Nach dem Einzeltitel gewinnt die Tschechin gemeinsam mit Ekaterina Alexandrova auch das Doppel – ein Rückblick auf eine außergewöhnliche Turnierwoche
Linda Noskova ist die große Siegerin der Berlin Tennis Open 2026. Nur einen Tag nach ihrem Erfolg im Einzel setzte sich die Tschechin am Montag gemeinsam mit Ekaterina Alexandrova auch im Doppel durch. Im Finale besiegte das Duo Sara Errani und Nicole Melichar-Martinez mit 6:2 und 6:4.
Damit endete das Berliner WTA-500-Turnier nicht wie ursprünglich geplant am Sonntag, sondern mit einem zusätzlichen Tennistag bei freiem Eintritt. Dunkelheit und heftige Regenfälle hatten den Doppel-Spielplan zuvor mehrfach durcheinandergebracht.
Sportlich wurde der Bonustag zu einer beeindruckenden Fortsetzung der Linda-Noskova-Festspiele. Die 21-Jährige gewann innerhalb weniger Stunden zunächst das fortgesetzte Halbfinale und anschließend das Endspiel. Nach ihrem dramatischen Einzelsieg gegen Jessica Pegula verlässt sie Berlin somit mit gleich zwei Trophäen.
Kurz zusammengefasst
Linda Noskova und Ekaterina Alexandrova haben den Doppel-Wettbewerb der Berlin Tennis Open 2026 gewonnen. Im Finale besiegten sie Sara Errani und Nicole Melichar-Martinez mit 6:2 und 6:4.
Zuvor hatten Alexandrova und Noskova das mehrfach unterbrochene Halbfinale gegen Ulrikke Eikeri und Quinn Gleason mit 6:3 und 7:6 gewonnen. Noskova hatte bereits am Sonntag das Einzel-Finale gegen Jessica Pegula mit 6:4, 4:6 und 6:3 für sich entschieden.
Die Berlin Tennis Open 2026 sind damit beendet. Das nächste Turnier soll vom 12. bis 20. Juni 2027 stattfinden. Der Vorverkauf hat bereits begonnen, Tickets werden ab 40 Euro angeboten.
🎾 Bonustag statt Turnierende am Sonntag
Eigentlich sollten die Berlin Tennis Open am Sonntag mit dem Einzel- und dem Doppel-Finale abgeschlossen werden. Ein extremes Unwetter mit Starkregen und Windböen machte diesen Zeitplan jedoch unmöglich.
Das Gelände im Berliner Grunewald musste zeitweise vollständig geräumt werden. Wege standen unter Wasser, technische Einrichtungen waren betroffen und das Einzel-Finale begann erst mit mehreren Stunden Verspätung.
Nachdem Linda Noskova am Abend Jessica Pegula in drei Sätzen besiegt hatte, blieb keine Zeit mehr für die noch offenen Doppelpartien. Das Turnier wurde deshalb um einen zusätzlichen Tag verlängert.
Der Eintritt am Montag war frei. Für Berliner Tennisfans ergab sich dadurch eine unerwartete Gelegenheit, noch einmal Weltklasse-Tennis im Steffi-Graf-Stadion zu erleben.
Mehr über den dramatischen Sonntag, Noskovas Einzelsieg und die zwischenzeitliche Räumung des Geländes gibt es in unserem Bericht:
Linda Noskova gewinnt die Berlin Tennis Open 2026
Das unterbrochene Halbfinale geht in den Tiebreak
Das Doppel-Halbfinale zwischen Ekaterina Alexandrova und Linda Noskova sowie Ulrikke Eikeri und Quinn Gleason hatte bereits am Samstag begonnen. Alexandrova und Noskova gewannen den ersten Satz mit 6:3.
Im zweiten Durchgang stand es 3:3, als die Partie wegen einsetzender Dunkelheit unterbrochen werden musste. Auch am Sonntag konnte das Match wegen des Unwetters nicht fortgesetzt werden.
Am Montag knüpften beide Teams an das ausgeglichene Spiel vom Samstag an. Die Aufschlägerinnen hielten zunächst ihre Spiele, wobei Alexandrova und Noskova drei Satzbälle abwehren mussten.
Die Entscheidung fiel im Tiebreak. Dort bewiesen die späteren Turniersiegerinnen die besseren Nerven und setzten sich mit 9:7 durch.
