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Home Ausflüge

Heimat- und Trachtenfest Burg 2026: Programm, Festumzug und Riesenrad

Dennis Von Dennis
24. August 2026
in Ausflüge
0
Heimat- und Trachtenfest Burg 2026 mit Trachtengruppen, Festumzug und Riesenrad im Spreewald

Heimat- und Trachtenfest Burg 2026 vom 28. bis 30. August im Spreewald. © BerlinMagazine.de / KI-generiertes Bild

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Vom 28. bis 30. August 2026 feiert Burg im Spreewald drei Tage lang Heimat, Trachten und sorbisch-wendische Traditionen – mit großem Festumzug, Hahnrupfen, Markt der Traditionen, Live-Musik und einem neuen 25-Meter-Riesenrad.

Burg (Spreewald) wird am letzten Augustwochenende zur großen Festmeile: Von Freitag, 28. August, bis Sonntag, 30. August 2026, lädt das Amt Burg zum inzwischen 32. Heimat- und Trachtenfest ein. Auf und rund um den Festplatz treffen wendische Trachten und alte Erntebräuche auf Blasmusik, Familienprogramm, Livebands, DJs und einen Schaustellermarkt. Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei.

Der Höhepunkt folgt am Sonntag mit dem traditionellen Festumzug durch den Burger Ortskern. Auf der aktuellen Teilnehmerliste stehen 39 sogenannte Festbilder. Wer den Begriff noch nie gehört hat: Gemeint sind damit keine Fotos, sondern die einzelnen thematisch gestalteten Beiträge innerhalb des Umzugs. Ein solches Festbild kann aus einer Trachtengruppe, Musikern, einem geschmückten Wagen, historischen Fahrzeugen oder einer ganzen Szene bestehen, die eine Tradition oder Geschichte aus der Region darstellt.

Das reicht 2026 vom Burger Hochzeitszug über historische Fahrräder und Spreewaldfischer bis zu den „Burger Ammen und die wohlhabenden Berliner“. Gerade dieser Umzug zeigt, warum das Heimat- und Trachtenfest mehr ist als ein gewöhnliches Volksfest.

Stand: 24. August 2026, 18:22 Uhr

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⚡ Kurz zusammengefasst

Das 32. Heimat- und Trachtenfest Burg findet vom 28. bis 30. August 2026 statt. Der Eintritt ist frei. Freitag startet das Wochenende mit Eröffnung, Lampionumzug und den Ruuuderboyz, am Samstag folgen Markt der Traditionen, Trachtentanz, Kinderprogramm, Jolly Jumper und Schaustellermarkt. Am Sonntag stehen der Festumzug mit aktuell 39 thematischen Beiträgen, das traditionelle Hahnrupfen der Burger Domowina-Jugend und das Abschlussprogramm mit nAund im Mittelpunkt.


Ein Fest zwischen Spreewald-Tradition und großer Party

Das Heimat- und Trachtenfest soll zeigen, wie lebendig Traditionen im Spreewald noch heute sind. Burg liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden, deren Sprache, Bräuche und Trachten die Niederlausitz seit Jahrhunderten prägen. Viele dieser Traditionen werden nicht nur zu touristischen Anlässen gezeigt, sondern von Familien, Jugendgruppen und Vereinen weiterhin gepflegt.

Dazu gehören auf dem Festwochenende sorbische und wendische Kindertänze, Trachtengruppen, traditionelles Handwerk und das Hahnrupfen. Gleichzeitig stehen moderne Bands und DJs auf der Bühne, Kinder bekommen eine eigene Aktionsfläche und auf dem Festplatz drehen sich die Fahrgeschäfte.

Genau dieser Kontrast macht das Wochenende spannend: Wer wegen Trachten und Brauchtum kommt, bekommt davon viel zu sehen. Wer einfach ein großes Sommerfest im Spreewald sucht, findet genauso genügend Programm.


Freitag: Eröffnung, Lampionumzug und Ruuuderboyz

Programm am Freitag, 28. August 2026

Das Fest beginnt am Freitag um 15:00 Uhr mit der offiziellen Eröffnung durch Amtsdirektor Tobias Hentschel und dem Kaffeenachmittag für Senioren des Amtes Burg. Gleichzeitig spielt Trompetensolist Torsten Kuhl.

