Zehn Tage voller Entdeckungen: Wissenschaftsfestival verwandelt Berlin in ein Mitmachlabor
Wie funktioniert Künstliche Intelligenz? Können wir eines Tages auf dem Mars leben? Und was geschieht, wenn Wissenschaft, Kunst und Musik aufeinandertreffen? Vom 1. bis 10. November 2026 lädt die Berlin Science Week zu mehr als 350 Veranstaltungen in der ganzen Hauptstadt ein. Auf dem Programm stehen Experimente, Live-Shows, Vorträge, Ausstellungen und ungewöhnliche Begegnungen mit Forschern aus aller Welt.
Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto „In Touch – Wissenschaft ist persönlich“. Dabei geht es nicht nur um technische Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch darum, wie Forschung unseren Alltag verändert. Viele Angebote laden ausdrücklich zum Mitmachen ein und sind auch ohne wissenschaftliche Vorkenntnisse verständlich.
Eine große Neuerung gibt es beim Veranstaltungsort: Vom 6. bis 8. November wird das Haus der Kulturen der Welt (HKW) erstmals zum zentralen Treffpunkt des Festivals. Dort finden mehr als 110 Programmpunkte statt, darunter ein eigens entwickeltes Familienprogramm mit Raumfahrtshows, Experimenten und bekannten Gästen. Der Eintritt ins Festivalzentrum ist kostenlos, allerdings wird ein ebenfalls kostenloser Festivalpass benötigt.
Update vom 26. Oktober 2026, 17:40 Uhr: Die Berlin Science Week findet vom 1. bis 10. November statt. Das Festivalzentrum im Haus der Kulturen der Welt öffnet vom 6. bis 8. November. Kostenlose Drei-Tages-Pässe sind erhältlich; für einzelne Workshops ist zusätzlich eine Platzreservierung erforderlich. Der offizielle Festakt am 1. November im Museum für Naturkunde ist ausschließlich geladenen Gästen vorbehalten.
⚡ Kurz zusammengefasst
Die Berlin Science Week 2026 bietet vom 1. bis 10. November mehr als 350 Veranstaltungen an über 120 Orten in der Hauptstadt. Die Themen reichen von Künstlicher Intelligenz, Raumfahrt und Medizin bis zu Klima, Gesellschaft und Kunst. Das neue Festivalzentrum im Haus der Kulturen der Welt öffnet vom 6. bis 8. November mit mehr als 110 Programmpunkten. Alle Veranstaltungen dort sind kostenlos, für den Zutritt wird jedoch ein kostenloser Drei-Tages-Pass benötigt.
Zu den Höhepunkten gehören der KI-Forscher Yoshua Bengio, Physik-Nobelpreisträger Brian Schmidt, die Raumfahrtshows des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie ein erstmals eigenständig zusammengestelltes Familienprogramm. Auch 33 Berliner Bibliotheken beteiligen sich mit kostenlosen Angeboten. Einzelne Veranstaltungen außerhalb des Festivalzentrums sind kostenpflichtig oder erfordern eine gesonderte Anmeldung.
Berlin Science Week 2026: Was steckt hinter dem Wissenschaftsfestival?
Die Berlin Science Week gehört zu den großen internationalen Wissenschaftsfestivals der Hauptstadt. Jedes Jahr bringt sie Forscher, Künstler, Unternehmen, Hochschulen und neugierige Besucher zusammen. Wissenschaft soll dabei nicht hinter verschlossenen Labortüren stattfinden, sondern an Orten, an denen Menschen unmittelbar miteinander ins Gespräch kommen können.
2026 beteiligen sich mehr als 230 Partner aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Neben den Veranstaltungen im Haus der Kulturen der Welt gibt es rund 240 Programmpunkte an weiteren Standorten. Universitäten öffnen ihre Türen, Forschungseinrichtungen präsentieren aktuelle Entwicklungen und Kulturorte verbinden wissenschaftliche Fragen mit kreativen Formaten.
Die Berlin Science Week wird von der Falling Walls Foundation veranstaltet und von der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege unterstützt. Im vergangenen Jahr erreichte das Festival nach Veranstalterangaben rund 35.000 Besucher. Die neue Ausgabe setzt auf ein breites Stadtprogramm und auf die zentrale Begegnung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit im HKW.
