Stummfilm unter freiem Himmel, Live-Musik und eine außergewöhnliche Kulisse mitten auf der Museumsinsel: Die UFA Filmnächte laufen noch bis Freitag, 28. August 2026. Nach dem ausverkauften Auftakt stehen mit „The Cat and the Canary“ und Murnaus „Sunrise“ noch zwei besondere Filmabende bevor.
Die UFA Filmnächte 2026 verwandeln den Kolonnadenhof der Berliner Museumsinsel für drei Abende in ein großes Open-Air-Kino. Vom 26. bis 28. August stehen Klassiker der Stummfilmzeit auf einer großen Leinwand, während Musiker die Filme unmittelbar vor Ort live begleiten. 2026 findet die Reihe bereits zum 15. Mal in Berlin statt.
Das Motto lautet diesmal „Auf nach Hollywood!“. Gezeigt werden drei amerikanische Filme der deutschen Regisseure Ernst Lubitsch, Paul Leni und Friedrich Wilhelm Murnau, die in den 1920er-Jahren in die damals aufstrebende Filmmetropole Hollywood wechselten. Die UFA Filmnächte widmen sich damit einer Phase, in der deutsche Filmschaffende die Entwicklung des amerikanischen Kinos erheblich mitprägten.
Der Eröffnungsabend mit Ernst Lubitschs „Lady Windermere’s Fan“ ist ausverkauft und läuft am Mittwochabend. Für Donnerstag und Freitag werden aktuell noch Resttickets angeboten. Besonders interessant ist das Finale: Friedrich Wilhelm Murnaus „Sunrise“ wird am Freitag als Deutschlandpremiere einer neu restaurierten 4K-Digitalfassung gezeigt.
Stand: 26. August 2026, 22:18 Uhr
⚡ Kurz zusammengefasst
Die 15. UFA Filmnächte laufen noch bis Freitag, 28. August 2026, im Kolonnadenhof der Museumsinsel. Am Donnerstag steht Paul Lenis Gruselkomödie „The Cat and the Canary“ mit Carolina Eyck am Theremin und dem Ensemble Spooky Tune auf dem Programm. Freitag folgt Friedrich Wilhelm Murnaus „Sunrise“ als Deutschlandpremiere einer neuen 4K-Restaurierung mit Ekkehard Wölk & The Silent Light Orchestra. Filmbeginn ist jeweils um 21:00 Uhr. Für beide verbleibenden Abende gibt es aktuell Resttickets; die offizielle Seite nennt Preise von 17 beziehungsweise 22 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr.
UFA Filmnächte 2026: Drei deutsche Regisseure erobern Hollywood
Der thematische rote Faden ist diesmal besonders klar. Ernst Lubitsch, Paul Leni und Friedrich Wilhelm Murnau gehörten zu den deutschen Regisseuren, die während der 1920er-Jahre in die USA wechselten und dort wichtige Hollywood-Produktionen drehten.
Die amerikanischen Studios hatten damals erkannt, welchen Ruf das deutsche Kino international genoss. Neben Regisseuren wurden auch Produzenten, Kameraleute, Schauspieler, Drehbuchautoren und Set-Designer aus Deutschland angeworben. Besonders deutsch-jüdische Filmschaffende beeinflussten die weitere Entwicklung Hollywoods später noch stärker.
Alle drei ausgewählten Filme entstanden bereits in den USA. Es handelt sich also nicht einfach um eine Retrospektive deutscher Stummfilme, sondern um einen Blick auf den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Hollywood vor rund 100 Jahren.
Vor jeder Vorstellung gibt es zudem eine film- und zeitgeschichtliche Einführung. Kuratiert wird die Reihe vom Filmhistoriker Friedemann Beyer, Patin der UFA Filmnächte 2026 ist Schauspielerin Alexandra Maria Lara.