Um 15:30 Uhr folgt der Förderverein des Kinder- und Lernhauses „Lipa“. Ab 16:00 Uhr gibt es Schlager und Evergreens mit Tina Söllner, um 17:30 Uhr übernimmt DJ Zid.

Um 19:30 Uhr startet an der Festbühne der Lampionumzug mit den Ströbitzer Musikanten und der Feuerwehr Burg-Dorf. Gerade für Familien ist das ein schöner Auftakt in den ersten Festabend.

Danach wird weitergefeiert: DJ Fun-Key steht ab 20:00 Uhr auf dem Programm, bevor um 22:00 Uhr die Ruuuderboyz feat. Ferdilicious übernehmen. Das Spreewälder DJ-Trio kombiniert seine Sets mit Live-Elementen und bewegt sich unter anderem zwischen Disco, Tech House, Edits und Mash-ups. Der Auftritt ist bis Mitternacht angesetzt.


Samstag: Markt der Traditionen, Trachten und Familienprogramm

Programm am Samstag, 29. August 2026

Der Samstag beginnt um 10:30 Uhr mit den Spreetaler Blasmusikanten. Ab 14:15 Uhr folgt die Trachtentanzgruppe „Alte Liebe“, bevor KESS ab 14:45 Uhr beim Mitmach-Konzert „Tanzpirat“ besonders die jüngeren Besucher auf die Festbühne holt.

Um 16:00 Uhr zeigt der Förderverein Femella Studio sorbische und wendische Kindertänze. Anschließend präsentiert der Heimat- und Trachtenverein Burg ab 16:30 Uhr eine Wäsche- und Trachtenschau. Um 17:15 Uhr folgt die Trachtentanzgruppe Barbuk.

Ab 18:00 Uhr wechselt das Programm langsam in den Partyabend. DJ Gentle J spielt bis 20:00 Uhr, anschließend steht Jolly Jumper von 20:00 bis 23:00 Uhr auf der Bühne. Danach übernimmt DJ Gentle J noch einmal bis 1:00 Uhr.


Markt der Traditionen: Hier wird Handwerk noch gezeigt

Einer der interessantesten Programmpunkte liegt etwas abseits der großen Festbühne. Im Garten an der „Linde“ öffnet am Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr der Markt der Traditionen.

Dort geht es nicht nur um Verkaufsstände. Besucher können erfahren, wie die Eichenkränze für die Erntekönige gebunden werden, wie Stickereien auf Trachten entstehen oder wie Netze und Reusen der Spreewaldfischer gefertigt werden. Mit dabei sind unter anderem die Burger Domowina-Jugend, die Trachtenstickerei Dziumbla, die Gemeinschaft sorbischer und wendischer Spreewaldfischer, der Imkerverein und die Stickrunde „Flotte Nadel“.

Gerade wer verstehen möchte, was hinter den Trachten und Bräuchen des Wochenendes steckt, sollte diesen Bereich nicht auslassen. Hier wird aus dem Volksfest ein kleines Fenster in den Alltag und die Geschichte des Spreewalds.


🎡 Neues Riesenrad: 25 Meter über dem Festplatz

Auch der Schaustellermarkt gehört zum Heimat- und Trachtenfest. Der auffälligste Neuzugang ist ein 25 Meter hohes Riesenrad, das laut Festzeitung erst seine erste Saison fährt.

Am Abend soll eine bunte Lichtshow das Riesenrad zusätzlich in Szene setzen. Wer mehr Action sucht, kann den Scheibenwischer „Rockstar“ ausprobieren, während für jüngere Kinder unter anderem ein Kinderkarussell bereitsteht. Entenangeln, Zuckerwatte und weitere klassische Jahrmarktangebote ergänzen den Festplatz.

Fahrpreise und feste Öffnungszeiten für die einzelnen Schaustellergeschäfte sind nicht veröffentlicht.


👨‍👩‍👧 Familienprogramm mit Hüpfburg und Ponyreiten

Am Samstag öffnet ab 14:00 Uhr die Kinderaktionsfläche an der Festbühne. Dort sind eine Hüpfburg, Kinderschminken, Aktivspiele und Ponyreiten angekündigt. Das Angebot gibt es am Sonntagnachmittag erneut.

Zusätzlich öffnet das Feuerwehrmuseum am Samstag und Sonntag jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr. Damit gibt es auch abseits von Fahrgeschäften und Bühnenprogramm einiges für Familien zu entdecken.

