Am 12. August treffen 85-Prozent-Sonnenfinsternis, Sternschnuppennacht, Saturn und Fulldome-Shows im Zeiss-Großplanetarium aufeinander
Berlin bekommt am Mittwoch, 12. August 2026, einen außergewöhnlich guten Astronomie-Abend. Bei der Langen Nacht der Astronomie Berlin 2026 öffnet das Zeiss-Großplanetarium von 17 Uhr bis 1 Uhr seine Türen und das Außengelände – bei freiem Eintritt. Und ausgerechnet an diesem Abend fallen gleich mehrere Himmelsereignisse zusammen: Über Berlin wird eine partielle Sonnenfinsternis mit rund 85 Prozent Bedeckung sichtbar, später erreicht der Perseiden-Meteorstrom seinen Höhepunkt und ab dem späten Abend soll auch Saturn über den Berliner Hausdächern beobachtet werden können.
2026 ist die Veranstaltung zum 13. Mal in Berlin zu erleben und zugleich die dritte bundesweite Lange Nacht der Astronomie. Neben Berlin beteiligen sich Planetarien, Sternwarten und astronomische Einrichtungen in ganz Deutschland. Das Berliner Zentrum des Abends ist aber klar das Zeiss-Großplanetarium an der Prenzlauer Allee.
Aktualisiert am 10. August 2026 um 9:40 Uhr: Auch die erste Wetterprognose sieht momentan ziemlich gut aus. Für Mittwoch werden in Berlin am frühen Abend rund 24 Grad, gegen 20 Uhr etwa 22 Grad erwartet. Später soll der Himmel zunehmend aufklaren; gegen 22 Uhr liegen die Temperaturen voraussichtlich bei etwa 19 Grad. Für Sonnenfinsternis und Perseiden sind das derzeit vielversprechende Aussichten – zwei Tage vorher kann sich die Bewölkung natürlich noch verändern.
🌌 Kurz zusammengefasst
Die Lange Nacht der Astronomie Berlin 2026 findet am 12. August von 17 bis 1 Uhr im und um das Zeiss-Großplanetarium statt und ist kostenlos. Zwischen 17:15 und 0:30 Uhr laufen astronomische Kurzprogramme unter der Kuppel, ab 18 Uhr wird die Sonnenfinsternis live übertragen, von 19 bis 21 Uhr läuft die bundesweite Live-Sendung und ab 21:30 Uhr beginnen die Beobachtungen draußen. Die Perseiden stehen ab 22 Uhr im Mittelpunkt, Saturn soll ab etwa 23:30 Uhr sichtbar werden. Dazu kommen Vorträge, Astrofotografie-Workshops, ein mobiles Planetarium, Kinderaktionen, eine Astronomie-Meile und die Ausstellung „Urknall unterwegs“. Für die Fulldome-Programme werden trotz freien Eintritts kostenlose Platzkarten benötigt.
🌞 Erst Sonnenfinsternis, dann Sternschnuppen: Warum der 12. August besonders wird
Normalerweise wäre schon der Höhepunkt der Perseiden ein ausreichender Grund, nachts nach oben zu schauen. 2026 kommt wenige Stunden vorher eine Sonnenfinsternis dazu.
In Teilen Europas – unter anderem über Island und Nordspanien – ist sie total. Berlin liegt außerhalb der Totalitätszone, bekommt aber immer noch eine beeindruckende partielle Sonnenfinsternis mit rund 85 Prozent Bedeckung der Sonnenscheibe zu sehen.
In Berlin beginnt die Verfinsterung gegen 19:15 Uhr. Das Maximum wird gegen 20:08 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt sind rund 85 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt – allerdings steht die Sonne dann bereits extrem niedrig über dem westlichen Horizont. Rund eine halbe Stunde später geht sie in Berlin unter. Die Finsternis selbst dauert astronomisch noch über den Sonnenuntergang hinaus an, ist von Berlin aus dann natürlich nicht mehr zu sehen.