Das komplette Programm der UFA Filmnächte 2026
| Datum | Film | Regie | Dauer | Live-Musik |
|---|---|---|---|---|
| 26. August | Lady Windermere’s Fan | Ernst Lubitsch | 82 Min. | The Roaring Dames |
| 27. August | The Cat and the Canary | Paul Leni | 108 Min. | Spooky Tune & Carolina Eyck |
| 28. August | Sunrise | Friedrich Wilhelm Murnau | 106 Min. | Ekkehard Wölk & The Silent Light Orchestra |
Filmbeginn ist an allen drei Abenden um 21:00 Uhr.
Das vollständige Programmheft gibt es als offizielles PDF der UFA Filmnächte 2026.
Mittwoch: „Lady Windermere’s Fan“ mit dem Lubitsch-Touch
26. August 2026 – 21:00 Uhr – ausverkauft
Zum Auftakt läuft „Lady Windermere’s Fan“ von Ernst Lubitsch. Der 82 Minuten lange Film entstand 1925 für Warner Bros. und basiert auf Oscar Wildes Gesellschaftssatire „Lady Windermere’s Fan“. Zu den Hauptdarstellern gehören Irene Rich, May McAvoy und Bert Lytel.
Lubitsch war bereits 1922 nach Hollywood gegangen und entwickelte dort jenen besonderen Stil weiter, der später als „Lubitsch-Touch“ bekannt wurde. Statt Dinge offen auszusprechen, erzählt der Film vieles über Blicke, Gesten, offene Türen oder zurückgelassene Gegenstände. Das Publikum muss die gesellschaftlichen und erotischen Andeutungen selbst zusammensetzen.
Musikalisch ist der Auftakt ebenfalls eine Premiere. Komponist Tobias Schwencke schrieb eine neue Filmmusik, die von den The Roaring Dames unter der Leitung von Luiza Labouriau erstmals aufgeführt wird. Das neunköpfige Ensemble wurde eigens für die UFA Filmnächte 2026 zusammengestellt und ist ausschließlich mit Musikerinnen besetzt.
Der Abend ist offiziell ausverkauft; möglich sind lediglich kurzfristige Rückläufertickets.
👻 Donnerstag: „The Cat and the Canary“ bringt Grusel auf die Museumsinsel
27. August 2026 – 21:00 Uhr – Resttickets verfügbar
Der zweite Abend dürfte die ungewöhnlichste Kombination des Festivals bieten. Gezeigt wird Paul Lenis „The Cat and the Canary“, in Deutschland auch als „Spuk im Schloss“ bekannt.
Leni drehte den Film 1927 in den Universal Studios von Hollywood-Pionier Carl Laemmle. Die 108 Minuten lange Gruselkomödie verbindet Elemente eines klassischen Bühnenkrimis mit dem deutschen Expressionismus: künstlich wirkende Dekorationen, starke Hell-Dunkel-Kontraste und eine bedrohliche Atmosphäre treffen immer wieder auf bewusst überzeichnete komische Momente.
Im Zentrum steht eine Familie, die sich am 20. Todestag des Millionärs Cyrus West zur Testamentseröffnung in einem abgelegenen Anwesen versammelt. Das Vermögen soll an Annabelle West gehen – allerdings nur, wenn ihr geistiger Gesundheitszustand nicht infrage gestellt wird. Kurz darauf verschwindet der Anwalt und eine Serie zunehmend merkwürdiger Ereignisse beginnt.
Carolina Eyck spielt das Theremin – ohne das Instrument zu berühren
Das musikalische Konzept macht gerade diesen Abend besonders.
Das Ensemble Spooky Tune unter Leitung von George Morton spielt Neil Brands Filmmusik zu „The Cat and the Canary“. Ergänzt wird das Ensemble durch Carolina Eyck am Theremin.
Das Theremin gehört zu den ungewöhnlichsten Musikinstrumenten überhaupt. Es wird berührungslos gespielt. Zwei Antennen reagieren auf die Position der Hände: Mit einer Hand wird die Tonhöhe beeinflusst, mit der anderen die Lautstärke. Der charakteristische schwebende Klang passt entsprechend gut zu einem expressionistischen Gruselfilm.
