Ein heißer Sommertag, ein ausverkauftes Olympiastadion und einer der größten Pop-Entertainer unserer Zeit: Am Freitagabend habe ich Bruno Mars zum ersten Mal live erlebt. Die Erwartungen waren entsprechend hoch, schließlich eilt ihm der Ruf voraus, nicht nur ein großartiger Sänger, sondern auch ein außergewöhnlicher Musiker, Tänzer und Entertainer zu sein.
Nach gut zwei Stunden zwischen Funk, Soul, Pop, großen Balladen und einer ganzen Reihe von Welthits war für mich klar: Bruno Mars wird diesem Ruf gerecht. Die Bühne hätte für ein Stadion dieser Größe sicherlich noch etwas außergewöhnlicher ausfallen können. Wirklich gefehlt hat mir am Ende aber nichts, denn Bruno Mars und seine Band standen genau dort, wo sie bei einem Konzert stehen sollten – im Mittelpunkt.
Und um es direkt vorwegzunehmen: Es war mein erstes Konzert von Bruno Mars, aber ganz sicher nicht mein letztes.
Kurz zusammengefasst
Bruno Mars spielte am 26. Juni 2026 das erste von drei Konzerten im Berliner Olympiastadion. Nach DJ Pee .Wee und Victoria Monét begann seine Show gegen 20:10 Uhr mit „Risk It All“ und endete gegen 22:20 Uhr mit „Dance With Me“.
Die Produktion setzte auf eine klassische Hauptbühne, zwei riesige Videowände und vier zusätzliche Lichttürme im Innenraum. Einen Steg oder eine zweite Bühne gab es nicht. Dafür kamen mit zunehmender Dunkelheit Strahler, LED-Elemente, Laser, Feuer, Pyrotechnik, Konfetti und Feuerwerk immer stärker zur Geltung.
Musikalisch überzeugten vor allem Bruno Mars’ Stimme, seine große Band und die abwechslungsreiche Setlist. Mein persönlicher Höhepunkt war „Locked Out of Heaven“, während das spontan am Klavier angespielte „Grenade“ für den überraschendsten und persönlichsten Moment des Abends sorgte.
☀️ Ein heißer Konzerttag – aber das Olympiastadion war vorbereitet
Es war ohne Frage heiß an diesem Freitag. Allerdings fand das Konzert Ende Juni unter freiem Himmel statt, und entsprechend konnte man sich grundsätzlich auf hohe Temperaturen vorbereiten. Wer bereits zum Einlass um 16 Uhr am Stadion war, musste jedoch noch mehrere Stunden in der Sonne verbringen.
Besonders im Innenraum und auf einer Seite der Tribünen brannte die Sonne am Nachmittag noch ordentlich herunter. Einige Fans standen bereits vor der Öffnung an, um sich später möglichst gute Plätze im Golden Circle oder im regulären Innenraum zu sichern. Wer einen festen Sitzplatz hatte, konnte deutlich entspannter und auch etwas später ankommen.
Dem Olympiastadion muss man ausdrücklich zugutehalten, dass für die heißen Konzerttage ein gutes und sinnvolles Konzept entwickelt wurde. Besucher durften geeignete alkoholfreie Getränke bis zu einem Liter, Fächer, Hand- und Nackenventilatoren sowie Wassersprays zur Erfrischung mitnehmen. Zusätzlich gab es kostenlose Wasserstationen und sogar Sonnencreme.
Ich fand diese Maßnahmen sehr gelungen. Bei derartigen Temperaturen reicht es nicht, nur an die Eigenverantwortung der Besucher zu appellieren. Kostenfreies Wasser, gelockerte Mitnahmeregeln und zusätzliche Möglichkeiten zur Abkühlung waren deshalb eine wirklich gute Aktion.
Mein Platz auf der Haupttribüne
Mein Platz befand sich mittig auf der Haupttribüne im Unterrang. Von dort hatte ich einen zentralen Blick auf die komplette Bühne, die beiden Videowände und die vier Lichttürme im Innenraum.
Gerade bei einem Konzert mit einer vergleichsweise kompakten Bühne war diese Position ein Vorteil. Ich konnte die gesamte Lichtinszenierung überblicken und gleichzeitig verfolgen, wie sich die Wirkung der Show mit dem langsam verschwindenden Tageslicht veränderte.
Natürlich war Bruno Mars aus dieser Entfernung nicht ständig in allen Details direkt zu erkennen. Die beiden überdimensionalen Videowände machten das Geschehen auf der Bühne aber auch von den Tribünen gut sichtbar.
