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Home Ausflüge

Bettys Beerchen Boomerang in Karls Elstal: Unser Test bei der 24h-Challenge

Dennis Von Dennis
17. Oktober 2026
in Ausflüge, Berlin, Familie
0
Bettys Beerchen Boomerang bei Karls Elstal zur Eröffnung 2026 mit Robert Dahl und Teilnehmern der 24h-Challenge

Bettys Beerchen Boomerang bei Karls Elstal wurde am 17. Oktober 2026 offiziell eröffnet. © Dennis Hahn / BerlinMagazine.de

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Neue Achterbahn, 310 Runden und 35.790,49 Euro für den guten Zweck

Karls Erlebnis-Dorf Elstal hat eine neue Hauptattraktion. Seit Samstag, 17. Oktober 2026, ist Bettys Beerchen Boomerang offiziell geöffnet. Einen Tag zuvor wurde die neue Familienachterbahn allerdings schon einem ziemlich außergewöhnlichen Dauertest unterzogen: Robert Dahl und neun Infulencer und Promiente starteten zu einer 24-Stunden-Achterbahn-Challenge, bei der mit jeder Runde Geld für die Robert-Dahl-Stiftung gesammelt wurde.

BerlinMagazine.de war an beiden Tagen in Elstal dabei. Ich hatte das Glück bereits während der laufenden Challenge fünfmal selbst mit Bettys Beerchen Boomerang fahren zu können – darunter eine Runde mit Robert Dahl und eine weitere u.a mit Yottuber und TikToker Fabian Baggeler. Nach diesen fünf Fahrten fällt mein Eindruck ziemlich eindeutig aus: Die neue Bahn bietet deutlich mehr Dynamik als K2 (die bisherige große Achterbahn im Karls Elstal), fährt sich angenehm rund und schafft einen sehr guten Mittelweg zwischen Familienachterbahn und echtem Nervenkitzel.

Am Ende des ungewöhnlichen Eröffnungswochenendes standen zudem beeindruckende Zahlen. Tobi und ViviBing schafften jeweils 310 Runden, Sandra Rönsch kam auf 302 Fahrten und insgesamt wurden 35.790,49 Euro für „KARLS für alle – Die Robert Dahl Stiftung für Inklusion“ gesammelt.

Update vom 17. Oktober 2026, 18:05 Uhr: Bettys Beerchen Boomerang ist seit heute regulär für Besucher geöffnet. Die 24h-Challenge ist beendet, das Spendenergebnis steht fest. BerlinMagazine.de war bei Challenge und Eröffnung vor Ort und hat die neue Achterbahn bereits am Freitag fünfmal selbst getestet.

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⚡ Kurz zusammengefasst

Bettys Beerchen Boomerang erreicht bis zu 60 km/h, fährt die Strecke sowohl vorwärts als auch rückwärts und entwickelt Kräfte von bis zu 2,7 G. Die Schiene ist rund 230 Meter lang, der Zug besteht aus zehn Wagen mit jeweils zwei Plätzen und eine komplette Fahrt dauert etwa 66 Sekunden. Mit Begleitung dürfen Kinder ab 100 Zentimetern Körpergröße und vier Jahren mitfahren, ohne Begleitung ab 120 Zentimetern und sieben Jahren.

Zum Start veranstaltete Karls am 16. Oktober eine 24h-Challenge für den guten Zweck. Besucher konnten für sieben Euro gemeinsam mit den Teilnehmern fahren, der komplette Betrag floss ebenfalls in die Stiftung. Tobi und ViviBing erreichten mit jeweils 310 Runden den Höchstwert, insgesamt kamen 35.790,49 Euro zusammen. Am Samstagvormittag wurde die Bahn schließlich mit einem symbolischen Start und einem kleinen Feuerwerk offiziell für alle Besucher freigegeben.


Schon die Gestaltung ist unverkennbar Karls

Bettys Beerchen Boomerang fällt auf, bevor überhaupt jemand eingestiegen ist. Das große Stations- und Shopgebäude greift optisch die bekannten roten Karls-Erdbeer-Verkaufsstände auf, in denen während der Saison normalerweise Erdbeeren verkauft werden. Im Gebäude befinden sich die Station der Achterbahn und darunter beziehungsweise angrenzend ein großer Shop. Damit beginnt die Thematisierung nicht erst am Bahnsteig, sondern bestimmt den gesamten Bereich.