Carolina Eyck gilt als eine der international führenden Theremin-Interpretinnen. Sie trat bereits in mehr als 30 Ländern auf, unter anderem mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und den Brüsseler Philharmonikern, und war 2022 bei den BBC Proms zu erleben.
Ein kurioses Detail: Der Theremin-Erfinder hätte an diesem Abend Geburtstag
Das Datum passt fast zu gut.
Das Theremin wurde 1920 vom russischen Erfinder Lew Termen entwickelt, der sich in den Vereinigten Staaten Leon Theremin nannte. Genau am 27. August 2026, also am Abend der Aufführung von „The Cat and the Canary“, wäre er 130 Jahre alt geworden.
Damit treffen Stummfilmgeschichte und frühe elektronische Musik ausgerechnet an diesem Donnerstag besonders passend aufeinander.
Das Ensemble Spooky Tune wiederum ist eine Zusammenarbeit zwischen Dirigent George Morton und dem Berliner c/o chamber orchestra. Morton hat allein mit dem Babylon Orchester Berlin bereits mehr als 75 Filmkonzerte dirigiert.
Tickets für „The Cat and the Canary“ am 27. August sind aktuell weiterhin auswählbar.
🌅 Freitag: „Sunrise“ als großes Finale
28. August 2026 – 21:00 Uhr – Resttickets verfügbar
Für Filmfans ist der Freitag wahrscheinlich der wichtigste Abend der drei Filmnächte.
„Sunrise – A Song of Two Humans“ war Friedrich Wilhelm Murnaus erster Film in Hollywood. Nach dem internationalen Erfolg von „Der letzte Mann“ erhielt er von Produzent William Fox einen Vierjahresvertrag und wechselte nach Los Angeles. 1927 entstand dort „Sunrise“.
Das 106 Minuten lange Melodram basiert auf einer Erzählung von Hermann Sudermann und erzählt von einem Bauern, der sich auf eine Affäre mit einer Städterin einlässt. Diese verlangt von ihm, seine Frau zu töten und mit ihr in die Stadt zu gehen. Der geplante Mord scheitert – danach entwickelt sich die Geschichte in eine vollkommen andere Richtung.
Murnaus Inszenierung und die außergewöhnliche Kameraführung machten den Film zu einem der wichtigsten Werke der späten Stummfilmzeit.
Bei der ersten Oscar-Verleihung wurde „Sunrise“ mit drei Academy Awards ausgezeichnet.
🎞️ Deutschlandpremiere: „Sunrise“ in neuer 4K-Restaurierung
Dieser Punkt macht den Freitag noch interessanter: Die UFA Filmnächte zeigen erstmals in Deutschland eine neu restaurierte 4K-Digitalfassung von „Sunrise“.
Die Restaurierung stammt vom San Francisco Film Preserve.
Damit wird in Berlin nicht einfach irgendeine bereits bekannte digitale Fassung des Klassikers gezeigt. Die Besucher erleben die Deutschlandpremiere einer neuen Restaurierung – und das unter freiem Himmel auf der Museumsinsel mit Live-Musik.
Für den musikalischen Teil sorgen Ekkehard Wölk & The Silent Light Orchestra. Die Formation ist mit den UFA Filmnächten eng verbunden und war bereits 2021 und 2022 in dieser Besetzung zu erleben. Mitglieder des Ensembles begleiteten in den vergangenen Jahren außerdem mehrere weitere Stummfilmklassiker der Reihe.
Das Silent Light Orchestra besteht aus Ekkehard Wölk an Piano und Keyboard, Kristoff Becker an Cello und Electronics, Andrea Marcelli an Schlagzeug und Klarinette, Ulrich van der Schoor an Akkordeon und Keyboard sowie Walter Gauchel an Saxophon und Flöte.
Tickets für „Sunrise“ am 28. August werden aktuell weiterhin angeboten.
Live-Musik statt fertigem Soundtrack
Die Musik ist bei den UFA Filmnächten nicht nur nette Begleitung.
