Vom 13. bis 29. August 2026 wird Berlin beim 38. Internationalen Festival Tanz im August wieder zur Bühne für zeitgenössischen Tanz aus aller Welt. 19 Produktionen mit insgesamt 54 Veranstaltungen verteilen sich auf 11 Spielorte – darunter Premieren, Deutschlandpremieren, große internationale Ensembles und ein kostenloses Dance Battle auf dem Tempelhofer Feld.
Tanz im August gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten internationalen Tanzfestivals der Stadt. Unter der künstlerischen Leitung von Ricardo Carmona reicht das Programm 2026 vom HAU Hebbel am Ufer über das Haus der Berliner Festspiele und Radialsystem bis zur Berlinischen Galerie, den Sophiensælen, dem Stadtbad Oderberger und dem Tempelhofer Feld.
Thematisch versteht sich das diesjährige Programm wie eine Art Wetterkarte einer instabilen Gegenwart. Die Produktionen beschäftigen sich unter anderem mit kultureller Identität und Exotisierung, gesellschaftlicher Gewalt, Männlichkeitsbildern, Migration, Natur, Wasser, Erinnerung und politischen Formen von Widerstand. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Einführungen, Publikumsgespräche, Workshops und weitere Formate rund um die eigentlichen Vorstellungen.
Update – Stand: 12. August 2026, 11:01 Uhr: Tanz im August startet am Donnerstag mit der Premiere von „TRAPICANA“ im HAU1. Für das erste Festivalwochenende stehen außerdem Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, Marco da Silva Ferreira, Chara Kotsali, Mohamed Toukabri und weitere internationale Produktionen auf dem Programm. Bei einzelnen stark nachgefragten Vorstellungen werden aktuell bereits nur noch mögliche Restkarten an der Abendkasse ausgewiesen.
✨ Kurz zusammengefasst
Tanz im August 2026 findet vom 13. bis 29. August an 11 Berliner Spielorten statt. Gezeigt werden 19 Produktionen und 54 Veranstaltungen, darunter drei Premieren, sechs Deutschlandpremieren und vier Berliner beziehungsweise internationale Koproduktionen. Veranstaltet wird das Festival vom HAU Hebbel am Ufer.
Zu den besonders auffälligen Namen gehören 2026 das Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, das Ballet national de Marseille unter Leitung von (LA)HORDE, Trajal Harrell, Marco da Silva Ferreira, Chara Kotsali, Calixto Neto sowie Kareth Schaffer und Jonas Hauer. Reguläre Eintrittskarten starten bei 14 Euro, während das große Outbox Me Battle zum Festivalabschluss auf dem Tempelhofer Feld kostenlos besucht werden kann. Den kompletten aktuellen Ablauf gibt es im offiziellen Kalender von Tanz im August.
🎭 Eröffnung mit „TRAPICANA“ im HAU1
Den Auftakt macht am Donnerstag, 13. August, um 20 Uhr die Premiere von „TRAPICANA“. Joana Tischkau, Jeremy Nedd und Sophie Yukiko arbeiten dafür mit der kubanischen Malpaso Dance Company zusammen. Weitere Vorstellungen folgen am Freitag, Samstag und Sonntag.
Ausgangspunkt ist der berühmte Nachtclub Tropicana in Havanna. Die Produktion nimmt dessen glamouröse Geschichte und touristische Vermarktung zum Anlass, um über kulturelle Authentizität, Exotisierung und stereotype Vorstellungen nachzudenken. Afrokubanisch inspirierte Tanzbilder treffen dabei auf Trap-Musik und eine bewusst überzeichnete Revue-Ästhetik.
Die Produktion dauert etwa 75 Minuten und wird ab zwölf Jahren empfohlen. Bei der Festivaleröffnung am Donnerstag weist die aktuelle Veranstaltungsseite bereits auf mögliche Restkarten an der Abendkasse hin; für die weiteren Termine sind derzeit noch Ticketoptionen aufgeführt.