Das bedeutet gleichzeitig: Wer die Sonnenfinsternis tatsächlich selbst am Himmel beobachten möchte, benötigt einen Standort mit sehr freiem Blick nach Westen beziehungsweise West-Nordwesten bis zum Horizont. Bäume, Gebäude oder selbst kleinere Erhebungen können zum Zeitpunkt des Maximums bereits im Weg sein.
⚠️ Sonnenfinsternis niemals mit normalen Sonnenbrillen beobachten
Bei aller Vorfreude ist ein Punkt deutlich wichtiger als das perfekte Foto: Nicht ungeschützt in die Sonne schauen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt ausschließlich speziell für Sonnenbeobachtung geeignete und unbeschädigte Sonnenfinsternisbrillen. Geeignete Modelle entsprechen der Norm DIN EN ISO 12312-2 und tragen eine entsprechende Kennzeichnung. Normale Sonnenbrillen, CDs, Rettungsdecken, Röntgenbilder oder selbst gebastelte Filter bieten keinen ausreichenden Schutz.
Noch gefährlicher sind Ferngläser, Kameras oder Teleskope ohne dafür vorgesehenen Sonnenfilter, weil sie das Sonnenlicht zusätzlich bündeln. Für Kinder empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz als besonders sichere Alternative eine indirekte Beobachtung beispielsweise mit einer Lochkamera. Ausführliche Sicherheitshinweise zur Sonnenfinsternis gibt es beim Bundesamt für Strahlenschutz.
📺 Sonnenfinsternis im Zeiss-Großplanetarium: Live-Schalten statt Wolkenlotterie
Das aktuelle offizielle Programm des Zeiss-Großplanetariums setzt bei der Sonnenfinsternis bewusst stark auf Live-Übertragungen. Von 18 bis 21 Uhr läuft ein Sonnenfinsternis-Livestream auf der LED-Wand im Foyer.
Noch umfangreicher wird es von 19 bis 21 Uhr im Kinosaal. Dort wird die offizielle bundesweite Live-Sendung zur Langen Nacht der Astronomie gezeigt. Sie wird direkt aus dem Zeiss-Großplanetarium moderiert und enthält Kurzvorträge, astronomische Erklärungen sowie Live-Schalten zu unterschiedlichen Beobachtungsorten in Deutschland und Spanien.
Das ist gerade 2026 sinnvoll: Selbst wenn der extrem niedrige Berliner Horizont oder einzelne Wolken die direkte Sicht schwierig machen sollten, lassen sich Bilder aus anderen Regionen verfolgen.
Wer nicht nach Prenzlauer Berg kommen kann, kann die zweistündige Sendung ebenfalls kostenlos online verfolgen. Hier geht es zur offiziellen Live-Sendung der Langen Nacht der Astronomie.
🌠 Perseiden 2026: Ab 22 Uhr beginnt die Sternschnuppennacht
Nach Sonnenuntergang ist der Abend noch lange nicht vorbei. Im Gegenteil: Dann beginnt der zweite große Himmelsblock.
In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreicht der Perseiden-Meteorstrom seinen Höhepunkt. Unter idealen, sehr dunklen Bedingungen sind theoretisch bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich. In Berlin wird diese Zahl wegen der starken Lichtverschmutzung kaum erreicht werden, besonders helle Meteore können aber auch innerhalb der Stadt sichtbar sein.
Die Stiftung Planetarium Berlin beginnt hinter dem Zeiss-Großplanetarium bereits um 21:30 Uhr mit Live-Beobachtungen. Ab 22 Uhr richtet sich der Blick gezielt auf die Perseiden. Die besonders gute Beobachtungszeit für Sternschnuppen zieht sich anschließend durch die Nacht; generell lohnt sich der Blick zwischen etwa 22 und 4 Uhr.
Für Perseiden braucht man übrigens gerade kein Teleskop. Mit bloßem Auge bekommt man den größtmöglichen Ausschnitt des Himmels mit – ein dunkler Standort und etwas Geduld sind deutlich wichtiger.
