Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wird Schloss Bellevue für zwei Wochen zum temporären Ort der Künste
Das Schloss Bellevue ist normalerweise kein Ort, den man einfach so für eine Kunstausstellung besucht. Es ist der Amtssitz des Bundespräsidenten, ein politisches Symbol mitten im Berliner Tiergarten – repräsentativ, historisch aufgeladen und für die Öffentlichkeit nur selten in dieser Form zugänglich. Genau das macht FREIRAUM KUNST – Akademie der Künste goes Bellevue so besonders.
Vom 13. bis 28. Juni 2026 verwandelt die Akademie der Künste das Schloss Bellevue für zwei Wochen in eine Pop-up-Galerie. Möglich wird das, weil der Amtssitz vor der anstehenden Sanierung geräumt wird. Die leeren Räume werden damit nicht einfach nur Kulisse, sondern selbst Teil der Ausstellung: ein politischer, historischer und symbolischer Raum, der für kurze Zeit neu gelesen werden kann.
Für Berlin ist das eine dieser seltenen Kulturgelegenheiten, bei denen der Ort mindestens genauso wichtig ist wie das Programm. Kunst trifft auf Staatsarchitektur, demokratische Repräsentation auf künstlerische Freiheit, offizielle Räume auf offene Fragen.
Kurz zusammengefasst
FREIRAUM KUNST – Akademie der Künste goes Bellevue findet vom 13. bis 28. Juni 2026 im Schloss Bellevue statt. Die Akademie der Künste bespielt den Amtssitz des Bundespräsidenten mit einer zweiwöchigen Pop-up-Galerie, begleitet von künstlerisch-diskursiven Formaten.
Der Eintritt ist frei, allerdings ist ein kostenloses Zeitfenster-Ticket erforderlich. Aktuell sind die Tickets vergriffen, durch Stornierungen können jedoch kurzfristig wieder Zeitfenster verfügbar werden. Wer die Ausstellung besuchen möchte, sollte die Ticketseite regelmäßig prüfen.
🏛️ Warum diese Ausstellung besonders ist
Das Schloss Bellevue ist seit 1994 erster Amtssitz des Bundespräsidenten. Das klassizistische Gebäude im Tiergarten gehört zu den ältesten erhaltenen Schlossbauten Berlins und ist zugleich ein Ort staatlicher Repräsentation. Genau deshalb ist diese Ausstellung mehr als eine klassische Kunstschau.
Die Arbeiten der beteiligten Künstler treten in einen direkten Dialog mit dem Ort. Schloss Bellevue ist kein neutraler White Cube, sondern ein Raum mit Geschichte, Macht, Öffentlichkeit und Symbolik. In seinem geräumten Zustand wird das Gebäude selbst zum Exponat: leer, offen, vor der Sanierung, für kurze Zeit zugänglich und neu interpretierbar.
Die Ausstellung fragt damit auch: Was bedeutet Öffentlichkeit? Welche Rolle spielt Kunst in einer liberalen Demokratie? Und wie verändert sich ein politischer Ort, wenn Künstler ihn bespielen?
🎨 Diese Künstler sind beteiligt
An der Ausstellung wirken zahlreiche Mitglieder der Akademie der Künste mit, darunter Peter Badel, Rosa Barba, Carola Bauckholt, Alexandra Bircken, Jürgen Böttcher, Monica Bonvicini, Ann Cotten, Ayşe Erkmen, Jochen Gerz, Katharina Grosse, Hanna Hartman, Bjørn Melhus, Boris Mikhailov, Karin Sander, Matthias Sauerbruch, Hanns Schimansky, Gregor Schneider, Chiyoko Szlavnics, Wolfgang Tillmans und Manos Tsangaris.
Auch die Initiatoren des Projekts sind beteiligt: Christian Awe, El Bocho und Christopher Lehmpfuhl. Damit entsteht ein breites künstlerisches Spektrum zwischen Bildender Kunst, Architektur, Klang, Literatur, Diskurs, Installation und performativen Formaten.
Die Gesamtkuration liegt bei Anh-Linh Ngo, Vizepräsident der Akademie der Künste, und Cécile Wajsbrot, Stellvertretende Direktorin der Sektion Literatur.
Büro der öffentlichen Sache: Kunst als offener Raum
Ein zentrales Format der Ausstellung ist das Büro der öffentlichen Sache. Es wird von Akademie-Präsident Manos Tsangaris kuratiert und versteht sich als künstlerisch-diskursiver Raum.
Hier geht es nicht nur um Betrachtung, sondern um Austausch. Künstlerische Perspektiven sollen gesellschaftliche Polarisierungen aufbrechen, Gespräche ermöglichen und Fragen nach Demokratie, Öffentlichkeit und Teilhabe neu stellen. Gerade im Schloss Bellevue bekommt dieses Format eine besondere Spannung: Der Ort steht für politische Repräsentation, das Format für Offenheit, Dialog und künstlerische Einmischung.
