Am 1. Juni 2026 startet das Esslokal hier. in der Schönhauser Allee – mit regionaler Küche, wechselnden Lunch-Gerichten und einem Konzept, das bewusst auf das Naheliegende setzt
Berlin hat viele Restaurants, viele Lunch-Spots und noch mehr schnelle Mittagspausen. Aber genau darin liegt manchmal das Problem: Zwischen Terminen, Nachrichten, Schreibtisch und Großstadttempo wird Essen oft zur Nebensache. Hauptsache schnell, unkompliziert, irgendwie sättigend. Woher die Zutaten kommen, welche Saison gerade eigentlich auf dem Teller liegt und wie viel Handwerk dahintersteckt, gerät dabei leicht aus dem Blick.
Mit hier. eröffnet am 1. Juni 2026 ein neues Esslokal in der AchtBerlin in der Schönhauser Allee, das genau diesen Moment wieder bewusster machen möchte. Der Name ist dabei Programm: hier. steht für ein Essen, das im Ort, im Jetzt und in der Region verankert ist. Nicht alles ist jederzeit verfügbar – aber das, was auf den Teller kommt, soll aus einem konsequent regionalen und saisonalen Verständnis heraus entstehen.
Das Motto bringt den Ansatz schön auf den Punkt: „Hier gibt’s nicht alles – aber alles ist von hier.“
🌿 Endlich mal nichts Neues
Während viele Gastronomiekonzepte versuchen, möglichst laut, neu oder trendig zu wirken, setzt hier. bewusst auf das Gegenteil. Das selbstgewählte Motto „Endlich mal nichts Neues“ klingt fast wie eine kleine Kampfansage an die ständige Food-Trend-Spirale der Stadt. Hier geht es nicht darum, das nächste große Ding zu erfinden, sondern darum, wieder genauer hinzuschauen: auf Produkte, Jahreszeiten, Handwerk, Herkunft und Geschmack.
Diese Reduktion wirkt nicht wie Verzicht, sondern wie ein kreativer Rahmen. Wenn Zitrone, Olivenöl, Pfeffer, Zimt oder Schokolade nicht einfach selbstverständlich zur Verfügung stehen, muss Geschmack anders gedacht werden. Dann kommen Leinöl, gerösteter Fenchel, Kümmel, Wacholder, Eisenkraut, Kamille, getrocknete Minze oder Aufstriche aus Sonnenblumenkernen ins Spiel.
Das klingt bodenständig, aber nicht langweilig. Im besten Fall entsteht daraus eine Küche, die vertraut wirkt und trotzdem überrascht.
🥣 Lunch, Stullen, Suppen und saisonale Teller
Zum Start ist hier. von Montag bis Freitag geöffnet – jeweils von 11:30 bis 15:00 Uhr. Damit richtet sich das Esslokal klar an die Mittagspause, an Nachbarn, Büros, Kreative im Haus, Besucher der AchtBerlin und alle, die in Prenzlauer Berg einen bewussten Lunch suchen.
Auf der Karte stehen wechselnde Lunch-Gerichte, frisch belegte Stullen, Salate, Suppen, Eintöpfe, Quiches, herzhafte Strudel aus dem Ofen, Kekse, Küchlein und hausgemachte Getränke. Wiederkehrende Formate sind ebenfalls geplant – etwa ein Kartoffel-Mittwoch mit Quark-Kartoffel und saisonal wechselnden Toppings.
Auch der „Getreide und Grün“-Salat passt gut zum Konzept: wechselnde Getreidesorten oder Hülsenfrüchte treffen auf saisonales Gemüse und frische Kräuter. Dazu kommen Gerichte wie gebackener Maisgries mit Pilzen und Sellerie im Winter oder mit frischen Tomaten im Sommer.
Das Ziel: ein Lunch, nach dem man gut gesättigt, aber nicht erschlagen zurück an den Schreibtisch geht.



(C)Fotos: Nils Hasenau
🚜 Produzenten aus der Region statt globaler Warenkorb
Die Küche von hier. beginnt nicht mit einer endlosen Zutatenliste, sondern mit dem, was Landwirte, Gärtnereien und Betriebe in der Region gerade liefern können. Der Großteil der frischen Produkte kommt aus dem Berliner Umland und aus Brandenburg.
Zu den Partnern gehören unter anderem die Berliner Gärtnerei Tiny Farms, das Good Food Syndicate aus Brandenburg, Alte Milch für Rohmilchkäse, die Milchmanufaktur Luisenhof in Velten, das Gut Friedersdorf für Hülsenfrüchte und das Fläminger Genussland für Öle. Auch die Bio-Tortilleria Tlaxcalli aus Rothenklempenow ist Teil dieses Netzwerks und bringt Maisprodukte aus alten Bio-Maissorten ein.
