🏃♂️ Was für ein Tag für den deutschen Laufsport! Unter strahlend blauem Himmel und knackig-kalten, aber sonnigen Bedingungen bebte der Berliner Asphalt. Das absolute Highlight des 45. Generali Berliner Halbmarathon: Amanal Petros pulverisiert seinen eigenen deutschen Rekord und sorgt für Gänsehaut-Momente am Brandenburger Tor. Aber auch bei den Frauen und den Inlineskatern gab es dramatische Entscheidungen und historische Zeiten.
🥇 Männer-Elite: Kenianisches Herzschlag-Finale und Petros‘ Meisterleistung
Die Männer-Konkurrenz entwickelte sich zu einem hochklassigen und extrem spannenden Krimi. In einem dramatischen Finish, das die Zuschauer an der Strecke in Atem hielt, setzten sich die Kenianer an die absolute Spitze. Andrea Kiptoo sicherte sich in phänomenalen 59:11 Minuten den Sieg. Er überquerte die Ziellinie hauchdünn vor seinem zeitgleichen Landsmann Dennis Kipkemoi, der eigentlich als Tempomacher gestartet war, aber eine sensationelle Form bewies und bis zum Schluss durchzog.
Doch die Augen der deutschen Fans waren auf Amanal Petros (Hannover 96) gerichtet. Der 31-Jährige, der bereits im Vorjahr an gleicher Stelle auf dem Podest stand, lieferte ein taktisch Meisterstück ab. Als Dritter brach er in 59:22 Minuten seinen eigenen deutschen Rekord und verbesserte ihn um stolze neun Sekunden. „Berlin liegt mir einfach“, strahlte Petros im Ziel, sichtlich bewegt von der Unterstützung der tausenden Zuschauer.

♀️ Frauen-Elite: Amebaws Favoritensieg und Pfeiffers Bestzeit-Gala
Bei den Frauen wurde die schnellste Läuferin auf der Startliste ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Äthiopierin Likina Amebaw siegte in 65:07 Minuten und erzielte damit die drittschnellste je beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON gelaufene Zeit. Sie verwies die Kenianerinnen Veronica Loleo (65:21 Min.) und Daisilah Jerono (65:35 Min.) auf die Plätze zwei und drei.
Herausragend präsentierte sich auch Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics). Als beste Deutsche und beste Europäerin belegte sie einen starken 5. Platz in einem Weltklasse-Feld. Mit ihrer Zeit von 67:25 Minuten stellte sie nicht nur eine persönliche Bestzeit auf, sondern auch eine neue deutsche Jahresbestzeit. Eine Performance, die für die kommenden Saison-Highlights hoffen lässt.
🛼 Inlineskater: Solofahrt und Sturz-Drama beim Massensprint
Bereits am frühen Sonntagmorgen eröffneten die Inlineskater das Renngeschehen und sorgten für erste Highlights:
- Herren: Der erfahrene Franzose Ewen Fernandez setzte sich schon kurz nach dem Start vom Feld ab und siegte nach einer beeindruckenden Solofahrt in 34:04 Minuten. „Ich bin sehr gut mit den unterschiedlichen Straßenverhältnissen zurechtgekommen“, so Fernandez.
- Damen: Die Kolumbianerin Keily Delgado holte sich den Sieg im packenden Massensprint (39:28 Min.), nachdem sie bei der Streckenhälfte einen Schreckensmoment erlebte: Aufgrund der nassen Fahrbahn kam sie zu Fall, konnte sich aber schnell wieder an das Feld herankämpfen.
🎉 Garmin BERLIN MILE: Ein historisches Debüt und Promi-Fieber
Ein weiteres Highlight des Halbmarathon-Wochenendes war die Premiere der Garmin BERLIN MILE. Rund 3.000 Teilnehmer, darunter Promis wie der Ex-Fußballprofi Felix Kroos und Ultraläufer Florian Neuschwander, liefen die historische Distanz von 1.609 Metern vom Lustgarten bis hinter das Brandenburger Tor. Die Meile, berühmt durch Roger Bannisters Vier-Minuten-Grenze von 1954, bot vielen unterschiedlichen Teilnehmenden einen perfekten, niedrigschwelligen Einstieg in das Wettkampfgeschehen. Ein gelungener Auftakt mit viel Potenzial für die kommenden Jahre.

💡 Dennis’ Insider-Tipp: „Vom Lauf-Virus infiziert“
„Leute, was Amanal Petros da abgeliefert hat, ist absolute Weltklasse! Wer heute an der Strecke stand, hat gespürt, dass die Luft gebrannt hat. Das Brandenburger Tor war ein einziger Hexenkessel. Mein Tipp für alle, die jetzt selbst Lust bekommen haben: Die Anmeldung für 2027 öffnet meistens schneller als man gucken kann. Wer einmal durch dieses Tor gelaufen ist, während tausende Menschen brüllen, der ist für immer infiziert. Und Props an Esther Pfeiffer – was für eine krasse Performance!“ — Euer Dennis













