Berlin Atonal und Unsound präsentieren am 16. und 17. Mai 2026 ein durchgehendes Programm zwischen Konzert, Installation, Nachtwanderung und kollektivem Hören
Ein Konzertabend dauert normalerweise zwei, vielleicht drei Stunden. Danach geht man nach Hause, verarbeitet die Eindrücke, schläft irgendwann ein. „The Infinite Now“ dreht dieses Prinzip radikal um. Am Samstag, den 16. Mai 2026, beginnt im Kraftwerk Berlin ein durchgehendes Programm, das sich über rund 30 Stunden erstreckt – von Samstagabend über die Nacht, den Morgen, den Tag und den zweiten Abend bis tief in den Sonntag hinein.
Das Publikum ist nicht nur eingeladen, zuzuhören und zuzusehen. Es darf auch ruhen, liegen, schlafen, wieder aufwachen, essen, reden, sich zurückziehen, zurückkehren und den eigenen Zustand als Teil des Erlebnisses begreifen. Schlaf ist hier kein verpasster Moment, sondern Teil der Wahrnehmung. Das Kraftwerk wird für ein Wochenende zu einem riesigen Klangkörper, einem sozialen Raum und einer temporären Stadt im Ausnahmezustand.
Mit The Infinite Now bündeln Berlin Atonal und Unsound erstmals offiziell ihre Kräfte. Für Berlin ist das nicht irgendein Festivalformat, sondern eines der spannendsten experimentellen Musikereignisse des Jahres 2026 – und zugleich das zentrale Berlin-Atonal-Event des Jahres.
Kurz zusammengefasst
The Infinite Now findet am 16. und 17. Mai 2026 im Kraftwerk Berlin statt. Das Programm läuft durchgehend von Samstagabend bis Sonntag kurz vor Mitternacht. Über 20 Künstler und Projekte gestalten rund 30 Stunden mit Konzerten, Performances, Installationen, Ambient, Improvisation, Theater, Techno, Stimme, Gitarre, Elektronik und Klangkunst. Für das Publikum gibt es unterschiedliche Ticketarten, darunter einen 30-Stunden-Pass mit Wiedereintritt und eine Variante mit Schlafplatz. Tickets sind online über RA erhältlich.
🏭 Kraftwerk Berlin: Der perfekte Ort für 30 Stunden Klang
Das Kraftwerk Berlin ist einer dieser Orte, die selbst ohne Programm bereits wie eine Inszenierung wirken. Die rohe Architektur, die industrielle Weite, die dunklen Ebenen, Treppen, Hallen und Übergänge schaffen einen Raum, der für ein Format wie The Infinite Now fast ideal ist.
Hier kann Musik nicht nur auf einer Bühne stattfinden. Sie kann durch Räume wandern, sich stapeln, verhallen, verschwinden, wieder auftauchen. Das Publikum bewegt sich nicht nur von Act zu Act, sondern durch einen architektonischen Zustand. Man kann unten stehen, oben liegen, später zurückkommen, einen anderen Blickwinkel finden, die eigene Müdigkeit bemerken und trotzdem weiterhören.
Gerade weil das Programm über Nacht läuft, wird das Kraftwerk selbst zu einem dramaturgischen Partner. Dämmerung, Nacht, Tiefschlafzeit, Morgengrauen, Tageslicht und zweiter Abend verändern die Wahrnehmung. Was um 2 Uhr nachts funktioniert, wirkt um 14 Uhr anders. Was im Halbschlaf überwältigt, kann im Tageslicht fast nüchtern erscheinen. Genau daraus entsteht die besondere Spannung dieses Formats.
🌑 Ein Programm durch Dämmerung, Nacht, Morgen und zweiten Abend
The Infinite Now ist nicht wie ein normales Festival sortiert, bei dem man nur die Lieblingsacts herauspickt. Das Programm ist als zeitlicher Fluss gedacht. Es beginnt am Samstagabend, wandert durch die Nacht, öffnet sich am Morgen, nimmt am Sonntag neue Formen an und endet am späten Abend mit einer Detroit-Techno-Premiere.