🪐 Ab 23:30 Uhr kommt Saturn dazu
Wer bis in die Nacht bleibt, bekommt möglicherweise noch ein drittes Highlight.
Für ab etwa 23:30 Uhr kündigt das Zeiss-Großplanetarium Beobachtungen des Saturns über den Hausdächern an. Im August wandert der Ringplanet wieder zunehmend in die erste Nachthälfte; etwa zur Monatsmitte geht er ungefähr gegen 22 Uhr auf.
Damit ergibt sich theoretisch ein ziemlich ungewöhnlicher Ablauf: erst Sonnenfinsternis, dann Sternschnuppen und anschließend Saturn.
Natürlich gilt bei allen direkten Beobachtungen: Das Wetter entscheidet mit.
☀️ Wetter für die Lange Nacht der Astronomie: derzeit sehr gute Aussichten
Die aktuelle Prognose für Mittwoch, 12. August, ist für Astronomie-Fans erfreulich.
Am Nachmittag und frühen Abend soll es überwiegend sonnig sein. Gegen 17 und 18 Uhr werden ungefähr 24 Grad erwartet, gegen 19 Uhr etwa 23 Grad und um 20 Uhr noch rund 22 Grad. Danach sinken die Temperaturen langsam auf etwa 20 Grad um 21 Uhr und 19 Grad gegen 22 Uhr. Später soll der Himmel vielfach klar sein.
Für die Sonnenfinsternis wäre vor allem entscheidend, dass der sehr tiefe Westhorizont wolkenfrei bleibt. Bei den Perseiden spielt dagegen die gesamte Bewölkung eine Rolle.
Wer bis 1 Uhr bleibt, sollte trotz des warmen Tages etwas zum Überziehen mitnehmen. Nach mehreren Stunden draußen können 17 oder 18 Grad deutlich kühler wirken als beim Start am Nachmittag.
🔭 Programm der Langen Nacht der Astronomie 2026 in Berlin
Das Zeiss-Großplanetarium verteilt das Programm über die Kuppel, den Kinosaal, Klubraum und das Außengelände. Das vollständige aktuelle Programm gibt es direkt bei der Stiftung Planetarium Berlin.
Im Planetarium
Von 17:15 bis 0:30 Uhr laufen immer wieder astronomische Kurzprogramme im Planetariumssaal.
Wichtig: Der Eintritt bleibt kostenlos, für diese Fulldome-Vorstellungen werden aber kostenlose Platzkarten benötigt. Sie werden jeweils 30 Minuten vor Beginn an der Ticketausgabe vor dem Zeiss-Großplanetarium ausgegeben.
Mobiles Planetarium INTENSE
Von 17:30 bis 1 Uhr steht vor dem Gebäude zusätzlich das mobile Planetarium INTENSE.
In halbstündigen Programmen wechseln sich „Kosmos auf Tour“ und „Leben auf der ISS“ ab. Die kostenlosen Tickets dafür werden direkt am mobilen Planetarium ausgegeben.
🎤 Vorträge und Astrofotografie bis tief in die Nacht
Auch wer sich stärker für die wissenschaftliche Seite interessiert, bekommt ein umfangreiches Programm im Klubraum.
Den Auftakt macht um 17 Uhr Dr. Matthias Grott vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit der Mission MMX. Um 18 Uhr folgt Dr. Hauke Hußmann mit der Merkurmission BepiColombo. Von 19 bis 20 Uhr geht es um die Auswirkungen künstlichen Lichts auf Tiere und Pflanzen.
Nach dem Sonnenfinsternis-Livestream von 20 bis 21 Uhr folgt um 21 Uhr Prof. Markus Bautsch von der Berliner Hochschule für Technik mit einer Übersicht zur Gravitation. Besonders praktisch für alle, die selbst gerne fotografieren: Um 22 Uhr sowie noch einmal von 0 bis 1 Uhr gibt Viktor Schmidt von den Sternfreunden Berlin einen Workshop zur Astrofotografie.