Wer Burg schon von einem früheren Ausflug kennt, kann den Festbesuch außerdem gut mit einem Spaziergang durch den Ort verbinden. Passend dazu hat BerlinMagazine.de bereits über den Spreewälder Handwerker- und Bauernmarkt in Burg berichtet.


Chillout am Spreehafen statt Festplatz-Trubel

Eine kleine Gegenwelt zum lauten Festplatz entsteht am Samstagnachmittag am Spreehafen. Von 16:00 bis 18:00 Uhr legt dort DJ Stefan Jurrack auf.

Statt Blasmusik und Jahrmarkt gibt es Deep House in entspannter Atmosphäre. Wer mehrere Stunden auf dem Fest verbringt, bekommt damit einen guten Ort für eine Pause, bevor am Abend Jolly Jumper und DJ Gentle J übernehmen.


Sonntag: Der große Festumzug durch Burg

Programm am Sonntag, 30. August 2026

Der Sonntag beginnt um 9:30 Uhr mit einem Gottesdienst und wendischem Kirchgang in der evangelischen Kirche Burg. Um 10:30 Uhr singt die Senftenberger Spinte-Gruppe Kupka pśĕsa vor der Kirche. Gleichzeitig starten die Ströbitzer Musikanten auf der Festbühne.

Um 14:00 Uhr beginnt der traditionelle Festumzug durch den Burger Ortskern. Rund eineinhalb Stunden sind dafür vorgesehen.

An fünf Stellen entlang der Strecke werden die vorbeiziehenden Gruppen vorgestellt: am Bootshaus Leineweber, am Sanitätshaus Kröger, am Hotel Bleske, an der alten Feuerwehr und an der Kreuzung Bahnhofstraße.


Was sind eigentlich „Festbilder“?

In den Ankündigungen zum Umzug ist immer wieder von „Festbildern“ die Rede. Der Begriff kann zunächst verwirren, denn mit Bildern oder Fotografien hat er nichts zu tun.

Ein Festbild ist ein einzelner thematischer Beitrag innerhalb eines Festumzugs. Das kann beispielsweise eine Gruppe in historischen Kostümen sein, ein geschmückter Wagen, eine Musikkapelle, eine Trachtengruppe, ein historisches Fahrzeug oder eine inszenierte Szene. Jedes Festbild erzählt also gewissermaßen seine eigene kleine Geschichte.

Die Teilnehmerliste des Burger Festumzugs macht das besonders anschaulich. Dort gibt es beispielsweise das Festbild „Burger Hochzeitszug“, die „Bäuerliche Vesper“, „Fahrräder im Wandel der Zeiten“, „Burger Waschweiber bei großer Wäsche“ oder „Die Stunde vor Fastnachtsbeginn“. Die einzelnen Beiträge ziehen hintereinander durch den Ort und ergeben zusammen den gesamten Festumzug.

Auf der aktuell veröffentlichten Liste sind 39 solcher Beiträge verzeichnet. Änderungen bleiben bis zum Umzug möglich.


39 Beiträge erzählen Geschichten aus dem Spreewald

Der Festumzug ist damit fast eine rollende Ausstellung zur Geschichte und Gegenwart der Region. Schon am Anfang ziehen die Cottbuser Musikspatzen und die Burger Jugend durch den Ort. Danach folgen Kindergärten, Vereine, Musiker, Trachtengruppen, Unternehmen und historische Darstellungen.

Besonders spannend sind die Beiträge, bei denen sich der Titel nicht sofort selbst erklärt. Der Burger Hochzeitszug zeigt beispielsweise traditionelle Hochzeitsbräuche. Beim Beitrag „Wie wird die sorbische Tracht angezogen?“ steht die regionale Kleidung im Mittelpunkt. Die Spreewaldfischer erinnern an einen Beruf, der eng mit den Fließen und Gewässern der Region verbunden ist.

Auch ein überraschender Berlin-Bezug steckt im Umzug: Das Festbild „Burger Ammen und die wohlhabenden Berliner“ erinnert an eine historische Verbindung zwischen Burg und der Hauptstadt. Daneben ziehen unter anderem die Spreewaldmühle, die Spreewald Therme, Angler, Kleintierzüchter, Feuerwehren und Jugendgruppen mit.