„In Touch“: Warum Wissenschaft 2026 besonders persönlich wird
Das Motto „In Touch“ rückt den Menschen stärker in den Mittelpunkt. Statt Forschung ausschließlich anhand von Zahlen, technischen Entwicklungen und neuen Technologien zu erklären, geht es auch um persönliche Erfahrungen, Vertrauen, Verantwortung und die gesellschaftlichen Folgen wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Besucher sollen erleben, wie eng Forschung mit ihrem eigenen Alltag verbunden ist.
Dafür gliedert sich das Programm in sieben Themenbereiche: Vertrauen & Verantwortung, Infrastruktur des Alltags, Lernen & Arbeiten, Körper & Geist, Planetare Fragen, Grenzen des Wissens sowie Erfahren & Erleben. Die Einteilung orientiert sich nicht an klassischen wissenschaftlichen Disziplinen, sondern an den Berührungspunkten zwischen Forschung und Leben. So lassen sich Veranstaltungen gezielt nach persönlichen Interessen auswählen.
Neues Festivalzentrum im Haus der Kulturen der Welt: Das erwartet die Besucher
Vom 6. bis 8. November 2026 verwandelt sich das Haus der Kulturen der Welt in Berlin-Tiergarten in ein großes Wissenschaftszentrum. Das markante Gebäude an der Spree, das viele Berliner wegen seiner Dachform auch als „Schwangere Auster“ kennen, bietet Platz für Diskussionen, Ausstellungsstände, Workshops und Live-Performances. Erstmals konzentriert sich das zentrale Festivalprogramm an diesem Ort.
Besucher können hier unter anderem mehr über Quantenphysik, künstliche Intelligenz, die Materialien der Zukunft und medizinische Forschung erfahren. An interaktiven Ständen lassen sich Forschungsprojekte aus unmittelbarer Nähe kennenlernen. Das Programm bietet Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen und mit Wissenschaftlern über ihre Arbeit zu sprechen.
Zu den Mitmachangeboten gehören Einblicke in moderne Robotik, Experimente mit Licht, innovative Materialien und praktische Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Besucher können beispielsweise erleben, wie eine KI Bewegungen erkennt, welche Möglichkeiten Exoskelette eröffnen oder wie aus biologischen Rohstoffen neue Materialien entstehen. Dadurch wird auch komplexe Forschung anschaulich.
Öffnungszeiten des Festivalzentrums
| Tag | Einlass / Öffnungszeit | Programmstart |
|---|---|---|
| Freitag, 6. November | 12:30–24:00 Uhr | 13:00 Uhr |
| Samstag, 7. November | 10:00–24:00 Uhr | 10:30 Uhr |
| Sonntag, 8. November | 09:30–19:30 Uhr | 10:00 Uhr |
Am Freitag und Samstag bleibt das Festivalzentrum bis Mitternacht geöffnet. Die Ausstellungsstände haben allerdings kürzere Zeiten als das übrige Bühnenprogramm. Wer die Experimente und interaktiven Forschungsstände besuchen möchte, sollte deshalb möglichst tagsüber kommen.
Diese Zeiten gelten für die Ausstellungsstände
| Tag | Ausstellungsstände |
|---|---|
| Freitag, 6. November | 13:00–18:00 Uhr |
| Samstag, 7. November | 10:00–18:00 Uhr |
| Sonntag, 8. November | 10:00–19:00 Uhr |
Das ist besonders für Familien wichtig. Am Freitag und Samstag können zwar bis Mitternacht Bühnenveranstaltungen stattfinden, doch die Mitmachstände schließen bereits um 18 Uhr. Wer möglichst viele Ausstellungen entdecken möchte, sollte entsprechend früher anreisen.
Freitag, 6. November: KI-Forscher Yoshua Bengio und Nobelpreisträger Brian Schmidt
Der erste Tag im Festivalzentrum beginnt mit einer prominent besetzten Diskussion über Künstliche Intelligenz. Um 13 Uhr eröffnet der international bekannte KI-Forscher Yoshua Bengio das Programm. Gemeinsam mit weiteren Gästen geht es um die Frage, wie künstliche Intelligenz entwickelt werden kann, damit sie der Gesellschaft nutzt und welche Verantwortung dabei Forschung und Technologieunternehmen tragen.
Zu den weiteren Teilnehmern gehören die Technologieexpertin Stephanie Hare, die Wissenschaftsjournalistin Sibylle Anderl und die Transformationspsychologin Irina Nalis. Die Eröffnung verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit Fragen nach Vertrauen und gesellschaftlichen Veränderungen. Das Format umfasst englisch- und deutschsprachige Programmteile.
