Am 12. Juni 2026 feiern das Bröhan-Museum, die Sammlung Scharf-Gerstenberg, das Rathgen-Forschungslabor und die Abguss-Sammlung Antiker Plastik gemeinsam Sommerfest. Rund um die Schloßstraße wartet ein Abend mit freiem Eintritt, Ausstellungen, Führungen, offenem Atelier, Musik, kleinen Speisen und viel Charlottenburger Kulturgefühl.
Es gibt Abende, an denen Berlin plötzlich ein bisschen langsamer wirkt. Gerade rund um das Schloss Charlottenburg kann das im Sommer ziemlich schön sein: breite Straßen, historische Fassaden, ein Hauch Kiezruhe und trotzdem Kultur direkt vor der Tür. Am Freitag, den 12. Juni 2026, wird genau diese Ecke im Berliner Westen wieder zum Treffpunkt für alle, die Museen mögen, aber keine Lust auf einen steifen Kulturabend haben.
Beim gemeinsamen Sommerfest der Charlottenburger Museen öffnen gleich mehrere Häuser rund um die Schloßstraße ihre Türen. Mit dabei sind das Bröhan-Museum, die Sammlung Scharf-Gerstenberg, das Rathgen-Forschungslabor und die Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin. Von 17.30 bis 22 Uhr geht es nicht nur um Ausstellungen, sondern auch um Führungen, Mitmachangebote, Musik, Gespräche, Forschungseinblicke und einen entspannten Abend im Bettina Berggruen Garten.
Das Beste daran: Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Man kann also einfach vorbeikommen, schauen, bleiben, weiterziehen – und Charlottenburg an diesem Abend vielleicht noch einmal ganz anders erleben.
Kurz zusammengefasst
Das Sommerfest der Charlottenburger Museen 2026 findet am Freitag, 12. Juni 2026, von 17.30 bis 22 Uhr rund um die Schloßstraße 1a, 69b und 70 in Berlin-Charlottenburg statt. Der Eintritt in alle Ausstellungen und Veranstaltungen ist frei. Auf dem Programm stehen Ausstellungen, Führungen, eine Ausstellungseröffnung, offene Ateliers, kreative Mitmachangebote, Live-Speaker im Rathgen-Forschungslabor, Musik, Catering und ein sommerliches Zusammensein im Bettina Berggruen Garten.
Ein Sommerabend zwischen Kunst, Forschung und Charlottenburger Gartenstimmung
Was dieses Sommerfest besonders macht, ist die Mischung. Es ist kein klassischer Museumsbesuch, bei dem man still durch Räume läuft und danach wieder nach Hause geht. Der Abend fühlt sich eher wie ein kleiner Kulturspaziergang an: hier eine Führung, dort ein offenes Atelier, zwischendurch Musik im Garten, dann vielleicht noch ein Blick in eine Ausstellung, die man schon lange auf der Liste hatte.
Im Bröhan-Museum wird an diesem Abend die Ausstellung „Paperwork – Jumping He. Blackbox #18“ eröffnet. Außerdem gibt es Führungen durch diese Präsentation sowie durch „Edward W. Godwin und Oscar Wilde. Dandys Dekadenz Moderne“. Gerade das Bröhan-Museum passt mit seinen Themen zwischen Design, Kunsthandwerk, Jugendstil, Moderne und Stilbewusstsein wunderbar zu einem Abend, der nicht nur informieren, sondern auch inspirieren soll.
Die Sammlung Scharf-Gerstenberg bringt mit der Ausstellung „Möglichkeiten einer Insel. Denken in Bildern von Gerstenberg bis Scharf“ einen eher poetischen, bildstarken Akzent ins Programm. Dazu kommt das offene Atelier „Pusteblume und Papier“, das den Abend auch für Familien und kreative Besucher spannend macht.
Etwas ungewöhnlicher – und genau deshalb reizvoll – ist das Programm des Rathgen-Forschungslabors. Dort geht es um Papier, Farbe, Licht, Material und die wissenschaftliche Seite von Kunst. Die Posterausstellung „Gedruckt, gezeichnet, gewandelt – Einblicke in Papier und Farbe“ macht sichtbar, was im normalen Museumsbesuch oft im Hintergrund bleibt: Wie entstehen Materialien? Wie verändern sie sich? Und wie lassen sich Kunstwerke bewahren?
Auch die Abguss-Sammlung Antiker Plastik ist dabei. Hier dreht sich der Abend um Kopien, Originale, antike Skulpturen und die Frage, warum Abgüsse bis heute eine wichtige Rolle spielen. Für viele Berliner ist diese Sammlung noch immer ein kleiner Geheimtipp – dabei liegt sie mitten in einer der schönsten Kulturachsen Charlottenburgs.