Zwischen 23 und 0 Uhr geht es außerdem um die Archenhold-Sternwarte und um Citizen Science, also astronomische Forschung, zu der auch Amateurastronomen beitragen können.
👨👩👧 Auch mit Kindern lohnt sich der frühe Start
Die Lange Nacht ist ausdrücklich als Veranstaltung für die ganze Familie gedacht.
Von 17 bis 22 Uhr gibt es hinter dem Planetarium Bastelaktionen für Kinder. Bis 23 Uhr dreht sich vor dem Gebäude ein kosmisches Glücksrad, und von 17 Uhr bis Veranstaltungsende stellen sich auf einer Astronomie-Meile Vereine, Clubs und astronomische Einrichtungen vor.
Ebenfalls bis 1 Uhr steht die mobile Ausstellung „Urknall unterwegs“ bereit. Sie führt vom Urknall bis in die Gegenwart und zeigt, wie sich unser Verständnis des Universums entwickelt hat. Das Angebot entstand unter anderem mit Netzwerk Teilchenwelt, Weltmaschine am DESY und Fachleuten der TU Dresden.
Für Familien würde ich daher nicht erst zu den Perseiden um 22 Uhr kommen. Gerade zwischen 17 und etwa 21 Uhr liegt ein großer Teil des Mitmachprogramms. Wer anschließend noch genug Energie hat, kann die ersten Sternschnuppen mitnehmen.
Weitere Ferienideen gibt es auch in unserem großen BerlinMagazine.de-Guide zu den Sommerferien 2026.
🎟️ Eintritt und Platzkarten: Was kostet die Lange Nacht?
Der wichtigste Punkt ist erfreulich unkompliziert:
Der Eintritt zur Langen Nacht der Astronomie im Zeiss-Großplanetarium ist kostenlos.
Für das Außengelände, die Vorträge, die Astronomie-Meile und große Teile des Programms ist kein reguläres Eintrittsticket notwendig.
Eine Ausnahme sind die Plätze bei den Fulldome-Kurzprogrammen. Dafür müssen kostenlose Platzkarten jeweils 30 Minuten vor Beginn an der Ticketausgabe geholt werden. Auch beim mobilen Planetarium werden kostenlose Tickets direkt vor Ort ausgegeben.
Ich würde deshalb bei einem bestimmten Wunschprogramm nicht erst zwei Minuten vorher auftauchen.
🏛️ Das Zeiss-Großplanetarium: eines der größten Planetarien Europas
Auch unabhängig von der Langen Nacht ist das Gebäude selbst sehenswert.
Das Zeiss-Großplanetarium wurde 1987 eröffnet und gehört mit seiner großen Kuppel zu den größten Planetarien Europas. Der Planetariumssaal verfügt über 307 Plätze, der zusätzliche Kinosaal über 160. Zwischen 2014 und 2016 wurde das Haus umfassend modernisiert und mit neuer Medientechnik ausgestattet.
Die markante Außenkuppel besitzt einen Durchmesser von rund 30 Metern. Seit 2025 steht das Zeiss-Großplanetarium außerdem unter Denkmalschutz.
🚆 Anreise zur Langen Nacht der Astronomie
Zeiss-Großplanetarium
Prenzlauer Allee 80
10405 Berlin-Prenzlauer Berg
Das Planetarium empfiehlt selbst die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da es in unmittelbarer Umgebung nur begrenzte Parkmöglichkeiten gibt.
Öffentliche Verkehrsmittel
Am praktischsten ist die S-Bahn bis Prenzlauer Allee. Dort halten aktuell die Linien S41, S42, S8 und S85. Von der Station sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Planetarium.
Mit der Tram fährt die M2 bis Fröbelstraße. Die M10 hält an Prenzlauer Allee/Danziger Straße. Außerdem fährt der Bus 156 zum S-Bahnhof Prenzlauer Allee.