Jeder Abend erhält ein eigenes musikalisches Konzept, das speziell auf den jeweiligen Film abgestimmt ist. Beim Auftakt gibt es sogar die Premiere einer vollständig neuen Komposition. Donnerstag folgt ein Filmorchester mit Theremin, Freitag ein Ensemble mit Erfahrungen aus Jazz, Klassik und improvisierter Stummfilmbegleitung.
Gerade dadurch unterscheiden sich die Filmnächte deutlich von einem gewöhnlichen Open-Air-Kino. Die Musik entsteht gleichzeitig mit den Bildern und verändert die Atmosphäre des Films unmittelbar.
Auch deshalb gehört die film- und zeitgeschichtliche Einführung vor jeder Vorführung zum Konzept.
🏛️ Kolonnadenhof: Open-Air-Kino mitten im UNESCO-Welterbe
Mindestens so wichtig wie die Filme ist der Veranstaltungsort.
Der Kolonnadenhof ist das zentrale Freigelände der Museumsinsel. Er wird vom Neuen Museum, dem Pergamonmuseum, der Alten Nationalgalerie und den historischen Kolonnadengängen eingerahmt. Die Ursprünge seiner Gestaltung reichen bis ins Jahr 1880 zurück.
1999 wurde die Museumsinsel von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Während der UFA Filmnächte entsteht mitten in diesem historischen Ensemble ein temporäres Freiluftkino.
Museumsinsel / Kolonnadenhof
Bodestraße 1–3
10178 Berlin-Mitte
Gerade nach Sonnenuntergang dürfte die Kombination aus Schwarz-Weiß-Film, Live-Musik und beleuchteter Museumsarchitektur einen großen Teil des Reizes ausmachen.
🎟️ Tickets für die UFA Filmnächte 2026
Der Auftakt mit „Lady Windermere’s Fan“ am Mittwoch ist offiziell ausverkauft. Vereinzelt können noch Rückläufertickets auftauchen.
Für „The Cat and the Canary“ am Donnerstag und „Sunrise“ am Freitag sind derzeit noch Tickets erhältlich. Die aktuelle offizielle Ticketseite nennt Resttickets für 17 beziehungsweise 22 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr. Welche Kategorie noch verfügbar ist, hängt vom jeweiligen Abend und verfügbaren Kontingent ab.
Die aktuellen Kontingente gibt es über die offizielle Ticketübersicht der UFA Filmnächte.
Wer einen der beiden verbleibenden Termine besuchen möchte, sollte die Karten möglichst vorher buchen. Ticketmaster zeigt für Donnerstag und Freitag derzeit weiterhin verfügbare Plätze beziehungsweise den Kaufprozess an.
♿ Barrierefreie Tickets
Für beide verbleibenden Vorstellungen bietet Ticketmaster eine eigene Auswahl für barrierefreie Tickets an.
Wer einen entsprechenden Platz benötigt, kann direkt über die jeweilige Veranstaltung die dafür vorgesehene Ticketoption auswählen.
🎒 Einlass: Große Taschen und Rucksäcke bleiben draußen
Vor dem Zutritt zum Kolonnadenhof findet eine Sicherheitskontrolle statt.
Nicht erlaubt sind unter anderem große Taschen, Rucksäcke, Koffer, Klappstühle, Glasflaschen, Dosen, alkoholische Getränke, Tiere, Feuerwerkskörper und Laserpointer. Für Gegenstände, die beim Zugang abgegeben werden, übernimmt der Veranstalter keine Haftung und garantiert auch keine reguläre Garderobe.
Wer möglichst unkompliziert durch die Kontrolle kommen möchte, sollte deshalb wirklich nur eine kleine Tasche mitnehmen.
Die vollständigen Regeln stehen in den offiziellen Sicherheitsbestimmungen.
🥤 Eigene Getränke sind eingeschränkt erlaubt
Eine praktische Ausnahme gibt es bei Getränken.
Alkoholfreie Getränke in PET-Flaschen oder Tetrapaks bis maximal 0,5 Liter pro Person dürfen mitgebracht werden. Glasbehälter, Dosen und alkoholische Getränke sind dagegen verboten.