Das komplette Programm am 12. Juni 2026
Damit man den Abend gut planen kann, lohnt sich ein Blick auf das Programm. Viele Angebote laufen parallel oder wiederholen sich, sodass man nicht alles minutiös durchorganisieren muss. Wer gegen 17.30 oder 18 Uhr startet, hat genug Zeit für mehrere Stationen.
17.30 bis 21 Uhr
Pusteblume und Papier
Offenes Atelier in der Remise der Sammlung Scharf-Gerstenberg.
17.30 bis 21.30 Uhr
Kreative Mitmachstation des Bröhan-Museums
Ein Angebot für Kinder und Erwachsene, die nicht nur schauen, sondern auch selbst aktiv werden möchten.
17.30 bis 22 Uhr
Catering und Musik im Bettina Berggruen Garten
Mit dabei ist „Night Train – Die kleinste Bigband Deutschlands“. Dazu gibt es Getränke und kleine Speisen – perfekt für eine Pause zwischen den Programmpunkten.
17.30 bis 22 Uhr
Posterausstellung „Gedruckt, gezeichnet, gewandelt – Einblicke in Papier und Farbe“
Die Ausstellung im Rathgen-Forschungslabor gibt Einblicke in Material, Druck, Farbe und Veränderungsprozesse.
18 Uhr
Begrüßung und Eröffnung der Ausstellung „Paperwork – Jumping He. Blackbox #18“
Die Ausstellung wird im Bröhan-Museum eröffnet.
18.45 bis 21.15 Uhr, mit Pausen
Live-Speaker im Rathgen-Forschungslabor
Im Rathgen-Forschungslabor sprechen mehrere Experten über Kunst, Material, Farbe, Licht und Museumspraxis:
Stefan Röhrs: „Kunst unter Lichtstress. Micro-Fading live“
Abdelrhman Fahmy: „The Hidden Language of Color in Heritage Science“ – auf Englisch
Elke Cwiertnia: „Zusammensetzung und Analyse von Druckfarben“
Bill Landsberger: „Papierfresser: Fischchen & Co.“ – Schädlingsmanagement im Museum
Gerade dieser Teil ist spannend für alle, die Museen einmal von der anderen Seite kennenlernen möchten. Hier geht es nicht nur um fertige Kunstwerke an der Wand, sondern um die Arbeit, die nötig ist, damit Kunst erhalten bleibt.
18.30 und 20.30 Uhr
Führungen in der Abguss-Sammlung Antiker Plastik
18.30 Uhr: „Kopie und Original. Skulpturen im Zeitalter grenzenloser Reproduktionen“
20.30 Uhr: „Antike heute? Zum Sinn und Zweck einer Abguss-Sammlung“
Im Anschluss an beide Führungen gibt es eine Einführung in die Produktionstechniken von Abgüssen.
18, 19, 20 und 21 Uhr
Führungen durch die Sammlung Scharf-Gerstenberg
Die Führungen widmen sich der Ausstellung „Möglichkeiten einer Insel. Denken in Bildern von Gerstenberg bis Scharf“.
18.30, 19, 20 und 21 Uhr
Führungen durch die aktuellen Ausstellungen des Bröhan-Museums
18.30 Uhr: „Edward W. Godwin und Oscar Wilde. Dandys Dekadenz Moderne“
19 Uhr: „Paperwork – Jumping He“
20 Uhr: „Edward W. Godwin und Oscar Wilde. Dandys Dekadenz Moderne“
21 Uhr: „Paperwork – Jumping He“
Warum sich der Abend lohnt
Das Sommerfest ist ideal für alle, die Kultur mögen, aber nicht unbedingt einen klassischen Museumsabend suchen. Man kann viel mitnehmen, muss aber nicht alles schaffen. Genau das macht den Reiz aus. Es gibt genug Programm für einen ganzen Abend, aber gleichzeitig bleibt die Atmosphäre locker.
Für Charlottenburger ist es eine schöne Gelegenheit, die Museumslandschaft vor der eigenen Haustür neu zu entdecken. Für Besucher aus anderen Bezirken lohnt sich der Weg ebenfalls, weil hier gleich mehrere Orte an einem Abend zusammenkommen. Und für Familien ist der Abend durch die Mitmachstationen, das offene Atelier und den freien Eintritt besonders niedrigschwellig.