🌲 Cloud Gate bringt mit „Sounding Light“ einen Wald auf die Bühne
Einer der zugänglichsten und zugleich visuell interessantesten Programmpunkte dürfte „Sounding Light“ des Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan werden. Das international bekannte Ensemble gastiert am 15., 16. und 17. August im Haus der Berliner Festspiele.
Choreograf und künstlerischer Leiter Cheng Tsung-lung ließ sich von langen Spaziergängen durch Wälder inspirieren. Zwölf Tänzer übersetzen Beobachtungen aus der Natur in Bewegung: Vögel, Regen und Lichtstimmungen werden Teil einer minimalistischen Bühnenwelt. Bemerkenswert ist vor allem, dass ein großer Teil der Geräuschkulisse direkt durch die Körper der Tänzer entsteht.
Die Vorstellungen beginnen am Samstag und Montag um 19 Uhr sowie am Sonntag um 18 Uhr. Die Produktion dauert rund eine Stunde und wird bereits ab sechs Jahren empfohlen. Für „Sounding Light“ gehört außerdem die spezielle Jugendkarte zum Festivalangebot.
Gerade für Besucher, die zeitgenössischen Tanz bislang nur wenig kennen, dürfte Cloud Gate deshalb ein guter Einstieg sein: Die Idee hinter dem Stück lässt sich unmittelbar verstehen, ohne dass die Inszenierung deshalb konventionell wird.
⚡ „F*cking Future“: Tanz gegen Gewalt und starre Rollenbilder
Deutlich kämpferischer wird es bei Marco da Silva Ferreiras „F*cking Future“ vom 14. bis 16. August im Radialsystem. Acht Tänzer stehen in einer Arena und bewegen sich zwischen Bildern von Rittern, Robotern, Clubkultur und Drag.
Im Mittelpunkt stehen Militarisierung, Gewalt, gesellschaftliche Machtstrukturen und traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit. Die Produktion versucht diese Bilder nicht nur darzustellen, sondern choreografisch auseinanderzunehmen. Dabei treffen Kettenhemden und militärisch wirkende Bewegungen auf Queerness, Clubästhetik und individuelle Freiheit.
Die Vorstellungen dauern jeweils rund eine Stunde und werden ab 16 Jahren empfohlen. Für den Freitagabend nennt Tanz im August aktuell nur noch mögliche Restkarten an der Abendkasse, während für Samstag und Sonntag noch reguläre Ticketoptionen angezeigt werden.
Geschichte als Tanzmarathon: Chara Kotsali im HAU2
Mit „IT’S THE END OF THE AMUSEMENT PHASE“ bringt Chara Kotsali vom 14. bis 16. August eine Deutschlandpremiere ins HAU2. Drei Tänzerinnen bewegen sich durch eine Welt aus historischen Bildern, Popkultur, gesellschaftlicher Erschöpfung und enttäuschten Zukunftsversprechen.
Dabei tauchen bewusst sehr unterschiedliche Referenzen auf: Tanzgeschichte und politische Inszenierungen treffen auf Macarena, Cheerleader, Popmusik und persönliche Erinnerungen. Gitarren, Schlagzeug und Rap treiben die nur rund 45 Minuten lange Produktion beinahe wie einen ununterbrochenen Tanzmarathon voran.
Am Samstag folgt nach der Vorstellung zusätzlich ein „Beyond the Stage“-Gespräch mit Chara Kotsali. Solche Gespräche gehören zu den kostenlosen Begleitformaten, mit denen Tanz im August das Bühnenprogramm erweitert.
🌊 Natur, Wasser und Körper ziehen sich durch das Programm
Nicht nur Cloud Gate beschäftigt sich 2026 mit Natur und Bewegung. Mehrere Produktionen greifen ökologische Systeme oder Wahrnehmungen anderer Lebewesen auf.