Besonders gelungen finde ich die Fahrzeuge. Statt gewöhnlicher Achterbahnwagen sitzt man praktisch in überdimensionierten Erdbeerschalen beziehungsweise Erdbeerverpackungen. Das wirkt nicht wie ein nachträglich aufgeklemmtes Thema, sondern passt unmittelbar zur Marke Karls. Selbst wenn man das Logo entfernen würde, wäre ziemlich schnell klar, zu welchem Park diese Bahn gehört.

Hinzu kommt ein großer Erdbeerkorb mit einer mehr als 80 Quadratmeter großen LED-Fläche. Dort wird eine historische Aufnahme von Elisabeth Dahl, der Mutter von Robert Dahl, mithilfe moderner Technik zum Leben erweckt. Auch das benachbarte Erdbeercafé trägt ihren Namen. Dadurch bekommt die ansonsten sehr verspielte Gestaltung zusätzlich eine persönliche Verbindung zur Familiengeschichte.

Bettys Beerchen Boomerang bei Karls Elstal zur Eröffnung 2026 mit Robert Dahl und Teilnehmern der 24h-Challenge
© Dennis Hahn

Die Idee für die Wagen lag auf Robert Dahls Schreibtisch

Eine der schönsten Geschichten zur Entstehung erzählte Robert Dahl bei der Eröffnung selbst. Als es um die Gestaltung der Fahrzeuge ging, saß das Team offenbar in seinem Büro zusammen. Dort standen leere Erdbeerkörbchen – und daraus entstand relativ schnell die Idee, genau diese Form auf die Wagen der neuen Achterbahn zu übertragen.

Das klingt fast zu einfach für eine große Freizeitparkattraktion. Genau deshalb passt die Geschichte aber ziemlich gut zu Karls. Statt sich ein kompliziertes Fantasiethema auszudenken, nahm das Team etwas, das seit Jahrzehnten untrennbar mit dem Unternehmen verbunden ist, und vergrößerte es einfach auf Achterbahnformat.

Bei der fertigen Bahn funktioniert diese Idee ausgesprochen gut. Das Design wirkt verspielt, ohne beliebig zu sein, und schafft einen hohen Wiedererkennungswert. Bettys Beerchen Boomerang könnte technisch natürlich auch in einem anderen Freizeitpark stehen – in dieser Gestaltung fühlt sie sich aber an, als könne sie eigentlich nur bei Karls stehen.

Bettys Beerchen Boomerang bei Karls Elstal zur Eröffnung 2026 mit Robert Dahl und Teilnehmern der 24h-Challenge
© Dennis Hahn

Unser Test mitten in der 24h-Challenge

Ich konnte Bettys Beerchen Boomerang bereits am Freitag fünfmal während der laufenden Challenge selbst fahren. Eine dieser Fahrten absolvierte ich gemeinsam mit den Mr. Karls Erlebnis-Dorf Robert Dahl, eine weitere mit Yottuber und TikToker Fabian Baggeler. Die Atmosphäre war schon irgendwie besonders, bei so einem Start dabei zu sein.dan

Das Fahrprinzip ist schnell erklärt. Der Zug wird zunächst rückwärts einen hohen Streckenabschnitt hinaufgezogen. Anschließend geht es mit Schwung vorwärts durch die komplette Strecke, bevor man am anderen Ende wieder Höhe gewinnt und die Strecke anschließend noch einmal rückwärts durchfährt. Gerade dieser Wechsel sorgt dafür, dass sich die Bahn deutlich abwechslungsreicher anfühlt, als es die reine Streckenlänge zunächst vermuten lässt.

Die maximal 60 km/h wirken auf dem Papier für Achterbahnverhältnisse nicht extrem. Auf der kompakten Strecke fühlt sich das Tempo aber überraschend flott an. Gleichzeitig fährt sich die Bahn angenehm rund – kein unangenehmes Rütteln, keine harten Übergänge. Das dürfte auch mit dem niederländischen Hersteller Vekoma zusammenhängen, der in den vergangenen Jahren zahlreiche moderne Familien- und Großachterbahnen entwickelt hat.


