nach einer kurzen Pause, in der man sich an den Merchandising-StĂ€nden mit noch mehr Glitzer eindecken konnte, startete die zweite Halbzeit direkt im Turbo-Modus. Das JubilĂ€um des Abends â 50 Jahre âDancing Queenâ â wurde zum absoluten Höhepunkt. Als der Disco-Klassiker von 1976 erklang, verwandelte sich die Uber Arena endgĂŒltig in ein Tollhaus. Fast das gesamte Publikum stand, tanzte und feierte diese zeitlose Hymne, die weltweit in 16 LĂ€ndern auf Platz 1 stand.
Der Abend endete, wie er enden musste: Mit der emotionalen Danksagung âThank You For The Musicâ. Janne Schaffer kam unter tosendem Applaus noch einmal auf die BĂŒhne, um gemeinsam mit dem Ensemble und ĂŒber zehntausend Berlinern den Abschluss zu feiern. Es war mehr als ein Konzert â es war eine LiebeserklĂ€rung an eine Band, die uns wohl noch weitere 50 Jahre begleiten wird.


Fotos (C)Dennis Hahn
đ Dennisâ Schlussakkord: Ein Triumphzug fĂŒr den schwedischen Pophimmel!
âLeute, was bleibt von diesem Abend in der Uber Arena? Es ist die Erkenntnis, dass ABBA weit mehr ist als eine Band â es ist ein LebensgefĂŒhl, das auch nach ĂŒber 50 Jahren nichts von seiner Strahlkraft verloren hat.
ABBAMANIA THE SHOW hat gestern eindrucksvoll bewiesen, dass man kein âOriginalâ sein muss, um echte, tiefe Emotionen bei gut zehntausend Menschen auszulösen. Durch die perfekte Symbiose aus dem bombastischen Sound des Symphonic Rock Orchesters, der spielerischen Brillanz von Legende Janne Schaffer und einer gesanglichen Leistung, die GĂ€nsehaut-Momente am FlieĂband lieferte, wurde diese Show zu einem Triumphzug. Berlin hat gestern nicht nur eine Tribute-Show gesehen, sondern eine hochkarĂ€tige Hommage an die Perfektion des Pop gefeiert.
Wer diese Energie, diesen Glitzer und diese unbĂ€ndige Lebensfreude erlebt hat, weiĂ: Die Magie von ABBA ist unsterblich. Ein Abend, der uns glĂŒcklich, beseelt und mit einem dauerhaften Ohrwurm in die Berliner Nacht entlassen hat. Thank you for the music â heute mehr denn je!
Vorschau 2027: Falls ihr heute keine Tickets mehr bekommen habt oder nach diesem Abend direkt im ABBA-Fieber geblieben seid: Die Erfolgsgeschichte geht weiter! Auch fĂŒr das nĂ€chste Jahr ist das Spektakel bereits bestĂ€tigt. Alle Infos zur RĂŒckkehr der schwedischen Pophymnen findet ihr hier bei uns:50 Jahre Welthymne â ABBAMANIA THE SHOW bringt den schwedischen Pophimmel 2027 nach Berlin.
Ein rundum gelungener Abend!â â Dennis approved.