Diese dramaturgische Idee ist entscheidend. Die Künstler sind nicht einfach nebeneinander gesetzt, sondern in einen langen körperlichen und akustischen Verlauf eingebettet. Das Publikum erlebt nicht nur einzelne Auftritte, sondern eine 30-stündige Veränderung des eigenen Hörens.
Man kommt wach an, wird vielleicht müde, driftet weg, wacht wieder auf, hört anders, sieht anders, bewegt sich anders. The Infinite Now stellt damit eine seltene Frage: Was passiert mit Musik, wenn man ihr nicht nur konzentrierte Aufmerksamkeit schenkt, sondern einen ganzen Zeitraum des eigenen Lebens?
🕰️ Das komplette Programm im Überblick
Das 30-stündige Programm von The Infinite Now ist nicht als klassische Konzertreihe gedacht, sondern als durchgehender Zeitverlauf. Von Samstagabend über die Nacht, den frühen Morgen, den Sonntagmittag und den zweiten Abend verändert sich nicht nur die Musik, sondern auch die Wahrnehmung des Publikums. Wer das gesamte Wochenende im Kraftwerk Berlin verbringt, erlebt das Programm als langen Zustand zwischen Konzert, Installation, Schlaf, Performance und kollektivem Hören. Wer nur einzelne Phasen besuchen möchte, kann sich am Timetable orientieren.
Samstag, 16. Mai 2026
19:00 Uhr: Shane Parish plays Autechre
20:00 Uhr: 7038634357
21:00 Uhr: Joanne Robertson
22:00 Uhr: Caterina Barbieri presents New Work with MFO and Ruben Spini
23:00 Uhr: Brìghde Chaimbeul
Nacht von Samstag auf Sonntag
00:00 Uhr: To Carthage then I came by Romeo Castellucci and Scott Gibbons
00:55 Uhr: Paul Jebanasam
02:00 Uhr: Lois Patiño + Xabier Erkizia present LIGHTS RUN DOWN MY THROAT (II)
04:00 Uhr: Kali Malone plays Installation Works
08:00 Uhr: Adam Wiltzie presents A Tired Reworking of Stars Of The Lid For the Sleep Deprived
11:00 Uhr: Eiko Ishibashi & Jim O’Rourke present Kotoński Reworked, An Installation
Sonntag, 17. Mai 2026
12:00 Uhr: To Carthage then I came by Romeo Castellucci and Scott Gibbons
13:00 Uhr: Raphael Rogiński plays John Coltrane
14:00 Uhr: Aleksandra Słyż & Teoniki Rożynek feat. Microtub present And the Sun Stood Still
15:00 Uhr: Marta Salogni presents a, drift
16:00 Uhr: Marginal Consort
19:00 Uhr: Joy Guidry
20:00 Uhr: Keiji Haino – guitar + electronics
20:30 Uhr: Actress
21:30 Uhr: 2K88 + Lauren Duffus + Rainy Miller + Bianca Scout
22:25 Uhr: Keiji Haino – voice
23:00 Uhr: Terrence Dixon presents A Cosmic Display Of Beauty
Der Timetable zeigt gut, wie stark The Infinite Now mit Übergängen arbeitet. Der Samstag führt langsam in die Nacht, die tiefen Stunden gehören langen, installativen und filmischen Formaten, der Sonntag öffnet sich wieder in Richtung Performance, Improvisation, Elektronik und Techno. Besonders spannend dürfte sein, wie unterschiedlich das Publikum einzelne Arbeiten wahrnimmt – je nachdem, ob man gerade hellwach, müde, liegend, zurückgezogen oder wieder neu aufmerksam ist.