Programm-Highlights während der Laufzeit
Begleitend zur Ausstellung gibt es weitere Programmpunkte. Das Büro der öffentlichen Sache läuft während der gesamten Ausstellungszeit und lädt zum Austausch über demokratische Öffentlichkeit und gesellschaftliches Miteinander ein.
Am 19. Juni 2026 findet von 17 bis 19 Uhr das Café Climate zum Thema „Seltene Erde“ statt. An runden Tischen geht es um Auswirkungen der Klimakrise auf Alltag, Demokratie, Kunst und Kultur.
Am 21. Juni 2026 folgt von 11 bis 14 Uhr die Matinee „Kunst und Solidarität“ mit Maria Kalesnikava. Im Mittelpunkt stehen Kunst, Kultur, demokratische Gesellschaften, Solidarität und der Einsatz für ein freies Belarus.
🎟️ Tickets, Eintritt und Besuchszeiten
Der Eintritt zu FREIRAUM KUNST – Akademie der Künste goes Bellevue ist frei. Für den Besuch ist jedoch ein kostenloses Zeitfenster-Ticket erforderlich. Die Buchung erfolgt ausschließlich online über die Ticketseite.
Wichtig: Aktuell sind alle Tickets vergriffen. Durch Stornierungen können aber zwischendurch wieder Zeitfenster frei werden. Wer die Ausstellung besuchen möchte, sollte deshalb regelmäßig nach verfügbaren Tickets schauen.
Tickets gibt es hier:
https://freiraum-kunst.eu/
Laufzeit: 13. bis 28. Juni 2026
Ort: Schloss Bellevue
Adresse: Spreeweg 1, 10557 Berlin-Tiergarten
Eintritt: frei mit Zeitfenster-Ticket
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11–19 Uhr, Samstag und Sonntag 10–19 Uhr
Sprachen: Deutsch und Englisch
Wichtige Hinweise zum Einlass
Für den Besuch ist das gebuchte Zeitfenster verbindlich. Der Einlass ist nur bis zu 30 Minuten nach Beginn des gebuchten Zeitfensters möglich. Außerhalb des Zeitfensters erfolgt kein Einlass.
Die Eintrittskarte gilt nur zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis. Ab 16 Jahren ist ein Personalausweis oder Reisepass erforderlich, ab 6 Jahren ein Lichtbildausweis, zum Beispiel ein Schülerausweis. Tickets sind nicht übertragbar.
Gruppenbuchungen sind nicht möglich. Pro Buchung können bis zu drei Begleitpersonen angemeldet werden.
Taschen, Regeln und Sicherheit
Für den Besuch gelten klare Sicherheitsregeln. Taschen und Rucksäcke dürfen maximal DIN A4 groß sein. Größere Gepäckstücke sollte man gar nicht erst mitbringen.
Nicht erlaubt sind unter anderem gefährliche Gegenstände, Glasflaschen, Kunststoffflaschen ab 1 Liter, Drohnen, Luftballons, Roller, Skateboards, Fahnen, Banner sowie spitze oder scharfe Gegenstände.
Tiere dürfen grundsätzlich nicht mitgebracht werden. Ausgenommen sind Blinden- und Assistenzhunde.
🚆 Anfahrt zum Schloss Bellevue
Das Schloss Bellevue liegt im Tiergarten, nahe der Spree und unweit des Großen Sterns. Da auf dem Gelände keine Parkplätze zur Verfügung stehen, empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Praktisch ist die Anfahrt mit der S-Bahn bis S Bellevue. Dort halten unter anderem die Linien S3, S5, S7 und S9. Von dort ist das Schloss gut zu Fuß erreichbar.
Alternativ kann man mit dem Bus bis zur Haltestelle Großer Stern fahren. Geeignet sind unter anderem die Linien 100, 106 und 187. Vom Großen Stern aus läuft man in wenigen Minuten Richtung Schloss Bellevue.
Vom Hauptbahnhof ist man je nach Verbindung ungefähr 10 bis 20 Minuten unterwegs. Vom Alexanderplatz dauert die Fahrt je nach Route etwa 20 bis 30 Minuten. Auch mit dem Fahrrad ist die Anfahrt durch den Tiergarten oder entlang der Spree gut machbar.
Wichtig: Prüft am Veranstaltungstag vor der Abfahrt noch einmal die aktuellen Verbindungen, mögliche Baustellen, Verspätungen oder kurzfristige Änderungen bei S-Bahn, Bus oder Straßenverkehr.
Barrierefreiheit
Der Besuch des Geländes und des Schlosses ist weitestgehend barrierefrei möglich. Es gibt eine Rollstuhlrampe auf der Rückseite des Schlosses sowie Lifte für normale Rollstühle und E-Rollstühle.
Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist, sollte vor dem Besuch die aktuellen Hinweise prüfen und ausreichend Zeit für Einlass, Kontrolle und Orientierung auf dem Gelände einplanen.