Schön ist auch, dass das Sommerfest nicht nur Kunst zeigt, sondern unterschiedliche Perspektiven verbindet: Ausstellung, Forschung, Restaurierung, Antike, Design, Musik und Gartenstimmung. So entsteht ein Kulturabend, der sich nicht nach Pflichtprogramm anfühlt, sondern nach einem entspannten Sommertermin im Berliner Westen.
Dennis’ Insider Tipp
Ich würde den Abend nicht zu eng planen. Am besten gegen 17.30 oder 18 Uhr ankommen, zuerst eine Führung oder die Ausstellungseröffnung im Bröhan-Museum mitnehmen und danach bewusst Zeit für den Bettina Berggruen Garten lassen. Gerade solche Sommerabende leben davon, dass man nicht nur von einem Programmpunkt zum nächsten läuft.
Wer mit Kindern kommt, sollte das offene Atelier „Pusteblume und Papier“ und die kreative Mitmachstation im Bröhan-Museum einplanen. Wer es etwas nerdiger mag, sollte unbedingt im Rathgen-Forschungslabor vorbeischauen. Die Themen rund um Licht, Papier, Farbe und Schädlingsmanagement klingen erst einmal speziell, sind aber genau die kleinen Einblicke hinter die Kulissen, die einen Museumsabend besonders machen können.
Anfahrt zum Sommerfest der Charlottenburger Museen
Das Sommerfest findet rund um die Schloßstraße 1a, 69b und 70 in 14059 Berlin-Charlottenburg statt, direkt im Umfeld des Schlosses Charlottenburg. Die einzelnen Häuser liegen nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß verbinden.
Für die Anreise bieten sich je nach Startpunkt die Bereiche Richard-Wagner-Platz, Sophie-Charlotte-Platz, Westend oder Jungfernheide an. Aus der Berliner Innenstadt sollte man je nach Verbindung ungefähr 25 bis 40 Minuten einplanen. Wer aus Charlottenburg, Wilmersdorf oder Spandau kommt, ist meist schneller vor Ort.
Da es rund um das Schloss Charlottenburg bei Veranstaltungen voller werden kann, ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln die entspannteste Variante. Wer mit dem Fahrrad kommt, kann den Abend gut mit einer kleinen Runde durch Charlottenburg verbinden.
Faktenbox
Event: Gemeinsames Sommerfest der Charlottenburger Museen
Datum: Freitag, 12. Juni 2026
Zeit: 17.30 bis 22 Uhr
Ort: Schloßstraße 1a, 69b und 70, 14059 Berlin-Charlottenburg
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Mit dabei: Bröhan-Museum, Sammlung Scharf-Gerstenberg, Rathgen-Forschungslabor, Abguss-Sammlung Antiker Plastik
Programm: Ausstellungen, Führungen, Eröffnung, offenes Atelier, Mitmachstation, Live-Speaker, Musik, Catering
Musik: „Night Train – Die kleinste Bigband Deutschlands“
Eintritt: frei
Anmeldung: nicht erforderlich
Geeignet für: Kulturfans, Familien, Charlottenburger, Berlin-Besucher, spontane Sommerabend-Pläne
FAQ zum Sommerfest der Charlottenburger Museen 2026
Wann findet das Sommerfest der Charlottenburger Museen statt?
Das Sommerfest findet am Freitag, den 12. Juni 2026, von 17.30 bis 22 Uhr statt.
Wo findet das Sommerfest statt?
Das Programm verteilt sich auf mehrere Häuser rund um die Schloßstraße 1a, 69b und 70 in Berlin-Charlottenburg, direkt im Umfeld des Schlosses Charlottenburg.
Kostet der Eintritt etwas?
Nein, der Eintritt in alle Ausstellungen und Veranstaltungen ist frei.
Muss man sich anmelden?
Nein, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Welche Museen sind beim Sommerfest dabei?
Mit dabei sind das Bröhan-Museum, die Sammlung Scharf-Gerstenberg, das Rathgen-Forschungslabor und die Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin.
Ist das Sommerfest auch für Familien geeignet?
Ja, durch das offene Atelier, kreative Mitmachangebote und den freien Eintritt eignet sich der Abend auch gut für Familien mit Kindern.
Gibt es Musik und Essen?
Ja, im Bettina Berggruen Garten gibt es Musik mit „Night Train – Die kleinste Bigband Deutschlands“ sowie Getränke und kleine Speisen.
Was ist das Besondere am Sommerfest?
Das Sommerfest verbindet mehrere Charlottenburger Kulturorte an einem Abend. Besucher können Ausstellungen, Führungen, Forschungseinblicke, Mitmachangebote, Musik und Gartenatmosphäre miteinander kombinieren.