🎸 Samstagabend: Autechre auf Akustikgitarre, Ambient, Stimme und neue Werke
Der Samstagabend startet mit einer Reihe intensiver Solo- und Live-Formate. Den Auftakt macht Shane Parish, der Musik von Autechre auf der akustischen Gitarre interpretiert. Schon diese Idee klingt nach einem spannenden Perspektivwechsel: hochkomplexe elektronische Strukturen werden auf Fingerstyle-Gitarre übertragen, rhythmische Maschinenlogik trifft auf Holz, Saiten und körperliche Präzision.
Danach folgt der New Yorker Ambient-Experimentalist 7038634357, dessen Musik zwischen digitaler Fragilität, schwebender Elektronik und emotionaler Unschärfe liegen dürfte. Joanne Robertson, Sängerin und Songwriterin aus Glasgow, bringt anschließend Stimme und Gitarre in einen Raum, der an diesem Abend immer weiter in die Nacht hineinführt.
Ein besonderer Programmpunkt ist die deutsche Premiere eines neuen Werks von Caterina Barbieri, das mit MFO und Ruben Spini entsteht. Elektronik, Stimmen, Licht und szenische Gestaltung versprechen hier einen Moment, der zwischen Konzert, Installation und visuellem Erlebnis liegen dürfte.
Später führt Brìghde Chaimbeul mit verstärkten schottischen Smallpipes weiter Richtung Mitternacht. Ihre Musik hat etwas Archaisches und Hypnotisches – genau die richtige Schwelle für den Übergang in die Nacht.
🎭 Mitternacht im Kraftwerk: Romeo Castellucci und Scott Gibbons
Um Mitternacht folgt einer der großen Höhepunkte des Programms: Romeo Castellucci und sein langjähriger musikalischer Partner Scott Gibbons präsentieren „To Carthage then I came“.
Castellucci gehört zu den prägenden Theaterregisseuren Europas, bekannt für bildgewaltige, radikale und oft verstörend schöne Arbeiten. Im Kontext von The Infinite Now dürfte diese Performance eine besondere Wirkung entfalten: nicht im klassischen Theaterraum, sondern eingebettet in eine 30-stündige Erfahrung, an einem Zeitpunkt, an dem das Publikum bereits mehrere Stunden in der Architektur des Kraftwerks verbracht hat.
Dass das Stück am Sonntagmittag noch einmal gezeigt wird, ist dramaturgisch interessant. Die gleiche Arbeit kann in der Nacht anders wirken als am Tag. Bei einem Format wie diesem wird Wiederholung nicht zur Kopie, sondern zur Verschiebung.
🌌 Tiefe Nacht: Kino, Installation, Schlaf und langes Hören
Nach Mitternacht öffnet sich das Programm in eine tiefere, langsamere Nachtzone. Paul Jebanasam bringt Material aus seinem Klangkosmos ein, bevor Lois Patiño und Xabier Erkizia mit „Lights Run Down My Throat (II)“ eine zweistündige filmische Reise präsentieren.
Gerade dieser Teil ist vermutlich für ein liegendes, halb träumendes Publikum gedacht. Bilder, Klang und Körperzustand verbinden sich. Wer hier müde wird, verpasst vielleicht nicht unbedingt etwas – sondern erlebt die Arbeit auf andere Weise.
In den ruhigsten Stunden der Nacht spielt Kali Malone Installationswerke, die sonst eher aus Galerie- und Museumszusammenhängen bekannt sind. Lange Formen, minimale Verschiebungen und klangliche Dauer passen perfekt zu einem Programm, das Schlaf nicht ausschließt, sondern einbezieht.
Am frühen Morgen folgt Adam Wiltzie mit „A Tired Reworking of Stars Of The Lid For the Sleep Deprived“. Schon der Titel macht deutlich, worum es geht: Musik für den Zustand zwischen Erschöpfung, Erinnerung und langsamem Wiederankommen. Für alle, die Stars Of The Lid kennen, könnte dieser Moment einer der emotionalsten des Wochenendes werden.