Vom Alexanderplatz ist die M2 eine besonders einfache Verbindung; je nach Wartezeit und Fußweg würde ich insgesamt ungefähr 15 bis 20 Minuten einplanen. Vom Hauptbahnhof ist die M10 eine direkte Option in Richtung Prenzlauer Berg.
Auto
Direkt am Zeiss-Großplanetarium gibt es nur wenige Parkmöglichkeiten. Gerade bei einer kostenlosen Großveranstaltung würde ich nicht darauf setzen, unmittelbar vor dem Gebäude einen Parkplatz zu bekommen.
Wer mit dem Auto kommt, sollte zusätzliche Zeit für die Parkplatzsuche in den umliegenden Straßen einplanen oder etwas weiter entfernt parken und den letzten Abschnitt zu Fuß zurücklegen.
Fahrrad
Aus Mitte, Friedrichshain und weiten Teilen von Prenzlauer Berg lässt sich das Planetarium gut mit dem Fahrrad erreichen. Vom Alexanderplatz sind es je nach Route ungefähr 10 bis 15 Minuten.
Wer nachts nach den Perseiden zurückfährt, sollte allerdings bedenken, dass die Veranstaltung bis 1 Uhr läuft und die Rückfahrt entsprechend spät stattfindet.
Vor der Anreise sollten aktuelle Verbindungen, Verspätungen, Störungen, Bauarbeiten, Sperrungen und Fahrplanänderungen bei BVG, S-Bahn Berlin, VBB, Deutscher Bahn und Regionalverkehr geprüft werden.
💡 Dennis’ Tipp: Nicht den ganzen Abend unter der Kuppel verbringen
Das Programm ist so umfangreich, dass man leicht versucht sein könnte, von einer Vorführung zum nächsten Vortrag zu wechseln.
Ich würde es anders machen.
Wenn das Wetter so bleibt wie derzeit vorhergesagt, würde ich relativ früh kommen, mir ein oder zwei Programmpunkte heraussuchen und genug Zeit für das Außengelände lassen. Bei der Sonnenfinsternis zwischen 19:15 und Sonnenuntergang lohnt es sich, die aktuelle Situation und die Live-Übertragung im Blick zu behalten. Danach würde ich spätestens gegen 21:30 Uhr wieder draußen sein.
Denn bei aller Technik im Planetarium: Eine echte Sternschnuppe über Berlin kann keine Fulldome-Projektion ersetzen.
Und wer nach Mitternacht noch Ausdauer hat, bekommt vielleicht sogar die Kombination aus Perseiden und Saturn.
Fazit: Einer der astronomisch spannendsten Berliner Abende des Jahres
Die Lange Nacht der Astronomie wäre auch ohne besondere Himmelsereignisse ein guter Termin. Ein kostenloses Programm bis 1 Uhr, Planetariumsshows, Wissenschaft, Kinderaktionen, Astrofotografie und Teleskope sind bereits genug für einen interessanten Abend.
Am 12. August 2026 kommt aber außergewöhnlich viel zusammen.
Um 19:15 Uhr beginnt über Berlin die partielle Sonnenfinsternis.
Um 20:08 Uhr erreicht sie mit rund 85 Prozent Bedeckung ihr Maximum.
Nach Sonnenuntergang beginnt der Blick auf die Perseiden.
Ab 23:30 Uhr soll Saturn hinzukommen.
Und die derzeitige Wetterprognose sieht sogar ordentlich aus.
Das macht die Lange Nacht der Astronomie Berlin 2026 für mich zu einem der interessantesten kostenlosen Ferien- und Wissenschaftstermine dieses Augusts – auch für Menschen, die sich sonst nicht jeden Abend mit Sternkarten beschäftigen.