Dana Michel arbeitet in „YOU CANNOT CAN“ mit Schwimmen und aquatischen Geschichten. Simona Deaconescu, Ioana Vreme Moser und Simina Oprescu verbinden in „The Choreography of Water“ natürliche Wasserströmungen mit dem menschlichen Körper. Lenio Kaklea untersucht in „Les Oiseaux“ Bewegungsmuster von Vögeln.
Später im Festival gehen Kareth Schaffer und Jonas Hauer sogar noch einen Schritt weiter: In „Bat Dances“ wird die Wahrnehmung von Fledermäusen zum Ausgangspunkt für Bewegung und Klang. Das Stück wurde gezielt so entwickelt, dass es sowohl für sehende als auch für blinde und sehbehinderte Besucher zugänglich sein soll. Die Premiere läuft vom 26. bis 29. August im HAU3.
🔥 (LA)HORDE und Ballet national de Marseille gehören zu den großen Namen
Vom 20. bis 22. August übernimmt das Ballet national de Marseille mit „Après moi, le déluge“ das Haus der Berliner Festspiele. Geleitet wird das Ensemble vom französischen Kollektiv (LA)HORDE, das Tanz, Popkultur und politische Themen regelmäßig miteinander verbindet.
Zwölf Tänzer bewegen sich durch eine von Krisen geprägte Welt. Die Produktion beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Ängsten, Machtstrukturen und der Frage, wie Veränderung entstehen kann. Tanz wird dabei ausdrücklich als Form von Widerstand verstanden.
Die Nachfrage ist hoch: Für alle drei Berliner Vorstellungen weist die offizielle Seite derzeit lediglich auf mögliche Restkarten an der Abendkasse hin. Wer dieses Festivalhighlight sehen möchte, sollte die Verfügbarkeit deshalb kurzfristig noch einmal prüfen.
🎵 Trajal Harrell blickt auf mehr als 20 Jahre Tanz zurück
Direkt danach kehrt Trajal Harrell vom 21. bis 23. August ins HAU1 zurück. In „Music Music – Histoire(s) du Théâtre VII“ steht diesmal weniger das Kostüm als die Musik im Mittelpunkt.
Harrell verwendet Songs aus früheren Arbeiten wie ein persönliches Archiv. Daraus entsteht ein Solo, das auf mehr als 20 Jahre seines künstlerischen Schaffens zurückblickt und unterschiedliche Tanzstile miteinander verbindet. Die Produktion dauert etwa 75 Minuten.
Am Freitag gibt es bereits vor der Vorstellung eine Einführung. Für alle drei Termine werden aktuell reguläre Ticketmöglichkeiten angeboten.
🦇 Premieren und Deutschlandpremieren zum Festivalfinale
Auch die letzten Tage bleiben stark besetzt. Vom 26. bis 29. August feiert „Bat Dances“ von Kareth Schaffer und Jonas Hauer Premiere im HAU3. Einen Tag später startet im HAU2 mit „Bruits Marrons“ von Calixto Neto / VOA eine Deutschlandpremiere.
Calixto Neto nimmt Musik als Ausgangspunkt für Widerstand und Solidarität. Sechs Performer bilden gemeinsam mit einem Piano eine Gemeinschaft und beschäftigen sich mit historischen und gegenwärtigen Formen von Flucht, Selbstorganisation und gesellschaftlichem Widerstand.
Parallel gehört auch die Berlinische Galerie zu den ungewöhnlicheren Festivalorten. Dort ist Mélissa Guex mit „DOWN (full album)“ zu erleben, bevor sie am Abschlusstag zusätzlich einen kostenlosen Bewegungsworkshop auf dem Tempelhofer Feld anbietet.
🕺 Kostenloses Dance Battle auf dem Tempelhofer Feld
Der 29. August bringt einen Festivalabschluss, für den kein klassisches Theaterticket benötigt wird. Beim „Outbox Me Battle x Tanz im August“ treffen auf dem Tempelhofer Feld Tänzer aus Street Dance, Ballroom, Contemporary und weiteren Stilrichtungen aufeinander. Der Eintritt ist frei.