Die komplette aktuelle Reihenfolge gibt es in der offiziellen Teilnehmerübersicht zum Festumzug 2026.


Historische Fahrräder fahren seit rund 60 Jahren mit

Einer der traditionsreichsten Beiträge trägt den Titel „Fahrräder im Wandel der Zeiten“. Die Geschichte dieses Festbildes reicht rund 60 Jahre zurück.

1965 fuhr Arnold Schmidt erstmals mit einem Hochrad beim Burger Heimatfest mit. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr historische Fahrräder hinzu – darunter ein Sicherheits- beziehungsweise Niedrigfahrrad aus dem Jahr 1909 sowie DDR-Modelle von Mifa, Diamant und Möve.

Insgesamt müssen mehr als 30 alte Fahrräder erhalten und gewartet werden. Rund 20 Menschen wirken regelmäßig an diesem Beitrag mit. Wochen vor dem Fest beginnen die Vorbereitungen, die Räder werden kontrolliert und die Rollen innerhalb der Gruppe verteilt.

Das zeigt ganz gut, was hinter einem „Festbild“ stecken kann: Es läuft nicht einfach jemand spontan im Umzug mit. Manche dieser Beiträge werden seit Jahrzehnten gepflegt und von Generation zu Generation weitergeführt.


Hahnrupfen: Was hinter dem wendischen Erntebrauch steckt

Direkt nach dem Festumzug folgt mit dem Hahnrupfen – niedersorbisch Łapanje kokota – einer der traditionsreichsten, für Außenstehende aber wahrscheinlich auch ungewöhnlichsten Programmpunkte.

Das Hahnrupfen gehört zu den sorbisch-wendischen Erntebräuchen der Niederlausitz. Dabei wird ein bereits getöteter Hahn kopfüber an einer mit Eichenlaub geschmückten Pforte befestigt. Junge Männer reiten nacheinander im Galopp hindurch und versuchen, Kopf beziehungsweise Flügel zu ergreifen. Wer den Kopf bekommt, wird als erster Erntekönig – der „kral“ – geehrt; weitere Könige werden über die Flügel ermittelt.

Der Brauch stammt aus einer Zeit, in der eine erfolgreiche Ernte für die bäuerliche Bevölkerung existenziell war. Der Hahn spielte dabei symbolisch eine Rolle im Übergang von der abgeschlossenen Ernte zum nächsten landwirtschaftlichen Jahr. Hahnrupfen, Hahnschlagen und andere Erntebräuche werden bis heute in verschiedenen Dörfern der Niederlausitz gepflegt.

Beim Heimat- und Trachtenfest beginnt das Hahnrupfen der Burger Domowina-Jugend am Sonntag um 15:30 Uhr auf Strauchs Wiese. Die jungen Reiter kämpfen dort um die Krönung zum Erntekönig.


Wendische Traditionen werden von jungen Leuten weitergeführt

Dass die Bräuche nicht nur von älteren Generationen gepflegt werden, zeigt auch das Gesicht des diesjährigen Heimatfestes. Auf Plakaten und in der Sonderzeitung ist die 16-jährige Lara Sophie aus Burg in wendischer Tracht zu sehen.

Sie gehört zur Burger Domowina-Jugend und nimmt selbst an traditionellen Festen teil. Teile ihrer Tracht wurden innerhalb der Familie weitergegeben – der Rock stammt nach Angaben der Festzeitung von ihrer Ur-Ur-Großmutter. 2025 wurde Lara Sophie beim Hahnrupfen in Burg-Kauper dritte Erntekönigin.

Genau solche Geschichten machen deutlich, dass das Fest nicht nur historische Kleidung ausstellt. Die Trachten und Bräuche werden weiterhin getragen, gelernt und innerhalb der Familien und Jugendgruppen weitergegeben.


Sonntagabend mit Kindermusical, Trachtentanz und nAund

Während auf Strauchs Wiese das Hahnrupfen läuft, geht das Bühnenprogramm weiter. Um 15:30 Uhr beginnt das Cottbuser Kindermusical, um 16:15 Uhr folgt der Traditionsverein Schmogrow und um 17:00 Uhr die Trachtentanzgruppe Straupitz.

Ab 18:30 Uhr steht Kevin mit einer Andreas-Gabalier-Doubleshow auf der Bühne. Zum Abschluss übernimmt um 19:30 Uhr die Liveband nAund, die bis 23:00 Uhr spielen soll.