Fast drei Stunden zwischen Einlass und Vorprogramm
Um 16 Uhr öffneten sich die Tore des Olympiastadions. Der Innenraum war zu diesem Zeitpunkt noch relativ leer, auch wenn einige Fans bereits früh gekommen waren, um möglichst weit nach vorn zu gelangen. Viele Besucher mit festen Sitzplätzen trafen verständlicherweise erst deutlich später ein.
Das Vorprogramm begann schließlich um 18:45 Uhr – also zwei Stunden und 45 Minuten nach dem Einlass. Anderson .Paak eröffnete den musikalischen Teil des Abends unter seinem DJ-Namen DJ Pee .Wee.
Bereits um 19:15 Uhr folgte Victoria Monét als zweiter Support-Act. Das Publikum musste an diesem Abend allerdings nicht mehr zusätzlich aufgeheizt werden – dafür hatte das Wetter längst gesorgt. Der kleine Wortwitz drängte sich bei diesen Temperaturen beinahe von selbst auf.
Nach und nach verschwand die Sonne hinter dem Stadion. Die Temperaturen wurden angenehmer, die Ränge füllten sich und aus den anfangs noch sichtbaren freien Flächen im Innenraum wurde langsam eine große Menschenmenge.
🎛 Eine klassische Bühne ohne großen Schnickschnack
Über die Bühne der „The Romantic Tour“ wurde bereits nach den vorherigen Konzerten viel diskutiert. Für eine moderne Stadiontour fiel sie tatsächlich vergleichsweise klassisch aus.
Es gab keinen langen Steg in den Innenraum, keine zweite Bühne, keine schwebenden Elemente und keine riesigen beweglichen Kulissen. Das Geschehen konzentrierte sich vollständig auf eine große Hauptbühne, die rechts und links von zwei enormen Videowänden eingerahmt wurde.
Im ersten Moment wirkte der Aufbau eher wie eine sehr hochwertige Standardbühne als wie eine individuell für Bruno Mars entworfene Stadionkulisse. Gerade im hellen Tageslicht fehlte zunächst der besondere visuelle Eindruck, den man inzwischen von manchen großen Stadionproduktionen gewohnt ist.
Allerdings veränderte sich die Wirkung mit zunehmender Dunkelheit deutlich. Neben klassischen Strahlern kamen LED-Elemente, Laser und die vier zusätzlichen Lichttürme im Innenraum zum Einsatz. Später ergänzten Feuer, Pyrotechnik, Feuerwerk und Konfetti die Show.
War die Bühne zu klein für das Olympiastadion?
Die Antwort hängt stark von den eigenen Erwartungen ab. Wer eine gigantische Produktion mit langen Laufstegen, zahlreichen Requisiten und ständig wechselnden Bühnenbildern erwartet hatte, dürfte den Aufbau eher schlicht gefunden haben.
Auch ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle noch ein überraschendes Element gewünscht. Ein Steg hätte Bruno Mars näher an den Innenraum gebracht und die riesige Fläche des Olympiastadions besser einbezogen. Oder ein oder andere zusätzliche Wow-Effekt wäre sicherlich möglich gewesen.
Wirklich gefehlt hat mir deshalb am Ende aber nichts. Licht, Laser, LEDs, Feuer, Pyrotechnik, Feuerwerk und Konfetti sorgten im Verlauf des Abends für genügend große Bilder. Vor allem aber versuchte Bruno Mars nicht, seine Musik hinter einer gewaltigen Technikshow zu verstecken.
Es war immer noch ein Konzert – und bei einem Konzert sollten der Künstler, seine Stimme und die Songs die Nummer eins sein. Genau das war hier der Fall.
Um 20:10 Uhr ist Bruno Mars endlich da
Gegen 20:10 Uhr war es schließlich so weit. Bruno Mars betrat die Bühne und eröffnete den Abend mit „Risk It All“ aus seinem aktuellen Album „The Romantic“.
Zu Beginn trug er ein weißes Hemd, eine schwarze Hose und eine auffällig bestickte Weste mit goldenen und bunten Verzierungen. Dazu kam sein Stirnband, das inzwischen fest zu seinem aktuellen Bühnenlook gehört. Auch seine Musiker erschienen überwiegend in schwarzen Outfits mit farbigen und goldenen Stickereien.