Deutlich spektakulärer als K2 – aber weiterhin familientauglich

Für mich ist Bettys Beerchen Boomerang deutlich spektakulärer als die bestehende K2-Achterbahn in Elstal. Das heißt nicht, dass K2 dadurch überflüssig wird. Die beiden Attraktionen setzen einfach an unterschiedlichen Punkten an. K2 bleibt der etwas unkompliziertere Einstieg, während die neue Bahn mit Tempo, Höhe und vor allem der Rückwärtsfahrt klar eine Stufe darüber liegt.

Trotzdem wird Bettys Beerchen Boomerang nicht zu einer Bahn, die Familien abschrecken dürfte. Es gibt keine Überschläge und keinen Versuch, mit extremen Rekordwerten zu beeindrucken. Stattdessen konzentriert sich die Attraktion auf ein Fahrgefühl, das aufregend genug für erfahrenere Besucher ist, aber auch für viele Kinder und Familien funktioniert.

Als langjähriger Freizeitpark-Fan mit vielen Vergleichsmöglichkeiten im In- und Ausland fällt mein Eindruck deshalb ziemlich klar aus: Bettys Beerchen Boomerang ist eine sehr stimmige Familienachterbahn, die überraschend viel Dynamik bietet und hervorragend zu Karls passt. Genau das ist letztlich wichtiger, als mit immer höheren oder schnelleren Bahnen konkurrieren zu wollen.


66 Sekunden sind bei 310 Runden eine andere Hausnummer

Eine Fahrt dauert ungefähr 66 Sekunden. Bei einer Runde macht das Spaß, bei fünf Fahrten bekommt man die Bahn schon ziemlich gut zu spüren. Was 300 und mehr Wiederholungen bedeuten, ist dagegen noch einmal eine völlig andere Dimension.

Denn das Fahrprofil ändert sich natürlich nicht: immer wieder rückwärts hoch, Beschleunigung, vorwärts durch die Strecke, anschließend wieder zurück. Dazu kommen Müdigkeit, immer dieselben Bewegungen und irgendwann schlicht die Frage, wie der eigene Körper auf die nächste Runde reagiert.

Nach fünf eigenen Fahrten während der Challenge bekommt man zumindest eine Ahnung davon, warum die hohen Rundenzahlen eine echte Ausdauerleistung sind. Die Teilnehmer haben nicht einfach besonders lange in einer Bahn gesessen, sondern dieselben Beschleunigungen und Richtungswechsel immer wieder erlebt.


So lief die 24h-Challenge ab

Die Challenge startete am Freitag, 16. Oktober, um 11 Uhr. Robert Dahl und neun Creator stiegen in die neue Bahn und versuchten, möglichst lange durchzuhalten. Parallel wurde mit jeder Runde Geld für „KARLS für alle – Die Robert Dahl Stiftung für Inklusion“ gesammelt.

Das ursprünglich angekündigte Prinzip war einfach: Für jede absolvierte Runde spendete Robert Dahl privat zehn Euro pro noch aktivem Challenge-Teilnehmer. Zusätzlich konnten normale Besucher zwischen 11 und 19 Uhr für sieben Euro pro Fahrt mit in Bettys Beerchen Boomerang steigen. Der komplette Erlös aus diesen Besucherfahrten floss ebenfalls in die Stiftung.

Genau dadurch war die Challenge kein abgeschottetes Influencer-Event. Besucher konnten selbst einsteigen, neben den Teilnehmern Platz nehmen und damit gleichzeitig den Spendentopf vergrößern. Auch meine fünf Fahrten fanden auf diesem Weg mitten in der laufenden Aktion statt.


Tobias Fritsche und ViviBing kommen auf jeweils 310 Runden

Je länger die Challenge dauerte, desto kleiner wurde die Gruppe. Robert Dahl selbst stieg nach 55 Runden aus. Andere hielten deutlich länger durch: Die Journalistin, Moderatorin und Content Creatorin Malina Florentine Sternberg kam auf 200 Fahrten. Fabian Baggeler, bekannt für Reise-, Abenteuer- und Challenge-Content sowie spektakuläre Experimente, schaffte 153 Runden. Schauspieler, Comedian und Content Creator Marcel Kay kam auf 134, die Berliner Profiboxerin und Weltmeisterin Nina Meinke auf 111 Runden.