Damit endet der traditionelle Sonntag nicht mit dem Festumzug, sondern erst am späten Abend.


🎨 Walter Moras: selten gezeigte Spreewald-Gemälde

Zwischen all den Open-Air-Angeboten versteckt sich noch ein Kultur-Tipp. In der Heimatstube am Spreehafen wird am Samstag und Sonntag die Ausstellung „Walter Moras – Spreewaldlandschaften“ gezeigt.

Walter Moras lebte von 1856 bis 1925 und wurde besonders mit seinen Landschaftsbildern bekannt. In Burg sind Werke mit Motiven aus Lehde und der Umgebung zu sehen. Die ausgestellten Gemälde stammen aus einer Privatsammlung und werden nur selten öffentlich gezeigt.

Auch der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Wer ohnehin am Spreehafen vorbeikommt, kann den Festbesuch deshalb gut mit einem kurzen Abstecher in die Heimatstube verbinden.


Eintritt: Heimat- und Trachtenfest bleibt kostenlos

Für das Heimat- und Trachtenfest wird an allen drei Tagen kein Eintritt erhoben. Das gilt für das Bühnenprogramm ebenso wie für Festumzug und die weiteren frei zugänglichen Festangebote.

Bezahlt werden müssen natürlich Fahrgeschäfte, Speisen, Getränke und individuelle Einkäufe auf dem Festgelände.

Eine Reservierung oder ein Veranstaltungsticket ist nicht notwendig. Das aktuelle Programm und mögliche kurzfristige Änderungen gibt es direkt beim Heimat- und Trachtenfest des Amtes Burg. Wer noch tiefer in die Hintergründe einsteigen möchte, findet viele Geschichten in der Sonderzeitung zum 32. Heimat- und Trachtenfest.


🚆 Öffentliche Verkehrsmittel: Von Berlin in den Spreewald

Für die Bahnfahrt aus Berlin bietet sich 2026 unter anderem der RE20 Richtung Spreewald an. Die Linie fährt stündlich von Berlin Hauptbahnhof über Potsdamer Platz, Südkreuz, Flughafen BER und Königs Wusterhausen nach Lübben und Lübbenau.

Von Lübben führt normalerweise die PlusBus-Linie 500 über Straupitz nach Burg. Allerdings gibt es zum Festwochenende eine wichtige Baustelleneinschränkung: Wegen Arbeiten an der L44 kann die Linie 500 den Abschnitt Straupitz–Burg bei den meisten Fahrten nicht bedienen. Zwischen Straupitz und Burg stehen während der Bauphase die Linien 508 und 509 zur Verfügung.

Deshalb sollte die komplette Hin- und vor allem Rückfahrt unmittelbar vor dem Besuch noch einmal über die aktuelle VBB- beziehungsweise RVS-Fahrplanauskunft geprüft werden. Gerade nach dem späten Bühnenprogramm sind die Verbindungen deutlich wichtiger als bei einem normalen Tagesausflug.


🚗 Auto: Rund um den Festplatz gelten Sperrungen

Wer mit dem Auto kommt, sollte nicht versuchen, direkt am Festplatz einen Parkplatz zu finden. Die Straße Am Hafen und der Parkplatz Festplatz sind von Dienstag, 25. August, 18:00 Uhr, bis Montag, 31. August, 12:00 Uhr vollständig gesperrt.

Das Amt empfiehlt ausdrücklich, die großen Parkplätze an den Ortseingängen zu nutzen. Im unmittelbaren Ortsbereich stehen während des Festes keine entsprechenden zusätzlichen Parkflächen zur Verfügung.

Am Freitag kommt es während des Lampionumzugs zwischen 19:30 und etwa 20:30 Uhr zu weiteren Verkehrsbehinderungen.

Besonders groß sind die Einschränkungen am Sonntag: Während des Festumzugs von 14:00 bis etwa 15:30 Uhr werden unter anderem die Hauptstraße/L51 sowie die Verbindung Ringchaussee–Bahnhofstraße/L513 gesperrt. Auch Am Leineweber ist zeitweise dicht. Wegen des Hahnrupfens wird außerdem die Straße Am Bahndamm zwischen Bahnhofstraße und Kurparkstraße gesperrt.

Wer den Festumzug sehen möchte, sollte deshalb deutlich vor 14:00 Uhr in Burg sein.