Der Stil erinnerte mich an eine moderne Mischung aus Western-, Charro- und klassischer Showband-Ästhetik, ergänzt durch einen Hauch 1970er-Rock. Die Kleidung wirkte auffällig, ohne zu kostümiert zu erscheinen, und passte gut zur Mischung aus Funk, Soul, Pop und den Americana-Einflüssen des neuen Albums.
Bruno Mars und seine Musiker wechselten im Verlauf des Abends mehrfach ihre Outfits. Die Kleidung war damit ein sichtbarer Teil des Gesamtkonzepts, drängte sich aber nie vor die eigentliche Show.
Neue Songs treffen früh auf die großen Hits
Nach „Risk It All“ folgten zunächst „Cha Cha Cha“ und „On My Soul“. Bruno Mars eröffnete den Abend damit bewusst mit einem längeren Block aus seinem aktuellen Album. Musikalisch bewegte sich die Show schon hier zwischen Funk, Soul, Latin-Einflüssen und klassischem Pop.
Mit „24K Magic“ und „Treasure“ kamen anschließend früh die ersten großen Welthits. Die Reaktion im Olympiastadion veränderte sich sofort. Auf den Tribünen standen die ersten Besucher auf, im Innenraum wurde getanzt und die Refrains wurden laut mitgesungen.
Weitere neue Songs wie „God Was Showing Off“, „I Just Might“, „Why You Wanna Fight?“ und „Something Serious“ wurden geschickt zwischen ältere Titel und bekannte Funknummern gesetzt. Dadurch fühlte sich das Konzert nicht wie eine reine Albumpräsentation an, sondern wie ein Querschnitt durch verschiedene Phasen seiner Karriere.
Natürlich waren die älteren Hits beim Publikum noch deutlich bekannter. Trotzdem funktionierten auch die neuen Songs live gut und gewannen durch die Band, die Choreografien und Bruno Mars’ Präsenz noch einmal an Kraft.
🎸 Bruno Mars ist Sänger, Musiker und Bandleader
Schon nach den ersten Songs wurde deutlich, warum Bruno Mars live einen derart guten Ruf besitzt. Er ist nicht nur ein Sänger, der vor einer Begleitband steht. Er spielt Gitarre und Klavier, tanzt, führt durch die Show und gibt gleichzeitig seinen Musikern genügend Raum.
Die meiste Zeit war er mit der Gitarre zu sehen. Dabei wechselte er immer wieder zwischen dem Mikrofon, verschiedenen Positionen auf der Bühne und kurzen gemeinsamen Choreografien mit der Band.
Die Musiker begleiteten ihn nicht einfach nur im Hintergrund. Bläser, Gitarren, Bass, Keyboards, Schlagzeug und Percussion bildeten eine große, hervorragend eingespielte Einheit. Gleichzeitig bewegten sich die Musiker gemeinsam, übernahmen Backgroundgesang und waren sichtbar Teil der gesamten Show.
Vieles war zweifellos genau geplant und bis ins Detail einstudiert. Trotzdem wirkte die Performance nicht steril. Bruno Mars und die Band vermittelten den Eindruck, selbst großen Spaß an diesem Abend zu haben – und ließen sich auch von den hohen Temperaturen nicht bremsen.
Die Hitze bremst weder Bruno noch seine Band
Während das Publikum zwischendurch sitzen, trinken oder sich etwas Luft zufächeln konnte, standen Bruno Mars und seine Musiker über zwei Stunden unter den Scheinwerfern. Sie tanzten, spielten Instrumente und wechselten nahezu ohne längere Unterbrechungen zwischen schnellen Funknummern und ruhigen Balladen.
Von einer kraftlosen Performance war dennoch nichts zu spüren. Bruno Mars’ Stimme blieb stabil, seine Bewegungen wirkten präzise und auch die Band gab bis zum letzten Song sichtbar alles.
Gerade unter diesen Bedingungen wurde deutlich, wie professionell diese Show aufgebaut ist. Die Abläufe waren sicher, die Übergänge flüssig und längere Leerlaufphasen gab es kaum.
🪩 Anderson .Paak und Silk Sonic als zweite Show innerhalb der Show
Anderson .Paak hatte den Abend bereits als DJ Pee .Wee eröffnet. Später kehrte er jedoch nicht nur als Support, sondern als vollwertiger Teil der Hauptshow zurück.
Mit „777“, „Fly as Me“, „Smokin Out the Window“ und „Leave the Door Open“ erhielt Silk Sonic einen eigenen und überraschend umfangreichen Abschnitt. Für einige Minuten fühlte sich das Konzert beinahe wie eine zweite Show innerhalb der eigentlichen Bruno-Mars-Show an.