Ein weiterer Höhepunkt folgt um 15:30 Uhr. Der Physik-Nobelpreisträger Brian Schmidt spricht gemeinsam mit dem Physiker Harry Cliff über ungelöste Fragen des Universums. Unter dem Titel „In Touch with the Unknown“ geht es darum, warum unser heutiges Verständnis des Kosmos noch immer große Lücken aufweist. Moderiert wird das Gespräch von der Teilchenphysikerin Clara Nellist.
Auch praktische Wissenschaft kommt an diesem Tag nicht zu kurz. Besucher können unter anderem Experimente zum Licht erleben, mehr über den Einsatz von Robotik im Alltag erfahren oder mit Forschungsteams an den Ausstellungsständen sprechen. Am Abend verbindet die Veranstaltungsreihe „Fertile Void“ Forschung mit Klang und Performance.
Samstag, 7. November: Wissenschaft trifft Kunst, Musik und Live-Shows
Am Samstag rückt die Verbindung zwischen Kunst und Forschung besonders stark in den Mittelpunkt. Das Programm beschäftigt sich damit, wie wissenschaftliche Erkenntnisse durch Performances, Filme und künstlerische Experimente eine neue Wirkung entfalten können. Dazu kommen Workshops, Ausstellungen und Diskussionen über aktuelle Fragen aus Technologie und Gesellschaft.
Um 14:15 Uhr beginnt eine Live-Aufzeichnung des BBC-Podcasts „The Evidence“ mit Claudia Hammond. Im Mittelpunkt stehen Hormone und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper und das Leben. Derartige Formate zeigen, dass Wissenschaft nicht nur auf klassischen Vortragsbühnen stattfinden muss.
Um 16 Uhr folgt die Diskussion „Europe needs a Plan: Science & Arts in the AI Age“. Mit dabei sind unter anderem der international bekannte Künstler Olafur Eliasson, Francesca Bria und der Quantenphysiker Tommaso Calarco. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle Wissenschaft und Kunst im Zeitalter der künstlichen Intelligenz spielen können.
Auch am Abend bleibt das Programm ungewöhnlich. Um 21 Uhr beginnt „Cells’ Ears“, eine Performance, bei der musikalische Klänge mit einem Experiment an lebenden Herzzellen verbunden werden. Eine halbe Stunde später folgt die englischsprachige Wissenschaftstheater-Show „Queens of Science“.
Queens of Science: Wissenschaft als Dragshow
Bei „Queens of Science“ treffen wissenschaftliche Themen auf Comedy, Choreografie und Bühnenunterhaltung. Vier Wissenschaftler, die auch als Dragkünstler auftreten, präsentieren Forschung in einem außergewöhnlichen Showformat. Die Veranstaltung beginnt am Samstag um 21:30 Uhr und ist bis 23:30 Uhr angekündigt.
Das Angebot richtet sich ausdrücklich an ein erwachsenes Publikum. Für diese Veranstaltung gilt eine Altersgrenze von 18 Jahren. Für Besucher, die Wissenschaft lieber über Unterhaltung als über klassische Vorträge kennenlernen möchten, gehört die Show zu den auffälligsten Programmpunkten des Festivals.
Sonntag, 8. November: Raumfahrt, Wissenschaftsgeschichten und kuriose Forschung
Am Sonntag richtet sich das Programm stärker an Familien und Besucher, die wissenschaftliche Themen auf spielerische Weise entdecken möchten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bringt seine DLR_Raumfahrt_Show auf die Bühne des HKW. Dabei geht es unter anderem darum, ob Menschen künftig auf dem Mars leben könnten und wie die Raumfahrt von morgen aussieht.
Für die Show sind zwei Termine vorgesehen: 10:00 bis 11:15 Uhr sowie 12:15 bis 13:30 Uhr. Das Programm arbeitet mit anschaulichen Experimenten, riesigen Nebelringen, Wärmebildkameras und einem gemeinsamen Countdown. Gerade für Kinder, die sich für das Weltall interessieren, dürfte das zu den besonderen Höhepunkten gehören.
Um 10:30 Uhr beginnt außerdem eine Lesung von Raúl Krauthausen und Adina Hermann aus „Als Ela das All eroberte“. Die Geschichte erzählt von einem Mädchen im Rollstuhl, das von einer Reise ins All träumt. Der Vormittag verbindet damit Raumfahrt, persönliche Geschichten und Fragen nach Teilhabe und Zukunftsmöglichkeiten.
