17 Abendkonzerte, internationale Jugendorchester, neue Musik, Jazz und ein Kindertag am Gendarmenmarkt
Vom 31. Juli bis 16. August 2026 bringt Young Euro Classic zum 27. Mal junge Musiker aus Europa, Asien, Afrika und Amerika in das Konzerthaus Berlin. Auf dem Programm stehen 17 Abendkonzerte, fünf experimentelle Ensemblekonzerte der Reihe FUTURE NOW sowie der NEXT GENERATION Kindertag am 9. August. Die Abendkonzerte beginnen jeweils um 19:00 Uhr, FUTURE NOW startet an den Festivalwochenenden um 16:30 Uhr.
Young Euro Classic versteht sich nicht als Nachwuchswettbewerb oder vereinfachte Klassikveranstaltung für ein junges Publikum. Die eingeladenen Orchester arbeiten auf hohem Niveau, bringen große sinfonische Werke und zeitgenössische Kompositionen nach Berlin und treffen dabei auf Solisten wie María Dueñas, Kirill Gerstein, Giorgi Gigashvili und Anneleen Lenaerts. 2026 stehen besonders das Klavier, internationale musikalische Begegnungen und 15 Ur- beziehungsweise deutsche Erstaufführungen im Mittelpunkt.
🎻 Kurz zusammengefasst
Young Euro Classic 2026 findet vom 31. Juli bis 16. August im Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt statt. Das Programm reicht von Rachmaninow, Brahms, Beethoven, Tschaikowski und Bruckner über sinfonischen Jazz bis zu vietnamesischer Klangkunst, arabisch-andalusischer Musik, südindischem Konnakol und elektronischer Improvisation. Das Eröffnungskonzert mit dem Bundesjugendorchester ist bereits ausverkauft, für die meisten weiteren Termine sind noch Karten erhältlich. Der günstigste reguläre Platz für ein Abendkonzert kostet im offiziellen Vorverkauf 17,60 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr.
Was Young Euro Classic von anderen Klassikfestivals unterscheidet
Beim Festival spielen keine gewöhnlichen Schulorchester. Viele Mitglieder der eingeladenen Ensembles stehen am Übergang zwischen Ausbildung und professioneller Karriere, haben Wettbewerbe gewonnen oder bereits mit bekannten Dirigenten und Solisten gearbeitet. Das Bundesjugendorchester, das European Union Youth Orchestra und das National Youth Orchestra of the United States gehören zu den etablierten Gästen, während Orchester aus Luxemburg, China, Slowenien, Turkmenistan und Italien 2026 neue Perspektiven mitbringen.
Das Programm kombiniert bekannte Werke mit Musik, die in deutschen Konzertsälen nur selten zu hören ist. Neben Brahms, Rachmaninow und Beethoven stehen Komponisten aus Turkmenistan, China, Slowenien, Portugal, Irland und Estland. Dadurch entsteht kein Festival, bei dem jeden Abend lediglich ein anderer Klangkörper dieselben Klassiker spielt.
Wer Young Euro Classic bereits aus dem Vorjahr kennt, findet im BerlinMagazine.de-Rückblick weitere Hintergründe zum Young Euro Classic Festival 2025 im Konzerthaus Berlin.
Was 2026 im Programm besonders auffällt
Das Klavier als roter Faden
In sieben Abendkonzerten steht das Klavier als Solo- oder Orchesterinstrument im Mittelpunkt. Rachmaninows drittes Klavierkonzert eröffnet das Festival, hinzu kommen Brahms, Gershwin, Tschaikowski und das chinesisch geprägte Konzert „Er Huang“ von Chen Qigang. Auch das Konzert des turkmenischen Komponisten Chary Nurymov erweitert den Blick über das bekannte europäische Repertoire hinaus.