Warum sich der Besuch lohnt
FREIRAUM KUNST ist nicht nur wegen der beteiligten Künstler spannend. Der besondere Reiz liegt in der Verbindung aus Ort, Zeitpunkt und Thema. Schloss Bellevue steht kurz vor der Sanierung, ist geräumt und wird für kurze Zeit geöffnet. Die Kunst zieht also in einen Raum ein, der normalerweise politischer Repräsentation vorbehalten ist.
Das macht den Besuch fast automatisch zu einer Berlin-Erfahrung: Man betritt einen Ort, den viele sonst nur aus Nachrichtenbildern kennen, und erlebt ihn in einem ungewohnten Zustand. Nicht als festliches Empfangshaus, sondern als offener Raum, in dem Kunst Fragen stellen darf.
Für alle, die sich für zeitgenössische Kunst, Architektur, politische Orte oder besondere Berlin-Momente interessieren, gehört diese Ausstellung zu den außergewöhnlichsten Kulturterminen im Juni.
💡 Dennis’ Insider Tipp
Ich würde bei dieser Ausstellung nicht nur auf die großen Namen schauen, auch wenn Künstler wie Katharina Grosse, Wolfgang Tillmans, Monica Bonvicini oder Gregor Schneider natürlich sofort Aufmerksamkeit erzeugen. Der eigentliche Reiz liegt für mich in der Kombination aus Kunst und Ort.
Schloss Bellevue ist ein politischer Raum, der für kurze Zeit anders genutzt wird. Genau das macht den Besuch spannend. Mein Tipp: Wenn ihr ein Ticket bekommt, plant nicht zu knapp. Nehmt euch Zeit für das Gebäude, die leeren Räume, den Weg durch den Tiergarten und die Frage, wie sich Kunst in einem solchen Ort anfühlt.
Und ganz praktisch: Ausweis nicht vergessen, Tasche klein halten und die Ticketseite im Blick behalten, falls durch Stornierungen wieder Zeitfenster frei werden.
Faktenbox
Event: FREIRAUM KUNST – Akademie der Künste goes Bellevue
Ort: Schloss Bellevue
Adresse: Spreeweg 1, 10557 Berlin-Tiergarten
Laufzeit: 13. bis 28. Juni 2026
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11–19 Uhr, Samstag und Sonntag 10–19 Uhr
Eintritt: frei mit Zeitfenster-Ticket
Tickets: https://freiraum-kunst.eu/
Hinweis: Aktuell sind alle Tickets vergriffen, durch Stornierungen können wieder Zeitfenster verfügbar werden
Veranstalter: Akademie der Künste
Schirmherrschaft: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Kuration: Anh-Linh Ngo und Cécile Wajsbrot
Beteiligte Künstler: u. a. Rosa Barba, Monica Bonvicini, Katharina Grosse, Jochen Gerz, Wolfgang Tillmans, Gregor Schneider, Karin Sander, Manos Tsangaris
Anfahrt: S Bellevue mit S3, S5, S7, S9 oder Bus 100, 106, 187 bis Großer Stern
Parken: keine Parkplätze auf dem Gelände
Taschen: maximal DIN A4
Barrierefreiheit: weitestgehend barrierefrei, Rollstuhlrampe und Lifte vorhanden
FAQ zu FREIRAUM KUNST im Schloss Bellevue
Wann findet FREIRAUM KUNST im Schloss Bellevue statt?
Die Ausstellung läuft vom 13. bis 28. Juni 2026.
Wo findet die Ausstellung statt?
FREIRAUM KUNST findet im Schloss Bellevue, Spreeweg 1, 10557 Berlin-Tiergarten, statt.
Kostet der Eintritt etwas?
Nein, der Eintritt ist frei. Für den Besuch ist aber ein kostenloses Zeitfenster-Ticket erforderlich.
Sind noch Tickets verfügbar?
Aktuell sind alle Tickets vergriffen. Durch Stornierungen können zwischendurch wieder Zeitfenster frei werden.
Wo kann man Tickets buchen?
Tickets gibt es online unter:
https://freiraum-kunst.eu/
Wie sind die Öffnungszeiten?
Montag bis Freitag ist die Ausstellung von 11 bis 19 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 10 bis 19 Uhr.
Muss man einen Ausweis mitbringen?
Ja, die Eintrittskarte gilt nur zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis.
Sind größere Taschen erlaubt?
Nein, Taschen und Rucksäcke dürfen maximal DIN A4 groß sein.
Gibt es Parkplätze?
Auf dem Gelände stehen keine Parkplätze zur Verfügung. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen.
Wie kommt man am besten hin?
Praktisch ist die Anreise mit der S-Bahn bis S Bellevue oder mit dem Bus bis Großer Stern.
Ist die Ausstellung barrierefrei?
Der Besuch des Geländes und des Schlosses ist weitestgehend barrierefrei möglich. Es gibt eine Rollstuhlrampe sowie Lifte für Rollstühle und E-Rollstühle.