Am Nachmittag stehen weitere Themen auf dem Programm. Um 14:30 Uhr beginnt „Mehr Geschichten aus der Geschichte“ mit den Podcastern Richard Hemmer und Daniel Meßner. Ein besonderer Termin folgt um 16:30 Uhr mit den Ig-Nobelpreisen: Gründer Marc Abrahams präsentiert gemeinsam mit Gästen kuriose und überraschende wissenschaftliche Forschung.
Erstmals eigenes Familienprogramm: Kostenlos forschen mit Kindern
2026 bietet die Berlin Science Week zum ersten Mal ein eigens zusammengestelltes Familienprogramm im Festivalzentrum an. Es richtet sich vor allem an Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren und findet insbesondere am Samstag- und Sonntagvormittag statt. Ziel ist es, wissenschaftliche Fragen so zu erklären, dass Kinder selbst entdecken, ausprobieren und mitreden können.
Ein bekannter Gast ist die Fernsehmoderatorin Clarissa Corrêa da Silva aus der „Sendung mit der Maus“. Am Samstag, 7. November, liest sie von 10:30 bis 11:30 Uhr aus ihrem Buch „Mein wunderbares ICH“. Von 12:30 bis 13:30 Uhr folgt unter dem Titel „Wer bin ICH eigentlich?“ eine interaktive Veranstaltung mit Wissensfragen rund um Gene und persönliche Eigenschaften.
Auch außerhalb der Bühnenveranstaltungen gibt es Mitmachangebote. Kinder können mit Licht und Farben experimentieren, mehr über Pilze lernen oder den menschlichen Körper in einer spielerischen Installation erkunden. Die DLR-Raumfahrtshow am Sonntag ergänzt das Angebot um spektakuläre Experimente und die große Frage nach der Zukunft des Weltraums.
Welche Angebote eignen sich für welches Alter?
Der Licht- und Farbenworkshop am Samstag ist bereits für Kinder ab vier Jahren vorgesehen und findet gemeinsam mit den Eltern statt. Die Veranstaltungen mit Clarissa Corrêa da Silva richten sich insbesondere an Kinder ab acht Jahren. Die DLR-Raumfahrtshow und die Lesung „Als Ela das All eroberte“ werden für Kinder ab neun Jahren empfohlen.
Der Eintritt zum Familienprogramm ist kostenlos. Allerdings benötigen auch Familien den kostenlosen Festivalzentrum-Pass. Für Workshops mit begrenzten Plätzen empfiehlt sich eine zusätzliche Reservierung.
Familienprogramm der Berlin Science Week 2026 entdecken
Wissenschaft in ganz Berlin: Diese Veranstaltungen finden außerhalb des HKW statt
Die Berlin Science Week beginnt bereits am Sonntag, 1. November, also fünf Tage vor der Eröffnung des zentralen Festivalzentrums. An Universitäten, Forschungseinrichtungen, Museen und weiteren Kulturorten finden über die gesamte Festivaldauer Veranstaltungen statt. Viele davon sind kostenlos, bei einzelnen Angeboten werden Tickets oder Anmeldungen benötigt.
Der offizielle Festakt am 1. November findet im Museum für Naturkunde statt. Diese Eröffnungsveranstaltung ist ausschließlich geladenen Gästen vorbehalten. Das öffentlich zugängliche Stadtprogramm läuft unabhängig davon vom ersten Festivaltag an verschiedenen Berliner Orten.
Besonders abwechslungsreich ist die Mischung aus Forschungsvorträgen und ungewöhnlichen Einblicken hinter die Kulissen. So gibt es Veranstaltungen zur Medizin der Zukunft, zu planetaren Fragen, zur Rolle künstlicher Intelligenz und zu kulturellen Experimenten. Wer sich für ein bestimmtes Thema interessiert, kann im offiziellen Festivalprogramm nach Datum, Thema und Veranstaltungsort suchen.
Ausgewählte Highlights im Stadtprogramm
| Datum | Veranstaltung | Ort und Uhrzeit |
|---|---|---|
| 02.11. | GFZ Earth Update: CO₂ aus der Atmosphäre entfernen | Zeiss-Großplanetarium, 19 Uhr |
| 02.11. | Wissen zwischen Büchern und Science for Fiction mit Bernhard Kegel | Pablo-Neruda-Bibliothek, 18:30 Uhr |
| 04.11. | Queen’s Lecture mit Dame Molly Stevens über regenerative Medizin | TU Berlin, 17 Uhr |
| 07.11. | Sneak Peek ins neue Botanische Museum | Botanischer Garten, 12 Uhr |
| 10.11. | What Hums Beyond – experimentelle Klangperformance | Tieranatomisches Theater, 19 Uhr |
Ein besonderes Erlebnis verspricht am Montag, 2. November, die Veranstaltung „GFZ Earth Update“ im Zeiss-Großplanetarium. Forscher des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung erklären anhand von Fulldome-Projektionen, wie Kohlendioxid durch natürliche Prozesse langfristig gebunden werden könnte. Für diese Veranstaltung ist eine gesonderte Eintrittskarte erforderlich.