Zu den Solisten gehören Giorgi Gigashvili beim Bundesjugendorchester, Illia Ovcharenko mit dem Youth Symphony Orchestra of Ukraine, Kirill Gerstein beim amerikanischen Jugendorchester und María Dueñas beim European Union Youth Orchestra. Das Eröffnungskonzert mit Gigashvili ist bereits ausverkauft, wird jedoch von ARTE aufgezeichnet beziehungsweise gestreamt und von Deutschlandfunk Kultur übertragen.
15 neue Werke im Wettbewerb
Young Euro Classic präsentiert 2026 insgesamt 15 Ur- und deutsche Erstaufführungen. Sie konkurrieren um den Europäischen Kompositionspreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist und von einer ehrenamtlichen Publikumsjury vergeben wird. Die Preisverleihung findet am 16. August während des Abschlusskonzerts des italienischen Accademia Youth Symphony Orchestra statt.
Zu den ungewöhnlichsten Wettbewerbsbeiträgen zählt „Entropia“ von Lauri Porra, ein Konzert für E-Bass und Orchester. Der finnische Komponist ist auch als Bassist der Power-Metal-Band Stratovarius bekannt. Beim Ulster Youth Orchestra trifft eine neue Komposition von Sam Kane auf irische Klangpoesie und Rachmaninows „Symphonische Tänze“.
🌍 Young Euro Classic 2026: Das Programm im Überblick
Freitag, 31. Juli: Bundesjugendorchester
Das bereits ausverkaufte Eröffnungskonzert verbindet Rachmaninows drittes Klavierkonzert mit Giya Kanchelis „Noch ein Schritt“ und Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“. Aurel Dawidiuk dirigiert, Giorgi Gigashvili übernimmt den Klavierpart. Vor dem Konzert gibt es um 18:00 Uhr eine Einführung, anschließend ist ein Publikumsfest unter freiem Himmel geplant.
Samstag, 1. August: Youth Symphony Orchestra of Ukraine
Das ukrainische Jugendorchester kehrt mit Brahms’ erstem Klavierkonzert, Eduard Resatschs „Reflections of Hope“ und Dvořáks achter Sinfonie zurück. Der Abend verbindet großes romantisches Repertoire mit einem Werk, das Hoffnung und Widerstand in den Mittelpunkt stellt.
Sonntag, 2. August: Orchestre National des Jeunes du Luxembourg
Das Orchester aus Luxemburg gibt sein Festivaldebüt. Auf dem Programm stehen eine deutsche Erstaufführung von Hy-Khang Dang, Rachmaninows „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“, Strawinskis „Zirkuspolka“ und die Suite aus „Der Feuervogel“.
Montag, 3. August: European Union Youth Orchestra
Das EUYO gehört zu den bekanntesten internationalen Jugendorchestern. María Dueñas spielt Brahms’ Violinkonzert, anschließend folgt Rachmaninows zweite Sinfonie. Elim Chan dirigiert den Abend.
Dienstag, 4. August: National Youth Orchestra of the United States of America
Das amerikanische Orchester verbindet Samuel Barber, George Gershwin und Béla Bartók. Kirill Gerstein ist Solist im „Concerto in F“, einem Werk zwischen klassischem Konzert, Jazz und amerikanischer Großstadtenergie.
Mittwoch, 5. August: Zhejiang Conservatory of Music
Das chinesische Orchester bringt Zhang Yings akademische Festouvertüre erstmals nach Deutschland. Es folgen Chen Qigangs Klavierkonzert „Er Huang“ und Bruckners zweite Sinfonie. Gerade der Kontrast zwischen chinesischer Gegenwartsmusik und österreichischer Romantik macht diesen Abend interessant.
Donnerstag, 6. August: Jong Metropole Symphonic Jazz Orchestra
Das niederländische Ensemble verbindet Sinfonieorchester und Jazz-Bigband. Brasilianische, kubanische und weitere lateinamerikanische Einflüsse treffen auf Improvisation, Swing und große Orchesterfarben. Dieser Abend ist eine gute Wahl für Besucher, die mit klassischer Sinfonik bisher wenig anfangen konnten.