Besonders „Leave the Door Open“ zeigte, wie gut die beiden Stimmen und Bühnenpersönlichkeiten zusammenpassen. Anderson .Paak bringt eine lockerere, humorvolle Energie mit, während Bruno Mars eher als klassischer Bandleader und Perfektionist auftritt.
Die Chemie zwischen beiden funktionierte hervorragend. Der Silk-Sonic-Block war deshalb nicht nur ein netter Gastauftritt, sondern einer der stärksten Teile des Abends.
Konfetti und große Gefühle bei „Marry You“
Mit „Marry You“ kehrte Bruno Mars anschließend zu einem seiner bekanntesten älteren Songs zurück. Schon nach den ersten Tönen war klar, dass viele im Stadion genau auf diese Nummer gewartet hatten.
Der Refrain wurde laut mitgesungen, auf den Tribünen standen immer mehr Besucher auf und über dem vorderen Bereich ging Konfetti nieder. Die Nummer funktionierte als leichter und euphorischer Übergang zwischen dem funkigen Silk-Sonic-Block und dem emotionaleren Teil des Konzerts.
Gerade bei diesem Song zeigte sich, wie gut aufgelegt das Berliner Publikum war. Es wurde nicht nur aufmerksam zugeschaut, sondern durchgehend mitgesungen, getanzt und gefeiert.
🎹 „Die With a Smile“ macht das Stadion zum Wohnzimmer
Für „Die With a Smile“ nahm Bruno Mars am Klavier Platz. Nach den energiegeladenen Funknummern entstand plötzlich ein deutlich ruhigerer und intimerer Moment.
Es gehört zu den besonderen Fähigkeiten von Bruno Mars, ein großes Stadion für einige Minuten kleiner wirken zu lassen. Mit Stimme, Klavier und einer zurückhaltenderen Begleitung verwandelte sich das Olympiastadion beinahe in ein riesiges gemeinsames Wohnzimmer.
Auch „It Will Rain“, „Talking to the Moon“ und „When I Was Your Man“ gehörten zu diesem ruhigeren Konzertabschnitt. Gerade bei diesen Balladen zeigte sich, wie textsicher das Publikum war. Tausende Stimmen begleiteten Bruno Mars, während auf den Rängen immer mehr Handylichter aufleuchteten.
Die schnellen Nummern zeigten seine Energie und sein Talent als Entertainer. Bei den Balladen wurde dagegen besonders deutlich, wie stark seine Stimme auch ohne große Effekte und Choreografien funktioniert.
Der besondere Berliner Moment mit „Grenade“
Zwischen „Talking to the Moon“ und „When I Was Your Man“ entstand der spontanste Moment des Abends. Im Innenraum begannen Fans, „Grenade“ anzustimmen – einen seiner größten Hits, der nicht zur regulären Setlist dieser Tour gehörte.
Bruno Mars reagierte auf die Gesänge, blieb am Klavier und spielte den Song zumindest teilweise an. Für einen ansonsten bis ins Detail geplanten Stadionabend fühlte sich dieser Moment erstaunlich ungezwungen und persönlich an.
Nach den bislang bekannten Setlists war „Grenade“ zuvor nicht Teil der „The Romantic Tour“. Dadurch bekam die Berliner Einlage zusätzliches Gewicht. Aus einem Fangesang entstand ein Moment, der so vermutlich nicht im Ablaufplan stand.
Für mich war das ein gutes Beispiel dafür, dass selbst innerhalb einer perfekt choreografierten Produktion Platz für eine echte Verbindung zwischen Künstler und Publikum bleiben kann.
🔥 „Locked Out of Heaven“ wird mein Höhepunkt
Mein persönlicher Höhepunkt des Abends war „Locked Out of Heaven“. Der Song besitzt ohnehin eine enorme Live-Energie und brachte das Olympiastadion innerhalb weniger Sekunden zum Singen und Tanzen.
Hier griffen Musik und Inszenierung besonders gut ineinander. Strahler, LED-Elemente, Laser und die vier Lichttürme im Innenraum verstärkten den Rhythmus. Gleichzeitig flog erneut Konfetti durch die Luft.
Über dem Dach der Bühne schoss zusätzlich Feuerwerk in den Berliner Nachthimmel. Gemeinsam mit der starken Band, dem Refrain und dem laut mitsingenden Publikum entstand genau jener große Stadionmoment, den ich mir von diesem Abend erhofft hatte.