Ganz vorne entwickelte sich ein beeindruckendes Duell. Comedian und Social-Media-Creator Tobias Fritsche alias Tobii, der vor allem mit Comedy-Sketches und verschiedenen Charakterrollen bekannt geworden ist, schaffte 310 Runden. Genau dieselbe Zahl erreichte Vivi Dahle alias ViviBing, die sich mit ihrem Content vor allem auf Freizeitparks, Achterbahnen, Reisen und besondere Erlebnisse spezialisiert hat. Beide teilen sich damit Platz eins.

Nur acht Fahrten dahinter kam Sandra Rönsch, die als Reise- und Freizeitpark-Expertin unterwegs ist, auf 302 Runden und damit auf Platz zwei. Dass am Ende gleich drei Teilnehmer die Marke von 300 Fahrten erreichten, verdient durchaus Anerkennung. Bei 310 Runden summiert sich allein die reine Fahrzeit auf fast sechs Stunden – Wartephasen, Ein- und Aussteigen sowie die gesamte Zeit zwischen den Runden noch gar nicht eingerechnet.

Bettys Beerchen Boomerang bei Karls Elstal zur Eröffnung 2026 mit Robert Dahl und Teilnehmern der 24h-Challenge
© Dennis Hahn

35.790,49 Euro für die Robert-Dahl-Stiftung

Am Samstag stand dann das wichtigste Ergebnis fest: 35.790,49 Euro kamen bei der Aktion für „KARLS für alle – Die Robert Dahl Stiftung für Inklusion“ zusammen.

Die Stiftung wurde 2026 ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, Inklusion und Barrierefreiheit in den Erlebnis-Dörfern weiter auszubauen. Karls formuliert dabei den Anspruch, dass möglichst jeder Mensch unabhängig von körperlichen, geistigen oder finanziellen Einschränkungen an den Erlebnissen teilhaben können soll.

Damit hatte die Challenge mehr als nur Unterhaltungswert zur Eröffnung einer neuen Achterbahn. Aus den Fahrten der Teilnehmer, den Besucherfahrten und der Aufmerksamkeit rund um das Event entstand eine Spendensumme von fast 36.000 Euro.

Bettys Beerchen Boomerang bei Karls Elstal zur Eröffnung 2026 mit Robert Dahl und Teilnehmern der 24h-Challenge
© Dennis Hahn

Am Samstag kamen Challenge und Eröffnung zusammen

Am Samstag ging das Wochenende praktisch direkt von der Challenge in die offizielle Eröffnung über. Gegen 11 Uhr kamen zunächst Robert Dahl und anschließend nach und nach die Challenge-Teilnehmer auf die Bühne. Nicht alle waren nach der langen Aktion noch dabei, der Großteil der Gruppe war jedoch vor Ort – darunter auch die Teilnehmer mit den höchsten Rundenzahlen.

Nach dem sonnigen Freitag mit Temperaturen von zeitweise rund 18 Grad zeigte sich das Wetter am Samstag deutlich grauer. Gegen Ende setzte Nieselregen ein. Trotzdem hatten sich bereits zahlreiche Besucher rund um die neue Attraktion versammelt, um die offizielle Freigabe mitzuerleben.

Neben Robert Dahl kamen auch Vertreter der Freizeitparkbranche zu Wort. Stefan Holtman von Vekoma, dem Hersteller der neuen Achterbahn, sprach über das Projekt. Außerdem war der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) bei der Eröffnung vertreten und richtete einige Worte an die Besucher.


Roter Knopf, kleines Feuerwerk – und die Bahn ist eröffnet

Beim eigentlichen Eröffnungsmoment versammelten sich Robert Dahl, Stefan Holtman, ein Mitglied des Karls-Projektteams und der Vertreter des VDFU am großen roten Knopf.

Gemeinsam lösten sie den symbolischen Start aus. Es folgte ein kleiner Feuerwerkseffekt, Bettys Beerchen Boomerang setzte sich in Bewegung – und damit war die Bahn offiziell für den regulären Betrieb freigegeben.

Der Andrang folgte unmittelbar. Trotz Nieselregens standen schnell zahlreiche Besucher an, die zu den Ersten gehören wollten, die die neue Attraktion nach der offiziellen Eröffnung fahren konnten. Innerhalb weniger Minuten wurde aus der Bahn, die am Vortag noch Mittelpunkt einer außergewöhnlichen Charity-Challenge gewesen war, eine ganz normale neue Hauptattraktion des Parks.