Freitag, 7. August: Jovem Orquestra Portuguesa
Unter dem Titel „Saudade“ führt das Programm von Berlioz zu einer Uraufführung von César Rafael und Tschaikowskis sechster Sinfonie „Pathétique“. Im Mittelpunkt stehen Sehnsucht, Abschied und große emotionale Spannungsbögen.
Samstag, 8. August: Nationale Jugendphilharmonie der Türkei
Der Konzertabend trägt den Titel „Zauber“. Zu hören sind das Vorspiel aus „Hänsel und Gretel“, Tschaikowskis erstes Klavierkonzert, Ravels „Ma Mère l’oye“, Dukas’ „Der Zauberlehrling“ und eine deutsche Erstaufführung von Emre Şener.
Sonntag, 9. August: Youth Symphony Orchestra of Turkmenistan
Das Orchester stellt mehrere Komponisten aus Turkmenistan vor. Ergänzt wird das Programm durch ein Schlagwerkkonzert von Aidan Gold, Pierre Thilloys „Diable qui danse“ und Arturo Márquez’ populären „Danzón Nr. 2“.
Montag, 10. August: Orchestra of the Americas und Penderecki Youth Orchestra
Zwei Jugendorchester aus Amerika und Europa gestalten den Abend gemeinsam. Das Programm reicht von Penderecki und Brahms bis zu Silvestre Revueltas und Gabriela Ortiz, deren „Antrópolis“ erstmals in Deutschland erklingt.
Dienstag, 11. August: Jakob Manz und Karthik Mani
Der deutsche Jazzsaxofonist Jakob Manz trifft auf Karthik Mani und Musiker aus Südindien. Jazz, Ragas, südindische Violine, Improvisation und Konnakol – eine vokale Form der Rhythmussprache – werden zunächst getrennt vorgestellt und anschließend miteinander verbunden.
Mittwoch, 12. August: Ulster Youth Orchestra
Der Abend beginnt mit Sam Kanes deutscher Erstaufführung „Journey to the Otherworld“. Danach folgen Hamilton Hartys „The Children of Lir“ und Rachmaninows „Symphonische Tänze“.
Donnerstag, 13. August: Slovenian Youth Orchestra
Das slowenische Orchester verbindet Matija Krečičs „Fast Break“, Lauri Porras E-Bass-Konzert „Entropia“ und Beethovens fünfte Sinfonie. Damit trifft ein ungewöhnliches modernes Soloinstrument auf eines der bekanntesten Werke der klassischen Musik.
Freitag, 14. August: Sommerakademie der Wiener Philharmoniker
Die Angelika Prokopp Sommerakademie bringt Wagner, Glière, eine deutsche Erstaufführung von Konrád Varga und Beethovens vierte Sinfonie nach Berlin. Anneleen Lenaerts, Solo-Harfenistin der Wiener Philharmoniker, übernimmt den Solopart in Glières Harfenkonzert.
Samstag, 15. August: Estonian National Opera Boys’ Choir
Erstmals gestaltet ein Chor einen vollständigen Abend bei Young Euro Classic. Das Programm führt von geistlichen Werken und estnischer Chormusik bis zu einer ungewöhnlichen Chorversion von „Espresso macchiato“.
Sonntag, 16. August: Accademia Youth Symphony Orchestra
Das italienische Orchester beschließt das Festival mit Walton, Domenico Turi, Martucci, Tschaikowskis „Capriccio italien“ und Respighis „Pini di Roma“. Während des Abschlusskonzerts wird außerdem der Europäische Kompositionspreis 2026 verliehen.
🧪 FUTURE NOW: Das experimentelle Festival im Festival
FUTURE NOW findet an ausgewählten Wochenendtagen jeweils um 16:30 Uhr im Werner-Otto-Saal statt. Die fünf Konzerte richten sich an Besucher, die traditionelle Musik, Elektronik, Improvisation und ungewöhnliche Instrumente außerhalb eines klassischen Sinfonieabends erleben möchten.