🌅 Sonntagmorgen: Aufwachen mit Eiko Ishibashi und Jim O’Rourke
Der späte Morgen gehört Eiko Ishibashi und Jim O’Rourke, die mit „Kotoński Reworked“ eine seltene Installation präsentieren. Nach einer langen Nacht wirkt dieser Teil fast wie eine Neujustierung des Hörens. Das Publikum kommt aus Schlaf, Halbschlaf oder Müdigkeit zurück und begegnet einem Werk, das sich nicht auf schnelle Wirkung verlässt.
Gerade solche Setzungen machen The Infinite Now besonders. Hier wird nicht einfach eine Clubnacht verlängert. Das Programm arbeitet mit Energie, Erschöpfung, Ruhe, Konzentration, Übergängen und Rückkehr. Es gibt laute, körperliche, intensive Momente – aber eben auch lange Räume des Zuhörens.
☀️ Sonntagmittag und Nachmittag: Coltrane, Komposition, Tape-Machines und Marginal Consort
Am Sonntagmittag wird „To Carthage then I came“ ein zweites Mal gezeigt. Danach öffnet sich der Tag in unterschiedliche musikalische Richtungen.
Der polnische Gitarrist und Musikwissenschaftler Raphael Rogiński spielt John Coltrane. Das klingt nach einer hochinteressanten Übersetzung: Coltranes spirituelle, suchende Energie trifft auf Gitarre, auf Reduktion, auf einen anderen Resonanzraum.
Anschließend präsentieren Aleksandra Słyż und Teoniki Rożynek gemeinsam mit Microtub das Werk „And the Sun Stood Still“ für Brass und Elektronik. Danach folgt Marta Salogni mit einer Tape-Machine-Performance, die vermutlich das Materielle von Klang, Band, Schleife und Verzerrung in den Mittelpunkt stellt.
Ein absoluter Fixpunkt des Sonntags ist der Auftritt von Marginal Consort. Die legendäre japanische Improvisationsgruppe ist für lange, offene und seltene Performances bekannt. Eine dreistündige Präsenz im Kraftwerk dürfte zu den Momenten gehören, für die viele Besucher allein schon ein Ticket lösen würden. Hier geht es nicht um Songs, nicht um schnelle Höhepunkte, sondern um kollektive Klangentstehung, Geduld und Aufmerksamkeit.
⚡ Sonntagabend: Joy Guidry, Keiji Haino, Actress, 2k88 und Terrence Dixon
Der Sonntagabend verdichtet das Programm noch einmal. Joy Guidry verbindet Fagott, Elektronik und kompositorische Kraft. Danach tritt Keiji Haino in zwei unterschiedlichen Formen auf: einmal mit Gitarre und Elektronik, später mit Stimme.
Haino ist eine der großen kompromisslosen Figuren experimenteller Musik. Seine Auftritte können körperlich, eruptiv, spirituell, extrem und völlig unberechenbar sein. Dass er innerhalb dieses langen Programms gleich zwei unterschiedliche Sets spielt, macht den Sonntagabend besonders intensiv.
Mit Actress folgt eine neue Live-Show von Darren Cunningham, der seit Jahren elektronische Musik zwischen Club, Abstraktion, Schatten und futuristischer Fragmentierung formt. Danach kommt die Kollaboration von 2k88, Lauren Duffus, Rainy Miller und Bianca Scout, entstanden aus einem Unsound-Kontext und vermutlich irgendwo zwischen elektronischer Produktion, Stimme, Bass, Textur und atmosphärischem Druck.
Den Abschluss übernimmt Terrence Dixon. Der Detroit-Techno-Visionär präsentiert um 23 Uhr die Weltpremiere von „A Cosmic Display Of Beauty“. Damit endet The Infinite Now mit einem Künstler, der Techno nicht als bloße Funktionalität versteht, sondern als abstrakte, kosmische, tief gedachte Form. Nach 30 Stunden könnte genau das der passende Schlusspunkt sein: nicht einfach ein Finale, sondern ein Ausblick ins Offene.