Los geht es bereits um 13:30 Uhr mit einem kostenlosen Workshop von Mélissa Guex. Ab 15 Uhr beginnt die Preselection für das Battle, danach folgen mehrere Runden bis zum Finale gegen 19 Uhr. Eine Open Jam bis 20 Uhr beendet den Tag.
Damit verlässt das Festival zum Abschluss bewusst den klassischen Theaterraum. Zuschauer können spontan vorbeikommen, unterschiedliche Tanzkulturen erleben und danach selbst Teil der Open Jam werden.
🎟️ Tickets für Tanz im August 2026
Die Preise unterscheiden sich je nach Spielort und Produktion. Reguläre Tickets starten bei 14 Euro. Für stark nachgefragte Produktionen gibt es unterschiedliche Sitzplatzkategorien; einzelne Vorstellungen werden bereits nur noch mit möglichen Restkarten an der Abendkasse geführt.
Tickets können direkt über den offiziellen Ticketbereich von Tanz im August gebucht werden. Die zentrale Tageskasse befindet sich am HAU2, Hallesches Ufer 34 und öffnet montags bis samstags ab 15 Uhr. Abendkassen und Wartelisten an den einzelnen Spielorten öffnen jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
Für ausgewählte familiengeeignete Produktionen gibt es außerdem eine vergünstigte Jugendkarte. Dazu gehören „Sounding Light“, „YOU CANNOT CAN“, „Les Oiseaux“ und „Bat Dances“.
♿ Barrierefreiheit und zusätzliche Formate
Tanz im August bietet 2026 erneut unterschiedliche barrierefreie und publikumsnahe Formate. Dazu gehören Audiodeskriptionen, Relaxed Performances, Einführungen unter dem Titel „Before the Stage“, Gespräche nach Vorstellungen als „Beyond the Stage“ beziehungsweise „Beyond the Stage Plus“, Workshops und Podcasts.
Die Barrierefreiheit hängt allerdings vom jeweiligen Spielort ab. HAU1 und HAU2 verfügen beispielsweise über barrierefreie Sanitäranlagen und entsprechende Zugänge, während das HAU3 im dritten Obergeschoss nicht barrierefrei erreichbar ist. Das Tempelhofer Feld ist grundsätzlich barrierefrei zugänglich, die Abschlussveranstaltung findet allerdings auf einer Wiese statt. Eine Übersicht bietet die offizielle Seite zu allen Spielorten.
☀️ Wetter zum Festivalstart: Samstag bis 35 Grad
Zum Start von Tanz im August wird es in Berlin zunächst hochsommerlich. Für Donnerstag, 13. August, werden rund 28 Grad erwartet, am Freitag steigt die Temperatur auf etwa 33 Grad.
Am Samstag werden aktuell sogar bis zu 35 Grad vorhergesagt. Da die meisten Vorstellungen in Innenräumen stattfinden, betrifft die Hitze vor allem Anreise, Wartezeiten und Wege zwischen mehreren Spielorten. Am Sonntag sinkt die Temperatur deutlich auf ungefähr 23 Grad; am Nachmittag ist ein Schauer möglich.
Wer Tanz im August mit weiteren Veranstaltungen verbinden möchte, findet in den BerlinMagazine.de Wochenendtipps für den 14. bis 16. August außerdem 15 aktuelle Ideen für Berlin und Brandenburg.
🚇 Anfahrt zu Tanz im August 2026
Tanz im August besitzt keinen einzelnen Festivalort. Vorstellungen finden in mehreren Berliner Bezirken statt. Das Festivalzentrum und die zentrale Tageskasse befinden sich allerdings am HAU2, Hallesches Ufer 34 in Kreuzberg.