Endstand im Halbfinale: Ekaterina Alexandrova/Linda Noskova – Ulrikke Eikeri/Quinn Gleason 6:3, 7:6 (9:7)
Alexandrova und Noskova dominieren das Doppel-Finale
Nach nur einer kurzen Pause ging es für Alexandrova und Noskova erneut auf den Rasen. Im Finale warteten Sara Errani und Nicole Melichar-Martinez.
Das italienisch-amerikanische Duo gehörte während der Woche zu den stärksten Paarungen im Feld. Errani zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Doppelspielerinnen der Welt. Sie gewann Grand-Slam-Titel im Damen- und Mixed-Doppel, komplettierte ihren Karriere-Grand-Slam und holte 2024 gemeinsam mit Jasmine Paolini olympisches Gold.
Auch im Berliner Steffi-Graf-Stadion verfügten Errani und Melichar-Martinez über viel Erfahrung. Bereits 2025 hatten sie beim Berliner Rasenturnier das Endspiel erreicht.
Davon ließen sich Alexandrova und Noskova jedoch nicht beeindrucken. Sie übernahmen vom Beginn an die Kontrolle und setzten ihre Gegnerinnen mit druckvollen Grundschlägen und starken Aufschlägen unter Druck.
Zwei Breaks entscheiden den ersten Satz
Das erste Break gelang Alexandrova und Noskova früh zum 2:1. Besonders Noskovas Aufschläge bereiteten Errani und Melichar-Martinez große Probleme.
Alexandrova ergänzte das Spiel ihrer Partnerin mit viel Druck von der Grundlinie. Beim Stand von 4:2 folgte das zweite Break.
Mit dem ersten Satzball machten Alexandrova und Noskova den Durchgang perfekt. Nach einem überzeugenden 6:2 fehlte nur noch ein Satz zum Titel.
Schnelles Re-Break ebnet den Weg zum Titel
Im zweiten Satz gerieten die späteren Siegerinnen zunächst in Rückstand. Alexandrova und Noskova verloren ihr Aufschlagspiel zum 0:2, reagierten jedoch sofort und schafften das direkte Re-Break.
Danach entwickelte sich eine weitgehend ausgeglichene Begegnung. Beim Stand von 3:3 erhöhten Alexandrova und Noskova erneut den Druck und nahmen ihren Gegnerinnen den Aufschlag ab.
Diese Gelegenheit ließen sie sich nicht mehr nehmen. Errani und Melichar-Martinez gewannen anschließend kein Spiel mehr. Mit dem ersten Matchball sicherten sich Alexandrova und Noskova den Doppeltitel.
Endstand im Finale:
Ekaterina Alexandrova/Linda Noskova – Sara Errani/Nicole Melichar-Martinez 6:2, 6:4
🏆 Linda Noskova gewinnt Einzel und Doppel
Mit ihrem Erfolg im Doppel vollendete Linda Noskova eine außergewöhnliche Berliner Turnierwoche. Im Einzel blieb sie bis zum Finale ohne Satzverlust.
Sie besiegte auf dem Weg zum Titel Renata Zarazua, Diane Parry, Paula Badosa und die philippinische Überraschungsspielerin Alexandra Eala. Im Finale setzte sie sich nach 1:58 Stunden gegen Jessica Pegula durch.
Der Erfolg war Noskovas erster Einzeltitel auf Rasen und ihr zweiter Titel auf der WTA-Tour. Gleichzeitig bringt ihr der Sieg wichtige Weltranglistenpunkte und voraussichtlich erstmals einen Platz unter den zehn besten Tennisspielerinnen der Welt.
Dass sie anschließend auch noch den Doppel-Wettbewerb gewann, macht ihre Leistung in Berlin besonders bemerkenswert. Noskova musste nicht nur mit der hohen Zahl an Matches umgehen, sondern auch mit langen Unterbrechungen, wechselnden Spielzeiten und den Folgen des Unwetters.
Ein Turnier mit vielen überraschenden Wendungen
Die Berlin Tennis Open 2026 boten bereits vor dem Finalwochenende zahlreiche sportliche Überraschungen. Mehrere favorisierte Spielerinnen schieden früher aus als erwartet.
Paula Badosa bezwang zunächst Coco Gauff, während Alexandra Eala gegen Elena Rybakina für eine der größten Überraschungen der Woche sorgte. Die Wildcard-Spielerin von den Philippinen erreichte anschließend sogar das Halbfinale.
Jessica Pegula wiederum stoppte im Halbfinale die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka. Nach einem umkämpften zweiten Satz dominierte die US-Amerikanerin den dritten Durchgang mit 6:0.