Das ist ein spannender Punkt, weil Regionalität hier nicht nur als Marketingbegriff auftaucht, sondern tatsächlich die Struktur der Speisekarte bestimmt. Gekocht wird ausgehend von dem, was verfügbar ist – nicht umgekehrt.
☕ Kein Kaffee? Dafür Muckefuck
Ein besonders konsequentes Detail: Kaffee steht im hier. nicht im Mittelpunkt, denn Kaffee ist nun einmal kein regionales Produkt. Stattdessen gibt es Muckefuck aus Lupinen, Gerste und Dinkel – heiß oder als Cold Brew.
Das passt gut zur Idee des Lokals: bekannte Routinen werden nicht aggressiv aufgebrochen, aber leise hinterfragt. Wer trotzdem nicht auf den klassischen Koffeinmoment verzichten möchte, findet direkt nebenan mit The Barn eine passende Adresse. Gleichzeitig sind Kooperationen in Planung.
Ergänzt wird das Getränkeangebot durch frisch aufgebrühten Tee aus saisonalen Kräutern und hausgemachte Limonaden.
👨🍳 Das Team hinter hier.
Die Idee zu hier. stammt von Marc Schmidheiny, Gründer und Unternehmer hinter DCM und der AchtBerlin. Schmidheiny verbindet in seinem neuen Projekt Unternehmertum, Nachhaltigkeit und eine persönliche Begeisterung für regionale Lebensmittel.
Die kulinarische Konzeption verantwortet Chiara Strobl. Die Köchin aus Vorarlberg bringt einen vielseitigen Hintergrund mit: von einer Kochlehre im Wiener Mraz & Sohn über Stationen im Berliner Nobelhart & Schmutzig und im Lode & Stijn bis hin zu Erfahrungen in nachhaltiger Gemeinschaftsverpflegung, Schulessen, Catering und Beratung.
Als Küchenchef ist Jan Wichert dabei. Er absolvierte seine Ausbildung im Berliner Sternerestaurant Margaux, arbeitete unter anderem in der Kantine 9, in Paris bei Frenchie und Bar à vins, später als Sous Chef im Lode & Stijn und als Küchenchef im Berliner Remi. Danach folgten Pop-ups, Caterings und Consulting-Projekte in Berlin und international.
Das macht hier. kulinarisch interessant: Hinter dem scheinbar einfachen Lunch-Konzept steht ein Team mit viel Erfahrung, aber ohne den Drang, diese Erfahrung laut auszustellen.

🏢 AchtBerlin: Altbau, Neubau und ein neues Esslokal
Auch der Ort passt zum Konzept. Die AchtBerlin in der Schönhauser Allee 8 verbindet restaurierte, denkmalgeschützte Altbauten mit modernen Neubauten. Auf rund 8.000 Quadratmetern sind dort Firmen, Büros, Coworking-Spaces und ein eigenes Kino untergebracht.
Das neue Esslokal fügt sich in diesen Kontext ein: ein moderner, heller Raum, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Das Interieur stammt von Product- und Interior-Designer Michael Sans. Prägend ist unter anderem eine mehr als zwölf Meter lange Sitzbank aus massiver lokaler Eiche. Dazu kommen restaurierte Vintage-Stühle, aufgearbeitetes Besteck von Berliner Flohmärkten, Bodega-Gläser und minimalistisches Porzellan.
Auch hier zieht sich der Gedanke des Lokals durch: neu ist nicht automatisch besser, und Nachhaltigkeit darf auch Patina haben.


(C)Fotos: Nils Hasenau
🍽️ Catering für Teams, Events und Unternehmen
Neben dem regulären Lunch-Betrieb bietet hier. auch Catering an. Auf Anfrage versorgt das Team Gruppen von 20 bis 150 Personen – etwa für Produktpräsentationen, Team-Meetings, Lunches, Brunches oder Corporate Events.
Das Catering-Angebot reicht von Fingerfood über Buffet bis Family Style und soll ebenfalls regional, frisch und saisonal gedacht sein. Für die AchtBerlin selbst ist das natürlich naheliegend, aber auch für Unternehmen und Veranstaltungen darüber hinaus könnte das Konzept interessant werden.
🚆 Anfahrt zur AchtBerlin
Das Esslokal hier. befindet sich in der AchtBerlin, Schönhauser Allee 8, in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Lage ist zentral und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Je nach Route bieten sich die Stationen rund um Senefelderplatz, Rosa-Luxemburg-Platz, Alexanderplatz oder Eberswalder Straße an.