Bettys Beerchen Boomerang bei Karls Elstal zur Eröffnung 2026 mit Robert Dahl und Teilnehmern der 24h-Challenge
© Dennis Hahn

Robert Dahl: Der „Erdbeerbauer“, der inzwischen Freizeitparks baut

Robert Dahl selbst einfach als Freizeitpark-Unternehmer zu beschreiben, trifft den Eindruck, den ich an diesem Wochenende von ihm bekommen habe, nur teilweise. Er ist nicht der klassische Anzugträger, der für den Fototermin erscheint, einen Knopf drückt und anschließend wieder verschwindet.

Dahl bezeichnet sich selbst gern schlicht als Erdbeerbauer. Gleichzeitig ist aus dem kleinen Betrieb, den er Anfang der 1990er-Jahre in Rövershagen mit zehn Hektar Erdbeerfeldern und 13 Verkaufsständen startete, längst ein großes Freizeit- und Tourismusunternehmen geworden.

Mein persönlicher Eindruck nach den beiden Tagen in Elstal: Robert Dahl hat eine ruhige, gelassene und fröhliche Art, gleichzeitig wirkt er unglaublich untriebig. Es scheint immer schon das nächste Projekt, die nächste Idee oder der nächste Standort im Kopf zu sein. Und trotzdem vermittelt er nicht den Eindruck, den Kontakt zum eigentlichen Betrieb verloren zu haben.

Bettys Beerchen Boomerang bei Karls Elstal zur Eröffnung 2026 mit Robert Dahl und Teilnehmern der 24h-Challenge
© Dennis Hahn

Man merkt ihm an, dass er selbst Spaß daran hat

Besonders hängen geblieben ist mir, wie häufig Dahl an diesem Wochenende einfach gestrahlt hat. Er strahlte bei seiner Ankunft am Freitag. Er strahlte bei der ersten Fahrt vorne im Zug. Und er strahlte am Samstag bei der offiziellen Eröffnung wieder.

Eine meiner fünf Fahrten konnte ich selbst gemeinsam mit ihm erleben. Auch dabei wirkte er genau so, wie ich ihn über das gesamte Wochenende wahrgenommen habe: entspannt, gut gelaunt und sichtbar begeistert von der neuen Attraktion.

Das mag wie ein kleines Detail wirken, ist für mich aber durchaus relevant. Karls hat inzwischen eine Größe erreicht, bei der Eigentümer und operative Projekte problemlos sehr weit auseinanderliegen könnten. Bei Dahl entsteht dagegen der Eindruck, dass er tatsächlich wissen möchte, wie sich die neue Bahn fährt und was vor Ort passiert.


Ein Team, das den angekündigten Termin tatsächlich hält

Dahl selbst betonte bei der Eröffnung, dass eine solche Punktlandung nur durch das Team möglich sei. Karls hatte Monate zuvor angekündigt: Am 17. Oktober eröffnet die Bahn. Und am 17. Oktober war sie tatsächlich fertig, geprüft und für Besucher geöffnet.

Das klingt zunächst nicht spektakulär. Wer größere Bau- und Freizeitparkprojekte verfolgt, weiß allerdings, wie viele Dinge bis zur Eröffnung zusammenpassen müssen: Bau, Technik, Thematisierung, Sicherheitsabnahmen, Shop, Gastronomie, Personal und schließlich das komplette Eröffnungswochenende.

Gerade bei Karls scheint dieses hohe Umsetzungstempo inzwischen Teil der Unternehmenskultur zu sein. Projekte werden früh öffentlich angekündigt – und das Team arbeitet anschließend sichtbar darauf hin, den Termin auch einzuhalten.


Vom Elstaler Erlebnis-Dorf zur „Karls Welt“

Wie stark sich der Standort verändert, lässt sich besonders gut in Elstal beobachten. Das Erlebnis-Dorf westlich von Berlin eröffnete 2014. Damals standen Bauernmarkt, Manufakturen, Essen und kleinere Erlebnisse noch sehr viel stärker im Mittelpunkt.

Inzwischen gibt es größere Fahrgeschäfte, K2, verschiedene Themenbereiche und nun Bettys Beerchen Boomerang. Doch selbst diese neue Achterbahn wirkt angesichts dessen, was direkt nebenan entsteht, fast schon wie ein Zwischenschritt.