Den ausführlichen Rückblick auf die Halbfinals gibt es hier:
Berlin Tennis Open 2026: Pegula schlägt Sabalenka – Finale gegen Noskova
Der Verlauf zeigte einmal mehr, wie eng die Weltspitze im Frauentennis zusammengerückt ist. Gerade auf Rasen können wenige Punkte, ein starker Aufschlagtag oder eine kurze Schwächephase über das gesamte Match entscheiden.
Vom hochkarätigen Teilnehmerfeld zur überraschenden Siegerin
Vor Turnierbeginn standen vor allem Namen wie Aryna Sabalenka, Coco Gauff, Elena Rybakina, Jessica Pegula und Madison Keys im Mittelpunkt. Das Teilnehmerfeld gehörte zu den stärksten in der Geschichte des Berliner WTA-Turniers.
Noskova zählte zwar längst zum erweiterten Kreis der Weltspitze, war aber nicht die erste Favoritin auf den Titel. Umso beeindruckender war die Konstanz, mit der sie sich durch das Turnier spielte.
Unser großer Vorbericht mit Spielerinnenfeld, Ticketinformationen und allen praktischen Angaben ist weiterhin hier zu finden:
Berlin Tennis Open 2026: Weltklasse-Tennis im Steffi-Graf-Stadion
Rückblickend gehörte Noskova schon in den ersten Runden zu den auffälligsten Spielerinnen. Ihr kraftvoller Aufschlag, die direkten Grundschläge und ihre Ruhe in wichtigen Situationen passten hervorragend zum Berliner Rasen.
Unwetter bleibt Teil der Turniergeschichte
So hochklassig das sportliche Niveau war, so chaotisch verlief der entscheidende Sonntag außerhalb des Centre Courts. Das Unwetter setzte große Teile der Anlage unter Wasser und zwang die Verantwortlichen zur vorübergehenden Räumung.
Die Sicherheit des Publikums musste in dieser Situation an erster Stelle stehen. Gleichzeitig gab es Kritik an der Kommunikation und am Verhalten einzelner Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Die Turnierorganisation entschuldigte sich anschließend öffentlich für mögliches unangemessenes Verhalten während der Evakuierung.
Für viele Fans bedeutete die Räumung, dass sie das verspätete Einzel-Finale nicht mehr im Stadion verfolgen konnten. Andere kehrten nach der Wiedereröffnung zurück und erlebten Noskovas großen Triumph am Abend.
Der zusätzliche Montag mit freiem Eintritt war zumindest ein versöhnlicher Abschluss. Er konnte die Enttäuschung einzelner Besucher vom Sonntag nicht vollständig ausgleichen, gab dem Turnier aber einen ungewöhnlichen und sportlich würdigen Schlusspunkt.
Was von den Berlin Tennis Open 2026 bleibt
Die Turnierwoche zeigte, welches Potenzial das Berliner Rasenturnier besitzt. Das kompakte Gelände, die Nähe zu den Spielerinnen und die Atmosphäre im Steffi-Graf-Stadion machen die Veranstaltung zu einem besonderen Termin im Berliner Sportkalender.
Das starke Teilnehmerfeld sorgte bereits in den frühen Runden für Begegnungen, die bei anderen Turnieren erst im Viertel- oder Halbfinale denkbar wären. Gleichzeitig boten Spielerinnen wie Alexandra Eala und Linda Noskova neue Geschichten, die über die bekannten Namen hinausgingen.
Verbesserungspotenzial bleibt bei der Organisation von Ausnahmesituationen. Ein Unwetter dieser Stärke lässt sich nicht verhindern. Informationen müssen bei einer Räumung aber schnell, eindeutig und über alle verfügbaren Kanäle identisch verbreitet werden.
Sportlich gab es dagegen kaum etwas auszusetzen. Die Matches waren hochklassig, das Feld stark und mit Noskova gewann eine Spielerin, die über die gesamte Woche hinweg konstant überzeugte.
💡 Dennis’ Fazit
Die Berlin Tennis Open 2026 werden als Turnier der großen Überraschungen und des extremen Wetters in Erinnerung bleiben. Mehrere Topfavoritinnen scheiterten früh, Alexandra Eala begeisterte das Publikum und Linda Noskova spielte sich mit bemerkenswerter Ruhe an die Spitze.
Ihr Double aus Einzel und Doppel ist mehr als eine schöne Randnotiz. Noskova musste nach einem langen und emotionalen Einzel-Finale am nächsten Tag direkt wieder zwei Doppelpartien absolvieren. Dass sie gemeinsam mit Ekaterina Alexandrova beide Spiele gewann, unterstreicht ihre außergewöhnliche Form.