Wer in Mitte, Prenzlauer Berg oder am Kollwitzkiez unterwegs ist, kann den Besuch gut mit einem Spaziergang verbinden. Für die Mittagspause ist die Lage besonders spannend, weil sich in der Umgebung viele Büros, Agenturen, Kreativorte und Wohnkieze überschneiden.
💡 Dennis’ Insider-Tipp
Ich finde an hier. besonders spannend, dass das Konzept nicht laut sein muss. Berlin hat genug Food-Orte, die sich über Superlative definieren. Hier klingt es eher nach einem Gegenentwurf: kurze Karte, regionale Produkte, ehrliches Handwerk und ein Lunch, der nicht nur schnell satt machen soll, sondern sich etwas bewusster anfühlt.
Mein Tipp: Zum Start nicht mit der Erwartung hingehen, dort immer das Gleiche zu bekommen. Genau das ist ja der Punkt. Wer Lust auf saisonale Küche hat, sollte schauen, was gerade da ist – und sich auf die Begrenzung einlassen. Gerade der Kartoffel-Mittwoch, der „Getreide und Grün“-Salat und der Muckefuck klingen nach Formaten, die sich schnell zu kleinen Gewohnheiten entwickeln könnten.
Kurz zusammengefasst
Mit hier. eröffnet am 1. Juni 2026 ein neues regionales Esslokal in der AchtBerlin in der Schönhauser Allee. Das Konzept setzt auf saisonale Küche, regionale Produzenten, handwerkliche Zubereitung und eine bewusste Reduktion. Geöffnet ist zum Start von Montag bis Freitag, 11:30 bis 15:00 Uhr.
Auf der Karte stehen wechselnde Lunch-Gerichte, Stullen, Salate, Suppen, Eintöpfe, Quiches, Strudel, Küchlein, Kekse, hausgemachte Limonaden, Kräutertees und Muckefuck aus Lupinen, Gerste und Dinkel. Hinter dem Konzept stehen Marc Schmidheiny, Chiara Strobl und Küchenchef Jan Wichert.
Faktenbox: hier. in der AchtBerlin
Name: hier.
Konzept: regionales Esslokal mit saisonalem Lunch-Angebot
Eröffnung: 1. Juni 2026
Ort: AchtBerlin
Adresse: Schönhauser Allee 8, Berlin-Prenzlauer Berg
Öffnungszeiten zum Start: Montag bis Freitag, 11:30 bis 15:00 Uhr
Angebot: Lunch-Gerichte, Stullen, Salate, Suppen, Eintöpfe, Quiches, Strudel, Kekse, Küchlein, hausgemachte Getränke
Getränke: Kräutertee, hausgemachte Limonaden, Muckefuck aus Lupinen, Gerste und Dinkel
Kulinarisches Konzept: Chiara Strobl
Küchenchef: Jan Wichert
Gründer: Marc Schmidheiny
Besonderheit: konsequenter Fokus auf Regionalität, Saisonalität und handwerkliche Küche
Catering: für Gruppen von 20 bis 150 Personen auf Anfrage
FAQ: Häufige Fragen zu hier. in der AchtBerlin
Wann eröffnet hier. in Berlin?
Das Esslokal hier. eröffnet am 1. Juni 2026 in der AchtBerlin.
Wo befindet sich hier.?
hier. befindet sich in der AchtBerlin, Schönhauser Allee 8, in Berlin-Prenzlauer Berg.
Was ist das Konzept von hier.?
hier. setzt auf regionale und saisonale Küche. Im Mittelpunkt stehen Produkte aus Berlin, Brandenburg und ausgewählten nahen Regionen, handwerkliche Zubereitung und eine bewusst kleine Karte.
Wann hat hier. geöffnet?
Zum Start ist hier. von Montag bis Freitag, 11:30 bis 15:00 Uhr geöffnet.
Was gibt es bei hier. zu essen?
Angeboten werden wechselnde Lunch-Gerichte, Stullen, Salate, Suppen, Eintöpfe, Quiches, Strudel, Kekse und Küchlein.
Gibt es bei hier. Kaffee?
Statt Kaffee steht Muckefuck aus Lupinen, Gerste und Dinkel auf der Karte – heiß oder als Cold Brew. Klassischen Kaffee gibt es direkt nebenan bei The Barn.
Wer steht hinter hier.?
Hinter dem Konzept stehen Marc Schmidheiny, Chiara Strobl und Küchenchef Jan Wichert.
Bietet hier. auch Catering an?
Ja, hier. bietet Catering für Gruppen von 20 bis 150 Personen an – unter anderem für Meetings, Produktpräsentationen, Brunches, Lunches und Corporate Events.













