Das Benedict in der Uhlandstraße bekommt für den Sommer 2026 einen zweiten Auftritt: Seit dem 2. Juli verwandelt sich das bekannte Frühstücksrestaurant in Wilmersdorf an fünf Abenden pro Woche in die Gastrobar béné. Aus Pancakes, Shakshuka und Eggs Benedict wird dann ein Dinner-Konzept mit Sharing Plates, Weinen, Cocktails, Vinyl und gedimmtem Licht.
Das Pop-up ist auf rund drei Monate angelegt und läuft donnerstags bis montags jeweils ab 18 Uhr. Damit bleibt das Benedict tagsüber seiner Frühstücks-DNA treu, öffnet am Abend aber ein neues Kapitel: weniger Brunch, mehr Bar, weniger Frühstücksritual, mehr gemeinsamer Abend am Tisch.
🍽️ Kurz zusammengefasst
Das Benedict in der Uhlandstraße 49 wird im Sommer 2026 abends zur Gastrobar béné. Das Pop-up läuft seit dem 2. Juli 2026 von Donnerstag bis Montag ab 18 Uhr und setzt auf moderne Gerichte zum Teilen, mediterrane Einflüsse, internationale Aromen, ausgewählte Weine und kreative Cocktails. Die Karte wechselt regelmäßig, serviert wird in lockerer Atmosphäre mit Vinyl-Musik, gedimmtem Licht und einem Konzept, das bewusst mit klassischen Restaurantregeln spielt.
Vom Frühstücksort zur Abendadresse
Seit der Eröffnung 2016 gehört das Benedict in Wilmersdorf zu den bekanntesten Frühstücksadressen der Stadt. Das Konzept war damals in Berlin noch ungewöhnlich: ein modernes Frühstücksrestaurant, das nicht bei Brötchen, Marmelade und Rührei stehen bleibt, sondern internationale Frühstücksklassiker, Pancakes, Eggs Benedict, Shakshuka und üppige Teller in den Mittelpunkt stellt.
Mit der zweiten Berliner Location im Prenzlauer Berg ist Benedict seit 2023 auch im Osten der Stadt vertreten. Die Uhlandstraße bleibt aber der Ursprungsort des Berliner Benedict-Gefühls: kosmopolitisch, unkonventionell, ein bisschen Hotel-Lobby, ein bisschen Großstadt-Frühstück, ein bisschen „Warum eigentlich nicht jetzt?“.
Dieses Prinzip überträgt béné nun auf den Abend. Schon Anfang 2026 hatte das Team mit „Benedict After Dark“ ein erstes Pop-up-Dinner ausprobiert. Damals war der Ton rauer, lauter und stärker von Dive-Bars inspiriert. béné wirkt nun reifer, eleganter und stärker als eigenes Abendformat gedacht, ohne die lässige Haltung des Hauses zu verlieren.
Was im béné auf den Tisch kommt
Kulinarisch setzt béné auf Gerichte zum Teilen. Die Speisekarte ist mediterran verankert, nimmt aber auch Einflüsse aus Asien, Südamerika und den kulturellen Hintergründen des internationalen Küchenteams auf. Es geht nicht um steife Menüfolgen, sondern um einen Tisch, auf dem Teller wandern, Wein nachgeschenkt wird und sich der Abend langsam entwickelt.
Zum Einstieg stehen unter dem augenzwinkernden Titel „Foreplay“ kleine Teller auf der Karte. Dazu gehören hausgebackenes Brot mit geschlagener Butter, Fleur de Sel und Pickles für 5,50 Euro, marinierte Oliven für 7 Euro, Tahini mit Harissa für 4 Euro oder Sour Cream mit Tomate für 4 Euro.
Bei den größeren Sharing Plates wird es aromatischer und kräftiger. Corn Ribs mit Chipotle-Limetten-Aioli kosten 9 Euro, Som Tam mit Fenchel, Orange und Thai-Zitrus-Dressing 13 Euro. Dazu kommen gegrillte Garnelen mit Pastis, Butter, Knoblauch und Zitronen-Gremolata für 19 Euro oder 21 Tage lang trockengereifter Nierenzapfen vom Rind mit Ajo Blanco, Kräuteröl und Beilage nach Wahl für 27 Euro.