Karls entwickelt Elstal zunehmend in Richtung einer echten Freizeitdestination für mehrere Tage. Das Unternehmen selbst verwendet dafür inzwischen den Begriff „Karls Welt“. Erlebnis-Dorf, neue Themenparks, Hotel, Gastronomie und weitere Angebote sollen künftig immer stärker miteinander verbunden werden.


Bibi & Tina: 60 Millionen Euro für den nächsten großen Schritt

Direkt neben dem bisherigen Erlebnis-Dorf entsteht der weltweit erste Bibi-&-Tina-Freizeitpark. Karls will ihn am 1. Juli 2027 eröffnen – exakt ein Jahr nach dem Richtfest.

Für das Projekt investiert das Unternehmen rund 60 Millionen Euro. Auf etwa 36.500 Quadratmetern entstehen vier Themenbereiche und elf neue Fahrgeschäfte. Zu den Highlights soll Deutschlands erster Duelling Launch Coaster im Möbius-Design gehören.

Hinzu kommen mehr als zehn Gastronomieangebote, ein Bibi-&-Tina-Flagshipstore und eine große Abendshow. Wie bei Karls üblich, soll es auch im neuen Park keinen klassischen regulären Eintritt geben; zahlreiche Angebote sollen kostenlos zugänglich bleiben.


Auch ein Themenhotel mit 46 Zimmern entsteht

Der neue Park ist nicht allein als Tagesausflug gedacht. Direkt daneben baut Karls ein Bibi-&-Tina-Themenhotel mit 46 Familienzimmern im Martinshof-Stil.

Damit wird deutlich, wohin die Reise für Elstal geht. Wer bislang für einige Stunden zu Karls gefahren ist, soll künftig problemlos ein ganzes Wochenende dort verbringen können.

Wenn man heute auf die Baustelle schaut, ist es durchaus schwer vorstellbar, dass dort bereits am 1. Juli 2027 ein vollständig neuer Freizeitpark eröffnen soll. Nach dem Tempo, das Karls bei anderen Projekten vorlegt, würde ich den Termin allerdings keineswegs vorschnell abschreiben.


Karls wächst inzwischen weit über Elstal hinaus

Parallel wächst das Unternehmen auch an anderen Standorten. Im Juli 2026 eröffnete das neue Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen mitten im Ruhrgebiet. Damit betreibt Karls inzwischen acht Erlebnis-Dörfer in Deutschland.

Die Entwicklung ist bemerkenswert, wenn man sich die Anfänge vor Augen führt. Robert Dahl startete 1992 in Rövershagen mit zehn Hektar Erdbeerfeldern und 13 Verkaufsständen. Daraus entstanden Bauernmarkt, Gastronomie, Manufakturen und schließlich ein Konzept, das sich immer stärker in Richtung Freizeitpark entwickelt hat.

Und die Expansion endet längst nicht an der deutschen Grenze.


Der erste Karls-Standort in den USA entsteht bereits

Im kalifornischen Oxnard, rund eine Autostunde nordwestlich von Los Angeles, entsteht derzeit das erste Karls-Projekt in den USA. Auf dem Gelände des früheren Fisherman’s Wharf am Channel Islands Harbor hat im August 2026 die konkrete Umgestaltung begonnen.

Für Robert Dahl schließt sich damit ein ungewöhnlicher Kreis. Die Gegend rund um Oxnard ist ein bedeutendes Erdbeeranbaugebiet, und Dahl war nach eigenen Angaben bereits als 14-Jähriger gemeinsam mit seinem Vater dort.

Das amerikanische Karls soll ebenfalls Markt, Gastronomie, Einkauf und familienorientierte Erlebnisse miteinander verbinden und ohne klassischen Eintritt funktionieren. Die Eröffnung ist derzeit für Frühjahr 2028 vorgesehen.


Vom Erdbeerfeld zur internationalen Freizeitmarke

Gerade deshalb finde ich die Selbstbeschreibung „Erdbeerbauer“ so passend. Dahl hat längst ein Unternehmen aufgebaut, das mit dem ursprünglichen Erdbeerhof kaum noch vergleichbar ist – und trotzdem zieht sich die Erdbeere bis heute durch fast jedes Projekt.