🛌 Schlafen als Teil des Erlebnisses
Einer der ungewöhnlichsten Aspekte von The Infinite Now ist der Umgang mit Schlaf. Für Besitzer eines 30-Stunden-Passes mit Bett werden im Kraftwerk Schlafmöglichkeiten bereitgestellt. Dazu kommen weiche Orte zum Liegen, Ausruhen und Hören.
Das verändert die Haltung des Publikums. Man muss nicht die ganze Zeit stehen. Man muss nicht jeden Programmpunkt mit maximaler Konzentration verfolgen. Man darf loslassen. Gerade dadurch kann eine intensivere Form des Hörens entstehen. Musik wird nicht nur frontal konsumiert, sondern begleitet Zustände: Müdigkeit, Traum, Aufwachen, Rückzug, neue Aufmerksamkeit.
Für Berlin ist das spannend, weil es an die Grenzen zwischen Festival, Konzert, Performance, Clubnacht, Schlaflabor und sozialem Experiment geht. Wer einen 30-Stunden-Pass kauft, besucht nicht einfach ein Event. Er bezieht für ein Wochenende ein Gebäude.
🎫 Ticketarten und Preise für The Infinite Now
Für The Infinite Now gibt es mehrere Ticketkategorien – je nachdem, ob man das komplette 30-Stunden-Erlebnis mitmachen, nur am Samstagabend oder erst am Sonntag einsteigen möchte. Die Preise verstehen sich inklusive RA-Gebühr.
Tickets für The Infinite Now:
| Ticketart | Preis |
|---|---|
| Early Bird – 30-Hour Pass | 107,25 € |
| 30-Hour Re-Entry Pass + Bed | 128,70 € |
| Saturday Single Entry Ticket – before 22:00 | 53,60 € |
| Sunday Single Entry Ticket – from 12:00 | 53,60 € |
Der Early Bird – 30-Hour Pass eignet sich für alle, die das komplette Programm von Samstagabend bis Sonntag kurz vor Mitternacht erleben möchten. Der 30-Hour Re-Entry Pass + Bed ist die umfassendste Variante: Er ermöglicht Wiedereintritt während der gesamten Programmdauer und beinhaltet zusätzlich einen reservierten Schlafplatz im Kraftwerk.
Wer nur einen Teil des Programms erleben möchte, kann zwischen einem Saturday Single Entry Ticket und einem Sunday Single Entry Ticket wählen. Das Samstagsticket gilt für den Einstieg am Samstag vor 22:00 Uhr, das Sonntagsticket ab Sonntag um 12:00 Uhr.
Verkaufsende: Samstag, 16. Mai 2026, 12:00 Uhr MESZ
Tickets: <a href=“https://de.ra.co/events/2373940″ target=“_blank“ rel=“noopener“>RA Tickets</a>
🎼 Prelude-Konzerte: Tickets und Preise
Vor dem 30-Stunden-Hauptprogramm finden im Kraftwerk drei eigenständige Prelude-Konzerte statt. Sie erweitern das Festival in die Woche hinein und markieren den Weg zum großen Wochenende.