Bei einem Open-Air-Abend Ende August ist diese Regel durchaus praktisch.
Anreise zu den UFA Filmnächten
Öffentliche Verkehrsmittel
Am nächsten liegt die U-Bahn-Station Museumsinsel der U5. Von dort sind es nur wenige Minuten zum Kolonnadenhof.
Eine gute Alternative ist S Hackescher Markt. Der Bahnhof liegt ungefähr 300 bis 400 Meter von der Museumsinsel entfernt und wird unter anderem von S3, S5, S7 und S9 bedient. Auch die Tramlinien M1 und 12 halten am Kupfergraben in unmittelbarer Nähe.
Gerade nach Ende der Vorstellung ist der ÖPNV die unkomplizierteste Variante.
Auto
Mit dem Auto würde ich für die Filmnächte nicht anreisen. Die Museumsinsel liegt mitten im historischen Zentrum, Parkplätze direkt am Veranstaltungsort sind entsprechend knapp.
Wer dennoch fährt, sollte mit einem Fußweg von einem Parkhaus außerhalb der unmittelbaren Museumsinsel rechnen.
Fahrrad
Mit dem Fahrrad ist die Museumsinsel aus Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg gut erreichbar. Rund um Bodestraße und Kupfergraben sollte wegen der vielen Fußgänger und Besucher am Abend allerdings etwas zusätzliche Zeit eingeplant werden.
Vor der Fahrt lohnt sich bei allen Verkehrsmitteln ein aktueller Blick auf mögliche Baustellen oder kurzfristige Störungen bei BVG und S-Bahn.
💡 Dennis’ Tipp
Wenn du dich zwischen Donnerstag und Freitag entscheiden musst, würde ich nicht einfach den bekannteren Filmtitel wählen.
Donnerstag ist wahrscheinlich das ungewöhnlichere Gesamterlebnis: expressionistische Gruselkomödie, Museumsinsel bei Nacht und Carolina Eyck am berührungslos gespielten Theremin – ausgerechnet am 130. Geburtstag des Instrumentenerfinders.
Freitag ist dagegen mein Tipp für Filmfans: „Sunrise“ gehört zu den bedeutendsten Werken der Stummfilmgeschichte und die Deutschlandpremiere der neuen 4K-Restaurierung gibt diesem Abend einen zusätzlichen Anlass. Zusammen mit dem Silent Light Orchestra dürfte das der filmhistorisch stärkste Abschluss sein.
Für beide Termine würde ich deutlich vor 21:00 Uhr am Kolonnadenhof sein. Sicherheitskontrolle, Einlass und Platzsuche sind angenehmer, wenn man nicht erst unmittelbar vor Filmbeginn ankommt.
Warum sich die UFA Filmnächte auch ohne Stummfilm-Vorkenntnisse lohnen
Man muss weder Filmhistoriker noch Stummfilm-Fan sein, um mit den UFA Filmnächten etwas anfangen zu können.
Die Live-Musik nimmt den fast 100 Jahre alten Filmen viel von der vermeintlichen Distanz. Humor, Spannung und Drama funktionieren dadurch unmittelbar, während die Museumsinsel eine Kulisse liefert, die sich von einem normalen Kinosaal vollständig unterscheidet.
Gerade „The Cat and the Canary“ dürfte mit seinen Horror- und Komödienelementen überraschend zugänglich sein. Bei „Sunrise“ kommt neben der filmhistorischen Bedeutung die neue 4K-Fassung hinzu.
Wer weitere Veranstaltungen für Freitag bis Sonntag sucht, findet in unseren BerlinMagazine.de Wochenendtipps für den 28. bis 30. August 2026 noch mehr Konzerte, Festivals, Sportevents und Ausflüge.
📌 Faktenbox
Veranstaltung: 15. UFA Filmnächte Berlin
Termin: 26.–28. August 2026
Verbleibende Termine: 27. und 28. August
Filmbeginn: jeweils 21:00 Uhr
Ort: Museumsinsel / Kolonnadenhof
Adresse: Bodestraße 1–3, 10178 Berlin
Motto 2026: Auf nach Hollywood!