In Elstal sieht man das gerade besonders deutlich. Eine moderne Vekoma-Achterbahn fährt in Erdbeerschalen durch einen Bereich, der an Karls-Verkaufsstände erinnert. Gleichzeitig entsteht direkt daneben ein 60-Millionen-Euro-Freizeitpark, während auf der anderen Seite des Atlantiks bereits der erste US-Standort vorbereitet wird.

Und irgendwo dazwischen steht Robert Dahl bei der Eröffnung selbst in der ersten Reihe der Achterbahn und freut sich sichtbar darüber, dass das nächste Projekt tatsächlich funktioniert.


Ist Bettys Beerchen Boomerang besser als K2?

Nach fünf eigenen Fahrten fällt meine Antwort eindeutig aus: Für mich ja. Die neue Bahn ist abwechslungsreicher, dynamischer und durch die Rückwärtsfahrt deutlich spannender.

K2 bleibt trotzdem eine sinnvolle Attraktion und dürfte gerade für jüngere oder vorsichtigere Besucher weiterhin der bessere Einstieg sein. Bettys Beerchen Boomerang setzt eine Stufe darüber an und bietet deutlich mehr klassisches Achterbahngefühl.

Noch wichtiger ist für mich aber das Gesamtpaket. Station, Shop, Fahrzeuge, Musik und Erdbeerthema greifen ineinander. Dadurch wirkt die neue Attraktion deutlich vollständiger inszeniert und zeigt ziemlich gut, wohin sich Karls als Freizeitparkbetreiber entwickelt.

Am Ende geht es gar nicht um besser oder nicht. Es geht um den Spaß. Gemeinsame Erlebnisse. Und Familien die einen tollen Tag haben.


Was Besucher jetzt wissen sollten

Bettys Beerchen Boomerang ist seit dem 17. Oktober regulär geöffnet. Der Eintritt in Karls Erlebnis-Dorf Elstal bleibt grundsätzlich kostenlos. Für die kostenpflichtigen Hauptattraktionen können Einzelfahrten, Tages- oder Jahreskarten genutzt werden. Tageskarten für Elstal starten derzeit ab 15 Euro und berechtigen zur wiederholten Nutzung der enthaltenen Hauptattraktionen während des Besuchstags.

Für alle, die Karls häufiger besuchen möchten, ist die Jahreskarte besonders interessant: Regulär kostet sie derzeit 59,90 Euro, beim Kauf über die Karls-App 49,90 Euro pro Person. Sie gilt ab Ausstellung 365 Tage und ermöglicht die beliebig häufige Nutzung der kostenpflichtigen Hauptattraktionen in mehreren Karls Erlebnis-Dörfern. Dazu kommen unter anderem Rabatte auf Heißgetränke, Übernachtungen und ausgewählte Produkte. Gerade im Vergleich zur Tageskarte kann sich die Jahreskarte damit schon nach wenigen Besuchen rechnen.

Für Bettys Beerchen Boomerang gilt: Mit Begleitung ab 100 Zentimetern Körpergröße und vier Jahren, ohne Begleitung ab 120 Zentimetern und sieben Jahren. Karls Elstal ist regulär täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet; einzelne Attraktionen können eigene Betriebszeiten haben oder wetterbedingt vorübergehend schließen.


💡 Dennis’ Tipp

Wer K2 bereits kennt und problemlos fährt, sollte Bettys Beerchen Boomerang auf jeden Fall ausprobieren. Die neue Bahn ist für mich aktuell die spannendere der beiden Achterbahnen in Elstal und bietet genau die richtige Mischung aus Familienfreundlichkeit und spürbar mehr Nervenkitzel.

Wer empfindlich auf Rückwärtsfahrten reagiert, würde ich zunächst bei einer Fahrt bleiben. Nach meinen fünf Fahrten während der Challenge bekommt man durchaus ein Gefühl dafür, wie intensiv die permanente Wiederholung sein kann – und wie außergewöhnlich 300 und mehr Runden erst sind.

Ein persönliches Dankeschön geht außerdem an Robert Dahl und das Karls-Team für die tolle Betreuung vor Ort. Die freundliche und offene Art hat sehr gut zu dem Eindruck gepasst, den Karls an diesem Wochenende insgesamt vermittelt hat. Und das nun nicht nur auf mich, sondern jeden Gast bezogen.