Am 1. August verbindet MOHIRON traditionelle tadschikische Instrumente und Melodien mit Werken von Vivaldi, Vittorio Monti und weiteren Komponisten. Am nächsten Tag, 2. August, trifft bei „Lách Tách“ vietnamesische Gesangstradition auf Alltagsgeräusche und elektronische Klanglandschaften.
Am 8. August bringt JISR // BRÜCKE arabisch-andalusische Kammermusik aus Marokko nach Berlin. Und am 15. August erzeugen das argentinische ni-va Ensemble und Stellan Veloce elektroakustische Klangräume aus Laptops, Cello, Synthesizern, Samples und Algorithmen.
Den Abschluss bildet am 16. August das eigens gegründete Ensemble &ñịoن mit Musikern aus Vietnam, Deutschland, Ägypten und Argentinien. Stimmen, Gitarren, Synthesizer und umfunktionierte Alltagsgegenstände formen ein Konzert zwischen Hörspiel, Musik und szenischer Lesung.
NEXT GENERATION: Kindertag am 9. August
Der NEXT GENERATION Kindertag findet am Sonntag, 9. August, im und vor dem Konzerthaus statt. Kinder können Instrumente ausprobieren, in einem Musikstudio eigene Aufnahmen erstellen, Konzerte besuchen und bei offenen Mitsingformaten selbst Teil des Programms werden.
Um 11:00 Uhr treten Suli Puschban und die Kapelle der guten Hoffnung auf. Das Musiktheater „Mäuse auf dem Mond“ wird um 12:30 und 14:00 Uhr gezeigt. Parallel öffnen ab 11:30 Uhr das Musikstudio Blockbox und das Klingende Museum ihre Mitmachbereiche.
Auf der Freitreppe am Gendarmenmarkt laden die Vokalhelden um 14:00 und 15:00 Uhr zu kostenlosen Sing-Alongs ein. Dabei können auch Familien und zufällige Passanten ohne musikalische Vorkenntnisse mitsingen.
Konzerteinführungen, Livestreams und Radioübertragungen
Zu ausgewählten Abendkonzerten gibt es ab 18:00 Uhr Einführungen im Werner-Otto-Saal. Der Zutritt ist mit dem jeweiligen Konzertticket möglich. Die Einführungen helfen besonders Besuchern, die ein Werk oder das jeweilige Orchester noch nicht kennen.
Das ausverkaufte Eröffnungskonzert des Bundesjugendorchesters wird von ARTE aufgezeichnet und in der Mediathek bereitgestellt. Deutschlandfunk Kultur überträgt beziehungsweise sendet außerdem Konzerte des Bundesjugendorchesters, des National Youth Orchestra of the United States und des Estonian National Opera Boys’ Choir.
🎟 Tickets für Young Euro Classic 2026
Die Tickets für Young Euro Classic 2026 gibt es hier im offiziellen Ticketmaster-Vorverkauf.
Der günstigste reguläre Platz bei einem Abendkonzert kostet im Vorverkauf 17,60 Euro inklusive der ausgewiesenen Vorverkaufsgebühr. Für FUTURE NOW und den NEXT GENERATION Kindertag gelten eigene, teilweise günstigere Tarife. Das Eröffnungskonzert mit dem Bundesjugendorchester ist bereits ausverkauft.
Schüler, Studenten, Auszubildende, Teilnehmer an Freiwilligendiensten und Inhaber bestimmter Sozialkarten erhalten für Abendkonzerte und FUTURE NOW eine Ermäßigung von 30 Prozent. Der entsprechende Nachweis und ein Lichtbildausweis müssen beim Einlass vorgezeigt werden.