In diesem Moment spielte die Diskussion über die Größe der Bühne keine Rolle mehr. Musik, Licht, Feuerwerk, Band und Publikum füllten das Olympiastadion gemeinsam aus.
Mit „Uptown Funk“ ins Finale
Nach „Locked Out of Heaven“ folgte „Just the Way You Are“. Der Song gehört zu den emotionalsten und bekanntesten Titeln seiner Karriere und wurde entsprechend laut vom Publikum begleitet.
Mit „Uptown Funk“ setzte Bruno Mars anschließend noch einmal auf maximale Energie. Der Song funktioniert auch viele Jahre nach seiner Veröffentlichung noch als sicherer Garant dafür, dass selbst die letzten sitzenden Besucher aufstehen.
Als abschließender Titel folgte „Dance With Me“. Gegen 22:20 Uhr endete die Show nach rund zwei Stunden und zehn Minuten.
Das Finale fühlte sich für mich vollständig und stimmig an. Es gab keinen einzelnen gigantischen Schlussmoment, der alles Vorherige überstrahlte. Stattdessen endete der Abend so, wie er über weite Strecken verlaufen war: mit Musik, Bewegung, einer starken Band und einem gut gelaunten Publikum.
Ein Publikum, das Bruno Mars feiern wollte
Das Publikum war insgesamt bunt gemischt, im Durchschnitt aber eher jünger. Viele dürften Bruno Mars über seine großen Hits, Silk Sonic oder seine neueren Kooperationen entdeckt haben.
Trotzdem waren auch zahlreiche Besucher dabei, die seine Karriere bereits seit „Just the Way You Are“, „Grenade“ oder „The Lazy Song“ verfolgen. Ich selbst fühlte mich an diesem Abend jedenfalls noch nicht ganz alt.
Gerade bei den großen Hits zeigte sich, wie viele Generationen Bruno Mars inzwischen erreicht. Jugendliche standen neben Erwachsenen, langjährige Fans neben Besuchern, die ihn – so wie ich – zum ersten Mal live erlebten.
Die Stimmung blieb den gesamten Abend über sehr gut. Es wurde viel gesungen, getanzt und auf den Tribünen immer wieder aufgestanden. Auch die Hitze hatte die Vorfreude und Energie des Publikums offensichtlich nicht gebremst.
Die Berliner Setlist im Vergleich zur bisherigen Tour
Die Berliner Setlist entsprach in weiten Teilen dem bisherigen Ablauf der „The Romantic Tour“. Bruno Mars begann mit mehreren neuen Songs, wechselte anschließend zwischen Funk, Pop und bekannten Hits und integrierte in der Mitte den umfangreichen Silk-Sonic-Block.
Danach folgten „Marry You“, „Die With a Smile“ und mehrere Balladen. Den Abschluss bildeten die großen Stadionhits „Locked Out of Heaven“, „Just the Way You Are“ und „Uptown Funk“.
Die große Berliner Besonderheit war „Grenade“. Der Song war nicht fest eingeplant und entstand offenbar als spontane Reaktion auf die Gesänge im Innenraum.
Die Dramaturgie funktionierte insgesamt sehr gut. Neue Songs, schnelle Klassiker, Silk Sonic, Balladen und das große Finale waren klar voneinander getrennt, ohne dass sich die Übergänge künstlich oder abgehackt anfühlten.
Setlist von Bruno Mars in Berlin am 26. Juni 2026
- Risk It All
- Cha Cha Cha
- On My Soul
- 24K Magic
- Treasure
- God Was Showing Off
- I Just Might
- Perm
- Why You Wanna Fight?
- I Wanna Be Your Man
- That’s What I Like
- Something Serious
- Blast Off – Interlude
- Silk Sonic – Intro
- 777
- Fly as Me
- Smokin Out the Window
- Leave the Door Open
- Marry You
- Die With a Smile
- It Will Rain
- Talking to the Moon
- Grenade – spontan am Klavier angespielt
- When I Was Your Man
- Versace on the Floor – Interlude
- Locked Out of Heaven
- Just the Way You Are
- Uptown Funk
- Dance With Me
Einige Songs und Übergänge wurden als verkürzte Versionen, Medleys oder instrumentale Interludes gespielt.
Dennis’ Fazit zum Bruno-Mars-Konzert in Berlin
War die Bühne für ein Konzert im Olympiastadion außergewöhnlich? Nein. Die Produktion setzte auf eine klassische Hauptbühne, zwei riesige Videowände und vier Lichttürme im Innenraum. Einen Steg, eine zweite Bühne oder spektakuläre bewegliche Kulissen gab es nicht.