Am Mittwoch, 4. November, stellt Dame Molly Stevens an der Technischen Universität Berlin neue Entwicklungen der regenerativen Medizin vor. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Materialien und Technologien, die Krankheiten früher erkennen und den Körper bei der Heilung unterstützen könnten. Der Eintritt zur Queen’s Lecture ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.
Wer lieber Museen entdeckt, kann am Samstag, 7. November, einen besonderen Blick hinter die Kulissen des neuen Botanischen Museums werfen. Die Führung beginnt um 12 Uhr und ist kostenlos, erfordert allerdings eine Anmeldung. Der Rundgang ist laut Veranstaltungsinformationen nicht barrierefrei zugänglich.
Stadtweites Programm der Berlin Science Week 2026
33 Berliner Bibliotheken machen bei der Science Week mit
Eine der interessantesten Neuerungen der diesjährigen Berlin Science Week ist die Aktion „Wissen zwischen Büchern“. Gemeinsam mit den öffentlichen Bibliotheken der Stadt bringt das Festival wissenschaftliche Themen direkt in die Berliner Kieze. Insgesamt beteiligen sich 33 Bibliotheken von Spandau bis Marzahn mit mehr als 30 Veranstaltungen.
Auf dem Programm stehen Vorträge, Workshops, Experimente und Begegnungen mit Forschern. Die Themen sind bewusst alltagsnah: Wie können ältere Menschen Einsamkeit überwinden? Welche Wildtiere leben mitten in Berlin? Und woran erkennt man, ob angebliche wissenschaftliche Studien tatsächlich echt sind?
Ein interessanter Auftakt findet am 2. November um 18:30 Uhr in der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda in Friedrichshain statt. Bei der Eröffnung von „Wissen zwischen Büchern“ geht es unter anderem um Wissenschaft und Science-Fiction. Der Berliner Autor Bernhard Kegel stellt dabei seinen Roman „Gras“ vor.
Besonders praktisch: Alle Veranstaltungen der Bibliotheksreihe sind kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich. Damit bietet das Programm eine unkomplizierte Möglichkeit, wissenschaftliche Themen in der eigenen Nachbarschaft kennenzulernen. Gerade für Besucher, die nicht quer durch Berlin fahren möchten, lohnt sich ein Blick auf die Bibliotheksangebote im eigenen Bezirk.
Alle Veranstaltungen von „Wissen zwischen Büchern“ entdecken
Berlin Science Week 2026: Eintritt, Tickets und kostenloser Festivalpass
Die meisten Veranstaltungen der Berlin Science Week sind kostenlos. Besonders unkompliziert ist das Programm im neuen Festivalzentrum am Haus der Kulturen der Welt. Hier sind alle Programmpunkte vom 6. bis 8. November ohne Eintrittsgebühr zugänglich.
Für das Festivalzentrum wird jedoch ein kostenloser Drei-Tages-Pass benötigt. Dieser ermöglicht den Zugang an allen drei Veranstaltungstagen und steht allen Altersgruppen kostenlos zur Verfügung. Eine frühzeitige Onlinebuchung empfiehlt sich, um den Einlass zu erleichtern.
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Berlin Science Week – Programm im Haus der Kulturen der Welt
Berlin Science Week – Offizielle Besucherinformationen
Für einzelne Workshops und ausgewählte Veranstaltungen ist neben dem allgemeinen Festivalpass eine separate Reservierung erforderlich. Die Kapazitäten können begrenzt sein. Wer einen bestimmten Programmpunkt unbedingt besuchen möchte, sollte sich deshalb möglichst frühzeitig einen Platz sichern.
Ein spontaner Besuch des Festivalzentrums ist grundsätzlich ebenfalls möglich. Wer noch keinen Pass besitzt, kann sich nach den Besucherinformationen vor Ort einen ausstellen lassen. Bei stark nachgefragten Angeboten besteht jedoch keine Garantie auf einen freien Platz.
Was kosten die Veranstaltungen außerhalb des Festivalzentrums?