🚲 Mit dem Fahrrad

Wer bereits im Spreewald übernachtet, hat mit dem Fahrrad eine gute Alternative zum Auto. Burg verfügt über ein dichtes Netz an Radwegen und lässt sich gut mit einer längeren Spreewaldtour verbinden.

Im Ortskern selbst sollte man während des Festumzugs allerdings mit vielen Fußgängern und gesperrten Straßen rechnen. Für den Sonntagnachmittag empfiehlt es sich deshalb, das Fahrrad außerhalb des dichtesten Veranstaltungsbereichs abzustellen und die letzten Meter zu Fuß zu gehen.


💡 Dennis’ Tipp

Wenn du das Heimat- und Trachtenfest nur an einem Tag besuchen kannst, würde ich den Sonntag wählen – und deutlich vor 14:00 Uhr in Burg sein.

Der Festumzug ist der beste Programmpunkt, um die ganze Bandbreite des Wochenendes auf einmal zu erleben. Gerade nachdem man weiß, was mit den einzelnen „Festbildern“ gemeint ist, lohnt es sich, auf die Details zu achten: historische Fahrräder, Trachten, alte Arbeitsszenen, Hochzeitsbräuche oder die Geschichte der Burger Ammen sind viel interessanter als ein Umzug, bei dem einfach nur Wagen an den Zuschauern vorbeifahren.

Danach würde ich zum Hahnrupfen auf Strauchs Wiese weitergehen. Der Brauch ist für Besucher aus Berlin wahrscheinlich einer der ungewöhnlichsten Programmpunkte des gesamten Wochenendes und erklärt gleichzeitig viel darüber, warum das Fest in Burg so stark mit der regionalen Geschichte verbunden ist.


Warum sich der Ausflug aus Berlin lohnt

Burg ist als Spreewaldziel bekannt – meist wegen Kahnfahrten, Fließen, Radwegen und Therme. Beim Heimat- und Trachtenfest bekommt man aber eine Seite der Region zu sehen, die sich bei einem normalen Tagesausflug nur schwer erleben lässt.

Besonders der Sonntag erzählt fast nebenbei sehr viel über das Leben in der Niederlausitz. Beim Festumzug geht es um Landwirtschaft, Handwerk, Trachten, Vereine, Familiengeschichten und alte Berufe. Beim Hahnrupfen wird ein jahrhundertealter Erntebrauch weitergeführt, während der Markt der Traditionen zeigt, wie Stickerei, Fischerei und andere Handwerke funktionieren.

Gleichzeitig bleibt das Wochenende unkompliziert: Der Eintritt ist frei, es gibt Familienprogramm und Fahrgeschäfte, und am Abend wird auf der Festbühne gefeiert.

Wer den Spreewald nicht nur als Landschaft, sondern auch als Kulturregion kennenlernen möchte, bekommt dafür Ende August einen ziemlich guten Anlass.


📌 Faktenbox

Veranstaltung: 32. Heimat- und Trachtenfest des Amtes Burg (Spreewald)
Datum: 28. bis 30. August 2026
Ort: Burg (Spreewald), Festplatz und Ortskern
Freitag: Eröffnung ab 15:00 Uhr, Lampionumzug 19:30 Uhr, Ruuuderboyz 22:00–24:00 Uhr
Samstag: Programm ab 10:30 Uhr, Markt der Traditionen 11:00–17:00 Uhr, Jolly Jumper 20:00–23:00 Uhr
Sonntag: Gottesdienst 9:30 Uhr, Festumzug 14:00–15:30 Uhr, Hahnrupfen ab 15:30 Uhr, nAund ab 19:30 Uhr
Festumzug: aktuell 39 thematische Beiträge beziehungsweise „Festbilder“
Schaustellermarkt: unter anderem neues 25-Meter-Riesenrad, „Rockstar“ und Kinderkarussell
Kinderprogramm: Hüpfburg, Kinderschminken, Aktivspiele und Ponyreiten
Feuerwehrmuseum: Samstag und Sonntag 10:00–17:00 Uhr
Ausstellung: „Walter Moras – Spreewaldlandschaften“ in der Heimatstube
Eintritt: frei
Parken: Parkplatz Festplatz gesperrt; Parkplätze an den Ortseingängen nutzen
ÖPNV: Baustelleneinschränkungen auf der Buslinie 500 beachten
Veranstalter: Amt Burg (Spreewald) und teilnehmende Gemeinden aus dem Amtsgebiet
Weitere Informationen: Offizielle Veranstaltungsseite


❓ FAQ zum Heimat- und Trachtenfest Burg 2026

Wann findet das Heimat- und Trachtenfest Burg 2026 statt?