Öffentliche Verkehrsmittel
HAU1, HAU2 und HAU3 liegen rund um Hallesches Tor und Möckernbrücke. Die U-Bahnhöfe Hallesches Tor und Möckernbrücke sowie der S-Bahnhof Anhalter Bahnhof befinden sich in Laufweite. Vom Alexanderplatz sollte man je nach Verbindung ungefähr 20 bis 25 Minuten einplanen.
Das Haus der Berliner Festspiele liegt an der Schaperstraße nahe U Spichernstraße, das Radialsystem an der Holzmarktstraße nahe Ostbahnhof. Die Sophiensæle lassen sich über Weinmeisterstraße, Hackescher Markt oder Oranienburger Straße erreichen.
Da ein Festivaltag problemlos Vorstellungen an unterschiedlichen Orten umfassen kann, sollte zwischen zwei Produktionen ausreichend Fahrtzeit eingeplant werden.
Auto
Die Anreise mit dem Auto ist möglich, aber gerade bei den zentralen Spielorten in Kreuzberg, Mitte und Friedrichshain nur bedingt praktisch. Parkplätze sind begrenzt und der Wechsel zwischen mehreren Spielorten ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln meist einfacher.
Einzelne Häuser verfügen über markierte barrierefreie Stellplätze, diese sind jedoch nicht als allgemeine Festivalparkplätze gedacht.
Fahrrad
Mit dem Fahrrad lassen sich viele der Spielorte vergleichsweise gut miteinander verbinden. Besonders HAU, Berlinische Galerie und Sophiensæle liegen in einer Entfernung, die sich für geübte Radfahrer gut kombinieren lässt.
Wer abends mehrere Veranstaltungen besucht, sollte bei der Planung jedoch die tatsächlichen Vorstellungsenden berücksichtigen und genug Zeit für den Ortswechsel einrechnen.
Vor der Anreise sollten aktuelle Verbindungen, Verspätungen, Störungen, Bauarbeiten, Sperrungen und kurzfristige Änderungen bei BVG, S-Bahn Berlin, VBB und Deutsche Bahn geprüft werden.
💡 Dennis’ Tipp
Wer mit zeitgenössischem Tanz bislang wenig anfangen konnte oder nicht genau weiß, womit er bei 19 Produktionen anfangen soll, würde ich zuerst zu „Sounding Light“ von Cloud Gate schicken. Die Idee, einen Wald aus Bewegung, Körpergeräuschen und Licht entstehen zu lassen, ist unmittelbar verständlich – gleichzeitig bekommt man ein international renommiertes Ensemble im Haus der Berliner Festspiele zu sehen.
Wer dagegen bewusst etwas politischer und kantiger einsteigen möchte, dürfte mit „F*cking Future“ oder „TRAPICANA“ besser fahren. Und wer einfach einmal schauen möchte, ob zeitgenössischer Tanz überhaupt etwas für ihn ist, kann das kostenlose Outbox Me Battle am 29. August auf dem Tempelhofer Feld ausprobieren, ohne vorher ein Theater-Ticket zu kaufen.
Fazit: Tanz im August ist 2026 weit mehr als ein Festival für Tanzexperten
19 Produktionen in zweieinhalb Wochen wirken zunächst wie ein Programm für eingefleischte Tanzfans. Tatsächlich ist die Spannweite 2026 aber groß genug, um sehr unterschiedliche Einstiege zu ermöglichen: Cloud Gate verbindet Tanz mit Naturbildern, (LA)HORDE bringt politische Energie auf die große Bühne, Trajal Harrell arbeitet mit Musik und Erinnerung, während Outbox Movement das Festival kostenlos aufs Tempelhofer Feld holt.
Besonders interessant ist, dass Tanz im August nicht versucht, zeitgenössischen Tanz von gesellschaftlichen Fragen zu trennen. Migration, Identität, Natur, Krieg, Widerstand, Geschlechterbilder und Erinnerung tauchen immer wieder auf – mal sehr direkt, mal eher über Bewegung, Klang und Raum.