Geplant sind unter anderem Oneohtrix Point Never mit der Live-Show „Tranquilizer“, Hania Ranis Alter Ego Chilling Bambino, Torus, die Sinfonietta Cracovia mit Werken von Gavin Bryars sowie eine neue Arbeit von Aleksandra Słyż. Sie sind separat ticketpflichtig und erweitern The Infinite Now in die Festivalwoche hinein.
| Prelude-Konzert | Preis |
|---|---|
| Prelude 1 – Oneohtrix Point Never with Freeka Tet | 42,90 € |
| Prelude 2 – Hania Rani presents Chilling Bambino | 42,90 € |
| Prelude 3 – Sinfonietta Cracovia plays Gavin Bryars and Aleksandra Słyż | 5,00 € |
Gerade für Besucher, die tiefer in das Programm von Berlin Atonal und Unsound eintauchen möchten, sind die Prelude-Konzerte eine spannende Ergänzung. Besonders interessant ist dabei die große Spannweite: von Oneohtrix Point Never über Hania Ranis Alter Ego Chilling Bambino bis zur Sinfonietta Cracovia mit Gavin Bryars und Aleksandra Słyż.
📍 Kraftwerk Berlin: Adresse und Anreise
Veranstaltungsort: Kraftwerk Berlin
Adresse: Köpenicker Straße 70, 10179 Berlin
Das Kraftwerk liegt in Mitte, nahe Kreuzberg, und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Für ein 30-stündiges Event empfiehlt sich die Anreise mit U-Bahn, Bus oder Fahrrad. Wer plant, zwischendurch zu gehen und zurückzukommen, sollte die Nachtverbindungen und persönlichen Rückwege im Blick behalten.
💡 Dennis’ Insider Tipp
The Infinite Now ist kein Event, das man wie einen normalen Konzertabend behandeln sollte. Mein Tipp: Nicht überplanen, aber bewusst vorbereiten. Bequeme Kleidung, etwas Geduld, Offenheit und ein Gespür dafür, wann man wirklich zuhören und wann man sich zurückziehen möchte, sind hier fast wichtiger als der perfekte Festivalplan.
Wer das volle Erlebnis will, sollte den 30-Stunden-Pass wählen und sich auf den Gedanken einlassen, im Kraftwerk wirklich Zeit zu verbringen. Nicht nur für einen Act, sondern für einen Zustand. Besonders spannend dürften die Übergänge werden: Mitternacht, Tiefnacht, Morgengrauen und der Moment am Sonntagabend, wenn man merkt, dass man diesen Raum seit vielen Stunden anders wahrnimmt.
Für alle, die nur einen Tag wählen: Der Samstag wirkt wie der dramatische Einstieg in die Nacht, der Sonntag wie der große, weit gefächerte Haupttag mit Marginal Consort, Keiji Haino, Actress und Terrence Dixon.
Fazit: 30 Stunden Gegenwart im Kraftwerk Berlin
The Infinite Now ist eines dieser Projekte, die man schwer in klassische Kategorien packen kann. Es ist Festival, Konzert, Performance, Installation, Nachtprogramm, sozialer Raum und Wahrnehmungsexperiment zugleich.
Berlin Atonal und Unsound schaffen im Kraftwerk Berlin einen Zeitraum, in dem Musik nicht nur gespielt, sondern bewohnt wird. Das Publikum darf schlafen, hören, wandern, zurückkehren und sich selbst beim Wahrnehmen beobachten. Genau das macht dieses Programm so außergewöhnlich.
Für Berlin ist The Infinite Now ein starkes Signal: experimentelle Musik muss nicht elitär oder distanziert sein. Sie kann körperlich, offen, lang, fordernd und gemeinschaftlich werden. Und vielleicht ist genau das der Reiz dieses Wochenendes: Man geht nicht nur zu einem Event. Man tritt in eine andere Zeit ein.