📌 Faktenbox: Bettys Beerchen Boomerang in Karls Elstal

Attraktion: Bettys Beerchen Boomerang
Ort: Karls Erlebnis-Dorf Elstal
Adresse: Zur Döberitzer Heide 1, 14641 Wustermark
Eröffnung: 17. Oktober 2026
Hersteller: Vekoma
Typ: Familienachterbahn mit Vorwärts- und Rückwärtsfahrt
Schienenlänge: rund 230 Meter
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 60 km/h
Maximale Kräfte: bis zu 2,7 G
Fahrzeit: rund 66 Sekunden
Zug: 10 Wagen mit jeweils 2 Plätzen
Mit Begleitung: ab 100 cm und 4 Jahren
Ohne Begleitung: ab 120 cm und 7 Jahren
24h-Challenge: 16./17. Oktober 2026
Platz 1: Tobi und ViviBing mit jeweils 310 Runden
Platz 2: Sandra Rönsch mit 302 Runden
Robert Dahl: 55 Runden
Spendensumme: 35.790,49 Euro
Spendenzweck: KARLS für alle – Die Robert Dahl Stiftung für Inklusion
Eintritt ins Erlebnis-Dorf: kostenlos
Tageskarte: ab 15 Euro
Öffnungszeiten Elstal: regulär täglich 8–19 Uhr


❓ FAQ zu Bettys Beerchen Boomerang in Elstal

Ist Bettys Beerchen Boomerang bereits geöffnet?

Ja. Die neue Achterbahn wurde am 17. Oktober 2026 offiziell eröffnet und kann seitdem regulär im Karls Erlebnis-Dorf Elstal gefahren werden.

Wie schnell fährt Bettys Beerchen Boomerang?

Die Familienachterbahn erreicht bis zu 60 km/h. Dabei wirken Kräfte von maximal 2,7 G.

Fährt die neue Karls-Achterbahn rückwärts?

Ja. Der Zug wird zunächst rückwärts nach oben gezogen, durchfährt die Strecke anschließend vorwärts und fährt sie danach noch einmal in umgekehrter Richtung zurück.

Wie lange dauert eine Fahrt?

Eine komplette Fahrt dauert ungefähr 66 Sekunden.

Ab welchem Alter dürfen Kinder mitfahren?

Mit einer Begleitperson dürfen Kinder ab vier Jahren und 100 Zentimetern Körpergröße mitfahren. Ohne Begleitung gelten mindestens sieben Jahre und 120 Zentimeter.

Ist Bettys Beerchen Boomerang aufregender als K2?

Nach meinen fünf eigenen Fahrten eindeutig. Bettys Beerchen Boomerang fühlt sich schneller und abwechslungsreicher an und bekommt durch die Rückwärtsfahrt zusätzlichen Nervenkitzel. Trotzdem bleibt die Bahn klar familienfreundlich.

Wer gewann die 24h-Achterbahn-Challenge?

Tobi und ViviBing kamen jeweils auf 310 Runden und teilen sich damit den ersten Platz. Sandra Rönsch erreichte mit 302 Runden Platz zwei.

Wie viele Runden fuhr Robert Dahl?

Robert Dahl absolvierte 55 Runden während der Challenge.

Wie viel Geld kam bei der 24h-Challenge zusammen?

Die Aktion brachte 35.790,49 Euro für „KARLS für alle – Die Robert Dahl Stiftung für Inklusion“.

Muss man für Karls Elstal Eintritt bezahlen?

Nein. Das Erlebnis-Dorf kann grundsätzlich kostenlos besucht werden. Für bestimmte Hauptattraktionen werden Einzeltickets benötigt oder sie können mit Tages- beziehungsweise Jahreskarte genutzt werden.

Wann eröffnet der Bibi-&-Tina-Freizeitpark in Elstal?

Karls plant die Eröffnung für den 1. Juli 2027. Auf rund 36.500 Quadratmetern entstehen vier Themenbereiche, elf Fahrgeschäfte, Gastronomie, ein Flagshipstore und ein Themenhotel.

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Konzerthallen sind sein Wohnzimmer, Premieren sein Revier. Dennis lebt für den Moment, in dem das Licht ausgeht und die Show beginnt. Seit Jahren jagt er für euch nach den spannendsten Events und Attraktionen der Stadt. Seine Mission: Nicht nur über Termine zu berichten, sondern die Emotionen hinter den Kulissen einzufangen und die Geschichten aufzuschreiben, die Berlin so einzigartig machen.

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