Donnerstag: The Cat and the Canary (1927), 108 Minuten
Musik Donnerstag: Ensemble Spooky Tune, George Morton und Carolina Eyck am Theremin
Freitag: Sunrise (1927), 106 Minuten
Besonderheit Freitag: Deutschlandpremiere einer neuen 4K-Restaurierung
Restaurierung: San Francisco Film Preserve
Musik Freitag: Ekkehard Wölk & The Silent Light Orchestra
Tickets: Resttickets aktuell 17 bzw. 22 Euro inkl. Vorverkaufsgebühr
Eröffnungsabend: ausverkauft
Patin 2026: Alexandra Maria Lara
Kuration: Friedemann Beyer
Veranstalter: Bertelsmann in Kooperation mit UFA
Anreise: U5 Museumsinsel oder S Hackescher Markt
Open Air: ja
Große Rucksäcke: nicht erlaubt
Getränke: alkoholfreie PET-Flaschen/Tetrapaks bis 0,5 Liter erlaubt
Offizielle Informationen: UFA Filmnächte 2026
Programmheft: UFA Filmnächte 2026 als PDF
❓ FAQ zu den UFA Filmnächten Berlin 2026
Wann finden die UFA Filmnächte 2026 statt?
Die 15. UFA Filmnächte laufen vom 26. bis 28. August 2026 auf der Berliner Museumsinsel. Die Filme beginnen an allen drei Abenden um 21:00 Uhr.
Welche Filme laufen noch?
Am Donnerstag läuft Paul Lenis „The Cat and the Canary“, am Freitag Friedrich Wilhelm Murnaus „Sunrise“. Der Auftakt mit „Lady Windermere’s Fan“ findet bereits am Mittwoch statt und ist ausverkauft.
Was ist das Besondere an „Sunrise“ am Freitag?
Die UFA Filmnächte zeigen die Deutschlandpremiere einer neu restaurierten 4K-Digitalfassung von „Sunrise“. Die Restaurierung wurde vom San Francisco Film Preserve erstellt. Der Film wird live von Ekkehard Wölk & The Silent Light Orchestra begleitet.
Warum ist das Theremin am Donnerstag besonders interessant?
Carolina Eyck spielt das elektronische Instrument berührungslos, indem sie ihre Hände in unterschiedlichem Abstand zu zwei Antennen bewegt. Besonders passend: Theremin-Erfinder Lew Termen wäre genau am 27. August 2026 130 Jahre alt geworden.
Gibt es noch Tickets für die UFA Filmnächte?
Ja. Für Donnerstag und Freitag werden aktuell noch Resttickets angeboten. Die offizielle Ticketseite nennt 17 beziehungsweise 22 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr.
Wo finden die UFA Filmnächte statt?
Veranstaltungsort ist der Kolonnadenhof auf der Museumsinsel, Bodestraße 1–3, 10178 Berlin-Mitte.
Werden die Filme wirklich live musikalisch begleitet?
Ja. An jedem Abend spielen Musiker beziehungsweise Ensembles während des Films live. Die drei Abende haben jeweils ein eigenes musikalisches Konzept.
Darf ich einen Rucksack mitbringen?
Große Taschen, Rucksäcke und Koffer sind nicht erlaubt. Auch eine reguläre Gepäckaufbewahrung wird nicht garantiert. Deshalb ist eine möglichst kleine Tasche die beste Wahl.
Darf man eigene Getränke mitnehmen?
Alkoholfreie Getränke dürfen in PET-Flaschen oder Tetrapaks bis zu 0,5 Liter pro Person mitgebracht werden. Glasflaschen, Dosen und alkoholische Getränke sind verboten.
Wie kommt man am besten zur Museumsinsel?
Die nächstgelegene U-Bahn-Station ist Museumsinsel auf der U5. Alternativ eignet sich S Hackescher Markt. Auch die Tramlinien M1 und 12 halten am Kupfergraben in der Nähe.