Die Abendkasse öffnet bei den Abendkonzerten um 18:00 Uhr. Bei FUTURE NOW und weiteren Sonderveranstaltungen beginnt der Verkauf vor Ort 30 Minuten vor dem jeweiligen Konzert. Für beliebte Termine empfiehlt sich dennoch der Vorverkauf.
Barrierefreiheit im Konzerthaus
Der Gendarmenmarkt ist nach seiner Sanierung vollständig barrierefrei zugänglich. Die U-Bahnhöfe Stadtmitte und Unter den Linden verfügen über Aufzüge. Im Konzerthaus führen Aufzüge von der Kutschendurchfahrt und vom Bühneneingang an der Charlottenstraße zu den Sälen und Garderoben.
Rollstuhlplätze befinden sich im Großen Saal in den hinteren Parkettreihen. Besucher mit dem Merkzeichen B zahlen den Normalpreis und erhalten eine kostenlose Karte für eine Begleitperson. Diese Tickets müssen über die Ticketmaster-Hotline oder eine entsprechend autorisierte Vorverkaufsstelle gebucht werden.
🚆 Anreise zum Konzerthaus Berlin
Das Konzerthaus befindet sich am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Die Adresse lautet Gendarmenmarkt 2, 10117 Berlin.
Öffentliche Verkehrsmittel
Am nächsten liegen die U-Bahnhöfe Stadtmitte mit den Linien U2 und U6 sowie Unter den Linden mit U5 und U6. Von beiden Stationen sind es ungefähr fünf bis zehn Minuten zu Fuß. Alternativ eignen sich die S-Bahnhöfe Friedrichstraße und Brandenburger Tor sowie die Buslinien M48, 100, 147, 200, 265 und 300.
Vom Berliner Hauptbahnhof dauert die Fahrt einschließlich Fußweg je nach Verbindung ungefähr 15 bis 20 Minuten. Vom Alexanderplatz sollten etwa 10 bis 15 Minuten und vom Bahnhof Zoologischer Garten rund 20 bis 25 Minuten eingeplant werden.
Auto
Rund um den Gendarmenmarkt sind Straßenparkplätze knapp und häufig bewirtschaftet. Eine mögliche Alternative ist die Tiefgarage der Friedrichstadt-Passagen mit Ein- und Ausfahrt über die Taubenstraße. Konzertbesucher können dort nach Markierung des Parktickets einen speziellen Sechs-Stunden-Tarif nutzen.
Bei Konzerten am Abend ist zusätzlich mit dichtem Verkehr in Mitte zu rechnen. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist deshalb in den meisten Fällen einfacher.
Fahrrad
Der Gendarmenmarkt ist aus Mitte, Kreuzberg, Friedrichshain, Tiergarten und Prenzlauer Berg gut mit dem Fahrrad erreichbar. Fahrräder sollten ausschließlich an zugelassenen Bügeln und Stellplätzen in den angrenzenden Straßen angeschlossen werden.
Für die Rückfahrt nach einem Abendkonzert sollten eine funktionierende Beleuchtung und ein verkehrssicheres Fahrrad selbstverständlich sein. Auf dem Gendarmenmarkt selbst ist wegen des Fußgängerverkehrs besondere Rücksicht erforderlich.
Vor der Anreise sollten Besucher aktuelle Verbindungen, Verspätungen, Störungen, Bauarbeiten, Sperrungen, Fahrplanänderungen und kurzfristige Anpassungen bei BVG, S-Bahn Berlin, VBB, DB und Regionalverkehr prüfen.
💡 Dennis’ Tipp
Wer Young Euro Classic zum ersten Mal besucht und einen zugänglichen Einstieg sucht, sollte sich das amerikanische Jugendorchester am 4. August ansehen. Gershwins „Concerto in F“ verbindet sinfonische Musik mit Jazz, während Bartóks Konzert für Orchester viele Instrumentengruppen einzeln in den Mittelpunkt rückt.