Bei den stadtweiten Veranstaltungen gelten die Bedingungen der jeweiligen Gastgeber. Viele Angebote sind kostenlos, für einzelne Vorträge, Planetariumsveranstaltungen und Sonderformate werden jedoch Eintrittskarten benötigt. Auch kostenlose Angebote können anmeldepflichtig sein.
Die jeweiligen Veranstaltungsseiten informieren über mögliche Kosten und Buchungswege. Besonders bei begrenzten Platzkontingenten empfiehlt sich die Reservierung vor dem Besuch. Für die Bibliotheksreihe „Wissen zwischen Büchern“ ist dagegen weder ein Eintrittsticket noch eine Anmeldung erforderlich.
Einlass, Altersgrenzen und Barrierefreiheit
Für das Festivalzentrum im Haus der Kulturen der Welt ist der Haupteingang an der John-Foster-Dulles-Allee vorgesehen. Besucher sollten ihren kostenlosen Festivalpass bereithalten und bei reservierten Workshops zusätzlich die entsprechende Buchungsbestätigung mitbringen. Für einzelne Veranstaltungen können eigene Einlasszeiten und Platzkapazitäten gelten.
Eine allgemeine Altersgrenze für das Wissenschaftsfestival gibt es nicht. Viele Angebote richten sich an Erwachsene, während das neue Familienprogramm ausdrücklich Kinder anspricht. Bei einzelnen Abendveranstaltungen gelten besondere Vorgaben, etwa die Altersgrenze ab 18 Jahren für „Queens of Science“.
Das Festivalzentrum bietet außerdem eine kostenlose Garderobe und öffentlich zugängliches WLAN. Für Essen und Getränke stehen das Restaurant Weltwirtschaft sowie ein Foodtruck zur Verfügung. Dadurch können Besucher auch einen längeren Aufenthalt im HKW einplanen.
Barrierefreier Zugang zum HKW
Das Festivalzentrum verfügt über barrierefrei zugängliche Ausstellungs- und Veranstaltungsbereiche sowie entsprechende Toiletten. Teilweise kann Unterstützung durch das Personal nötig sein, wenn ein Aufzug benutzt werden muss. Für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen gibt es unter anderem markierte Glasflächen und taktile Orientierungshilfen, wobei die einzelnen Ausstellungsstände nicht durchgehend speziell auf diese Bedürfnisse ausgerichtet sind.
Die Bedingungen an den weiteren Veranstaltungsorten unterscheiden sich. Wer auf einen barrierefreien Zugang angewiesen ist, sollte deshalb bei stadtweiten Veranstaltungen die Hinweise im jeweiligen Programmeintrag beachten. Dies gilt besonders für historische Gebäude und Führungen hinter sonst verschlossene Türen.
Anfahrt zum Haus der Kulturen der Welt: ÖPNV, Auto und Fahrrad
Das neue Festivalzentrum befindet sich im Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin. Der Veranstaltungsort liegt direkt an der Spree im Tiergarten, unweit des Regierungsviertels. Durch die zentrale Lage ist das Gebäude sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Fahrrad gut erreichbar.
🚆 ÖPNV: U5, Bus 100 und S-Bahn
Besonders bequem ist die Anreise mit der U-Bahn-Linie U5 bis Bundestag. Von dort führt ein Fußweg durch das Regierungsviertel in Richtung Spree und Haus der Kulturen der Welt. Die Haltestelle verfügt über einen Aufzug und eignet sich auch für Besucher, die einen stufenfreien Zugang benötigen.
Noch näher hält die Buslinie 100 an der Haltestelle Haus der Kulturen der Welt direkt am Gebäude. Alternativ eignet sich die S-Bahn bis Hauptbahnhof oder Brandenburger Tor. Vom Hauptbahnhof sind es ungefähr einen Kilometer Fußweg bis zum Festivalzentrum.
🚗 Auto: Parkmöglichkeiten in der Umgebung
Die Adresse für das Navigationsgerät lautet John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin. Direkt am Haus der Kulturen der Welt stehen keine regulären Besucherparkplätze zur Verfügung. Wer mit dem Auto anreist, muss deshalb auf öffentliche Parkmöglichkeiten oder Parkhäuser in der weiteren Umgebung ausweichen.
Gerade am Festivalwochenende kann das zusätzliche Zeit kosten. Aufgrund der Lage im Regierungsviertel und der guten ÖPNV-Verbindungen empfiehlt sich eine Anreise mit U-Bahn, Bus oder S-Bahn.