Das 32. Heimat- und Trachtenfest findet von Freitag, 28. August, bis Sonntag, 30. August 2026 in Burg im Spreewald statt.

Ist der Eintritt zum Heimat- und Trachtenfest frei?

Ja. Der Eintritt ist während des gesamten Festwochenendes kostenlos. Für Fahrgeschäfte, Essen, Getränke und Einkäufe fallen separate Kosten an.

Wann beginnt der Festumzug?

Der traditionelle Festumzug beginnt am Sonntag, 30. August 2026, um 14:00 Uhr und soll bis ungefähr 15:30 Uhr dauern.

Was bedeutet „Festbild“ beim Festumzug?

Ein Festbild ist ein einzelner thematisch gestalteter Beitrag im Festumzug und kein Foto. Das kann beispielsweise eine Trachtengruppe, ein geschmückter Wagen, eine historische Szene, eine Musikkapelle oder eine Gruppe mit einem gemeinsamen Thema sein. Beim Festumzug in Burg sind aktuell 39 solcher Beiträge angemeldet.

Was sind Beispiele für die Festbilder 2026?

Zu den Beiträgen gehören unter anderem der Burger Hochzeitszug, die Bäuerliche Vesper, „Fahrräder im Wandel der Zeiten“, die Spreewaldfischer, „Burger Waschweiber bei großer Wäsche“, „Burger Ammen und die wohlhabenden Berliner“ sowie die Spreewaldmühle.

Was ist Hahnrupfen?

Hahnrupfen oder Łapanje kokota ist ein traditioneller sorbisch-wendischer Erntebrauch der Niederlausitz. Junge Männer reiten durch eine geschmückte Pforte, an der ein bereits getöteter Hahn hängt, und versuchen Kopf beziehungsweise Flügel zu ergreifen. Der Sieger wird zum Erntekönig, dem „kral“.

Wann findet das Hahnrupfen in Burg statt?

Das Hahnrupfen der Burger Domowina-Jugend beginnt am Sonntag um 15:30 Uhr auf Strauchs Wiese.

Gibt es einen Rummel?

Ja. Auf dem Festplatz gibt es einen Schaustellermarkt. Zu den besonderen Fahrgeschäften 2026 gehört ein 25 Meter hohes neues Riesenrad. Außerdem sind unter anderem „Rockstar“ und ein Kinderkarussell angekündigt.

Was gibt es für Kinder?

Am Samstag und Sonntag gibt es eine Kinderaktionsfläche mit Hüpfburg, Kinderschminken, Aktivspielen und Ponyreiten. Das Feuerwehrmuseum öffnet an beiden Tagen von 10:00 bis 17:00 Uhr.

Wo kann ich beim Heimat- und Trachtenfest parken?

Der Parkplatz direkt am Festplatz ist gesperrt. Besucher sollen die größeren Parkplätze an den Ortseingängen nutzen. Besonders am Sonntag kommen wegen Festumzug und Hahnrupfen weitere Straßensperrungen hinzu.

Wie komme ich aus Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Burg?

Mit dem Regionalverkehr geht es unter anderem mit dem RE20 Richtung Lübben beziehungsweise Lübbenau. Wegen der aktuellen Baustelle in Straupitz fährt die PlusBus-Linie 500 bei den meisten Fahrten nicht durchgehend bis Burg. Für den Abschnitt Straupitz–Burg stehen unter anderem die Linien 508 und 509 zur Verfügung. Die konkrete Verbindung sollte am Besuchstag geprüft werden.

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Dennis

Konzerthallen sind sein Wohnzimmer, Premieren sein Revier. Dennis lebt für den Moment, in dem das Licht ausgeht und die Show beginnt. Seit Jahren jagt er für euch nach den spannendsten Events und Attraktionen der Stadt. Seine Mission: Nicht nur über Termine zu berichten, sondern die Emotionen hinter den Kulissen einzufangen und die Geschichten aufzuschreiben, die Berlin so einzigartig machen.

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