Wer sich nicht durch alle 54 Veranstaltungen arbeiten möchte, sollte deshalb weniger nach dem vermeintlich „wichtigsten“ Stück suchen als nach einem Thema, das neugierig macht. Genau dafür ist das Programm 2026 breit genug.
📌 Faktenbox: Tanz im August 2026
Festival: Tanz im August – 38. Internationales Festival Berlin
Datum: 13. bis 29. August 2026
Programm: 19 Produktionen mit insgesamt 54 Veranstaltungen
Spielorte: 11 Spielorte in Berlin
Premieren: drei Premieren, sechs Deutschlandpremieren und vier Berliner beziehungsweise internationale Koproduktionen
Künstlerische Leitung: Ricardo Carmona
Veranstalter: HAU Hebbel am Ufer
Festivalzentrum: HAU2, Hallesches Ufer 34, 10963 Berlin
Ticketpreis: reguläre Tickets ab 14 Euro
Highlights: Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, (LA)HORDE/Ballet national de Marseille, Trajal Harrell, Marco da Silva Ferreira, TRAPICANA, Bat Dances und Bruits Marrons
Kostenlos: Outbox Me Battle x Tanz im August auf dem Tempelhofer Feld
Spielorte unter anderem: HAU1, HAU2, HAU3, Haus der Berliner Festspiele, Radialsystem, Sophiensæle, Berlinische Galerie, St. Elisabeth-Kirche, Stadtbad Oderberger und Tempelhofer Feld
Programm und Tickets: tanzimaugust.de
❓ Häufige Fragen zu Tanz im August 2026
Wann findet Tanz im August 2026 statt?
Das 38. Internationale Festival Tanz im August läuft vom 13. bis 29. August 2026 in Berlin. Insgesamt stehen 19 Produktionen und 54 Veranstaltungen auf dem Programm.
Wo findet Tanz im August statt?
Das Festival verteilt sich auf 11 Spielorte in Berlin. Dazu gehören HAU1, HAU2 und HAU3, das Haus der Berliner Festspiele, Radialsystem, Sophiensæle, Berlinische Galerie, St. Elisabeth-Kirche, Stadtbad Oderberger und Tempelhofer Feld.
Was kosten Tickets für Tanz im August?
Die Preise unterscheiden sich je nach Produktion und Sitzplatzkategorie. Reguläre Tickets beginnen ab 14 Euro. Gebucht werden kann über den offiziellen Ticketshop von Tanz im August.
Welches Stück eignet sich für Einsteiger?
„Sounding Light“ vom Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan ist ein guter Einstieg. Das etwa einstündige Stück verbindet Tanz, Naturbilder und Körpergeräusche und wird bereits ab sechs Jahren empfohlen.
Gibt es kostenlose Veranstaltungen?
Ja. Das Outbox Me Battle x Tanz im August findet am 29. August auf dem Tempelhofer Feld bei freiem Eintritt statt. Zusätzlich gibt es verschiedene kostenlose Workshops, Einführungen und Gesprächsformate.
Ist Tanz im August für Kinder geeignet?
Nicht jede Produktion eignet sich für Kinder, da die Altersempfehlungen unterschiedlich sind. Für ausgewählte Stücke wie „Sounding Light“, „YOU CANNOT CAN“, „Les Oiseaux“ und „Bat Dances“ bietet das Festival eine spezielle Jugendkarte an.
Gibt es noch Tickets für (LA)HORDE?
Für „Après moi, le déluge“ vom Ballet national de Marseille unter Leitung von (LA)HORDE weist die offizielle Festivalwebsite aktuell bei allen drei Terminen vom 20. bis 22. August nur noch auf mögliche Restkarten an der Abendkasse hin.
Wo befindet sich das Festivalzentrum?
Das Festivalzentrum befindet sich am HAU2, Hallesches Ufer 34 in Berlin-Kreuzberg. Dort liegt auch die zentrale Tageskasse, außerdem dient der Bereich während des Festivals als Treffpunkt für Besucher und Künstler.