Zum Abschluss bleibt ein kleiner Benedict-Moment erhalten: Die berühmten Pancakes gibt es auch am Abend, dann als Dessert mit Himbeere und weißer Schokolade, mit Ahornsirup oder mit Schoko-Haselnuss. Wer es klassischer möchte, findet etwa eine Tarta de Santiago mit Aprikosen in brauner Butter, Pistazie und Sauerrahm.



Fotos © Studio Kroll
🍸 Cocktails, Wein und der Bar-Moment
Eine zentrale Rolle spielen im béné die Getränke. Die Weinkarte ist bewusst reduziert gehalten und verbindet moderne Positionen mit klassischeren Weinen aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. Dazu kommt eine Cocktailkarte, die für das Pop-up entwickelt wurde.
Die Drinks arbeiten mit hausgemachten Cordials und Sirups, Miso-Infusionen, Yuzu-Pürees und intensiven Aromen. Statt hochkomplexer Namen trägt die Cocktailsektion den Schriftzug „It’s All Good“; die Drinks sind schlicht durchnummeriert. Das passt zum Konzept: handwerklich ambitioniert, aber nicht anstrengend.
Gemischt werden unter anderem Kombinationen wie Gin Mare mit Italicus Bergamotte, grünem Apfel, Traube und Vanille oder Volcan Blanco Tequila mit Del Maguey Mezcal, Giffard Crème de Cacao, Ancho Reyes Original und Erdbeer-Cordial. Wer keinen Alkohol trinken möchte, findet auch alkoholfreie Alternativen auf der Karte.
Atmosphäre: Benedict bleibt Benedict, nur später
Der Raum in der Uhlandstraße verändert am Abend seinen Ton. Tagsüber ist hier Frühstück, Kaffee, Pancake-Duft und heller Großstadtmorgen. Ab 18 Uhr wird das Licht gedimmt, Vinyl-Platten werden aufgelegt und das Team läutet den Dinner Service mit einer Glocke ein.
Das Interieur bleibt vertraut: warme Farben, runde Bistro-Tische, Holzstühle, weinrote Polster, Pflanzen und Fischgrätenparkett. Dazu kommen moderne Kunstwerke, gelb getönte Glaskacheln über dem Küchenpass und Vintage-Teller von Berliner Flohmärkten. Das wirkt lebendig, aber nicht überladen.
Gerade dieser Wechsel macht das Pop-up interessant. béné versucht nicht, aus dem Benedict plötzlich ein steifes Fine-Dining-Restaurant zu machen. Stattdessen entsteht ein Abendformat, das lockerer bleibt, aber kulinarisch mehr will als ein paar Snacks zur Bar.
🍴 Berlin bekommt ein weiteres lässiges Dinner-Format
béné passt gut in eine Berliner Gastro-Saison, in der viele Restaurants mit neuen Formaten experimentieren. In Kreuzberg ist etwa das Barkin’s Fine Diner im BARK Berlin gestartet, während das Orania.Berlin mit der X-Berg Summer Duck 2.0 ein sommerliches Menü rund um Ente, asiatische Aromen und entspannte Hotelrestaurant-Atmosphäre serviert.
Auch in anderen Bezirken bewegt sich die Gastro-Szene zwischen klassischer Adresse und neuer Ausrichtung. Das CARL & SOPHIE in Moabit setzt auf moderne Küche mit Spreeblick, während das Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz zeigt, wie Berliner Kiezgastronomie nach einer Wiedereröffnung weiterleben kann.
béné ergänzt diese Entwicklung um eine Adresse im Westen der Stadt, die viele Berliner bereits kennen, aber nun zu einer anderen Tageszeit neu entdecken können.