Etwas mehr hätte an der einen oder anderen Stelle sicherlich für einen zusätzlichen Wow-Effekt sorgen können. Gerade bei heutigen Stadionproduktionen sind außergewöhnliche Bühnenbilder, große Requisiten und technische Überraschungen fast schon zur Gewohnheit geworden.
Hat mir deshalb etwas Entscheidendes gefehlt? Ganz klar nein. Bruno Mars kann durch seine Stimme, sein Charisma und seine Präsenz überzeugen. Dazu kommt eine große und hervorragend eingespielte Band, die weit mehr ist als eine Begleitung.
Mit zunehmender Dunkelheit wurde auch die visuelle Show immer stärker. Licht, Laser, LED-Elemente, Feuer, Pyrotechnik, Feuerwerk und Konfetti sorgten für genügend große Momente, ohne Bruno Mars und seine Musik zu überlagern.
Für mich war es ein richtig tolles Konzert. Das Publikum war gut drauf, sang viel mit und ließ sich ebenso wenig von der Hitze bremsen wie Bruno Mars und seine Musiker. Der spontane „Grenade“-Moment, der Silk-Sonic-Block und „Locked Out of Heaven“ werden mir besonders in Erinnerung bleiben.
Es war mein erstes Mal bei Bruno Mars. Nach diesem Abend weiß ich: Ich würde jederzeit wieder hingehen.
Den Zehntausenden Besuchern, die am Sonntag und Montag zu den beiden weiteren Berlin-Konzerten kommen, kann ich deshalb nur sagen: Freut euch – es wird super!
📍 Fakten zum Bruno-Mars-Konzert in Berlin
- Künstler: Bruno Mars
- Tour: The Romantic Tour
- Datum: Freitag, 26. Juni 2026
- Ort: Olympiastadion Berlin
- Einlass: 16 Uhr
- DJ Pee .Wee: 18:45 Uhr
- Victoria Monét: 19:15 Uhr
- Bruno Mars: gegen 20:10 Uhr
- Konzertende: gegen 22:20 Uhr
- Dauer der Hauptshow: etwa zwei Stunden und zehn Minuten
- Eigener Platz: Haupttribüne, mittig im Unterrang
- Besondere Setlist-Überraschung: Grenade
- Persönlicher Höhepunkt: Locked Out of Heaven
Praktische Informationen zu Einlass, Anfahrt, erlaubten Gegenständen und den weiteren Berlin-Terminen stehen in unserem Bruno-Mars-Guide für das Olympiastadion.
FAQ zum Bruno-Mars-Konzert in Berlin
Wie lange spielte Bruno Mars in Berlin?
Bruno Mars begann gegen 20:10 Uhr und beendete seine Show gegen 22:20 Uhr. Der Hauptauftritt dauerte damit ungefähr zwei Stunden und zehn Minuten.
Wie war die Bühne im Olympiastadion?
Die Produktion bestand aus einer klassischen Hauptbühne mit zwei großen Videowänden. Einen Steg oder eine zweite Bühne im Innenraum gab es nicht. Mit zunehmender Dunkelheit sorgten Strahler, LEDs, Laser, Feuer, Pyrotechnik, Konfetti und Feuerwerk dennoch für eine starke visuelle Wirkung.
Wie war die Sicht von der Haupttribüne?
Von meinem mittigen Platz im Unterrang der Haupttribüne war die gesamte Inszenierung gut zu überblicken. Die Videowände halfen dabei, Bruno Mars und seine Musiker auch aus der Entfernung in den Details zu verfolgen.
Welche Überraschung gab es bei der Setlist?
Fans im Innenraum stimmten „Grenade“ an. Bruno Mars reagierte darauf und spielte den eigentlich nicht zur regulären Tour-Setlist gehörenden Song spontan am Klavier an.
Wie war die Stimmung im Olympiastadion?
Das Publikum war sehr gut aufgelegt. Besonders bei den großen Hits wurde laut mitgesungen und viel getanzt. Auch die hohen Temperaturen bremsten die Stimmung kaum.
Lohnt sich ein Konzert von Bruno Mars?
Für mich eindeutig ja. Bruno Mars überzeugt mit einer starken Live-Stimme, großer Bühnenpräsenz, musikalischem Können und einer hervorragend eingespielten Band. Es war mein erstes Konzert von ihm, aber sicherlich nicht mein letztes.














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