Der Bonustag bei freiem Eintritt war ein sympathischer Abschluss einer Woche, die sportlich viel bot, organisatorisch aber auch schwierige Momente hatte. Für Berlin bleibt das Turnier ein echtes Highlight. Das Steffi-Graf-Stadion verbindet Weltklasse-Tennis mit einer Nähe zum Geschehen, die in großen Arenen kaum möglich ist.
Mein Gesamtfazit fällt deshalb positiv aus: starke Matches, ein überraschender Turnierverlauf und eine würdige Siegerin. Für 2027 sollte vor allem die Kommunikation bei Wetterextremen weiter verbessert werden.
Ausblick auf die Berlin Tennis Open 2027
Nach dem Turnier ist bereits vor dem nächsten Turnier. Die Berlin Tennis Open sollen vom 12. bis 20. Juni 2027 erneut auf der Anlage des LTTC „Rot-Weiß“ Berlin stattfinden.
Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Erste Ticketangebote sind ab 40 Euro erhältlich.
Tickets und weitere Informationen gibt es hier:
Berlin Tennis Open – offizielle Website
Welche Topspielerinnen 2027 nach Berlin kommen, steht noch nicht fest. Nach dem starken Feld und dem großen öffentlichen Interesse 2026 dürfte der Anspruch jedoch erneut hoch sein.
Faktenblock: Berlin Tennis Open 2026
Turnier: VANDA Pharmaceuticals Berlin Tennis Open
Kategorie: WTA 500
Zeitraum: 13. bis 22. Juni 2026 einschließlich Bonustag
Ursprünglich geplant: 13. bis 21. Juni 2026
Austragungsort: Steffi-Graf-Stadion beim LTTC „Rot-Weiß“ Berlin
Belag: Rasen
Einzelsiegerin: Linda Noskova
Finalistin im Einzel: Jessica Pegula
Einzel-Ergebnis: 6:4, 4:6, 6:3
Doppelsiegerinnen: Ekaterina Alexandrova und Linda Noskova
Doppel-Finalistinnen: Sara Errani und Nicole Melichar-Martinez
Doppel-Ergebnis: 6:2, 6:4
Doppel-Halbfinale: 6:3, 7:6 (9:7) gegen Ulrikke Eikeri und Quinn Gleason
Besonderheit: Linda Noskova gewinnt Einzel und Doppel
Bonustag: Montag, 22. Juni 2026, bei freiem Eintritt
Nächstes Turnier: 12. bis 20. Juni 2027
Tickets 2027: ab 40 Euro
FAQ zum Abschluss der Berlin Tennis Open 2026
Wer hat die Berlin Tennis Open 2026 gewonnen?
Linda Noskova gewann das Einzel-Finale gegen Jessica Pegula mit 6:4, 4:6 und 6:3.
Wer gewann den Doppel-Wettbewerb?
Ekaterina Alexandrova und Linda Noskova gewannen das Doppel-Finale gegen Sara Errani und Nicole Melichar-Martinez mit 6:2 und 6:4.
Warum wurde am Montag noch Tennis gespielt?
Das Doppel-Halbfinale war zunächst wegen Dunkelheit und später wegen des schweren Unwetters unterbrochen worden. Deshalb wurden Halbfinale und Finale am Montag nachgeholt.
Wie endete das Doppel-Halbfinale?
Alexandrova und Noskova besiegten Ulrikke Eikeri und Quinn Gleason mit 6:3 und 7:6. Der Tiebreak endete 9:7.
War der Eintritt am Montag kostenlos?
Ja. Der zusätzliche Turniertag konnte bei freiem Eintritt besucht werden.
Welche zwei Titel gewann Linda Noskova?
Noskova gewann sowohl den Einzel-Wettbewerb als auch gemeinsam mit Ekaterina Alexandrova den Doppel-Wettbewerb.
Was passierte am Finalsonntag?
Ein extremes Unwetter setzte Teile des Turniergeländes unter Wasser. Die Anlage musste vorübergehend geräumt werden und das Einzel-Finale begann erst mit großer Verspätung.
Wann finden die Berlin Tennis Open 2027 statt?
Das nächste Turnier ist vom 12. bis 20. Juni 2027 geplant.
Was kosten Tickets für 2027?
Erste Ticketangebote sind ab 40 Euro erhältlich.