Für Familien und Besucher, die eine märchenhafte Programmatik mögen, ist die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei am 8. August eine gute Wahl. „Hänsel und Gretel“, „Der Zauberlehrling“, Ravels Kinderstücke und Tschaikowskis erstes Klavierkonzert ergeben einen abwechslungsreichen Abend, ohne dass Vorkenntnisse nötig sind.
Am ungewöhnlichsten dürften das Jazz-und-Konnakol-Projekt am 11. August, das E-Bass-Konzert des Slovenian Youth Orchestra am 13. August und die FUTURE-NOW-Konzerte sein. Wer unter „Klassikfestival“ ausschließlich Mozart, Beethoven und festliche Abendkleidung versteht, kann dort eine deutlich andere Seite des Festivals kennenlernen.
Fakten zu Young Euro Classic 2026
Festival: Young Euro Classic 2026
Zeitraum: 31. Juli bis 16. August 2026
Ausgabe: 27. Festival
Ort: Konzerthaus Berlin
Adresse: Gendarmenmarkt 2, 10117 Berlin
Abendkonzerte: täglich um 19:00 Uhr
FUTURE NOW: ausgewählte Wochenendtermine um 16:30 Uhr
Kindertag: Sonntag, 9. August 2026
Programm: 17 Abendkonzerte und fünf FUTURE-NOW-Konzerte
Neue Musik: 15 Ur- und deutsche Erstaufführungen
Ticketpreis: Abendkonzerte ab 17,60 Euro im Vorverkauf
Veranstalter: Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e. V.
Tickets: Offizieller Vorverkauf bei Ticketmaster
❓ FAQ zu Young Euro Classic 2026
Wann findet Young Euro Classic 2026 statt?
Young Euro Classic findet vom 31. Juli bis 16. August 2026 im Konzerthaus Berlin statt.
Wann beginnen die Abendkonzerte?
Die regulären Abendkonzerte beginnen jeweils um 19:00 Uhr. Zu ausgewählten Terminen gibt es ab 18:00 Uhr eine Konzerteinführung.
Was kosten Tickets für Young Euro Classic?
Der günstigste reguläre Platz für ein Abendkonzert kostet im Vorverkauf 17,60 Euro inklusive der ausgewiesenen Vorverkaufsgebühr.
Ist das Eröffnungskonzert noch verfügbar?
Nein. Das Eröffnungskonzert mit dem Bundesjugendorchester am 31. Juli ist ausverkauft. Das Konzert wird jedoch von ARTE und Deutschlandfunk Kultur begleitet.
Was ist FUTURE NOW?
FUTURE NOW ist eine eigene Konzertreihe innerhalb des Festivals. Traditionelle Musik, Elektronik, Improvisation, Alltagsgeräusche und internationale Klangkulturen treffen in fünf Konzerten aufeinander.
Gibt es ein Programm für Kinder?
Ja. Der NEXT GENERATION Kindertag findet am 9. August statt. Geplant sind Kinderkonzerte, Instrumentenangebote, ein Musikstudio und offene Sing-Alongs auf dem Gendarmenmarkt.
Welche Konzerte eignen sich für Klassikeinsteiger?
Besonders zugänglich sind das amerikanische Jugendorchester mit Gershwin am 4. August, das märchenhafte Programm der türkischen Jugendphilharmonie am 8. August und das sinfonische Jazzkonzert von Jong Metropole am 6. August.
Ist das Konzerthaus barrierefrei?
Ja. Es gibt barrierefreie Zugänge, Aufzüge, Rollstuhlplätze und behindertengerechte Toiletten. Karten für Rollstuhlfahrer und Begleitpersonen müssen über die Ticket-Hotline oder eine autorisierte Vorverkaufsstelle gebucht werden.
Wie kommt man zum Konzerthaus Berlin?
Die nächsten U-Bahnhöfe sind Stadtmitte und Unter den Linden. Auch die S-Bahnhöfe Friedrichstraße und Brandenburger Tor liegen in fußläufiger Entfernung.