📌 Faktenbox: The Infinite Now im Kraftwerk Berlin
Event: The Infinite Now
Präsentiert von: Berlin Atonal x Unsound
Datum: Samstag, 16. Mai bis Sonntag, 17. Mai 2026
Zeitraum: Samstagabend bis Sonntag kurz vor Mitternacht
Ort: Kraftwerk Berlin
Adresse: Köpenicker Straße 70, 10179 Berlin
Format: 30-stündiges kontinuierliches Programm
Konzept: Musik, Performance, Installation, Schlaf, Klangkunst und sozialer Raum
Wiedereintritt: mit 30-Stunden-Pass möglich
Schlafplätze: bei 30-Hour Pass + Bed enthalten
Samstag-Highlights: Shane Parish, 7038634357, Joanne Robertson, Caterina Barbieri, Brìghde Chaimbeul, Romeo Castellucci & Scott Gibbons
Nacht/Morgen: Paul Jebanasam, Lois Patiño & Xabier Erkizia, Kali Malone, Adam Wiltzie, Eiko Ishibashi & Jim O’Rourke
Sonntag-Highlights: Raphael Rogiński, Aleksandra Słyż & Teoniki Rożynek, Marta Salogni, Marginal Consort, Joy Guidry, Keiji Haino, Actress, 2k88/Lauren Duffus/Rainy Miller/Bianca Scout, Terrence Dixon
Tickets: RA Tickets
FAQ zu The Infinite Now
Wann findet The Infinite Now in Berlin statt?
The Infinite Now findet von Samstag, 16. Mai, bis Sonntag, 17. Mai 2026 im Kraftwerk Berlin statt.
Wo findet The Infinite Now statt?
Das 30-stündige Programm findet im Kraftwerk Berlin, Köpenicker Straße 70, 10179 Berlin, statt.
Was ist The Infinite Now?
The Infinite Now ist ein durchgehendes 30-Stunden-Programm von Berlin Atonal und Unsound mit Musik, Performance, Installation, Schlafmöglichkeiten und experimentellen Klangformaten.
Kann man während des Events schlafen?
Ja. Schlafen und Ruhen sind ausdrücklich Teil des Konzepts. Für bestimmte 30-Stunden-Pässe sind reservierte Schlafplätze vorgesehen, außerdem gibt es weiche Orte zum Liegen und Hören.
Gibt es Wiedereintritt?
Ja, der 30-Stunden-Pass erlaubt Wiedereintritt während der gesamten Programmdauer.
Welche Künstler treten auf?
Zum Programm gehören unter anderem Marginal Consort, Romeo Castellucci & Scott Gibbons, Keiji Haino, Terrence Dixon, Brìghde Chaimbeul, Actress, Joanne Robertson, Joy Guidry, Marta Salogni, Kali Malone, Adam Wiltzie, Eiko Ishibashi & Jim O’Rourke und viele weitere.
Gibt es verschiedene Ticketarten?
Ja. Es gibt unter anderem einen 30-Stunden-Pass, einen 30-Stunden-Pass mit Bett sowie einzelne Samstag- und Sonntagstickets.
Wo gibt es Tickets?
Tickets gibt es online über RA Tickets.
Was kosten Tickets für The Infinite Now?
Tickets für The Infinite Now kosten je nach Kategorie zwischen 53,60 Euro und 128,70 Euro inklusive RA-Gebühr. Der Early Bird 30-Hour Pass kostet 107,25 Euro, der 30-Hour Re-Entry Pass mit Bett 128,70 Euro. Einzelne Samstag- und Sonntagstickets kosten jeweils 53,60 Euro.
Was kosten die Prelude-Konzerte?
Die Prelude-Konzerte sind separat ticketpflichtig. Prelude 1 mit Oneohtrix Point Never kostet 42,90 Euro, Prelude 2 mit Hania Rani presents Chilling Bambino ebenfalls 42,90 Euro. Prelude 3 mit Sinfonietta Cracovia kostet 5,00 Euro.
Welches Ticket lohnt sich für The Infinite Now?
Wer das volle 30-Stunden-Erlebnis im Kraftwerk Berlin erleben möchte, sollte den 30-Hour Pass wählen. Wer zusätzlich einen reservierten Schlafplatz möchte, nimmt den 30-Hour Re-Entry Pass + Bed. Wer nur einzelne Programmphasen sehen möchte, kann ein Samstag- oder Sonntagsticket buchen.