🚲 Fahrrad: Entlang der Spree zum Festivalzentrum
Für Besucher aus Mitte, Tiergarten und den angrenzenden Stadtteilen ist das Fahrrad eine praktische Alternative. Der Bereich rund um das Haus der Kulturen der Welt lässt sich über die Straßen und Wege am Spreebogen erreichen. Gerade bei trockenem Wetter ist die Strecke entlang der Spree attraktiv.
Fahrräder sollten nur an dafür vorgesehenen Stellen angeschlossen werden. Wer eine Abendveranstaltung besucht, sollte auf eine funktionierende Beleuchtung und ein sicheres Fahrradschloss achten.
💡 Dennis’ Tipp: So lohnt sich ein Besuch der Berlin Science Week besonders
Wer zum ersten Mal zur Berlin Science Week geht, sollte sich vor allem das Festivalzentrum im Haus der Kulturen der Welt ansehen. Dort lassen sich an einem Ort zahlreiche Wissenschaftsthemen entdecken, ohne für jedes Angebot quer durch Berlin fahren zu müssen. Besonders reizvoll finde ich die Mischung aus Mitmachständen, prominenten Forschern und ungewöhnlichen Bühnenformaten.
Für Familien würde ich den Samstag- oder Sonntagvormittag empfehlen. Clarissa Corrêa da Silva und die DLR-Raumfahrtshow bieten einen verständlichen und unterhaltsamen Einstieg für Kinder. Anschließend bleibt genügend Zeit, um die Ausstellungsstände zu erkunden und gemeinsam weiterzuforschen.
Erwachsene, die sich für Künstliche Intelligenz und aktuelle Forschungsfragen interessieren, sollten besonders den Freitag im Blick behalten. Mit Yoshua Bengio und Brian Schmidt stehen gleich zwei international bekannte Wissenschaftler auf dem Programm. Wichtig ist in jedem Fall, den kostenlosen Festivalpass rechtzeitig zu buchen und für begrenzte Workshops zusätzliche Plätze zu reservieren.
Wer am Auftaktwochenende noch weitere Kulturveranstaltungen besuchen möchte, findet bei BerlinMagazine.de auch den Guide zur BUCHBERLIN 2026 mit über 300 Ausstellern in der Arena Berlin. Die Buchmesse findet am 31. Oktober und 1. November statt und lässt sich damit zeitlich mit dem Beginn der Wissenschaftswoche verbinden.
📌 Faktenbox: Berlin Science Week 2026
Veranstaltung: Berlin Science Week 2026
Motto: In Touch – Wissenschaft ist persönlich
Festivalzeitraum: 1.–10. November 2026
Veranstaltungen: Mehr als 350
Veranstaltungen im Festivalzentrum: Mehr als 110
Stadtweite Veranstaltungen: Rund 240
Veranstaltungsorte: Über 120 in ganz Berlin
Beteiligte Partner: Mehr als 230
Offizieller Festakt: 1. November, Museum für Naturkunde, nur auf Einladung
Festivalzentrum: Haus der Kulturen der Welt (HKW)
Festivalzentrum geöffnet: 6.–8. November 2026
Adresse: John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin
Freitag, 6. November: 12:30–24:00 Uhr, Programm ab 13 Uhr
Samstag, 7. November: 10:00–24:00 Uhr, Programm ab 10:30 Uhr
Sonntag, 8. November: 09:30–19:30 Uhr, Programm ab 10 Uhr
Ausstellungsstände Freitag: 13–18 Uhr
Ausstellungsstände Samstag: 10–18 Uhr
Ausstellungsstände Sonntag: 10–19 Uhr
Eintritt Festivalzentrum: Kostenlos
Festivalpass: Kostenloser Drei-Tages-Pass erforderlich
Workshops: Teilweise zusätzliche Reservierung nötig
Stadtweite Veranstaltungen: Überwiegend kostenlos, teilweise anmelde- oder kostenpflichtig
Familienprogramm: 7. und 8. November, insbesondere für Kinder von 4 bis 12 Jahren
Bibliotheksprogramm: Mehr als 30 Veranstaltungen in 33 öffentlichen Bibliotheken
Altersgrenze: Keine allgemeine; einzelne Veranstaltungen ab 18 Jahren
Barrierefreiheit: Festivalzentrum barrierefrei zugänglich
Anfahrt: U5 Bundestag, Bus 100 Haus der Kulturen der Welt, S Hauptbahnhof
Veranstalter: Falling Walls Foundation
Festivalpass: Kostenlose Tickets buchen
Offizielles Programm: Berlin Science Week 2026
❓ FAQ zur Berlin Science Week 2026
Wann findet die Berlin Science Week 2026 statt?