📌 Faktenbox: Lange Nacht der Astronomie Berlin 2026
Termin: Mittwoch, 12. August 2026
Zeit: 17:00–1:00 Uhr
Ort: Zeiss-Großplanetarium und Außengelände
Adresse: Prenzlauer Allee 80, 10405 Berlin
Eintritt: kostenlos
Sonnenfinsternis Berlin: Beginn ca. 19:15 Uhr
Maximum: ca. 20:08 Uhr
Bedeckung in Berlin: rund 85 Prozent
Sonnenuntergang: ungefähr 20:38 Uhr
Offizielle Live-Sendung: 19:00–21:00 Uhr
Live-Beobachtungen: ab 21:30 Uhr
Perseiden: ab 22:00 Uhr im Beobachtungsprogramm
Saturn: ab ca. 23:30 Uhr
Fulldome-Programme: 17:15–0:30 Uhr, kostenlose Platzkarten erforderlich
Mobiles Planetarium: 17:30–1:00 Uhr
Kinderprogramm: unter anderem Bastelaktionen von 17:00–22:00 Uhr
Vorträge und Workshops: 17:00–1:00 Uhr
Gastronomie: 17:00–1:00 Uhr
Berlin-Ausgabe: 2026 zum 13. Mal
Bundesweit: 2026 zum dritten Mal
Offizielle Informationen: Stiftung Planetarium Berlin
Bundesweites Programm: lange-nacht-der-astronomie.de
❓ FAQ zur Langen Nacht der Astronomie Berlin 2026
Wann findet die Lange Nacht der Astronomie 2026 in Berlin statt?
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 12. August 2026, von 17 Uhr bis 1 Uhr im und um das Zeiss-Großplanetarium statt.
Kostet die Lange Nacht der Astronomie Eintritt?
Nein. Das Berliner Programm ist kostenlos. Für bestimmte Fulldome-Vorstellungen und das mobile Planetarium werden allerdings kostenlose Platzkarten beziehungsweise Tickets ausgegeben.
Wann beginnt die Sonnenfinsternis in Berlin?
Die partielle Sonnenfinsternis beginnt in Berlin gegen 19:15 Uhr. Das Maximum wird gegen 20:08 Uhr erreicht. Dann sind etwa 85 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt.
Ist die Sonnenfinsternis in Berlin total?
Nein. Berlin liegt außerhalb der Totalitätszone. Hier ist die Finsternis partiell, erreicht aber eine Bedeckung von rund 85 Prozent. Total wird sie unter anderem in Teilen Islands und Nordspaniens zu sehen sein.
Brauche ich eine Sonnenfinsternisbrille?
Für die direkte Beobachtung der Sonne unbedingt. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt geeignete, zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen. Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus.
Wann sieht man die Perseiden?
Das Beobachtungsprogramm am Zeiss-Großplanetarium beginnt für die Perseiden um 22 Uhr. Generell sind die Stunden zwischen etwa 22 und 4 Uhr besonders interessant. Unter ideal dunklem Himmel sind theoretisch bis zu 100 Meteore pro Stunde möglich.
Braucht man für Sternschnuppen ein Teleskop?
Nein. Perseiden beobachtet man am besten mit bloßem Auge, weil dadurch ein möglichst großer Bereich des Himmels sichtbar bleibt.
Kann man Saturn sehen?
Bei geeigneten Sichtbedingungen plant das Zeiss-Großplanetarium ab etwa 23:30 Uhr Beobachtungen des Saturns über den Hausdächern.
Ist die Veranstaltung für Kinder geeignet?
Ja. Das Programm richtet sich ausdrücklich auch an Familien. Es gibt unter anderem Bastelangebote, das mobile Planetarium, astronomische Kurzprogramme, ein kosmisches Glücksrad und die Ausstellung „Urknall unterwegs“.
Wie wird das Wetter am 12. August?
Aktuell sieht die Prognose gut aus: Am frühen Abend werden rund 24 Grad und überwiegend sonnige Bedingungen erwartet, später soll es zunehmend klar werden. Die Vorhersage kann sich bis Mittwoch noch ändern.