📍 Reservierung, Öffnungszeiten und Anfahrt
Das béné befindet sich in den Räumen des Benedict Wilmersdorf in der Uhlandstraße 49, 10719 Berlin. Geöffnet ist das Pop-up seit dem 2. Juli 2026 donnerstags bis montags ab 18 Uhr. Da das Konzept nur für rund drei Monate geplant ist und die Karte regelmäßig wechselt, lohnt sich eine Reservierung vorab.
Weitere Informationen und Reservierung: https://benedict.world/ui
Die Anfahrt ist mit der U-Bahn gut möglich. Die Station U Uhlandstraße liegt an der U1, außerdem sind U Hohenzollernplatz und U Spichernstraße gut erreichbar. Je nach Startpunkt kommen auch Verbindungen über Kurfürstendamm, Spichernstraße oder den Bereich Hohenzollerndamm infrage. Wie immer gilt: Vor der Fahrt kurz prüfen, ob es bei U-Bahn, Bus oder S-Bahn aktuelle Störungen, Bauarbeiten oder Fahrplanänderungen gibt.
Dennis’ Tipp
béné klingt vor allem dann spannend, wenn man das Benedict bisher nur als Frühstücksort kennt. Gerade der Kontrast macht den Reiz aus: ein Raum, den viele mit Pancakes und Kaffee verbinden, wird plötzlich zur Abendadresse mit Wein, Cocktails und Tellern zum Teilen. Für einen entspannten Sommerabend würde ich nicht zu spät hingehen, mehrere kleine Teller bestellen und den Abend eher als lockeres Bar-Dinner verstehen als als klassisches Restaurantmenü.
🧾 Faktenbox: béné im Benedict Wilmersdorf
Was: Pop-up-Gastrobar im Benedict Wilmersdorf
Wo: Uhlandstraße 49, 10719 Berlin
Seit wann: 2. Juli 2026
Wie lange: für rund drei Monate im Sommer 2026
Wann: donnerstags bis montags ab 18 Uhr
Konzept: moderne Gerichte zum Teilen, ausgewählte Weine, Signature Cocktails und Vinyl-Atmosphäre
Küche: mediterran geprägt, mit Einflüssen aus Asien, Südamerika und dem internationalen Küchenteam
Preisbeispiele: Brot mit Butter ab 5,50 Euro, Corn Ribs 9 Euro, Som Tam 13 Euro, Garnelen 19 Euro, Nierenzapfen vom Rind 27 Euro, Pancakes 10 bis 13 Euro
Reservierung & Infos: https://benedict.world/ui
Anfahrt: gut erreichbar über U Uhlandstraße, U Hohenzollernplatz und U Spichernstraße
FAQ: Was man zum béné in Berlin wissen sollte
Was ist béné?
béné ist das neue Abendkonzept des Benedict in der Uhlandstraße. Tagsüber bleibt das Restaurant ein bekannter Frühstücksort, abends wird daraus für den Sommer 2026 eine Gastrobar mit Sharing Plates, Wein, Cocktails und Vinyl-Musik.
Wann hat béné geöffnet?
Das Pop-up ist seit dem 2. Juli 2026 geöffnet. Geplant ist béné für rund drei Monate, jeweils von Donnerstag bis Montag ab 18 Uhr.
Wo befindet sich béné?
béné befindet sich im Benedict Wilmersdorf in der Uhlandstraße 49, 10719 Berlin. Die Adresse liegt in der Nähe vom Kurfürstendamm und ist mit der U-Bahn gut erreichbar.
Was steht auf der Karte?
Die Karte setzt auf kleinere und mittlere Gerichte zum Teilen. Dazu gehören unter anderem hausgebackenes Brot mit Butter, Corn Ribs, Som Tam, gegrillte Garnelen, trockengereifter Nierenzapfen vom Rind und Desserts wie Tarta de Santiago oder Benedict-Pancakes.
Muss man für béné reservieren?
Eine Reservierung ist empfehlenswert, weil das Pop-up zeitlich begrenzt ist und nur an fünf Abenden pro Woche stattfindet. Weitere Informationen gibt es über die Benedict-Seite.