Die Berlin Science Week findet vom Sonntag, 1. November, bis Dienstag, 10. November 2026, statt. Das stadtweite Festivalprogramm läuft an allen zehn Tagen.
Wo findet die Berlin Science Week 2026 statt?
Veranstaltungen gibt es an über 120 Orten in Berlin. Das zentrale Festivalzentrum befindet sich vom 6. bis 8. November im Haus der Kulturen der Welt im Tiergarten.
Kann ich am offiziellen Eröffnungsfestakt teilnehmen?
Der offizielle Festakt am 1. November im Museum für Naturkunde ist nur für geladene Gäste zugänglich. Das öffentliche Stadtprogramm findet unabhängig davon an verschiedenen Orten in Berlin statt.
Ist die Berlin Science Week kostenlos?
Die meisten Veranstaltungen sind kostenlos. Alle Programmpunkte im Festivalzentrum sind kostenfrei zugänglich, allerdings wird ein kostenloser Drei-Tages-Pass benötigt. Für einzelne stadtweite Veranstaltungen fallen Eintrittskosten an.
Wo kann ich den kostenlosen Festivalpass buchen?
Der Festivalpass ist über den offiziellen Ticketshop der Berlin Science Week erhältlich. Er gilt für alle drei Tage vom 6. bis 8. November im Haus der Kulturen der Welt.
Muss ich mich für einzelne Veranstaltungen anmelden?
Für manche Workshops ist zusätzlich eine Platzreservierung erforderlich. Bei den stadtweiten Veranstaltungen gelten die Bedingungen der jeweiligen Gastgeber. Die Bibliotheksveranstaltungen von „Wissen zwischen Büchern“ sind ohne Anmeldung zugänglich.
Wann haben die Ausstellungsstände geöffnet?
Die interaktiven Forschungsstände sind am Freitag von 13 bis 18 Uhr, am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Bühnenprogramme können teilweise bis in den späten Abend dauern.
Gibt es ein Programm für Kinder?
Ja. Am 7. und 8. November findet erstmals ein speziell entwickeltes Familienprogramm statt. Es richtet sich besonders an Kinder zwischen vier und zwölf Jahren und umfasst Mitmachaktionen, Lesungen, Quizveranstaltungen und Raumfahrtshows.
Wann tritt Clarissa Corrêa da Silva auf?
Die Fernsehmoderatorin ist am Samstag, 7. November, im HKW zu erleben. Eine interaktive Lesung beginnt um 10:30 Uhr, ein Familienquiz folgt um 12:30 Uhr.
Wann findet die DLR-Raumfahrtshow statt?
Die DLR_Raumfahrt_Show ist für Sonntag, 8. November, mit zwei Vorstellungen von 10:00 bis 11:15 Uhr und von 12:15 bis 13:30 Uhr angekündigt.
Welche bekannten Wissenschaftler sind dabei?
Unter anderem werden der KI-Forscher Yoshua Bengio und Physik-Nobelpreisträger Brian Schmidt erwartet. Außerdem stehen zahlreiche weitere internationale Forscher und Experten auf dem Programm.
Gibt es Veranstaltungen auf Deutsch?
Ja. Die Berlin Science Week bietet zahlreiche deutschsprachige und englischsprachige Veranstaltungen. Im Familienprogramm finden die meisten Angebote auf Deutsch statt. Die jeweilige Sprache ist im offiziellen Programm angegeben.
Wo gibt es kostenlose Wissenschaftsveranstaltungen in meinem Kiez?
Die Veranstaltungsreihe „Wissen zwischen Büchern“ bringt mehr als 30 Veranstaltungen in 33 öffentliche Bibliotheken. Alle Angebote dieser Reihe sind kostenlos und ohne vorherige Anmeldung zugänglich.
Ist das Festivalzentrum barrierefrei?
Ja. Die Ausstellungs- und Veranstaltungsbereiche im HKW sind rollstuhlgerecht zugänglich. Für stadtweite Veranstaltungen sind die jeweiligen Hinweise zur Barrierefreiheit zu beachten.
Wie kommt man am besten zum Haus der Kulturen der Welt?
Am einfachsten ist die Anreise mit der U5 bis Bundestag oder mit dem Bus 100 bis Haus der Kulturen der Welt. Auch vom Berliner Hauptbahnhof ist das Festivalzentrum zu Fuß erreichbar.













